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WooCommerce Shop erstellen lassen: Leistungen, Angebot, Pflege

WooCommerce Shop erstellen lassen: Vor- und Nachteile, was ein Angebot enthalten muss, woran Sie Freelancer und Agenturen vergleichen und wer die Pflege übernimmt.

Sie möchten Ihre Produkte auf der eigenen Website verkaufen: mit Ihrer Geschichte, Ihrem Blog und dem Shop unter einem Dach, damit Kunden unter einer Adresse einkaufen, die Ihnen gehört. Genau dann taucht meist WooCommerce auf. Aber ist das für Ihr Unternehmen die richtige Wahl, was gehört in ein ordentliches Angebot, und wer hält den Shop nach dem Start am Laufen? Ich bin selbstständiger Webdesigner, arbeite allein und aus der Ferne, und erkläre Ihnen hier ohne Schönfärberei, worauf es ankommt, wenn Sie einen WooCommerce Shop erstellen lassen. Wie ich eine komplette Website aufbaue, steht auf meiner Seite zum Thema Website erstellen lassen.

Was WooCommerce ist, verständlich für Unternehmer

WooCommerce ist eine Shop-Erweiterung für WordPress, ein weit verbreitetes System zum Betrieb von Websites. Ohne Fachwörter heißt das: In Ihre Website werden Produkte, Warenkorb, Bezahlung und Bestellverwaltung eingebaut. Der Shop ist kein getrennter Raum neben Ihrer Seite, er ist Ihre Seite. Auf der Startseite erzählen Sie von Ihrem Betrieb, im Blog beantworten Sie Kundenfragen, und auf derselben Website nehmen Sie die Bestellung an.

Das Gegenstück nenne ich den gemieteten Shop. Sie zahlen monatlich an eine fertige Plattform, die Technik, Sicherheit und Updates übernimmt. Welche Lösung grundsätzlich besser ist, lässt sich nicht sagen, denn es hängt von Ihrem Geschäftsmodell ab. Eines vorab: Die WooCommerce-Software selbst wird kostenlos verbreitet, aber daraus einen Shop zu machen, der zuverlässig läuft, sicher ist und verkauft, kostet Arbeit. „Die Software ist gratis, also ist die Website billig“ ist eines der häufigsten Missverständnisse, denen ich begegne.

Vergleich eines WooCommerce-Shops auf der eigenen Website mit einer gemieteten Shop-Plattform

Die Vorteile eines Shops auf der eigenen Website

Der erste Vorteil ist Eigentum. Gestaltung, Inhalte und Kundendaten bleiben in Ihrer Hand. Wenn eine Plattform ihre Regeln ändert, ihre Bedingungen verschärft oder den Betrieb einstellt, stehen Sie nicht komplett im Regen.

Der zweite Vorteil ist Gestaltungsfreiheit. Passen Ihre Produkte nicht in ein Standardschema, etwa Maßanfertigungen, individuell bedruckte Ware oder Abholung nach Termin, lässt sich auf der eigenen Website leichter ein Ablauf bauen, den Ihre Kunden verstehen. Das Aussehen folgt Ihrer Marke, nicht einer Vorlage.

Der dritte Vorteil ist das Wachsen mit Inhalten. Wollen Sie in der Suche nicht nur mit dem Produktnamen auftauchen, sondern auch bei Fragen wie „Welches soll ich nehmen?“ oder „Wie pflege ich das?“, hilft es, Ratgeber und Shop auf einer Website zu halten. Der Besucher liest einen Artikel und wechselt direkt zum passenden Produkt.

Der vierte Vorteil ist, dass keine Plattformmiete anfällt. Aber Vorsicht: Keine Miete heißt nicht keine Kosten. Hosting (der Server, auf dem Ihre Website liegt), Domain, jährliche Lizenzen mancher Erweiterungen und der Pflegeaufwand bleiben. Der Unterschied: Diese Posten wählen und steuern Sie selbst.

Die Nachteile, die im ersten Gespräch selten fallen

Der größte Nachteil ist Verantwortung. Wer einen Shop auf der eigenen Website betreibt, ist für Updates, Sicherheit, Sicherungen und Geschwindigkeit zuständig, selbst oder über jemanden, den er beauftragt. Ein Update einer Erweiterung kann mit einer anderen kollidieren, und eines Morgens funktioniert die Kasse nicht. Das Risiko ist beherrschbar, aber es ist nicht null.

Der zweite Nachteil sind die vielen Entscheidungen am Anfang. Eine Miet-Plattform legt Ihnen wenige Optionen vor. Bei WooCommerce wählen Sie Zahlungsarten, Versandregeln, Rechnungsablauf, Produktarten und Seitenaufbau einzeln. Diese Freiheit kann für einen unentschlossenen Inhaber anstrengend sein.

Der dritte Nachteil: Es braucht Disziplin bei der Geschwindigkeit. Zu viele Erweiterungen, schwere Bilder und schwaches Hosting machen einen Shop langsam. Wer auf dem Handy vor einer trägen Produktseite wartet, springt oft ab und kommt selten zurück.

