Sie haben ein SEO-Angebot bekommen, und der Preis gibt Ihnen zu denken. Ein anderer Anbieter sagt dagegen: „Wenn kein Ergebnis kommt, zahlen Sie nichts.“ Das klingt verlockend. Wer schon einmal Geld ausgegeben und danach nichts gesehen hat, oder wer es noch nie versucht hat und kein Risiko eingehen möchte, hört so einen Satz gern. Deshalb ist es völlig verständlich, dass Sie nach „erfolgsbasiertes SEO“ oder „SEO nach Ergebnis bezahlen“ suchen. In diesem Artikel erkläre ich, was dieses Modell wirklich bedeutet, welche Formen vernünftig sind, welche Sie in Schwierigkeiten bringen können und worauf Sie achten sollten, wenn Ihnen so ein Angebot vorliegt. Ich bin Ümit Kırkoç, Webdesigner und SEO-Berater, ich arbeite allein von Istanbul aus, und ich sage Ihnen auch offen, wie meine eigene SEO-Beratung abläuft.
Zuerst eine kurze Erklärung. SEO ist die Arbeit daran, dass Ihre Website in Suchmaschinen wie Google erscheint, wenn Ihre Kunden etwas suchen. Ein erfolgsbasiertes Modell ist eine Vereinbarung, bei der ein Teil der Bezahlung oder die gesamte Bezahlung an ein vorher festgelegtes Ergebnis geknüpft wird. Dieses Ergebnis kann „Seite eins bei diesem Suchbegriff“ heißen, „so und so viele Anfragen pro Monat“ oder „so und so viele Verkäufe“. Die Idee wirkt einfach, aber im Detail steckt viel.
Was bedeutet erfolgsbasiertes SEO genau?
Man kann die Zahlungsmodelle in einfacher Sprache in vier Gruppen teilen. Das erste ist der feste Monatspreis: Sie zahlen jeden Monat denselben Betrag für die geleistete Arbeit und die eingeplante Zeit. Das zweite ist der Projektpreis: Eine klar umrissene Aufgabe, etwa die Korrektur der Website oder neue Seiten, wird einmalig bezahlt. Das dritte ist die Zahlung nach Ranking: Sie zahlen, sobald ausgewählte Suchbegriffe eine bestimmte Position in den Suchergebnissen erreichen. Das vierte ist die Zahlung nach Ergebnis: Die Bezahlung hängt an Geschäftsergebnissen wie Besuchern, Formularanfragen, Anrufen oder Verkäufen.
Wenn Menschen „erfolgsbasiert“ sagen, meinen sie meistens das dritte Modell, also die Zahlung nach Ranking. Das vierte kommt dem näher, was Sie als Unternehmer eigentlich wollen. Denn für Sie zählt nicht, auf welchem Platz Sie bei einem Begriff stehen, sondern dass Ihr Telefon klingelt und Sie verkaufen. Dieser Unterschied begleitet uns durch den ganzen Artikel.
Die folgende Grafik fasst den Grundunterschied zwischen Festpreis und Bezahlung nach Ergebnis zusammen.
Wie Sie sehen, ist keines der beiden Modelle perfekt. Beim Festpreis tragen Sie einen großen Teil des Risikos, denn die Arbeit wird gemacht, aber wann das Ergebnis kommt, ist offen. Beim erfolgsbasierten Modell scheint das Risiko geteilt zu sein, aber dafür zahlen Sie häufig auf andere Weise. Was dieser Preis ist, erkläre ich weiter unten ausführlich.
Warum es so verlockend wirkt
Es ist menschlich, sein Geld an ein Ergebnis knüpfen zu wollen. Wenn Sie einen Schrank kaufen und er gefällt Ihnen nicht, geben Sie ihn zurück. Bei SEO gibt es keine Rückgabe, und das Ergebnis zeigt sich erst nach Monaten. Diese Unsicherheit macht den Satz „kein Ergebnis, keine Zahlung“ so stark. Hatten Sie zuvor eine schlechte Erfahrung, also Geld bezahlt und außer Berichten nichts gesehen, wirkt er besonders anziehend.
