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Wie steigert man die Conversion Rate im Onlineshop?

Bewährte Methoden, um die Conversion Rate im Onlineshop zu steigern: CRO-Strategien, weniger Kaufabbrüche, Seitengeschwindigkeit und A/B-Tests für mehr Umsatz.

Eines der teuersten Missverständnisse in der Welt des E-Commerce ist der Glaube, dass sich Erfolg allein an Traffic messen lässt. Vielleicht ziehen Sie täglich Tausende Besucher auf Ihre Seite; wenn jedoch nur ein kleiner Teil dieser Besucher tatsächlich bestellt, dann verpufft ein großer Teil Ihres Werbebudgets und Ihrer Inhaltsarbeit ins Leere. Genau an diesem Punkt kommt die Conversion Rate ins Spiel. Die Conversion Rate zeigt, wie viele der Personen, die Ihre Seite besuchen, die von Ihnen gewünschte Handlung (meist einen Kauf) ausführen, und ist damit vielleicht die wichtigste Einzelkennzahl im E-Commerce überhaupt.

Stellen Sie sich vor: Um den Traffic auf Ihrer Seite zu verdoppeln, müssten Sie auch Ihr Werbebudget verdoppeln. Wenn Sie hingegen Ihre Conversion Rate von einem Prozent auf zwei Prozent steigern, verdoppeln Sie Ihren Umsatz, ohne auch nur einen einzigen Cent zusätzlich für Werbung auszugeben. Deshalb konzentrieren sich erfahrene E-Commerce-Profis darauf, den vorhandenen Traffic effizienter zu nutzen, also die Conversion zu optimieren, bevor sie überhaupt versuchen, den Traffic zu vergrößern. Diese Disziplin wird kurz CRO (Conversion Rate Optimization), also Conversion-Rate-Optimierung, genannt.

In diesem Leitfaden behandeln wir von Anfang bis Ende, wie Sie die Conversion Rate in Ihrem Onlineshop nachhaltig steigern können. Von der Seitengeschwindigkeit über Produktbeschreibungen, von der Reduzierung von Kaufabbrüchen bis zur Vereinfachung des Bestellvorgangs, von Vertrauenselementen bis zu A/B-Tests finden Sie umsetzbare, konkrete Schritte. Unser Ziel ist es nicht, Ihnen bloß Theorie zu liefern, sondern eine Roadmap zur Umsatzsteigerung zu zeichnen, die Sie schon heute in die Tat umsetzen können.

Was ist die Conversion Rate und wie wird sie berechnet?

Die Conversion Rate wird berechnet, indem die Anzahl der in einem bestimmten Zeitraum erzielten Conversions durch die Gesamtzahl der Besucher geteilt und mit hundert multipliziert wird. Die Formel ist denkbar einfach:

Conversion Rate = (Anzahl der Conversions / Anzahl der Besucher) × 100

Wenn beispielsweise innerhalb eines Monats 20.000 Personen Ihre Seite besucht und Sie 400 Bestellungen erhalten haben, beträgt Ihre Conversion Rate (400 / 20.000) × 100 = zwei Prozent. Diese Zahl mag auf den ersten Blick niedrig erscheinen, doch zu wissen, dass die durchschnittlichen Conversion Rates im E-Commerce in der Regel zwischen einem und drei Prozent liegen, rückt das Ganze in den richtigen Kontext.

Es wäre außerdem irreführend, Conversion allein auf den Verkauf zu beschränken. Je nach Branche und Geschäftsmodell kann eine Conversion jede der folgenden Handlungen sein:

  • Das Hinzufügen eines Produkts zum Warenkorb
  • Ein Newsletter-Abonnement oder eine E-Mail-Anmeldung
  • Das Erstellen eines Kontos
  • Das Ausfüllen eines Formulars
  • Der Download der mobilen App
  • Und natürlich ein abgeschlossener Kauf

Deshalb sollten Sie sich, bevor Sie die Conversion Rate messen, die Frage stellen: „Welche Handlung ist für mich wertvoll?“ Eine Mikro-Conversion (zum Beispiel eine E-Mail-Anmeldung) und eine Makro-Conversion (der Verkauf) jeweils getrennt zu verfolgen, ermöglicht es Ihnen, genau zu erkennen, wo im Trichter der Engpass liegt.