Der vierte Nachteil: Es kann schwerer sein, als Sie brauchen. Für einen Betrieb mit nur wenigen Produkten ist ein vollständiger Shop womöglich eine größere Verpflichtung, als die Lage verlangt. Dazu gleich mehr.

Für wen es passt und für wen nicht

Ehrlich gesagt braucht nicht jeder einen Shop. Diese Fragen helfen: Wie viele Produktarten verkaufen Sie? Sieht der Kunde ein Produkt und legt es sofort in den Warenkorb, oder schreibt er Ihnen erst und fragt nach? Wie viele Bestellungen kommen pro Tag? Müssen Sie den Lagerbestand führen?

WooCommerce ist ein vernünftiger Kandidat, wenn:

  • Ihr Sortiment stetig wächst und der Katalog größer wird.
  • Der Shop auf derselben Website wie Blog und Infoseiten liegen soll.
  • Sie einen Bestellablauf haben, der nicht ins Standardschema passt.
  • Sie langfristig in die Website investieren und die Pflege einplanen.
  • Es Ihnen wichtig ist, dass Daten und Gestaltung bei Ihnen bleiben.

Ein anderer Weg kann leichter sein, wenn:

  • Sie nur sehr wenige Artikel verkaufen und Kunden ohnehin per Nachricht bestellen. Eine gut gemachte Produktseite, ein Kontaktbutton und ein klares Bestellformular tragen weniger Last als ein echter Shop.
  • Sie mit der Website gar nichts zu tun haben wollen und Updates und Sicherheit lieber jemand anderem überlassen. Eine Miet-Plattform ist dann oft ruhiger.
  • Sie den Shop nur kurz öffnen, für ein Produkt oder eine Saison.
  • Sie noch nicht geklärt haben, was nach der Bestellung passiert: Verpacken, Übergabe an den Versanddienst, Kundenantworten. Das zuerst zu ordnen geht dem Ausbau der Website voraus.

Den letzten Punkt betone ich bewusst. Ein Shop bringt Bestellungen, aber er packt keinen Karton, übergibt kein Paket und beantwortet keine Rückgabefrage. Die erste Bestellung kann am Tag des Starts kommen, und an diesem Tag muss klar sein, wer was von wo und in welcher Verpackung verschickt.

Entscheidungsschema, ob WooCommerce zum Betrieb passt, mit Ja- und Nein-Antwort

Was Kunden tun, bevor sie kaufen

Wer online einkauft, kommt meist auf einem von zwei Wegen in Ihren Shop. Auf dem ersten sucht er das Produkt direkt: Produktname, Marke oder Produktart, dazu Wörter wie „Preis“, „Erfahrungen“ oder „Versand“. Auf dem zweiten sucht er ein Problem: „Was schenke ich?“, „Welches Produkt für empfindliche Haut?“, „Wie wasche ich das?“. Auf beiden Wegen fällt die letzte Entscheidung an einem Ort: auf der Produktseite.

Dort will der Käufer das Produkt so sehen, wie es wirklich aussieht, in zwei Sätzen verstehen, wofür es gut ist, Lieferzeit und Rückgabebedingungen lesen, ohne die Seite zu verlassen, und wissen, bei wem er kauft. Vertrauen entscheidet. Würden Sie Kartendaten in einen Shop eingeben, den Sie nicht kennen? Offen sichtbare Anbieterangaben, Kontaktwege und Rückgabebedingungen schaffen oft mehr Vertrauen als ein hübscheres Design.

Bei der Suche gilt: Wenn alle Produktseiten wie Kopien voneinander geschrieben sind, weiß Google nicht, welche es zeigen soll. Jedes Produkt braucht eigenen Namen, eigene Beschreibung und echte Fotos. Den Herstellertext wortgleich einzufügen heißt, unter Hunderten Seiten mit demselben Absatz zu verschwinden. Deshalb ist die Produkteingabe keine Aufgabe für „später“, sondern gehört in den Leistungsumfang.

Dazu kommt die Handy-Realität. Viele Besucher kommen mit dem Smartphone. Der Button „In den Warenkorb“ muss sich gut antippen lassen, die Bezahlschritte sollten kurz sein, Formularfelder nicht länger als nötig. Wer Kunden zur Kontoerstellung zwingt, verliert viele am Warenkorb. Die Option „Als Gast bestellen“ wirkt klein, ihre Wirkung ist groß.

Browser-Skizze einer empfohlenen Produktseite mit Fotos, Beschreibung, Warenkorb, Versand und Vertrauensbereich

Leistungsumfang: Was gehört in ein WooCommerce-Angebot?

Kommt ein Angebot, schauen Sie zuerst nicht auf die Zahl, sondern darauf, ob der Umfang schriftlich steht. „Ein Onlineshop wird erstellt“ ist kein Umfang. Die Antworten auf die folgenden Fragen sollten im Angebot stehen.

Anzahl und Art der Produkte. Wie viele Produkte und Kategorien werden angelegt? Produkte mit Größen- oder Farbauswahl, Maßanfertigungen und digitale Produkte machen jeweils anderen Aufwand. Wer sie einträgt, sollte ausdrücklich stehen: „Sie legen die Produkte an“ oder „die ersten Produkte lege ich an“.

