„Unser Ranking ist gestiegen, aber unsere Verkäufe nicht." Diesen Satz hört man häufig, wenn SEO-Arbeit nicht richtig gemessen wird. Weil das Ranking eine leicht verständliche und auffällige Kennzahl ist, wird es oft als der einzige Erfolgsindikator wahrgenommen. Dabei kann Platz eins für ein Keyword Ihrem Unternehmen überhaupt nichts bringen – wenn dieses Keyword nicht die richtige Zielgruppe erreicht oder die Website nicht auf Conversion ausgelegt ist.
In diesem Artikel erklären wir, wie Sie wirklich aussagekräftige, messbare Ziele für Ihre SEO-Arbeit festlegen, welche Kennzahlen Sie im Blick behalten sollten und wie Sie ein Reporting richtig lesen.
Ist das Ranking allein ein ausreichender Indikator?
Das Ranking-Tracking bekommt meist die meiste Aufmerksamkeit, weil es der sichtbare und leicht messbare Teil von SEO ist. Doch das Ranking ist nicht das Ergebnis selbst, sondern ein Signal auf dem Weg dorthin. Ein gutes Ranking für ein Keyword schlägt sich nicht zwangsläufig in Ihren Geschäftsergebnissen nieder, wenn nur wenige Nutzer danach suchen oder diese Nutzer nicht zu dem passen, was Ihr Unternehmen anbietet.
Deshalb sollte das Ranking niemals isoliert betrachtet werden, sondern immer zusammen mit anderen Kennzahlen. Ein Reporting, das sich nur auf die Frage „Bei wie vielen Keywords sind wir auf Platz eins?" konzentriert, zeigt nur einen kleinen Ausschnitt des Gesamtbilds.
Welche Kennzahlen sind wirklich aussagekräftig?
Die Metriken, die für Ihr Unternehmen wirklich zählen, sind diejenigen, die direkt mit Ihren Geschäftszielen verknüpft sind:
- Organisches Traffic-Volumen und dessen Entwicklung: Wie sich die Anzahl der Besucher, die über Suchmaschinen auf Ihre Website gelangen, im Zeitverlauf entwickelt.
- Performance der Zielseiten: Wie viel organischen Traffic Ihre Produkt-, Dienstleistungs- oder Kontaktseiten erhalten und wie viel Zeit Besucher dort verbringen.
- Conversion-Rate: Der Anteil der organischen Besucher, die eine gewünschte Aktion ausführen, etwa ein Formular ausfüllen, anrufen oder einen Kauf tätigen.
- Anzahl und Vielfalt sichtbarer Keywords: Sichtbarkeit, die sich über einen breiten Keyword-Pool erstreckt, statt sich auf ein einzelnes Keyword zu konzentrieren.
- Lokale Sichtbarkeitsindikatoren: Für stationäre Unternehmen die Sichtbarkeit in den Kartenergebnissen und die Anzahl der Anfragen nach einer Wegbeschreibung.
Erst wenn Sie diese Kennzahlen gemeinsam betrachten, zeigt sich, ob die Arbeit tatsächlich einen Beitrag zum Unternehmenserfolg leistet.
Wie legen Sie realistische Ziele fest?
Bei der Festlegung eines messbaren Ziels sollten der aktuelle Stand des Unternehmens, die Wettbewerbsintensität in der Branche und die verfügbaren Ressourcen berücksichtigt werden. Ein Ziel wie „den organischen Traffic in sechs Monaten verdoppeln" kann für manche Branchen realistisch, für andere völlig überzogen sein. Ziele sollten deshalb nicht aus allgemeinen Vorlagen stammen, sondern aus den historischen Daten der Website und einer Wettbewerbsanalyse abgeleitet werden.
Ein gut formuliertes Ziel sollte außerdem an einen konkreten Zeitrahmen gebunden sein. Statt einer vagen Aussage wie „den Traffic steigern" gibt ein klarer, nachvollziehbarer Rahmen wie „den organischen Traffic auf den Zielseiten innerhalb von drei Monaten um zwanzig Prozent steigern" der Arbeit eine Richtung und ermöglicht es Ihnen, den Erfolg objektiv zu bewerten.
Wie oft und mit welchem Inhalt sollte berichtet werden?
Damit KPIs aussagekräftig sind, müssen sie regelmäßig und konsistent berichtet werden. Monatliche Berichte sind in der Regel das ausgewogenste Intervall: Wöchentliche Schwankungen können angesichts der Natur von SEO irreführend sein, während vierteljährliche Berichte dazu führen können, dass bestimmte Probleme zu spät erkannt werden. Ein gutes Reporting sollte nicht nur Zahlen auflisten, sondern auch erklären, warum sich diese Zahlen so entwickelt haben, und Handlungsempfehlungen für den nächsten Zeitraum geben.
Ebenso wichtig ist es, dass das Reporting in einer Sprache präsentiert wird, die Sie als Unternehmer verstehen. Eine Tabelle voller Fachjargon ohne Einordnung hilft Ihnen bei Entscheidungen nicht weiter; entscheidend ist, dass klar dargestellt wird, was die Daten tatsächlich bedeuten.
Was tun, wenn Ziele nicht erreicht werden?
Keine SEO-Arbeit verläuft geradlinig auf die gesetzten Ziele zu. In manchen Phasen können Algorithmus-Updates, Branchenschwankungen oder Aktivitäten der Konkurrenz die Ergebnisse beeinflussen. Wichtig ist in diesem Moment nicht, in Panik zu geraten, wenn ein Ziel verfehlt wird, sondern die Ursachen zu analysieren: Welche Seiten haben schlechter abgeschnitten als erwartet? Bei welchen Keywords konnten sich Wettbewerber absetzen? Diese Analyse schafft die Grundlage, um die Strategie zu überprüfen und zu verbessern.
Messbare Ziele und regelmäßiges Reporting verwandeln SEO-Arbeit von einem vagen Bemühen in einen steuerbaren und nachvollziehbaren Prozess. Die Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Team bedeutet nicht nur, die richtige Strategie aufzubauen, sondern Ihnen auch transparent zu zeigen, ob diese Strategie tatsächlich funktioniert – und genau diese Transparenz gehört zu den wertvollsten Bestandteilen einer langfristigen Zusammenarbeit.