Wie hoch sollte die durchschnittliche Conversion Rate sein?

Der häufigste Fehler an dieser Stelle besteht darin, sich die Zahlen anderer Branchen als Ziel zu setzen. Eine Seite, die Luxusprodukte verkauft, und eine Seite, die Artikel des täglichen Bedarfs anbietet, können nicht dieselbe Conversion-Erwartung haben. Bei hochpreisigen Produkten mit langem Entscheidungsprozess ist die Conversion Rate naturgemäß niedriger. Deshalb ist es sinnvoller, sich nicht an Branchendurchschnitten, sondern an der eigenen bisherigen Leistung zu messen. Wenn die Rate dieses Monats höher ist als die des Vormonats, sind Sie auf dem richtigen Weg.

Die häufigsten Fehler, die Conversions verhindern

Der erste Schritt zur Steigerung der Conversion Rate besteht darin, die Ursachen zu erkennen, die sie senken. Die meisten Onlineshops weisen Design- und Prozessfehler auf, die unbemerkt den eigenen Verkauf untergraben. Hier sind die häufigsten:

  1. Langsam ladende Seiten: Dauert das Öffnen einer Seite länger als ein paar Sekunden, verlassen viele Besucher die Seite, bevor sie überhaupt den Inhalt gesehen haben.
  2. Komplizierter Bestellvorgang: Zu viele Schritte, unnötige Formularfelder und eine erzwungene Registrierung sind die Hauptursachen für Kaufabbrüche.
  3. Unzureichende Produktinformationen: Vage Beschreibungen, Bilder mit niedriger Auflösung und fehlende technische Details beschädigen das Vertrauen.
  4. Mangelndes Vertrauen: Eine nicht sichtbare Rückgaberichtlinie, fehlende Sicherheitssiegel und nicht vorhandene Kundenbewertungen erzeugen Zögern.
  5. Mangelnde Mobiloptimierung: Obwohl der Großteil des Traffics von mobilen Geräten kommt, wird das mobile Erlebnis vernachlässigt.
  6. Unklare Handlungsaufforderungen: Schwache Buttons, die dem Besucher nicht klar vermitteln, was er tun soll.

Das gemeinsame Merkmal dieser Fehler ist, dass sie alle in den Köpfen der Besucher eine „Reibung“ erzeugen. Der Kern der CRO-Arbeit besteht darin, diese Reibungspunkte auf dem Weg zum Kauf einzeln aufzuspüren und zu beseitigen.

Seitengeschwindigkeit und technische Performance

Die Geschwindigkeit ist vielleicht der technische Faktor mit der unmittelbarsten Wirkung auf die Conversion Rate. Ein Besucher erwartet, dass sich die angeklickte Seite sofort öffnet; jede Verzögerung führt zu einem messbaren Anstieg der Absprünge mit jeder Sekunde. Hinzu kommt, dass langsame Seiten auch in Suchmaschinen zurückfallen, sodass ein doppelter Verlust sowohl beim Traffic als auch bei der Conversion entsteht.

Um die Seitengeschwindigkeit zu verbessern, sollten Sie sich auf folgende Kernbereiche konzentrieren:

  • Bildoptimierung: Stellen Sie Produktbilder in modernen Formaten (wie WebP) und in passenden Größen bereit. Hochauflösende, aber unnötig große Dateien sind die häufigste Ursache für Verlangsamung.
  • Caching: Mit Browser-Caching und serverseitigem Caching können Sie die Ladezeit bei wiederkehrenden Besuchen erheblich verkürzen.
  • Unnötiger Code und Plugins: Ungenutzte Skripte von Drittanbietern, Tracking-Codes und Plugins belasten die Seite. Räumen Sie regelmäßig auf.
  • Content Delivery Network (CDN): Wenn Sie geografisch verteilte Besucher haben, senkt der Einsatz eines CDN die Ladezeiten spürbar.

