Ihre Klinik ist gut ausgestattet, Ihre Ärztinnen und Ärzte sind erfahren, und trotzdem stoßen Menschen, die bei Google „Privatklinik Orthopädie“ oder „MVZ in meiner Nähe“ eingeben, zuerst auf Portale und andere Häuser. Das liegt selten an der medizinischen Qualität. Meist erklärt Ihre Website weder Google noch den Patienten klar, wer Sie sind, was jeder Fachbereich leistet und wie man einen Termin bekommt. Genau hier setzt SEO-Beratung für Kliniken und medizinische Zentren an. Ich arbeite als selbstständiger Webdesigner und SEO-Berater remote; in diesem Artikel erkläre ich, was zum Auftrag gehört, worauf Sie achten sollten und wie Sie ein Angebot beurteilen.
Was Patienten eingeben und was Ihre Website darauf antwortet
Das Suchverhalten im Gesundheitswesen unterscheidet sich deutlich von anderen Branchen. Patienten beginnen selten mit einem Hausnamen. Sie beginnen mit einer Beschwerde, versuchen zu klären, zu welchem Fachgebiet sie gehören, und vergleichen erst am Ende Einrichtungen und einzelne Ärzte. Eine Klinikwebsite muss deshalb vier Suchtypen zugleich bedienen:
- Beschwerdesuchen: „ständiger Schwindel welcher Arzt“, „Rückenschmerzen Facharzt“. Der Patient sucht noch keine Einrichtung, er fragt nach dem Weg.
- Fachgebiet und Ort: „Privatklinik Kardiologie“, „medizinisches Zentrum Augenuntersuchung“. Jetzt sucht er ein Haus, wägt aber noch ab.
- Arztsuchen: Wer eine Empfehlung bekommen hat, tippt den Namen ein. Hat der Arzt keine eigene Seite, füllen Bewertungsportale und Verzeichnisse die Ergebnisse.
- Praktische Suchen: „Notfallambulanz abends geöffnet“, „Klinik mit Parkplatz“, „Zentrum in der Nähe“. Solche Entscheidungen fallen in Minuten.
Die meisten Kliniksites beantworten nur den zweiten Typ, und das schwach. Auf einer Seite namens „Leistungen“ stehen alle Fachbereiche untereinander. Google wertet das für keinen einzelnen Bereich als starke Antwort. Und wer nicht findet, was er sucht, kehrt zurück und klickt das nächste Ergebnis an.
Die Darstellung zeigt den Unterschied. Das Haus mit eigener Fachbereichsseite erscheint mit einem Titel, der die Frage des Patienten direkt beantwortet. Die allgemeine Startseite kann auch bei derselben Suche nur „Unsere Klinik“ anbieten. Diese Lücke schließt sich nicht durch Tricks, sondern durch Seitenstruktur und Inhalt.
Die Fachbereichsseite: Die Frage „Bin ich hier richtig?“
Jeder klinische Fachbereich braucht eine eigene Seite, die für sich allein trägt. Eine für Kardiologie, eine für Orthopädie, eine für HNO. Diese Seiten haben eine Aufgabe: drei Fragen schnell zu beantworten. Behandelt dieser Bereich mein Problem? Wer behandelt mich? Wie buche ich einen Termin?
Eine gute Fachbereichsseite besteht aus diesen Teilen:
- Klare Überschrift und erster Satz. Fachbereich, Ort und was der Bereich tut, gehören in die ersten zwei Sätze. Statt „Exzellenz in der Versorgung“ lieber etwas Konkretes wie „HNO-Untersuchungen für Kinder und Erwachsene“.
- Wann man kommt. Beschwerden und Fragen in den Worten der Patienten. Wer hier Fachsprache weglässt, beruhigt den Leser und gibt Google das richtige Signal.
- Die Ärzte. Foto, Titel und Link zur eigenen Seite jedes Arztes.