Eines muss ich aber gleich zu Beginn sagen: Das Ergebnis von SEO kontrolliert weder eine einzelne Person noch eine einzelne Firma. Die Suchergebnisse bestimmt Google, und Ihre Mitbewerber arbeiten gleichzeitig. Deshalb gebe ich keinerlei Ranking- oder Ergebnisgarantie, und ich rate Ihnen, bei jedem, der Ihnen eine Garantie gibt, vorsichtig zu sein. Genau daraus ergibt sich die Schwierigkeit des erfolgsbasierten Modells: Man schließt eine Vereinbarung über etwas, das man nicht kontrollieren kann.
Was riskieren die beiden Seiten bei diesem Modell?
Ob eine Vereinbarung fair ist, erkennt man daran, was beide Seiten verlieren können. Für den Anbieter ist es riskant, monatelang zu arbeiten und am Ende nichts zu verdienen. Dieses Risiko deckt er entweder mit einem hohen Preis ab oder mit Abkürzungen, die schnell Ergebnisse bringen sollen. Für Sie ist das Risiko leiser: Es wird das Falsche gemessen, und Ihre Website nimmt langfristig Schaden.
Die folgende Grafik zeigt die Risiken, die bei diesem Modell am häufigsten auftreten.
Ich gehe diese Risiken nacheinander durch, denn jedes davon kann Ihnen im echten Leben begegnen.
Leichte Suchbegriffe
Bei einer rankingbasierten Vereinbarung liegt es im Interesse des Anbieters, die Begriffe zu wählen, bei denen der Erfolg am leichtesten ist. Bei einer Suche wie „gelber Bürostuhl mit Armlehne für kleine Büros in Bezirk X“ nach oben zu kommen, ist sehr einfach, und laut Vertrag gilt es als „Erfolg“. Aber über diesen Begriff kommt kein Kunde zu Ihnen. Der Bericht sieht schön aus, das Telefon bleibt still. Deshalb müssen Sie vor der Vereinbarung gemeinsam besprechen, welche Begriffe angepeilt werden und wie viele Menschen sie tatsächlich suchen.
Abkürzungen
Wer keine Bezahlung bekommt, wenn das Ergebnis nicht schnell kommt, neigt dazu, Wege zu gehen, die Google nicht gutheißt. Beispiele sind der Massenkauf von Links auf minderwertigen Seiten, das Kopieren desselben Textes auf Dutzende Seiten oder künstlich erzeugte Bewertungen. Solche Methoden können kurzfristig Platzierungen bringen. Bemerkt Google sie, kann Ihre Website abrutschen, und die Erholung dauert Monate. Den Preis für verlorene Platzierungen zahlen Sie, denn die Website gehört Ihnen.
Unklare Messung
Das Wort „Ergebnis“ wirkt auf dem Papier eindeutig, in der Praxis ist es das nicht. Zählen Besucher, Formulare oder Anrufe? Wer erfasst die Telefonanrufe? Weil Suchergebnisse personalisiert sein können und nicht jeder dasselbe sieht, kann schon die Aussage „wir sind auf Seite eins“ von Person zu Person unterschiedlich ausfallen. Wird die Messmethode nicht vorher schriftlich festgelegt, schauen beide Seiten am Monatsende auf verschiedene Zahlen, und es gibt Streit.
Eigentum und Abhängigkeit
Bei manchen erfolgsbasierten Modellen hostet der Anbieter Ihre Website auf seinem eigenen Server oder verwaltet sie über eigene Konten. Wenn Sie später aufhören möchten, nehmen Sie das Ergebnis unter Umständen nicht mit. Wem Konten, Domain und Website gehören, ist eine der wichtigsten Fragen, die vor Vertragsabschluss geklärt sein müssen.
Welche Modelle sind vernünftig, welche gefährlich?