Die von Google als Core Web Vitals bezeichneten Kennzahlen (die Ladezeit des größten Inhaltselements, die Verzögerung bis zur Interaktion und die visuelle Stabilität) sind Indikatoren sowohl für die Nutzererfahrung als auch für das Suchmaschinen-Ranking. Diese Kennzahlen regelmäßig zu messen, hilft Ihnen, geschwindigkeitsbedingte Conversion-Verluste frühzeitig zu erkennen.

Produktseiten für Conversions optimieren

Die Produktseite ist der Ort, an dem die Entscheidung fällt. Wenn ein Besucher hierher gelangt ist, hat er bereits eine Absicht; Ihre Aufgabe ist es, diese Absicht in einen Kauf zu verwandeln. Eine gute Produktseite beantwortet alle Fragen im Kopf des Kunden, bevor er auf den Kaufen-Button drückt.

Bilder und Video

Da Menschen ein Produkt online nicht anfassen können, verlassen sie sich auf die Bilder. Deshalb sollten Sie für jedes Produkt mehrere hochwertige Fotos aus verschiedenen Perspektiven anbieten. Lifestyle-Bilder, die das Produkt im Einsatz zeigen, vermitteln ein Gefühl für Größe und Kontext. Fügen Sie nach Möglichkeit ein kurzes Vorstellungsvideo hinzu; Video steigert die Conversion vor allem bei technischen oder erklärungsbedürftigen Produkten merklich.

Wirkungsvolle Produktbeschreibungen

Eine Produktbeschreibung bedeutet nicht nur, Merkmale aufzuzählen. Sie müssen Merkmale in Nutzen übersetzen. Der Kunde muss im Text die Antwort auf die Frage „Was bringt mir dieses Merkmal?“ finden. Geben Sie die technischen Details klar an und erklären Sie zugleich, wie das Produkt sein Leben erleichtert. Kurze Absätze, mit Aufzählungszeichen versehene Merkmalslisten und ein lesbares Layout erleichtern die Aufnahme des Textes.

Klare Preis- und Verfügbarkeitsangaben

Den Preis zu verbergen oder verwirrend darzustellen beschädigt das Vertrauen. Zeigen Sie, falls vorhanden, den Rabattprozentsatz und den alten Preis deutlich an. Geben Sie die Versandkosten nach Möglichkeit frühzeitig an; denn unerwartete Versandkosten gehören zu den häufigsten Ursachen für Kaufabbrüche. Eine Angabe zu begrenztem Lagerbestand (sofern wahrheitsgemäß) kann durch das Erzeugen von Dringlichkeit die Entscheidung beschleunigen.

Handlungsaufforderung (Call-to-Action)

Der Kaufen- oder In-den-Warenkorb-Button sollte das sichtbarste Element der Seite sein. Verwenden Sie eine Kontrastfarbe, gestalten Sie ihn ausreichend groß und lassen Sie ihn von großzügigem Freiraum umgeben. Auch der Button-Text sollte klar sein; bevorzugen Sie statt vager Formulierungen Texte, die die Handlung direkt benennen.

Den Bestellvorgang verbessern und Kaufabbrüche reduzieren

Der Kaufabbruch gehört zu den ärgerlichsten Realitäten des E-Commerce. Ein großer Teil der Besucher legt das Produkt in den Warenkorb, verlässt die Seite aber, ohne den Kauf abzuschließen. Hier bedeutet jeder gewonnene Prozentpunkt unmittelbar Umsatzsteigerung, denn diese Personen sind dem Kauf bereits sehr nahe.