- Ablauf des Besuchs. Kurze Schritte von der Buchung bis zum Ende. Das nimmt neuen Patienten die Sorge.
- Häufige Fragen. Vorbereitung, Nüchternheit, Versicherung, Parkplatz, Anfahrt.
- Der Weg zum Termin. Telefon, Formular und Adresse bleiben beim Scrollen sichtbar.
Ein Punkt verdient Aufmerksamkeit. Die Seite wird geschrieben, um bei der Entscheidung zu helfen, nicht um zu belehren. Eine lehrbuchartige Seite mit allen Einzelheiten einer Erkrankung wird lange gelesen, führt aber selten zu Terminen. Die Fachbereichsseite stellt kurz vor, überlässt die Tiefe einem eigenen Informationsartikel und lädt zur Buchung ein.
Arztseiten: Hier wird die Empfehlung bestätigt
Im Gesundheitswesen hängt Vertrauen an Personen. Patienten kommen eher zu einem Arzt als zu einem Gebäude. Eine eigene Seite pro Arzt ist daher einer der wertvollsten Teile der Website, für SEO wie für das Vertrauen. Wer von Frau Dr. Müller gehört hat, gibt ihren Namen bei Google ein und hofft, Ihre Seite zu sehen. Gibt es sie nicht, übernehmen Portale, deren Angaben veraltet, falsch oder unvollständig sein können.
Eine Arztseite sollte enthalten:
- Name, Titel und Fachgebiet, vom Arzt selbst bestätigt und nur das, was stimmt.
- Ausbildung und frühere Stationen, soweit nachprüfbar. Nichts aufblasen, nichts erfinden.
- Welche Beschwerden der Arzt behandelt, in verständlicher Sprache.
- Zu welchem Fachbereich er gehört, mit Link auf diese Seite.
- An welchem Standort und an welchen Tagen er Sprechstunde hält.
- Eine kurze, schlichte Vorstellung, am besten ein paar Sätze in der Stimme des Arztes.
- Einen Terminbutton.
Der häufigste Fehler: dieselbe Schablone für alle Ärzte. Google bemerkt das und hält keine der Seiten für besonders wertvoll. Patienten bemerken es auch: Beginnen zwei Ärzte mit identischen Sätzen, sinkt das Vertrauen in das ganze Haus. Ein kurzes Gespräch mit jedem Arzt und zwei, drei eigene Sätze pro Seite genügen.
Dazu kommt ein praktischer Punkt. Was passiert mit der Seite, wenn ein Arzt ausscheidet oder den Standort wechselt? Die alte Seite auf den Fachbereich umzuleiten, statt sie zu löschen, erhält die Patienten, die weiterhin dort ankommen. Das ist unspektakuläre Pflege, die oft vergessen wird.
Mehrere Standorte: Jeder Standort unter eigenem Namen
Für Kliniken und Zentren mit mehr als einem Haus ist die nächste große Frage, wie die Standorte dargestellt werden. Zwei Fehler sind häufig. Der erste: alle Adressen untereinander auf einer Kontaktseite. Der zweite: für jeden Standort denselben Text kopieren und nur die Adresse tauschen.
Die funktionierende Struktur gibt jedem Standort eine eigene Seite. Dort stehen Adresse, Karte, Anfahrt, Parkmöglichkeiten, Öffnungszeiten, die dort vorhandenen Fachbereiche und die dort tätigen Ärzte. Bei Suchen wie „medizinisches Zentrum in meiner Nähe“ kann Google den Patienten dann dem nächstgelegenen Standort zuordnen.
Auch Karten und Unternehmensprofile werden pro Standort geführt. Jeder Standort hat sein eigenes Profil, eigene Telefonnummer, eigene Zeiten und eigene Bewertungen. Name, Adresse und Telefonnummer auf der Standortseite und im Profil müssen genau übereinstimmen. Schon kleine Abweichungen können das Ranking in der Karte und das Vertrauen der Patienten schwächen.