Zahlung. Wie bezahlen Kunden? Welche Möglichkeiten, etwa Karte, Überweisung oder Rechnung, sind im Shop vorgesehen? Antrag und Vertrag mit dem Zahlungsanbieter laufen meist über Ihre eigenen Unterlagen als Unternehmen; es muss klar sein, wer diesen Vorgang begleitet.

Versand. Wie werden Versandkosten berechnet? Pauschal, nach Region, ab einem Bestellwert frei? Mit welchem Versanddienst arbeiten Sie, und wie gelangt die Sendungsverfolgung zum Kunden?

Rechnung und Buchhaltung. Wie stellen Sie Rechnungen aus, und wie gehen Sie mit der Umsatzsteuer um? Gibt es eine Buchhaltungssoftware, mit der der Shop verbunden werden muss? Sprechen Sie das vorher mit Ihrer Steuerberatung ab. Steuerrechtliche Beratung gehört nicht zu meinen Aufgaben, aber dass die Website zu Ihrem Ablauf passt, schon.

Rechtliche Seiten. Ein Shop braucht je nach Verkaufsland Seiten wie Impressum, AGB, Widerrufsbelehrung, Datenschutzerklärung und Cookie-Hinweise. Im Angebot sollte stehen, wer die Texte inhaltlich vorbereitet (meist der Inhaber, bei Bedarf mit Anwalt oder einem Rechtstexte-Dienst) und wo sie in der Website erscheinen. Für die rechtliche Wirksamkeit dieser Texte gebe ich keine Gewähr. Ich sorge dafür, dass sie richtig eingebunden und leicht auffindbar sind.

Handy-Tauglichkeit und Geschwindigkeit. Gehört das Testen des Shops auf dem Smartphone und schnelles Laden zum Umfang?

Einweisung. Lernen Sie nach der Übergabe, ein Produkt anzulegen, einen Preis zu ändern und eine Bestellung einzusehen? Eine kurze Einweisung ist oft mehr wert als ein langes Handbuch.

Eigentum. Auf wessen Namen laufen Domain, Hosting-Konto und Verwaltungsbereich? Auf Ihren. Auch wenn sich unsere Wege irgendwann trennen, muss der Schlüssel zu Ihrer Website bei Ihnen bleiben.

Checkliste mit sechs Punkten, die im Angebot für den Shop schriftlich stehen sollten

Was den Preis bestimmt, ganz ohne Zahlen

Zahlen nenne ich hier nicht, denn zwei Shops, die ähnlich aussehen, können sehr unterschiedlich viel Arbeit bedeuten. Die wichtigsten Einflüsse sind:

  • Anzahl und Vielfalt der Produkte (ein einfaches Produkt ist etwas anderes als eines mit Varianten).
  • Ob das Design ganz individuell oder schlichter ausfällt.
  • Anzahl der Zahlungs- und Versandanbindungen.
  • Wer Produktfotos und Texte vorbereitet.
  • Zusatzwünsche wie ein mehrsprachiger Shop oder eine zweite Währung.
  • Anbindung an externe Systeme wie Buchhaltungssoftware.
  • Erwartungen an Support und Pflege nach dem Start.
  • Zeitplan: Ein Eilauftrag unterscheidet sich von einem geplanten.

Ein großer Teil des Unterschieds zwischen Angeboten liegt darin, welche dieser Posten drin und welche draußen sind. Legen Sie beim Vergleich zweier Angebote die Leistungszeilen nebeneinander, nicht nur die Endsummen. Das günstig wirkende Angebot lässt vielleicht Produkteingabe, rechtliche Seiten und Einweisung weg, das teuer wirkende enthält sie.

WooCommerce Freelancer oder Agentur: Woran Sie die Wahl festmachen

Wer einen Shop bauen lassen will, trifft auf Freelancer, die allein arbeiten, ebenso wie auf Agenturen. Für beide gelten dieselben Maßstäbe:

  1. Fragen Sie nach fertigen Shops. Kann die Person einen laufenden Shop zeigen? Prüfen Sie selbst, wie schnell er auf dem Handy lädt.
  2. Stellt sie Fragen? Wer ein Angebot macht, bevor er Ihren Betrieb verstanden hat, verkauft oft ein Standardpaket. Ein gutes Gespräch besteht aus Fragen zu Produkt, Kunden und Bestellablauf.
  3. Steht der Umfang schriftlich? Nutzen Sie die Liste oben. Bei Lücken fragen Sie nach.
  4. Spricht sie die Pflege an? Wer über die Zeit nach dem Start nicht reden will, fehlt womöglich auch, wenn etwas kaputtgeht.
  5. Wird die Erweiterungsliste erklärt? Sie sollten wissen, welche Erweiterungen eingesetzt werden und wer die Lizenz der kostenpflichtigen hält.
  6. Versprechen. Wer sagt „Ihr Umsatz steigt“ oder „Sie landen auf Platz eins“, verspricht etwas, das niemand versprechen kann. Seien Sie vorsichtig.
  7. Was erhalten Sie bei der Übergabe? