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Onlineshop erstellen lassen: Kosten, Angebot und Fallstricke

Onlineshop erstellen lassen: Was die Kosten bestimmen, welche Posten nach dem Angebot auftauchen und woran Sie Anbieter vergleichen, bevor Sie beauftragen.

Ihre Produkte sind fertig, Ihre Kunden kennen Sie, und jetzt soll der Verkauf ins Internet. Sie haben drei Angebote eingeholt, und die Zahlen liegen so weit auseinander, dass Sie nicht beurteilen können, welches stimmt. Das ist normal: Wer einen Onlineshop erstellen lässt, zahlt nicht für einen einzelnen Posten, sondern für etwa zwanzig kleine Entscheidungen, und die meisten Angebote halten diese Entscheidungen nicht schriftlich fest. Deshalb lassen sie sich nicht vergleichen. Ich arbeite als Webdesigner allein und komplett aus der Ferne. In diesem Beitrag erkläre ich ohne eine einzige Preisangabe, was die Kosten eines Onlineshops bestimmt, was ein gutes Angebot enthalten muss und welche Ausgaben erst später auftauchen. Wie ich ein Projekt zur Website-Erstellung vom ersten Gespräch bis zum Start begleite, lesen Sie weiter unten.

Was kaufen Sie, wenn Sie einen Onlineshop beauftragen?

Eine Firmenwebsite sagt Besuchern, wer Sie sind und was Sie tun. Ein Shop geht einen Schritt weiter: Der Besucher wählt ein Produkt, legt es in den Warenkorb, gibt seine Adresse ein, bezahlt, und die Bestellung landet bei Ihnen. Schaufenster, Kasse und Auftragsbuch müssen also zusammen funktionieren. „Webshop beauftragen“ heißt deshalb, ein Bündel aus mehreren Teilen zu kaufen:

  • Der Auftritt: Startseite, Kategorieseiten und Produktseiten. Hier sehen Kunden das Produkt und entscheiden.
  • Warenkorb und Kasse: der kurze Weg nach der Auswahl. Jede Hürde hier ist ein verlorener Verkauf.
  • Der Verwaltungsbereich: der Bildschirm, in dem Sie Produkte anlegen, Preise und Bestände ändern und Bestellungen sehen. Shopbetreiber nutzen ihn fast täglich, er muss sich also leicht bedienen lassen.
  • Die Zahlungsabwicklung: die Verbindung, die Kartenzahlungen sicher annimmt und das Geld an Sie weiterleitet. Sie kommt meist von einem separaten Zahlungsanbieter, nicht von der Website selbst.
  • Anbindungen an Versand und Rechnung: Die Bestellung geht an den Versanddienstleister, die Rechnung in Ihre Buchhaltung.
  • Rechtliche Seiten: Impressum, AGB, Widerruf und Datenschutz. Was darin stehen muss, klären Sie mit einer rechtlich qualifizierten Stelle; ich gebe keine Rechtsberatung.

Wenn ein Angebot nicht nennt, welche dieser Teile enthalten sind, kann der niedrige Preis nur den Auftritt meinen. Die erste Prüffrage lautet daher: Vergleichen Sie wirklich dasselbe?

Was bestimmt die Kosten eines Onlineshops?

Die Kosten hängen nicht davon ab, wie viel Ihre Ware wert ist oder wie viel Sie umsetzen, sondern davon, wie viel Arbeit und Zeit das Projekt braucht. Die folgende Liste zeigt die Überschriften, nach denen Sie in jedem Angebot suchen sollten.

Liste mit sechs Einflussfaktoren auf die Kosten eines Onlineshops: Produktvielfalt, Design, Zahlung und Versand, Inhalte, Sprachen und Support

Produktzahl und Varianten

Ein Laden mit fünfzig Artikeln und ein Händler mit mehreren tausend sind verschiedene Projekte. Noch wichtiger als die Zahl ist die Vielfalt. Gibt es ein T-Shirt in mehreren Größen und Farben, braucht jede Variante einen eigenen Bestand, oft ein eigenes Foto, manchmal einen eigenen Preis. Ein einfaches Hemd ist schnell eingestellt, ein konfigurierbares Möbelstück nicht. Auch ob Sie Produkte von Hand eingeben oder aus einer Tabelle importieren, verändert den Zeitplan.