Um den Bestellablauf zu verbessern, setzen Sie Folgendes um:

  • Gastbestellungen erlauben: Eine erzwungene Registrierung ist eine der größten Hürden. Wer möchte, sollte seine Bestellung auch ohne Mitgliedschaft abschließen können.
  • Anzahl der Schritte reduzieren: Reduzieren Sie den Bestellvorgang auf so wenige Bildschirme wie möglich. Einseitige Abläufe oder solche mit einer klaren Fortschrittsanzeige funktionieren besser.
  • Formularfelder vereinfachen: Fragen Sie nur wirklich notwendige Informationen ab. Automatische Adressvervollständigung und intelligentes Ausfüllen von Feldern reduzieren die Reibung.
  • Mehrere Zahlungsmethoden anbieten: Alternativen wie Kreditkarte, Zahlung bei Lieferung, digitale Wallets und Ratenzahlung sprechen unterschiedliche Kundenpräferenzen an.
  • Unerwartete Kosten vermeiden: Zeigen Sie Versand- und Zusatzkosten von Anfang an. Überraschungskosten, die erst im letzten Schritt auftauchen, sind ein Hauptauslöser für Abbrüche.
  • E-Mails zu abgebrochenen Warenkörben versenden: Eine Erinnerungs-E-Mail an Nutzer zu senden, die den Kauf nicht abgeschlossen haben, holt einen Teil der verlorenen Verkäufe zurück.

Vergessen Sie auch nicht, auf der Bezahlseite die Sicherheit zu betonen. Ein SSL-Zertifikat, sichere Zahlungssiegel und klare Aussagen zum Schutz personenbezogener Daten verringern das Zögern im Moment der Eingabe der Kartendaten.

Vertrauenselemente und Social Proof

Menschen sind naturgemäß vorsichtig, wenn sie einer ihnen unbekannten Seite Geld geben. Vertrauen aufzubauen ist ein unsichtbarer, aber entscheidender Teil der Conversion-Rate-Arbeit. Social Proof ist der wirkungsvollste Weg, diese Vorsicht zu überwinden, indem er zeigt, dass auch andere dieses Produkt gekauft haben und zufrieden waren.

Wirkungsvolle Wege, Vertrauen aufzubauen:

  • Kundenbewertungen und Sternebewertungen: Echte Rezensionen gehören zu den wirkungsvollsten Auslösern der Kaufentscheidung. Auf negative Bewertungen zu antworten, statt sie zu löschen, steigert sogar das Vertrauen.
  • Transparente Rückgabe- und Umtauschrichtlinie: Ein einfacher und klarer Rückgabeprozess nimmt dem Kunden die Sorge „Was, wenn es mir nicht gefällt?“.
  • Kontaktinformationen: Eine offene Adresse, eine Telefonnummer und eine Live-Support-Option vermitteln das Gefühl, dass ein echtes Unternehmen dahintersteht.
  • Sicherheits- und Zahlungssiegel: Die Logos bekannter Zahlungsinfrastrukturen und Sicherheitszertifikate schaffen visuelles Vertrauen.
  • Nutzergenerierte Inhalte: Fotos, die Kunden vom Produkt machen, können sogar überzeugender sein als professionelle Aufnahmen.

Es ist wichtig, Vertrauenselemente an den richtigen Stellen der Seite zu platzieren. Eine Rückgabegarantie und Sicherheitssiegel beispielsweise in der Nähe des Kaufbuttons anzuzeigen, greift genau in dem Moment, in dem die Entscheidung fällt.

Das mobile Erlebnis priorisieren

Heute kommt die überwiegende Mehrheit des E-Commerce-Traffics von mobilen Geräten. Dennoch werden viele Seiten nach wie vor zuerst für den Desktop konzipiert, und das mobile Erlebnis bleibt ein nachträglicher Gedanke. Dabei sind die Conversion Rates auf Mobilgeräten in der Regel niedriger als auf dem Desktop, und diese Lücke zu schließen ist eine erhebliche Chance zur Umsatzsteigerung.