Die vier Seitenarten ergänzen sich. Behandlungsseiten, die eine Therapie oder Untersuchung und ihren Ablauf beschreiben, sprechen den Patienten kurz vor der Entscheidung an. Die Fachbereichsseite ist das breite Tor, die Arztseite persönliches Vertrauen, die Standortseite die Antwort auf „Wohin gehe ich?“. Sind sie sinnvoll verlinkt, erzählt die Website Google und Patienten dieselbe stimmige Geschichte.
Eine Falle bei mehreren Standorten: Gibt es denselben Fachbereich an zwei Orten, wiederholen Sie den Fachbereichstext nicht auf beiden Standortseiten. Verlinken Sie auf die Fachbereichsseite und schreiben Sie die standortspezifischen Fakten (welcher Arzt, welcher Tag, welches Gerät) auf die Standortseite. So entsteht kein doppelter Inhalt.
Werberegeln im Gesundheitswesen: Vertrauen gewinnen, ohne Grenzen zu überschreiten
Heilberufe und Kliniken unterliegen strengen Regeln für Werbung. Was ein Haus sagen darf und wie, regeln Gesetze, etwa das Heilmittelwerbegesetz, sowie berufsrechtliche Vorgaben. Ich bin weder Jurist noch Fachanwalt für Medizinrecht, und die letzte Entscheidung über jede Formulierung liegt bei Ihnen und Ihrer rechtlichen Beratung. Meine Linie ist einfach: regelkonforme, informierende Inhalte, keine Erfolgsversprechen, keine medizinische Beratung.
In der Praxis heißt das:
- Keine Heilversprechen und keine Erfolgsgarantien. Formulierungen wie „garantiert schmerzfrei“ oder „dauerhafte Lösung“ sind rechtlich riskant und untergraben das Vertrauen.
- Vergleichende Spitzenbehauptungen werden vorsichtig behandelt. „Die beste Klinik der Region“ lässt sich nicht belegen und macht oft Ärger.
- Vorher-Nachher-Bilder und Patientenstimmen hängen von den geltenden Regeln und der ausdrücklichen Einwilligung ab. Im Zweifel weglassen.
- Information und Rat werden getrennt. Eine Seite darf beschreiben, welche Beschwerden ein Bereich behandelt, stellt aber keine Diagnose und empfiehlt weder Medikament noch Therapie. Jeder Informationstext verweist auf das Gespräch mit dem Arzt.
- Titel und Fachgebiete der Ärzte sind richtig und aktuell. Das ist ethisch und rechtlich wichtig.
- Jede neue Seite wird vor der Veröffentlichung von einer befugten Person bei Ihnen gelesen. Ich bereite Entwürfe vor, die Freigabe liegt bei Ihnen.
- Datenschutz zuerst. Formulare und Messung werden mit Blick auf Ihre Datenschutzvorgaben eingerichtet, und keine Seite zeigt persönliche Gesundheitsdaten.
Diese Grenzen erschweren SEO nicht, sie schärfen den Fokus. Erklärung statt Versprechen, konkrete Information statt Übertreibung, die Sprache der Patienten statt Werbesprache: Solche Seiten sind sicherer und schaffen auf Dauer mehr Vertrauen.
Terminbuchung: Aus Besuchern werden Patienten
SEO bringt den Patienten auf Ihre Seite, aber ob er einen Termin bucht, entscheidet die Seite selbst. Viele Häuser arbeiten hart an mehr Besuchern und verlieren den Gewinn dann auf der Seite: Der Patient kommt, findet die Information nicht oder sieht den Weg zum Termin nicht und geht.
Was den Weg zum Termin prägt, in einfachen Worten:
- Die Telefonnummer muss antippbar sein. Die meisten Patienten kommen vom Handy. Ein Tipp auf die Nummer sollte den Anruf starten.
- Das Terminformular muss kurz sein. Name, Telefon, Fachbereich und Wunschzeit genügen. Ein langes Formular ist eine Hürde, besonders für ängstliche Patienten.