Nicht jedes Modell passt zu jedem Unternehmen. Die folgende Tabelle stellt die vier Zahlungsformen, ihre typischen Risiken und die Situationen gegenüber, in denen sie sinnvoll sein können.
Ich kommentiere die Tabelle kurz. Der feste Monatspreis ist für SEO das natürlichste Modell, weil SEO kein Projekt ist, sondern laufende Arbeit, deren Wirkung sich über die Zeit verteilt. Der Projektpreis passt zu klar begrenzten Aufgaben wie der Korrektur einer Website oder der Erstellung bestimmter Seiten. Die Zahlung nach Ranking verlangt am meisten Aufmerksamkeit, weil sie dem Anbieter die Wahl der Begriffe in die Hand gibt. Die Zahlung nach Ergebnis liegt Ihrem Geschäftsziel am nächsten, funktioniert aber nur, wenn die Messung eindeutig ist.
Wann Bezahlung nach Ergebnis funktioniert
Mischmodelle, bei denen ein Teil fest und ein Teil ergebnisabhängig ist, funktionieren manchmal gut. Ein niedriger fester Betrag deckt zum Beispiel die Arbeit ab, und wird ein bestimmtes Ziel übertroffen, kommt ein zusätzlicher Teil dazu. Das gleicht beide Seiten aus: Der Anbieter arbeitet nicht monatelang umsonst, und Sie bezahlen nicht den vollen Betrag, bevor etwas passiert ist. Der entscheidende Punkt beim Mischmodell ist, dass Ziel und Messung schriftlich festgehalten sind und das Ziel etwas ist, das der Anbieter nicht leicht beeinflussen oder verfälschen kann.
Versprechen, bei denen Sie stutzig werden sollten
Bei diesen Sätzen sollten Sie innehalten: „Wir garantieren Seite eins“, „in dreißig Tagen unter die ersten drei“, „Platz eins bei allen Begriffen“, „kein Ergebnis, kein Cent, aber der Vertrag läuft ein Jahr“. Gemeinsam ist ihnen, dass sie etwas Unkontrollierbares als sicher darstellen oder Sie im Kleingedruckten lange binden. Ich formuliere solche Sätze nicht, denn Ehrlichkeit ist mehr wert als eine Garantie.
Wie die Branche das Bild verändert
Ob ein erfolgsbasiertes Modell funktioniert, hängt von Ihrer Branche ab. Bei Geschäften mit kurzem Entscheidungsweg, in denen der Kunde am Tag der Suche entscheidet, etwa bei Schlüsseldiensten, Umzügen oder dringenden Reparaturen, lässt sich das Ergebnis leicht messen: Das Telefon hat geklingelt oder nicht. Bei Geschäften mit langem Entscheidungsweg, etwa bei Unternehmenssoftware, Bauprojekten oder Beratung, können zwischen erstem Gespräch und Abschluss Wochen liegen, und es wird schwer, das Ergebnis dem SEO zuzuordnen.
Bei einem Onlineshop ist die Messung etwas einfacher, weil Verkäufe über die Website laufen. Trotzdem wäre es nicht unbedingt richtig zu sagen, jeder Verkauf komme aus SEO: Der Kunde hat vielleicht zuerst eine Anzeige gesehen und danach Ihren Markennamen bei Google gesucht. Deshalb muss die Definition von „Verkauf aus SEO“ vorher schriftlich stehen. Bei lokalen Betrieben kommen Anrufe aus der Kartensuche aus einer eigenen Quelle, die in der Statistik Ihrer Website unter Umständen gar nicht auftaucht.
Machen wir das mit zwei Beispielen anschaulich. Diese Szenarien sind keine echten Personen oder Firmen, sondern vollständig erfunden.
Beispielszenario 1: Vereinbarung nach Suchbegriffen
Angenommen, es gibt eine kleine Zahnarztpraxis in München, die mit einem Dienstleister vereinbart: „Bezahlung, sobald zehn festgelegte Begriffe auf Seite eins stehen.“ Die zehn Begriffe wählt der Dienstleister selbst aus, die meisten sind Wortkombinationen, die kaum jemand sucht. Nach drei Monaten stehen acht Begriffe auf Seite eins, und die Rechnung kommt. Die Zahl der Terminanfragen in der Praxis ändert sich aber nicht, denn echte Patienten suchen nach ganz anderen Ausdrücken wie „Zahnimplantat“ oder „professionelle Zahnreinigung“.