Um die mobile Conversion zu verbessern:

  • Gestalten Sie Buttons und antippbare Bereiche so groß, dass sie sich mit dem Finger bequem antippen lassen.
  • Erleichtern Sie das Ausfüllen von Formularen; lösen Sie die passenden Tastaturtypen aus (etwa eine Zahlentastatur für numerische Felder).
  • Halten Sie Bilder und Texte auf kleinen Bildschirmen lesbar und erzwingen Sie kein horizontales Scrollen.
  • Heben Sie mobile Zahlungsmethoden (wie digitale Wallets) hervor; sie ersparen auf dem Mobilgerät die Mühe, Kartendaten einzugeben.
  • Testen Sie die Seitengeschwindigkeit zusätzlich auf dem Mobilgerät; mobile Verbindungen sind in der Regel langsamer.

Der beste Weg, das mobile Erlebnis zu testen, besteht darin, mit einem echten Gerät einen Einkauf in Ihrem eigenen Shop zu versuchen. Diese einfache Übung deckt viele Reibungspunkte auf, die auf dem Desktop nicht auffallen.

A/B-Tests und datengestützte Optimierung

Was CRO von Vermutungen unterscheidet, sind Daten. Der einzige verlässliche Weg, um zu wissen, ob eine Änderung die Conversion wirklich steigert, besteht darin, sie zu testen. Ein A/B-Test ermöglicht es Ihnen, den Besuchern zwei verschiedene Versionen derselben Seite zu zeigen und zu messen, welche besser abschneidet.

Was sollten Sie testen?

Statt alles gleichzeitig zu ändern und sich dann zu fragen „Was hat eigentlich gewirkt?“, testen Sie jeweils nur eine einzige Variable. Häufige Elemente, die einen Test wert sind:

  • Text, Farbe und Position des Call-to-Action-Buttons
  • Überschriften und Produktbeschreibungstexte
  • Anzahl und Anordnung der Bilder
  • Länge des Bestellablaufs
  • Art der Preisdarstellung und Anzeige von Rabatten

Werkzeuge für die richtige Messung

Bevor Sie optimieren, müssen Sie Ihre Mess-Infrastruktur einrichten. Web-Analyse-Tools, Heatmaps und Sitzungsaufzeichnungen zeigen, wie sich Besucher auf Ihrer Seite verhalten. Heatmaps visualisieren, wohin Nutzer klicken und wie weit sie scrollen, während Sitzungsaufzeichnungen es Ihnen ermöglichen, echte Nutzerwege zu verfolgen. Diese Daten zeigen klar, auf welcher Seite und in welchem Schritt Verluste auftreten.

Ein wichtiger Hinweis: A/B-Tests sollten so lange laufen, bis ausreichend Daten gesammelt sind. Ergebnisse, die innerhalb weniger Tage mit einer geringen Besucherzahl erzielt werden, können irreführend sein. Für ein statistisch signifikantes Ergebnis sind eine ausreichende Stichprobe und Laufzeit erforderlich.

Vergleich der Conversion zwischen Desktop und Mobil

Die folgende Tabelle fasst zusammen, wie sich das Desktop- und das mobile Erlebnis hinsichtlich der Conversion unterscheiden und worauf Sie auf jeder Plattform achten sollten:

Kriterium Desktop Mobil
Typische Conversion Rate In der Regel höher In der Regel niedriger
Bildschirmfläche Groß, geeignet für Details Begrenzt, Schlichtheit ist Pflicht
Formulareingabe Mit Tastatur schnell Mühsam, Autofill entscheidend
Bevorzugte Zahlungsmethode Kartenangabe verbreitet Digitale Wallets im Vorteil
Priorität Reichhaltiger Inhalt und Vergleich Geschwindigkeit und einfaches Antippen
Häufigste Abbruchursache Komplizierter Ablauf Langsames Laden und kleine Buttons

Die zentrale Lehre dieser Tabelle lautet: Sie können nicht erwarten, dass ein einziges Design auf jeder Plattform gleich gut abschneidet. Jede Plattform entsprechend ihren Stärken und Schwächen separat zu optimieren, schafft eine deutliche Verbesserung der gesamten Conversion Rate.