Individuelles Design oder Vorlage

Logo und Farben in eine fertige Vorlage zu setzen ist andere Arbeit, als ein Design rund um Ihre Marke zu entwickeln. Eine Vorlage geht schnell, doch viele Shops nutzen dieselbe, und es fällt schwerer, aufzufallen. Beim individuellen Design folgt der Seitenaufbau dem Einkaufsverhalten Ihrer Kunden. Was zu Ihnen passt, hängt davon ab, wie stark Ihr Produkt über Optik und Marke verkauft. Wo allein der Preis zählt, genügt oft eine Vorlage; wo Marke und Bilder den Kauf auslösen, lohnt sich ein eigenes Design.

Zahlungs- und Versandoptionen

Nur Kartenzahlung anzubieten ist eine andere Aufgabe, als zusätzlich Rechnung, Vorkasse, Ratenkauf und mehrere Versanddienste zu unterstützen. Jede Option braucht Einrichtung, Tests und manchmal einen Vertrag. Sollen Versandkosten nach Produkt, Region oder Warenkorbwert wechseln, müssen die Regeln aufgeschrieben sein. Steht im Angebot nur „Zahlungsanbindung“, fragen Sie, welche Methoden dazugehören.

Fotos und Produkttexte

Dieser Punkt wird am häufigsten übersehen. Produktfotos aufnehmen und für jeden Artikel einen Text schreiben gehört selten zum Angebot. Wenn nicht, machen Sie es selbst, und bei hundert Produkten dauert das Wochen. Produkttexte sind zudem die Grundlage dafür, bei Google gefunden zu werden; leere oder vom Lieferanten kopierte Beschreibungen überzeugen weder Kunden noch heben sie sich in der Suche ab.

Sprachen und Verkaufsländer

In einer Sprache in einem Land zu verkaufen ist etwas ganz anderes, als über denselben Shop auch Kunden im Ausland zu bedienen. Übersetzung, Währungen, Steuern, Versandregeln und die Vorschriften des jeweiligen Landes kommen hinzu. Wenn Sie ins Ausland verkaufen wollen, sagen Sie das im ersten Gespräch. Nachträglich ist es immer teurer und komplizierter als von Anfang an eingeplant.

Support nach dem Start

Wenn der Shop läuft und Sie viele Produkte auf einmal einstellen, eine Seite ändern oder einen Fehler beheben lassen müssen: An wen wenden Sie sich? Das ist eine Umfangsentscheidung und wirkt sich auf den Preis aus. Ein gutes Angebot beantwortet, wie viele Wochen Support nach der Übergabe enthalten sind und wie es danach weitergeht.

Gemietetes Shop-Paket, fertige Basis oder eigene Software?

Wenn ich mit jemandem spreche, der einen Webshop beauftragen möchte, frage ich zuerst, ob er weiß, dass es drei verschiedene Wege gibt. Ein großer Teil der Preisunterschiede kommt vom gewählten Weg.

Tabelle, die ein gemietetes Shop-Paket, eine fertige Basis mit eigenem Design und individuelle Software nach Eignung und Stolpersteinen vergleicht

Gemietetes Shop-Paket. Sie zahlen monatlich oder jährlich für einen fertigen Shop. Der Start geht schnell, die technische Pflege übernimmt der Anbieter. Dafür bleiben Design und Funktionen in dem Rahmen, den der Anbieter erlaubt, die Gebühr läuft, solange Sie den Shop nutzen, und ein späterer Umzug der Produktdaten kann mühsam sein. Für einen kleinen Einstieg und einen Nachfragetest ist das ein vernünftiger Weg.