- Zeiten und Adresse müssen sichtbar sein. Wer fragt „Ist jetzt geöffnet?“, will die Antwort sofort sehen.
- Vertrauenszeichen gehören an die richtige Stelle. Arztfotos, das echte Gebäude, eine echte Adresse und klare Kontaktdaten. Stockfotos schaffen kein Vertrauen.
- Seiten müssen schnell laden. In einer dringenden Lage heißt eine langsame Seite, dass der Patient zum nächsten Ergebnis wechselt.
- Es sollte klar sein, was nach der Buchung geschieht. Nach dem Absenden erscheint eine Meldung wie „Ihre Anfrage ist eingegangen, wir melden uns innerhalb einer genannten Frist“.
Ehrlich gesagt: Ich verspreche keine Terminzahlen. Im Gesundheitswesen hängt ein Termin auch davon ab, wie Ihr Telefon besetzt ist, wie die Arztkalender aussehen und wie Versicherung und Abrechnung geregelt sind. Meine Aufgabe ist es, die Stellen zu finden, an denen Patienten auf der Seite hängenbleiben, und sie zu beseitigen. Die Terminanfragen zu bedienen ist Ihre Seite der Arbeit.
So läuft die Zusammenarbeit mit mir
Es ist kein einmaliger Auftrag, sondern ein Ablauf in Schritten. So gehe ich mit Ihnen vor:
- Erste Prüfung. Ich schaue mir Ihre Seite und Ihre Mitbewerber an und sage, wo wir beginnen. Dabei zeigt sich, welche Fachbereiche schon stark sind und welche fehlen.
- Plan und Angebot. Ich lege Ihnen die ersten drei Monate schriftlich und nach Priorität vor, einschließlich der Frage, welche Fach- und Arztseiten zuerst entstehen.
- Korrekturen. Zuerst räume ich die Hindernisse auf der Seite aus: Langsamkeit, Seiten, die am Handy kaputt aussehen, Links, die nicht öffnen. Das wirkt oft am schnellsten.
- Inhalte und Aufbau. Fachbereichs-, Arzt- und Standortseiten entstehen für die gewählten Suchen, und der Ruf der Seite wird gestärkt.
- Messen und berichten. Wir werten die Ergebnisse jeden Monat gemeinsam aus und passen den Plan an. Bei welchen Suchen Sie steigen und was als Nächstes ansteht, erkläre ich in klarer Sprache.
Zum Umfang gehören Seitenprüfung, Suche nach den richtigen Suchbegriffen, technische Korrekturen, Inhalte, Beobachtung der Mitbewerber und ein monatlicher Bericht. Was meine Leistungsseite nicht nennt, etwa Schulung des Callcenters, Anzeigenverwaltung oder die Einführung einer Patientensoftware, mache ich nicht. Das sollten wir von Anfang an klar trennen.
Wovon die Kosten für Krankenhaus-SEO abhängen
Bevor es um Geld geht, hilft es zu wissen, wovon der Preis abhängt, damit Sie Angebote fair vergleichen. Zahlen nenne ich hier nicht, denn jedes Haus ist anders groß. Die wichtigsten Faktoren:
- Zahl der Fachbereiche und Ärzte. Eine Klinik mit zehn Fachbereichen ist nicht dasselbe wie ein Zentrum mit zwei. Seitenzahl und die Menge der von Ärzten einzuholenden Angaben bestimmen den Aufwand direkt.
- Zahl der Standorte. Jeder Standort hat eigene Seite, eigenes Profil und eigene Pflege.
- Zustand der Website. Eine langsame, defekte oder veraltete Seite braucht zuerst eine Reparatur. Ein sauberes Fundament erlaubt den direkten Einstieg in die Inhalte.
- Wettbewerb. In einer Großstadt mit vielen Mitbewerbern in Ihrem Fachgebiet dauert es länger und braucht mehr Einsatz.