Personalisierung und Retargeting

Einer der fortgeschritteneren Wege, die Conversion Rate zu steigern, besteht darin, nicht mehr jedem Besucher dasselbe Erlebnis zu bieten, sondern den Inhalt zu personalisieren. Empfehlungen, die sich am bisherigen Verhalten eines Besuchers, an den Kategorien, für die er sich interessiert, oder an den im Warenkorb zurückgelassenen Produkten orientieren, erhöhen die Relevanz und damit die Kaufwahrscheinlichkeit.

Beispiele für Personalisierungsmaßnahmen:

  • Empfehlungen auf Basis zuvor angesehener Produkte anzeigen
  • Ergänzende Produktempfehlungen im Stil „Wer das gekauft hat, kaufte auch das“
  • Ein spezieller Willkommensrabatt für Erstbesucher
  • E-Mails und Benachrichtigungen, die an im Warenkorb vergessene Produkte erinnern

Retargeting ist der Weg, Nutzer, die die Seite verlassen, aber nicht gekauft haben, erneut zu erreichen. Diese Nutzer haben bereits Interesse an Ihrem Produkt gezeigt; kehren sie mit dem richtigen Timing und der richtigen Botschaft zurück, ist ihre Conversion-Wahrscheinlichkeit deutlich höher als die neuer Besucher. Beim Retargeting muss man jedoch das Gleichgewicht wahren; zu häufig ausgespielte Werbung kann störend wirken und der Marke schaden.

CRO in einen kontinuierlichen Prozess verwandeln

Die Conversion-Rate-Optimierung ist kein einmaliges Projekt, sondern eine fortlaufende Disziplin. Wenn sich Marktbedingungen, Kundenerwartungen und Technologie ändern, können Lösungen, die einst funktioniert haben, ihre Wirkung verlieren. Deshalb sollten Sie CRO in die Routine Ihres Unternehmens einbetten.

Ein nachhaltiger CRO-Zyklus besteht aus den folgenden Schritten:

  1. Messen: Verstehen Sie die aktuelle Leistung und das Nutzerverhalten anhand von Daten.
  2. Hypothese aufstellen: Entwickeln Sie einen Lösungsvorschlag für das Problem, auf das die Daten hindeuten.
  3. Testen: Prüfen Sie Ihren Vorschlag mit einem A/B-Test an echten Nutzern.
  4. Lernen: Analysieren Sie die Ergebnisse; auch gescheiterte Tests liefern wertvolle Erkenntnisse.
  5. Umsetzen und wiederholen: Machen Sie die siegreiche Änderung dauerhaft und starten Sie den Zyklus von Neuem.

Diesen Zyklus diszipliniert zu betreiben, schafft im Laufe der Zeit durch kleine, aber aufeinander aufbauende Verbesserungen große Gewinne. Denken Sie daran, dass schon ein Anstieg der Conversion Rate um einen einzigen Prozentpunkt mit wachsender Größenordnung zu erheblichen Umsatzunterschieden führt.

Häufig gestellte Fragen

Was ist eine gute Conversion Rate?

Es gibt keine einzelne „ideale“ Zahl, denn die Conversion Rate variiert je nach Branche, Produktpreis, Traffic-Quelle und der Komplexität der Kundenentscheidung. Allgemein gilt im E-Commerce ein Bereich zwischen einem und drei Prozent als üblich. Der beste Ansatz ist jedoch, sich nicht mit anderen Seiten, sondern mit der eigenen bisherigen Leistung zu vergleichen und kontinuierliche Verbesserung anzustreben.

Wie lange dauert es, die Conversion Rate zu steigern?

Einige Verbesserungen (etwa die Schritte des Bestellvorgangs zu reduzieren oder die Versandkosten frühzeitig anzuzeigen) können nahezu sofort wirken. Eine systematische CRO-Arbeit, die mit A/B-Tests durchgeführt wird, erfordert jedoch das Sammeln ausreichender Daten für aussagekräftige Ergebnisse; das dauert in der Regel Wochen. CRO sollte als Marathon betrachtet und nicht mit der Erwartung eines schnellen Gewinns betrieben werden.