Fertige Basis mit eigenem Design. Sie nehmen eine verbreitete offene Shop-Software und lassen das Design für Ihre Marke gestalten. Der Shop gehört Ihnen, und Sie können ihn jederzeit zu einem anderen Hoster umziehen. Dafür liegen Hosting (der Server, auf dem Ihre Seite liegt), Updates und Erweiterungen in Ihrer Verantwortung, und jemand oder eine feste Routine muss sich darum kümmern. Viele Firmen mit mittlerem Sortiment, die ihre Marke zeigen wollen, wählen diesen Weg.

Individuell entwickelte Software. Bei einem wirklich ungewöhnlichen Ablauf, etwa Produkten, die der Kunde selbst gestaltet, oder verzwickten Händlerpreisen, reichen fertige Werkzeuge manchmal nicht. Eigene Software ist am flexibelsten, braucht aber am längsten und über Jahre Pflege. Für die meisten Betriebe ist sie unnötige Last; solange es auf „Was kann das fertige Werkzeug nicht?“ keine klare Antwort gibt, würde ich sie nicht empfehlen.

Eine feste Regel gibt es nicht, aber eine praktische Methode: Schreiben Sie auf, wie viele Produkte Sie verkaufen, wie viele Varianten sie haben und wie stark Sie im ersten Jahr wachsen wollen. Zeigen Sie die Liste allen, die ein Angebot machen, und fragen Sie, welchen Weg sie vorschlagen und warum. Empfehlungen ohne Begründung sollten Sie nicht trauen.

Versteckte Kosten: Was kommt nach dem Angebot?

Die Kosten eines Onlineshops enden nicht am Übergabetag. Wenn Sie vorab wissen, was Angebote oft auslassen und später als Rechnung erscheint, planen Sie Ihr Budget solide.

Sechs Kosten, die nach dem Angebot auftauchen können: Domain und Hosting, Zahlungsgebühren, Erweiterungen, Inhalte, Pflege und Versandanbindungen

  • Verlängerung von Domain und Hosting. Ihre Webadresse und der Server verlängern sich meist jährlich. Das erste Jahr kann im Paket stecken; wer danach zahlt und auf wen die Konten laufen, muss schriftlich stehen. Die Domain sollte auf Sie registriert sein. Eine Adresse auf einen fremden Namen kann Sie später vom Anbieter abhängig machen.
  • Gebühren des Zahlungsanbieters. Bei jeder Kartenzahlung behält der Anbieter einen Anteil. Das ist unabhängig vom Honorar für den Aufbau der Seite und wächst mit Ihrem Umsatz. Rechnen Sie es von Anfang an in Ihre Kalkulation ein.
  • Kostenpflichtige Erweiterungen und Lizenzen. Viele Funktionen fertiger Systeme sind kostenlos, manche, etwa erweiterte Filter, Abos oder die Anbindung eines bestimmten Versanddienstes, verlangen ein bezahltes Zusatzmodul. Fragen Sie, ob einmalig oder jährlich gezahlt wird.
  • Fotos und Texte. Wie oben: Wer es macht, trägt die Kosten. Wenn Sie externe Hilfe holen, ist es ein eigener Budgetposten.
  • Updates und Sicherheitspflege. Systeme und Erweiterungen werden regelmäßig aktualisiert, und ein Shop ohne Updates wird angreifbar und anfällig. Ist unklar, wer das wie oft erledigt, erfahren Sie es irgendwann auf die harte Tour.
  • Anbindung an Versand und Rechnung. Wenn Bestellungen automatisch an den Versanddienst und die Buchhaltung gehen, ist das bequem, doch Einrichtung und oft eine monatliche Nutzungsgebühr sollten extra besprochen werden.

Diese Liste soll Sie nicht erschrecken. Sie soll Ihnen helfen, beim Angebot zu fragen: Was davon ist enthalten, was nicht, und was zahle ich? Ein gutes Angebot beantwortet das bereits.