- Zahl der Sprachen. Häuser, die internationale Patienten aufnehmen, brauchen Seiten in mehreren Sprachen, und jede Sprache ist eine eigene Schreibarbeit.
- Freigabeprozess. Müssen Inhalte durch Ärzte und Leitung, wachsen Zeitplan und Abstimmung.
- Dauer und Rhythmus. Eine laufende monatliche Betreuung und eine einmalige Bereinigung sind unterschiedliche Umfänge.
Angebote und Anbieter vergleichen
Wenn Sie mehrere Angebote einholen, schauen Sie nicht nur auf den Preis. Stellen Sie allen dieselben Fragen:
- Wer arbeitet tatsächlich an meinem Projekt? Die Person aus dem Gespräch oder jemand, an den es weitergereicht wird?
- Wie geht der Anbieter mit den Werbegrenzen im Gesundheitswesen um? Ein Angebot mit „wir bringen Sie auf Platz eins“ oder „garantierter Erfolg“ sollte Zweifel an Redlichkeit und Regelkonformität wecken.
- Ist der Plan schriftlich? Sie sollten eine geordnete Liste der ersten drei Monate in der Hand halten.
- Wie sieht der Bericht aus? Bekommen Sie einen verständlichen Bericht darüber, was getan wurde und was als Nächstes kommt?
- Wem gehören die Ergebnisse? Werden Seiten, Konten und Unternehmensprofile auf Ihren Namen eingerichtet, oder gehen sie mit dem Ende der Zusammenarbeit verloren?
- Wie läuft die Freigabe durch Ärzte und Leitung? Wer vor der Veröffentlichung was liest, sollte von Beginn an feststehen.
- Was wird gemessen? Nur Rankings oder echte Terminsignale wie Anrufe und Formularanfragen?
Über die Methoden anderer Anbieter zu streiten bringt nichts. Wichtig ist, dass das Versprechen an Sie schriftlich, messbar und ehrlich ist.
Angenommen, zwei Szenarien
Die beiden Beispiele sind rein hypothetisch. Es sind keine echten Kunden; sie zeigen nur, wie die Arbeit ablaufen könnte.
Szenario eins: ein mittelgroßes medizinisches Zentrum an einem Standort. Angenommen, das Zentrum hat fünf Fachbereiche, und die Website besteht aus einer einzigen Seite „Leistungen“. Die Ärzte haben keine Seiten, nur eine Namensliste auf der Startseite. Die erste Prüfung zeigt hier die größte Lücke. In den ersten drei Monaten bekommt jeder Fachbereich eine eigene Seite, jeder Arzt eine kurze Seite, und der Weg zum Termin wird vereinfacht. Die Nummer wird antippbar, das Formular kürzer. Es gibt kein Ergebnisversprechen, aber Google kann nun sehen, was jeder Bereich tut, und der Patient findet die Antwort auf einer Seite.
Szenario zwei: eine Privatklinikgruppe mit drei Standorten. Angenommen, an jedem Standort steht derselbe Fachbereichstext, und die Adressen erscheinen nur auf der Kontaktseite. Die Prioritäten sind andere. Zuerst entstehen Standortseiten, jedes Unternehmensprofil wird mit den Angaben der Seite abgeglichen, und Fachbereichstexte werden durch Links auf Fachbereichsseiten ersetzt. Ärzte erscheinen auf den Seiten der Standorte, an denen sie arbeiten. In diesem Szenario geht die meiste Zeit für das Einholen von Arztangaben und Freigaben drauf; die SEO-Arbeit kommt nur so schnell voran, wie diese Informationen eintreffen.
Fehler, die ich immer wieder sehe
- Alles auf die Startseite packen. Wer alle Bereiche und Leistungen auf eine Seite legt, lässt keinen davon stark wirken.
- Arztseiten vernachlässigen. Ein Patient mit Empfehlung, der den Arzt nicht findet, geht zum Portal.