Ist es wichtiger, den Traffic zu steigern oder die Conversion?

Beides ergänzt einander, doch in den meisten Fällen ist es klüger, zuerst die Conversion zu optimieren. Denn den Traffic zu steigern, während die Conversion Rate niedrig ist, gleicht dem Versuch, einen Eimer mit einem Loch mit Wasser zu füllen. Nachdem Sie Ihre vorhandenen Besucher effizienter in Verkäufe verwandelt haben, bringt die Investition in Traffic eine deutlich höhere Rendite.

Wie kann ich Kaufabbrüche reduzieren?

Die häufigsten Ursachen für Kaufabbrüche sind unerwartete Versandkosten, erzwungene Registrierung und komplizierte Bestellvorgänge. Die Versandkosten frühzeitig anzuzeigen, Gastbestellungen zu erlauben, die Schritte des Bestellvorgangs zu vereinfachen und Erinnerungs-E-Mails für abgebrochene Warenkörbe zu versenden, senkt diese Quote merklich.

Sind A/B-Tests für einen kleinen Shop notwendig?

Bei Seiten mit sehr geringem Traffic können A/B-Tests Schwierigkeiten haben, statistisch signifikante Ergebnisse zu liefern, weil sich keine ausreichende Stichprobe sammeln lässt. In diesem Fall ist es sinnvoller, das Gewicht auf qualitative Methoden wie Nutzerbefragungen, Umfragen, Heatmaps und Sitzungsaufzeichnungen zu legen. Mit wachsendem Traffic können A/B-Tests dann eingeführt werden.

Gibt es einen Zusammenhang zwischen CRO und SEO?

Ja, sie sind eng miteinander verknüpft. Viele Faktoren wie Seitengeschwindigkeit, Mobiloptimierung und Nutzererfahrung beeinflussen sowohl das Suchmaschinen-Ranking als auch die Conversion Rate. Eine Seite, die eine gute Nutzererfahrung bietet, zieht sowohl mehr organischen Traffic an als auch verwandelt sie diesen Traffic mit höherer Rate in Verkäufe. Deshalb liefert es das beste Ergebnis, CRO- und SEO-Arbeit nicht getrennt voneinander, sondern integriert zu betreiben.

Fazit

Die Conversion Rate in Ihrem Onlineshop zu steigern, geschieht nicht durch einen einzigen magischen Handgriff, sondern durch die disziplinierte Umsetzung vieler kleiner, sich gegenseitig unterstützender Verbesserungen. Von der Verbesserung der Seitengeschwindigkeit über die Stärkung der Produktseiten, von der Vereinfachung des Bestellvorgangs bis zur Hervorhebung von Vertrauenselementen reduziert jeder Schritt die Reibung auf dem Weg des Besuchers zum Kauf.

Das wichtigste Prinzip ist, Ihre Entscheidungen nicht auf Vermutungen, sondern auf Daten zu stützen. Messen Sie, wie sich Nutzer auf Ihrer Seite verhalten, stellen Sie Hypothesen auf, testen Sie diese und setzen Sie das Gelernte um. Ein Unternehmen, das diesen Zyklus kontinuierlich betreibt, hebt sich im Laufe der Zeit deutlich von seinen Wettbewerbern ab. Denn jeder kleine Gewinn bei der Conversion Rate verwandelt sich, ohne jegliche zusätzliche Werbeausgabe, unmittelbar in Gewinn.

Nehmen Sie sich von heute an einen einzigen Reibungspunkt auf Ihrer Seite vor; vielleicht ist es, die Schritte des Bestellvorgangs zu reduzieren oder die Versandkosten frühzeitig anzuzeigen. Fangen Sie klein an, messen Sie und gehen Sie Schritt für Schritt voran. Das Fundament einer nachhaltigen Strategie zur Umsatzsteigerung liegt genau in diesem geduldigen und systematischen Vorgehen.

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