Was gehört ins Angebot? Kriterien für den Anbietervergleich

Wenn Sie drei Angebote nebeneinanderlegen, schauen Sie vor der Gesamtsumme auf diese Fragen. Jede unbeantwortete Frage kann später zu Zusatzkosten oder Streit führen.

  1. Steht der Umfang schriftlich da? Welche Seiten entstehen, wie viele Arten von Produktseiten, welche Zahlungs- und Versandoptionen eingerichtet werden, alles einzeln aufgelistet. Steht nur „Onlineshop“ in einer Zeile, ist das Angebot unvollständig.
  2. Wer liefert die Inhalte? Fotos, Produkttexte, Kategoriebeschreibungen und rechtliche Seiten: Wer erstellt sie, bis wann?
  3. Wie werden Produkte eingepflegt? Wie viele zum Start, wer gibt sie ein, ist ein Import aus einer Tabelle geplant?
  4. Lernen Sie den Verwaltungsbereich kennen? Eine kurze Einweisung oder eine schriftliche Anleitung zur Übergabe macht Sie unabhängig.
  5. Wie läuft die Designfreigabe? Gebaut wird erst, nachdem Sie das Design gesehen haben. Die Zahl der Korrekturrunden sollte genannt sein.
  6. Handy-Erlebnis. Viele Kunden kaufen mit dem Smartphone ein. Das Angebot sollte nennen, dass der Shop auf dem Handy getestet wird und der Warenkorb dort bequem funktioniert.
  7. Ladegeschwindigkeit. Produktfotos sind schwer, und Kunden verlassen langsame Shops. Fragen Sie, wie die Bilder aufbereitet werden.
  8. Grundlage für die Suchmaschine. Sind Seitentitel, Aufbau der Produkttexte und Adressstruktur von Anfang an durchdacht? SEO, das später aufgesetzt wird, ist schwieriger und wirkt weniger als eingebautes.
  9. Zeitplan. Was wird wann geliefert? Bei Saisonware ist das Datum für Sie entscheidend.
  10. Support nach der Übergabe. Wie lange er kostenlos ist und wie es danach weitergeht.
  11. Eigentum. Auf wen laufen Domain, Hosting-Konto und Designdateien?

Achten Sie beim Vergleich auch darauf, was man Sie gefragt hat. Wer ein Angebot macht, ohne nach Ihren Produkten, Kunden, dem Bestellablauf und dem Versand zu fragen, verkauft ein Standardpaket und arbeitet nicht an Ihrem Geschäft. Ein gutes Angebot kommt nach einem Gespräch, nicht davor.

So arbeite ich mit Ihnen

Zu meinem Ablauf: Ich arbeite allein, Sie sprechen in jedem Schritt direkt mit mir. Die Grafik zeigt die Etappen eines Website-Projekts.

Die fünf Etappen der Zusammenarbeit mit mir: Kennenlernen und Angebot, Design, Umsetzung, Prüfung und Start, Begleitung danach

Zuerst sprechen wir über Ihr Geschäft, Ihre Kunden und Ihre Erwartungen an die Seite. Danach schicke ich ein schriftliches Angebot mit Umfang und Zeitplan, sodass die oben genannten Unklarheiten von Anfang an auf Papier stehen. Dann gestalte ich die Startseite und eine Beispielseite im Inneren; ohne Ihre Freigabe gehe ich nicht zum nächsten Schritt. Das freigegebene Design setze ich zu einer funktionierenden Seite um, Texte und Bilder werden eingesetzt. Ich teste auf Handy, Tablet und Desktop, Sie prüfen ein letztes Mal, und wir gehen live. Nach dem Start melde ich die Seite bei Google an und beobachte sie in den ersten Wochen eng.