Der Fehler liegt in diesem Szenario nicht im Modell selbst, sondern in der Wahl des Ziels. Hätte die Praxis stattdessen über ein Ergebnis wie „Zahl der Terminanfragen im Monat“ verhandelt, wären leichte Begriffe wertlos gewesen. Oder hätte sie die Begriffe selbst ausgewählt, wären die Interessen von Anbieter und Praxis im Einklang gewesen.
Beispielszenario 2: Mischmodell
Nun ein zweites erfundenes Beispiel: Denken Sie an eine kleine Schreinerei in Leipzig, die Möbel in der eigenen Werkstatt fertigt. Der Inhaber vereinbart einen niedrigen festen Monatspreis und eine Zusatzzahlung, wenn die Zahl der Angebotsanfragen pro Monat einen bestimmten Wert übersteigt. Die Anfragen werden im Formularsystem der eigenen Website gezählt, und der Bericht ist jeden Monat für beide Seiten einsehbar. Das Ergebnis schwankt: In manchen Monaten wird das Ziel übertroffen, in anderen nicht. Der Inhaber empfindet die Bezahlung aber in keinem Monat als sinnlos, denn er sieht die geleistete Arbeit und die eingegangenen Anfragen auf demselben Bildschirm.
Dieses Szenario ist nicht perfekt, zeigt aber eine gesunde Struktur: Die Messung ist klar, die Konten laufen auf die Firma, das Ziel lässt sich nicht leicht manipulieren, und beide Seiten teilen das Risiko in einem gewissen Maß.
Das Entscheidungsschema oben hilft Ihnen einzuschätzen, welchem Modell Sie näherstehen. Die Frage ist einfach: Können Sie das Ergebnis eindeutig messen? Lautet die Antwort ja, lassen sich ergebnisbasierte oder gemischte Modelle prüfen. Lautet sie nein, muss zuerst die Messung eingerichtet werden. Sonst wissen Sie am Monatsende bei jedem Modell nicht, was gewirkt hat.
Welche Fragen sollten Sie vor dem Vertrag stellen?
Egal wie verlockend ein Angebot aussieht: Es gibt Dinge, die vor der Unterschrift schriftlich geklärt sein müssen. Die meisten davon sind so wichtig wie das Geld, weil sie sich später nur teuer korrigieren lassen.
Ich erkläre die Punkte der Checkliste einzeln.
Erstens die Definition des Ergebnisses. Was zählt als Ergebnis, wie wird gemessen, wessen Aufzeichnung ist maßgeblich? Zweitens die Auswahl der Suchbegriffe. Wer legt die Zielbegriffe fest, und wie prüfen Sie, dass Ihre Kunden sie wirklich suchen? Drittens Laufzeit und Ausstieg. Wie lange läuft der Vertrag, und wie kommen Sie wieder heraus, wenn Sie es möchten? Viertens das Eigentum. Auf wen laufen Website, Domain, Analysekonten und Inhalte? Fünftens das Vorgehen. Welche Arbeiten werden gemacht, und welche werden ausdrücklich nicht gemacht? Sechstens der Bericht. Bekommen Sie die Zahlen auch in Rohform zu sehen, oder gibt es nur eine Zusammenfassung?
Zu Vertragsrecht und Gesetzen kann ich nichts Verbindliches sagen, ich bin kein Anwalt. Enthält ein Vertrag Vertragsstrafen, Kündigungsregeln oder Zahlungseinwände, die rechtliche Feinheiten betreffen, empfehle ich Ihnen, vor der Unterschrift eine Juristin oder einen Juristen zu fragen.
Wie sieht transparentes Berichten aus?