- Kopierte Texte. Fachbereiche und Standorte mit denselben Sätzen zu füllen führt dazu, dass Google die Seiten nicht getrennt bewertet.
- Übertriebene Versprechen. Rechtlich riskant und für Patienten unglaubwürdig.
- Mobil ignorieren. Die meisten Gesundheitssuchen laufen über das Handy; eine Seite, die am Rechner gut aussieht und am Handy mühsam ist, verliert Termine.
- Unternehmensprofil verwahrlosen lassen. Alte Telefonnummer, falsche Zeiten und unbeantwortete Bewertungen schaden in der Kartensuche.
- Nicht messen. Investieren, ohne zu wissen, wie viele Anrufe oder Formulare jede Seite bringt, ist ein Blindflug.
- Den Blog für Ärzte statt für Patienten schreiben. Artikel voller Fachbegriffe passen nicht zu den Wörtern, die Patienten eintippen.
Wann Sie SEO nicht brauchen
Ehrlich gesagt braucht nicht jedes Haus sofort SEO. In diesen Fällen können Sie warten oder einen anderen Weg wählen:
- Sie sind ohnehin ausgelastet und die Kapazität ist die Grenze. Es hat keinen Sinn, mehr Patienten anzuziehen; lösen Sie zuerst die Kapazität.
- Fast alle Ihre Patienten kommen über Überweisungen oder Vertragspartner. Googles Anteil ist klein, Beziehungspflege kann wichtiger sein.
- Sie haben noch keine Website oder eine sehr alte. Eine solide Seite kommt vor SEO, klären Sie also zuerst Neubau oder Relaunch.
- Sie brauchen eine schnelle, kurze Kampagne. SEO reift über Monate; Ergebnisse in wenigen Wochen zu erwarten ist unrealistisch.
- Ihre Terminvergabe funktioniert nicht. Bleiben Anrufe unbeantwortet, vergrößert mehr Besucherverkehr nur das Problem.
Selbst machen oder Fachleuten übergeben
Manches können Sie intern erledigen, anderes lohnt sich abzugeben.
Das können Sie selbst:
- Telefon, Adresse und Zeiten im Unternehmensprofil aktuell halten.
- Bewertungen höflich und allgemein beantworten, ohne Patientendaten zu nennen.
- Aktuelle Fotos und kurze Vorstellungen von Ihren Ärzten sammeln.
- Die häufigsten Patientenfragen notieren; diese Liste ist eine reiche Quelle für Inhalte.
Hier lohnt sich ein Fachmann:
- Herausfinden, welche Suchen Ihnen tatsächlich Termine bringen.
- Technische Probleme der Seite finden und beheben.
- Fachbereichs-, Arzt- und Standortstruktur aufbauen und verknüpfen.
- Inhalte schreiben, die Regeln beachten, gut lesbar sind und die Sprache der Patienten treffen.
- Ergebnisse messen und den Plan anpassen.
Haben Sie ein Marketing- oder Kommunikationsteam, können wir die Arbeit teilen: Ich baue Struktur und Plan, Ihr Team liefert Angaben und Freigaben.
Was Sie vor dem Gespräch vorbereiten sollten
Damit das erste Gespräch produktiv wird, bringen Sie Folgendes mit:
- Die Fachbereiche, die Sie zuerst voranbringen wollen.
- Eine Ärzteliste mit Standort und Sprechtagen.
- Zugangsdaten oder wenigstens die Adressen Ihrer Website und Ihrer Unternehmensprofile.
- Welche Patienten Sie häufiger sehen möchten: ein bestimmtes Fachgebiet, einen Standort, internationale Patienten.
- Wer Inhalte freigeben darf.
- Wer Terminanfragen per Telefon, Formular und Callcenter bearbeitet.
Häufige Fragen
Wie lange dauert es, bis Krankenhaus-SEO Ergebnisse zeigt?