Geschwindigkeit, bequeme Nutzung auf dem Handy, eine Seitenstruktur, die Suchmaschinen verstehen, und leichte Kontaktwege wie WhatsApp-Button, Anruf-Button oder Formular gehören zu meiner Arbeit. Brauchen Sie ein sehr großes Sortiment oder ein aufwendiges Lagersystem, sage ich das im ersten Gespräch offen; ich stelle nichts als passend dar, was es nicht ist.

Wie suchen Kunden? Das Verhalten, das den Verkauf prägt

Im Onlinehandel erreichen Sie Kunden auf zwei Wegen, und jeder braucht eine andere Seite.

Der erste ist der Kunde, der das Produkt kennt. Er sucht direkt nach „Esstisch Massivholz“ oder „Lederportemonnaie Herren“. Er soll auf Ihrer Produkt- oder Kategorieseite landen. Der zweite hat sich noch nicht entschieden. Er fragt etwa „welcher Tisch passt in ein kleines Wohnzimmer“ oder „Bio-Babybody richtig auswählen“. Diese Person lernt Sie über einen Ratgeber oder Vergleich kennen und wechselt bei Vertrauen in den Shop. Die erste Gruppe steht dem Kauf näher, die zweite braucht mehr Überzeugung.

Die Folgerung für Ihren Shop ist einfach: Kategorie- und Produktseiten sollten Titel, Beschreibung und Adresse in den Wörtern tragen, nach denen Menschen wirklich suchen. Eine Seite namens „Artikel 1042“ taucht in keiner Suche auf.

Beispiel für ein Suchergebnis zum Thema Onlineshop erstellen lassen, mit hervorgehobener Seite zu Umfang und Ablauf

Wie das Beispiel zeigt, wählt man eine Seite wegen Titel und kurzer Beschreibung. Der Titel sollte nicht nur „Shop“ sagen, sondern zeigen, was auf der Seite steht und welche Frage sie beantwortet. Das gilt für Ihre eigenen Produktseiten ebenso wie für Seiten, die Ihnen ein Anbieter zeigt. Und noch etwas: Seien Sie vorsichtig bei jedem, der Platz eins verspricht. Niemand kann bei Google ein Ranking garantieren, auch ich nicht.

Die Produktseite: Hier fällt die Kaufentscheidung

Viele Inhaber hängen an der Startseite, aber verkauft wird auf der Produktseite. Wer über Suche, Anzeige oder einen geteilten Link kommt, landet oft direkt dort. Darum gehört der Aufbau der Produktseite zu den wichtigsten Themen im Angebotsgespräch.

Sechs empfohlene Bereiche einer Produktseite: Fotos, Kaufbutton, Lieferung und Rückgabe, ausführliche Beschreibung, Bewertungen und ähnliche Produkte

Der Reihe nach: Zuerst sieht der Kunde das Foto. Je schärfer es ist und je mehr Blickwinkel es zeigt, desto sicherer fühlt sich jemand, der das Stück nicht anfassen kann. Daneben sollten eine kurze Zusammenfassung und der Button „In den Warenkorb“ schon im ersten Bildschirm sichtbar sein, damit die Entscheidung ohne Scrollen möglich ist. Lieferzeit und Rückgabe gehören nah ans Produkt, denn ein häufiger Grund für den Abbruch ist die Unsicherheit „Wann kommt es an, und was, wenn es nicht gefällt?“. Die ausführliche Beschreibung nennt Maße, Material und Pflege, und hier lernt auch die Suchmaschine, was das Produkt ist. Bewertungen und Kundenfragen beruhigen jemanden, der zum ersten Mal in einem unbekannten Shop kauft. Die Bewertungen müssen echt sein; erfundene zerstören Vertrauen und können rechtlich Ärger bringen. Ähnliche Produkte stehen zuletzt, damit jemand, dem dieses Stück nicht gefällt, weitergeleitet statt verloren wird.

Bitten Sie den Anbieter, diesen Aufbau zu erklären; das ist ein guter Test. Wer eine Produktseite nicht beschreiben kann oder nur eine einzige Vorlage durchdrückt, denkt nicht an Ihre Kunden.