Eine gute Berichtsseite versucht nichts zu verstecken. Stellen Sie sich einen Bildschirm vor, den Sie selbst öffnen und ansehen können: Wie viele Menschen über welche Suchen gekommen sind, wie viele Formulare ausgefüllt wurden, welche Seiten wirken und welche nicht, alles an einem Ort. Wer die Leistung erbringt, sollte auf die Frage „Warum hat es diesen Monat nicht geklappt?“ antworten können, indem er auf diesen Bildschirm zeigt.
So eine Seite schützt Sie bei jedem Modell. Denn wenn es Streit gibt, geht es nicht um das Gedächtnis oder die Zusammenfassung von jemandem, sondern um Daten, die alle sehen können.
Wann zeigt SEO ein Ergebnis?
Die meisten Probleme macht das erfolgsbasierte Modell beim Zeitpunkt. Bei SEO zeigt sich das Ergebnis nicht am Tag des Arbeitsbeginns, sondern erst nach einigen Wochen oder Monaten. Eine neue Website oder eine neue Seite braucht Zeit, bis Google sie findet und bewertet. Bei stark umkämpften Suchen dauert es länger. Ich nenne keine feste Frist, denn der Zustand Ihrer Website, Ihre Branche und Ihre Mitbewerber beeinflussen sie unmittelbar.
Bei einer ergebnisabhängigen Vereinbarung kann der Verdienst des Anbieters in den ersten Monaten null betragen. Dann passiert eines von zwei Dingen: Entweder nimmt er monatelange unbezahlte Arbeit in Kauf und schlägt das von vornherein auf den Preis auf, oder er weicht auf riskante Wege aus, die schnell Ergebnisse versprechen. Beides tut Ihnen nicht gut. Gesund ist es, den Zeitplan von Anfang an zu besprechen und in den ersten Monaten weniger auf das Ergebnis als auf die geleistete Arbeit zu schauen.
Der Zeitplan ist kein Versprechen, sondern eine Richtungsangabe. Jede Website hat ein anderes Tempo. Wer aber weiß, dass sich die Platzierung nicht gleich am Tag nach der Arbeit ändert, kann Erwartung und Geduld besser einstellen.
Woran sollte das Ergebnis gemessen werden?
Wenn Sie eine ergebnisabhängige Vereinbarung treffen, ist die Frage, was gemessen wird, sehr wichtig. Kennzahlen, die nahe an Ihrem echten Geschäftsziel liegen, sind verlässlicher als weit entfernte Kennzahlen wie die Platzierung. Die folgende Grafik zeigt den Weg eines Besuchers auf einer Website und was auf welcher Stufe gemessen werden kann.
Im Trichter wird jede Stufe von oben nach unten wertvoller, entfernt sich aber zugleich weiter vom Einfluss des SEO. In der Suche sichtbar zu sein, ist weitgehend die Aufgabe von SEO. Auch Besuche auf der Website gehören dazu. Ob jemand das Formular ausfüllt, hängt aber von der Qualität der Website ab, und ob aus dem Gespräch ein Verkauf wird, hängt von Ihrem Vertrieb ab. Deshalb ist in den meisten Fällen die „Zahl der Menschen, die ein Formular ausfüllen oder anrufen“ ein faires Maß. Den Verkauf als Maßstab zu nehmen hieße, dem Anbieter die Verantwortung für Arbeit zu geben, die er gar nicht macht.
Welche Seiten braucht es?
Egal welches Modell Sie wählen: Die Grundlage der Arbeit bleibt dieselbe, nämlich Seiten, die beantworten, was Ihr Kunde sucht. Bei einem Dienstleistungsunternehmen heißt das eine eigene Seite für jede Leistung. Jede Seite sollte erklären, was die Leistung ist, für wen sie passt, wie sie abläuft, wovon der Preis abhängt und wie man Kontakt aufnimmt. Wenn Sie lokal arbeiten, muss auch das Einzugsgebiet klar genannt sein. Bei einem Onlineshop sind Beschreibungen von Kategorien und Produkten, Rückgabebedingungen und häufige Fragen wichtig.