Das hängt vom Zustand der Seite, der Stärke der Mitbewerber und der Zahl der veröffentlichten Seiten ab. SEO reift über Monate und funktioniert nicht wie eine schnelle Kampagne. Zuerst bewegen technische Korrekturen und Grundseiten etwas, danach wirken Inhalte und Ruf in der Summe. Einen Zeitrahmen oder einen Platz garantiere ich nicht.
Welche Seiten entstehen bei MVZ-SEO zuerst?
Meist beginne ich mit den Fachbereichen, von denen die meisten Patienten zu erwarten sind, danach folgen die Ärzte dieser Bereiche. Bei mehreren Standorten kommen die Standortseiten früh, weil „in meiner Nähe“-Suchen davon abhängen. Die genaue Reihenfolge steht nach der ersten Prüfung im schriftlichen Plan.
Braucht jeder Arzt eine eigene Seite?
Patienten mit einer Empfehlung suchen den Namen des Arztes, daher meistens ja. Jede Seite kann kurz sein; wichtig ist, dass die Angaben stimmen und zu diesem Arzt passen. Bei vielen Ärzten beginnt man sinnvollerweise mit denen, die die meisten Patienten sehen, und ergänzt den Rest nach und nach.
Wer trägt die Verantwortung für die Einhaltung der Werberegeln?
Die endgültige Verantwortung liegt bei der Einrichtung, die den Inhalt veröffentlicht. Ich schreibe regelkonform und informierend und verzichte auf Erfolgsversprechen und medizinische Ratschläge, biete aber keine Rechtsberatung. Jeder Text geht vor der Veröffentlichung durch Ihre befugte Person. Bei Zweifeln an einer Formulierung fragen Sie Ihre rechtliche Beratung.
Darf ich Patientenbewertungen und Vorher-Nachher-Fotos zeigen?
Das hängt von den geltenden Regeln und der ausdrücklichen Einwilligung des Patienten ab, eine Antwort für alle Fälle gibt es nicht. Im Zweifel ist Weglassen der sicherste Weg. Statt Bewertungen auf der Seite zu zeigen, genügt es oft, die echten Bewertungen in Karten und Unternehmensprofil regelmäßig und höflich zu beantworten. Entscheiden Sie das mit Ihrer rechtlichen Beratung.
Wir haben mehrere Standorte. Brauchen wir für jeden eine eigene Website?
In der Regel nicht. Eine Website mit je einer Seite pro Standort reicht meistens. Jeder Standort hat eigene Adresse, Telefonnummer, Zeiten, Fachbereiche und Ärzte sowie ein eigenes Profil bei Google. Getrennte Websites teilen meist nur Ihre Stärke und erschweren die Pflege.
SEO oder bezahlte Anzeigen: Was ist besser?
Beides erfüllt andere Aufgaben. Anzeigen enden, wenn Sie aufhören zu zahlen, SEO baut sich mit der Zeit auf. Anzeigen passen zu einem schnellen, kurzen Bedarf, SEO zu dauerhafter Sichtbarkeit. Viele Häuser nutzen beides. Anzeigenverwaltung gehört nicht zu meinem Angebot; die SEO-Seite übernehme ich.
Lässt sich SEO für internationale Patienten in anderen Sprachen machen?
Ja, aber jede Sprache ist eine eigene Schreibarbeit. Übersetzen und liegen lassen genügt nicht, denn Patienten in einem anderen Land tippen andere Suchen und nutzen andere Wörter. Mit welcher Sprache wir beginnen, entscheiden wir gemeinsam nach der ersten Prüfung und mit Blick auf Ihre Zielgruppe.
Wenn Sie wissen möchten, bei welchen Suchen Ihr Haus fehlt und welche Fach- und Arztseiten nicht vorhanden sind, melden Sie sich für eine erste Prüfung bei mir. Den Umfang können Sie sich auf meiner Seite zur SEO-Beratung ansehen, danach vereinbaren wir ein kurzes Gespräch.