Häufige Fehler, wenn Sie einen Onlineshop erstellen lassen

  • Erst bauen, dann überlegen, wie man verkauft. Kunden kommen nicht von allein, nur weil der Shop online ist. Wo sie Sie finden (Suche, soziale Medien, Empfehlung, Anzeigen), muss von Anfang an bedacht werden.
  • Nur das billigste Angebot wählen. Ein niedriges Angebot kann bedeuten, dass der Umfang schmal oder unklar ist. Vergleichen Sie anhand der elf Punkte, nicht der Summe.
  • Inhalte ans Ende schieben. Einen Starttermin zu nennen, bevor Fotos und Texte bereit sind, verzögert Projekte um Monate.
  • Alles auf einmal wollen. Die erste Version braucht Ihre Bestseller, einen klaren Warenkorb und funktionierende Zahlung. Weitere Funktionen kommen mit der Nachfrage.
  • Das Handy vergessen. Den Shop am Rechner abzunehmen und nie auf dem Smartphone zu testen, kommt häufig vor.
  • Konten aus der Hand geben. Domain, Hosting und Zahlungskonto sollten auf Ihren Namen laufen.
  • Rechtliche Seiten leer lassen. Wo nötig, sollten AGB, Widerruf und Datenschutz von einer qualifizierten Person erstellt oder geprüft werden.
  • Nach dem Start allein gelassen werden. Verschwindet der Ersteller, kann ein kleiner Fehler tagelang den Verkauf stoppen.
  • Die Kasse unnötig schwer machen. Zwangskonto, lange Formulare und unklare Fehlermeldungen sind die Klassiker beim Warenkorbabbruch.

Wann Sie keinen Onlineshop brauchen

Ehrlich gesagt braucht nicht jeder Betrieb einen. In diesen Fällen ist eine andere Lösung klüger:

  • Wenn Ihre Preise im Gespräch mit dem Kunden entstehen (Sonderanfertigung, Projektarbeit), reicht statt Warenkorb eine Firmenwebsite mit Produktkatalog und Anfrageformular.
  • Wenn Sie wenige Produkte haben und Bestellungen bequem per Telefon oder Nachricht annehmen, genügt vielleicht ein schlichtes Schaufenster mit WhatsApp-Button.
  • Wenn Sie bereits auf einem Marktplatz verkaufen und es gut läuft, prüfen Sie zuerst, was dieser Kanal Ihnen bringt. Ein eigener Shop ist als zweiter Kanal sinnvoll, bringt den Verkehr des Marktplatzes aber nicht von selbst.
  • Wenn Sie noch nicht wissen, ob es Nachfrage gibt, ist ein kleiner Test sinnvoller als eine große Investition.

Entscheidungsschema: Wenn Kunden in den Warenkorb legen und bezahlen, ist ein Onlineshop sinnvoll, sonst eine Katalogseite mit Anfrageformular

Die Kernfrage im Schema ist einfach: Bezahlt der Kunde auf Ihrer Seite? Lautet die Antwort Nein, müssen Sie die Zusatzkosten, Pflege und Verantwortung eines Shops womöglich nicht tragen. Dann empfehle ich lieber etwas Schlichteres.

Selbst bauen oder beauftragen?

Gemietete Shop-Pakete wurden so gebaut, dass auch Menschen ohne technische Kenntnisse einen Laden eröffnen können, und das ist eine echte Erleichterung. Selbst machen lohnt sich, wenn Sie wenige Produkte haben, das Design nahe an der Vorlage bleiben darf, Sie Zeit haben und gern lernen. Zum Testen eines Produkts ist es ebenfalls ein guter Einstieg.