Fehlen diese Seiten, rettet Sie auch das beste Zahlungsmodell nicht. Denn selbst bei guter Platzierung verlässt der Besucher die Seite, wenn er nicht findet, was er sucht. Achten Sie deshalb bei einem erfolgsbasierten Angebot auch darauf, wie wichtig dem Anbieter diese Grundseiten sind.
Wie läuft der Prozess Schritt für Schritt ab?
Egal mit welchem Modell Sie arbeiten, das Gerüst eines guten SEO-Prozesses sieht ähnlich aus. Ich gehe bei meiner eigenen Arbeit in dieser Reihenfolge vor.
Der erste Schritt ist die Prüfung. Ich sehe mir Ihre Website, Ihre Wettbewerber und die Suchen Ihrer Kunden an und sage Ihnen, wo man anfangen sollte. Im zweiten Schritt erstelle ich einen schriftlichen Plan mit Angebot; die Aufgaben der ersten drei Monate stehen darin nach Priorität geordnet. Im dritten Schritt räume ich Hindernisse auf der Website aus, zum Beispiel Langsamkeit, fehlende Handyfreundlichkeit oder defekte Seiten. Im vierten Schritt entstehen Seiten und Artikel für die Zielsuchen. Im fünften Schritt schauen wir jeden Monat gemeinsam auf die Ergebnisse und passen den Plan an.
Bei der Zahlungsform versuche ich flexibel zu sein, habe aber einen Grundsatz: Ich gebe keine Ranking- oder Ergebnisgarantie, und ich greife nicht zu Methoden, die Ihrer Website schaden könnten, nur um das Ergebnis zu beschleunigen. Wenn für Sie ein ergebnisabhängiger Teil sinnvoll ist, können wir ihn anhand eines schriftlich festgelegten, messbaren Ziels besprechen. Ich sage Ihnen aber auch offen, dass das nicht für jedes Unternehmen passt.
Häufige Fehler
Die meisten Fehler beim Einkauf oder bei der Überlegung zu einer erfolgsbasierten Leistung entstehen aus Eile. Ich fasse sie zusammen.
An erster Stelle steht, nur nach dem Preis oder nach dem Versprechen „keine Zahlung“ zu entscheiden. Zweitens, die Zielbegriffe ohne Rückfragen zu akzeptieren. Drittens, die Website und die Konten auf den Anbieter laufen zu lassen. Viertens, einen langen Vertrag zu unterschreiben, ohne die Ausstiegsbedingungen gelesen zu haben. Fünftens, in den ersten Monaten, wenn noch kein Ergebnis sichtbar ist, nicht die Methode, sondern die Person verantwortlich zu machen und den Prozess abzubrechen. Sechstens, nur die Zusammenfassung der Berichte zu akzeptieren und nie auf die Rohdaten zu schauen.
Einen siebten Fehler füge ich hinzu: SEO zu beginnen, ohne irgendeine Messung eingerichtet zu haben. Wenn Sie nicht wissen, woher Anrufe und Formulare kommen, können Sie bei keinem Modell den Wert der Arbeit erkennen, ob erfolgsbasiert oder nicht.
Was können Sie selbst tun, und wann braucht es Fachleute?
Sie müssen nicht alles einem Experten überlassen. Einige grundlegende Dinge können Sie selbst erledigen, und sie sollten vor jedem Zahlungsmodell erledigt sein.
Suchen Sie zuerst bei Google nach Ihrem eigenen Angebot, so wie ein Kunde es tun würde. Mit welchen Ausdrücken suchen Sie, wer erscheint, welche Seiten beantworten Ihre Frage? Pflegen Sie dann Ihr Google-Unternehmensprofil und prüfen Sie, dass Adresse und Telefonnummer mit Ihrer Website übereinstimmen. Öffnen Sie Ihre Website auf dem Handy und achten Sie auf Geschwindigkeit, Lesbarkeit und Kontaktschaltflächen. Richten Sie außerdem ein kostenloses Werkzeug ein, das Besucher und Formulare zählt. Das ist bei jedem Modell eine nützliche Grundlage.