Beauftragen lohnt sich, wenn das Aussehen Ihrer Marke den Verkauf entscheidet, wenn Sie in mehreren Sprachen verkaufen, wenn der Shop von Anfang an für die Google-Suche gebaut sein soll oder wenn Sie Ihre Zeit lieber für Produkte und Kunden einsetzen. Achten Sie darauf, was der Profi Ihnen hinterlässt: einen Verwaltungsbereich, den Sie bequem bedienen, Konten auf Ihren Namen und einen schriftlichen Plan für die Zeit danach.

Es gibt auch einen Mittelweg: Die Basis lässt ein Profi aufbauen, das Tagesgeschäft, also Produkte einstellen, Preise ändern, Bestellungen verfolgen, erledigen Sie selbst. Für viele kleine Betriebe ist das die gesündeste Balance.

Angenommen, zwei Betriebe: zwei Entscheidungen

Die beiden Szenarien sind rein erfunden. Sie beschreiben keine echten Kunden, sondern zeigen, wie eine Entscheidung entstehen kann.

Angenommen, Sie führen eine kleine Manufaktur für handgemachte Seifen und Pflegeprodukte. Sie haben etwa zwanzig Produkte, drei bis vier Düfte und nehmen Bestellungen bisher per Nachricht in sozialen Medien an. Das ermüdet, und nachts um zwölf Fragen zu beantworten, haben Sie satt. Sie brauchen keine große Spezialsoftware. Eine fertige Basis mit schlichtem Design, das Ihre Marke widerspiegelt, klaren Produktfotos, einem leichten Warenkorb und deutlichen Versandinfos reicht. Im Angebot sollten Sie fragen: Wer macht die Produktfotos, wie werden Versandkosten berechnet, wer trägt die Gebühr des Zahlungsanbieters, wie aktualisieren Sie die Seite? Ist das Budget knapp, bauen Sie zuerst Auftritt und Warenkorb und verschieben Zusatzfunktionen.

Angenommen, Sie betreiben eine Möbelwerkstatt. Sie fertigen Tische nach Maß; Holzart, Größe und Oberfläche sind wählbar, die Lieferzeit hängt von der Produktion ab. In den Warenkorb legen und sofort bezahlen passt kaum zu Ihrem Geschäft, weil der Preis meist im Gespräch feststeht. Statt eines vollen Onlineshops kann eine Katalogseite, die Ihre Stücke gut zeigt, die Optionen erklärt und einen Button „Angebot für diesen Tisch anfragen“ bietet, der bessere Start sein. Sollen einige lagernde Stücke zusätzlich verkauft werden, lässt sich dafür ein einfacher Shopbereich ergänzen. In beiden Fällen zählt, dass die Seite zu dem passt, wie Ihre Kunden tatsächlich kaufen.

Häufige Fragen

Warum schwanken die Kosten für einen Onlineshop so stark?

Weil „Onlineshop“ ein Etikett für Projekte sehr unterschiedlicher Größe ist. Produktvielfalt, individuelles Design oder Vorlage, Zahlungs- und Versandoptionen, wer die Inhalte liefert, die Zahl der Sprachen und der erwartete Support nach dem Start bestimmen den Preis. Unterscheiden sich zwei Angebote, unterscheidet sich meist auch der Umfang.

Vergleichen Sie daher erst die Posten und dann die Summe. Angebote ohne schriftlichen Umfang lassen sich nicht sinnvoll vergleichen.

Was muss in einem Angebot unbedingt stehen?

Seiten- und Produktseitentypen, die einzurichtenden Zahlungs- und Versandoptionen, wer die Inhalte (Fotos, Texte) liefert, wie Produkte anfangs eingepflegt werden, Designfreigabe und Korrekturrunden, Handy-Test, Zeitplan, Support nach der Übergabe und auf wen die Konten laufen. Die elf Punkte weiter oben gehen jeden davon durch.

Steht alles in einem Dokument, sinkt die Gefahr von Überraschungen deutlich.

Ist ein gemietetes Shop-Paket oder ein individuelles Design besser?

Beides kann richtig sein. Das gemietete Paket ist ein schneller, risikoarmer Start und ideal, um Nachfrage zu testen. Individuelles Design lohnt, wenn Ihre Marke auffallen soll, wenn Sie ein anderes Einkaufserlebnis wollen oder die Freiheit zum Umzug behalten möchten.

Entscheiden Sie danach, wie stark Ihr Produkt über Optik und Marke verkauft, nicht allein nach dem Budget.

Auf wen sollten Domain und Hosting laufen?

Auf Sie. Die Domain ist die Adresse Ihres Betriebs im Netz und ein Wert, der Ihnen gehört. Eine Adresse auf einen fremden Namen kann Probleme machen, wenn Sie sich vom Anbieter trennen. Lassen Sie sich die Zugangsdaten schriftlich geben.

Dasselbe gilt für das Konto beim Zahlungsanbieter: Das Konto, auf das das Geld fließt, muss Ihres sein.

Kann ich nach dem Start selbst Produkte einstellen?

Ja. In einem gut gebauten Shop ist das möglich und eigentlich der Zweck. Der Verwaltungsbereich sollte es Ihnen erlauben, Produkte anzulegen, Preise und Bestände zu ändern und Bestellungen zu sehen, ohne technisches Wissen. Diesen Bildschirm bei der Übergabe einmal gemeinsam durchzugehen, hilft sehr.

Sagen Sie schon beim Angebot klar, dass Sie das wollen, denn manche Lösungen machen Sie bei jeder Änderung vom Ersteller abhängig.

Wie lange dauert es, einen Onlineshop zu erstellen?

Das hängt von der Produktzahl, davon, ob das Design individuell ist, und vor allem davon ab, wie schnell die Inhalte fertig sind. Die meisten Verzögerungen entstehen nicht technisch, sondern weil Fotos und Texte spät kommen. Haben Sie ein Saisongeschäft, sagen Sie es im ersten Gespräch, damit der Zeitplan darauf aufbaut.

Der Zeitplan gehört mit Terminen ins Angebot; Formulierungen wie „zeitnah“ sind kein Versprechen.

Lande ich bei Google auf Platz eins, wenn ich einen Shop erstellen lasse?

Nein, das kann niemand garantieren. Eine sauber gebaute Seite erleichtert es Google, Ihre Produkte zu verstehen, weil Seitentitel, Beschreibungen und Struktur von Anfang an bedacht sind. Das Ranking hängt aber von Wettbewerb, Inhalten und Zeit ab.

Sehen Sie ein Angebot mit Platzgarantie, werten Sie es als Warnsignal.

Ich verkaufe auf einem Marktplatz. Brauche ich einen eigenen Shop?

Nötig ist er nicht, doch ein eigener Shop hält die Kundenbeziehung bei Ihnen und lässt Sie Gebühren und Regeln selbst bestimmen. Ein Marktplatz bindet den Kunden oft an die Plattform statt an Ihre Marke.

Deshalb fahren viele Betriebe zweigleisig: Marktplatz für Sichtbarkeit, eigener Shop für Stammkunden und Marke. Sie können zuerst Ihre Marktplatzverkäufe prüfen und dann entscheiden.

Der nächste Schritt

Wenn Sie überlegen, einen Onlineshop aufzubauen, können Sie mit einem Gespräch über Ihre Produkte, Ihre Kunden und Ihre Verkaufsweise beginnen; den passenden Weg, Umfang und Zeitplan halte ich in einem schriftlichen Angebot fest. Gemeinsam beurteilen wir ehrlich, ob ein voller Shop nötig ist oder eine Katalogseite genügt. Schauen Sie sich die Details meiner Leistung zur Website-Erstellung an und nehmen Sie Kontakt mit mir auf.

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Sprechen wir über Ihre Website

Schreiben Sie in ein paar Sätzen, was Ihr Unternehmen macht und was Sie sich wünschen; ich melde mich mit einem schriftlichen Angebot mit passendem Umfang und Zeitplan.