Wann braucht es Fachleute? Wenn die Website technische Probleme hat, wenn Sie in einem umkämpften Feld arbeiten, wenn Sie keine Zeit für Inhalte haben oder wenn sich trotz monatelanger Bemühungen nichts bewegt, hilft ein Blick von außen. Erwarten Sie von Fachleuten kein Wunder, sondern einen klaren Plan und ehrliche Messung.
KI-Antworten und ergebnisbasierte Vereinbarungen
Einen Punkt muss ich noch ergänzen: Menschen stellen ihre Fragen heute nicht nur Google, sondern auch KI-Werkzeugen wie ChatGPT. Ob Ihre Marke in den Antworten dieser Werkzeuge vorkommt, zeigt eine klassische Ranking-Messung nicht. Eine „Ranking-Garantie“ eines Anbieters wird dadurch noch sinnloser, denn Sichtbarkeit hat heute nicht mehr nur eine einzige Rangliste. Gute Inhalte und klare Informationen helfen Ihnen sowohl in Suchmaschinen als auch in diesen Werkzeugen.
Wovon die Kosten abhängen
In diesem Artikel nenne ich keine Zahlen, denn der Preis von SEO lässt sich nicht losgelöst von Ihrer Website und Ihrem Ziel betrachten. Es gibt mehrere Faktoren. Erstens der aktuelle Zustand Ihrer Website: Eine Website mit vielen technischen Problemen braucht zuerst Reparatur. Zweitens die Konkurrenz in Ihrer Branche: Je mehr starke Wettbewerber dieselbe Suche anpeilen, desto länger dauert die Arbeit. Drittens der Umfang: Wie viele Leistungen, wie viele Regionen, wie viele Sprachen? Viertens die Menge an Inhalten: Wie viele Seiten und Artikel entstehen, und wie viel davon übernehmen Sie selbst? Fünftens die Häufigkeit von Berichten und Besprechungen.
Beim erfolgsbasierten Modell kommt ein Faktor hinzu: das Risiko, das der Anbieter übernimmt. Wer bei ausbleibendem Ergebnis nichts bekommt, muss dieses Risiko an anderer Stelle ausgleichen. Meist ist entweder der Anteil bei Erfolg hoch, oder es werden leichte Ziele gewählt, oder die Vertragslaufzeit ist lang. Wenn Sie wissen, dass hinter „keine Zahlung“ keine kostenlose Leistung steckt, sondern das Risiko anders bepreist wird, können Sie Angebote richtig vergleichen.
Kurz: So arbeite ich mit Ihnen
Ich arbeite allein, das heißt, die Person, mit der Sie sprechen, macht auch die Arbeit. Im ersten Gespräch sehe ich mir Ihre Website an, höre Ihnen zu und sage Ihnen, ob die Arbeit für Sie sinnvoll ist. Manchmal lautet meine Antwort: „Korrigieren Sie jetzt erst die Website, statt SEO zu starten“, oder: „Das Ergebnis hängt hier von Ihrem Vertrieb ab.“ Das Angebot erstelle ich schriftlich; die Aufgaben stehen nach Priorität darin, ebenso die Messmethode und wer die Konten besitzt.
Eine Ranking- oder Ergebnisgarantie gebe ich nicht. Wir können über einen festen Arbeitspreis sprechen oder über eine gemischte Struktur mit einem klar messbaren Ziel; Letzteres passt nicht zu jedem Unternehmen, und das sage ich Ihnen von Anfang an. Ihre Website, Ihre Domain und Ihre Analysekonten bleiben immer auf Ihren Namen, und Sie können jederzeit aufhören.
Häufig gestellte Fragen
Ist erfolgsbasiertes SEO wirklich risikofrei?
Nein. Das Risiko verschwindet nicht, es verschiebt sich nur. Bleibt das Ergebnis aus, müssen Sie vielleicht nicht zahlen. Wurden aber leichte Zielbegriffe gewählt oder Abkürzungen benutzt, bleibt das Risiko eines Schadens für Ihre Website bei Ihnen. Deshalb sollten Sie weniger auf die Zahlungsform als auf Methode und Messung schauen.
Soll ich Firmen vertrauen, die eine Ranking-Garantie geben?
Seien Sie vorsichtig. Die Suchergebnisse bestimmt Google, und Wettbewerber arbeiten ebenfalls. Niemand kann sagen, dass eine Platzierung sicher kommt. Wer garantiert, zielt entweder auf sehr leichte Begriffe, hat sich im Vertrag Ausstiegswege offengehalten oder verspricht etwas, das er nicht kontrollieren kann. Lesen Sie den Vertrag sorgfältig.
Woran sollte ich bei ergebnisbasierter Bezahlung messen?
Für die meisten Unternehmen sind Formularanfragen und Anrufe über die Website das fairste Maß, denn sie liegen nah an Ihrem Geschäftsziel und lassen sich durch SEO direkt beeinflussen. Den Verkauf als Maßstab zu nehmen bedeutet, auch die Qualität Ihres Vertriebs in die Verantwortung des Anbieters zu legen. Legen Sie Messmethode und Aufzeichnung schriftlich fest, und bestimmen Sie, wer die Daten führt.
Passt ein erfolgsbasiertes Modell zu einem kleinen Unternehmen?
Manchmal. Bei lokalen Betrieben mit kurzem Entscheidungsweg und eindeutiger Messung kann ein Mischmodell sinnvoll sein. Arbeiten Sie aber in einem engen Feld mit wenigen Suchen, kann es lange dauern, bis ein Ergebnis kommt, und der Anbieter möchte die Aufgabe womöglich nicht übernehmen. Prüfen Sie zuerst, über welche Suchen Ihr Unternehmen überhaupt Kunden gewinnen kann.
Kann ich aus dem Vertrag aussteigen, wenn kein Ergebnis kommt?
Das hängt von Ihrem Vertrag ab. Prüfen Sie vor der Unterschrift die Laufzeit, die Kündigungsbedingungen und was Ihnen beim Ausstieg bleibt. Enthält der Vertrag Vertragsstrafen oder lange Bindungen, empfehle ich Ihnen, vorher juristischen Rat einzuholen; eine verbindliche rechtliche Einschätzung kann ich dazu nicht geben.
Auf wen sollten Website und Konten laufen?
Unbedingt auf Sie. Domain, Website sowie Analyse- und Suchkonten sollten unter Ihrer Kontrolle stehen. Dass Website und Arbeitsergebnis bei Ihnen bleiben, wenn Sie die Zusammenarbeit beenden, ist bei jedem Zahlungsmodell eine unverzichtbare Bedingung.
Wann sehe ich die ersten Ergebnisse?
Das hängt von Ihrer Website, Ihrer Branche und Ihren Mitbewerbern ab; eine feste Frist kann ich nicht nennen. Meist werden in den ersten Wochen technische Korrekturen vorgenommen, und die Wirkung in den Suchergebnissen zeigt sich erst mit der Zeit. In den ersten Monaten ist es sinnvoller, die geleistete Arbeit zu verfolgen als das Ergebnis.
Wäre Werbung statt SEO sinnvoller?
Wenn Sie schnelle Ergebnisse möchten, macht Werbung Sie sichtbar, solange Sie dafür bezahlen. SEO startet langsam, aber was Sie aufbauen, bringt mit der Zeit Aufträge. Beides muss kein Gegensatz sein. Je nach Budget und Ziel sollte man es gemeinsam betrachten.
Wenn Sie ein erfolgsbasiertes Angebot einschätzen lassen möchten oder wissen wollen, was auf Ihrer Website zuerst korrigiert werden sollte, erreichen Sie mich über meine SEO-Beratung. Ich sehe mir Ihre Website an und gebe Ihnen eine ehrliche, einfache und schriftliche Roadmap.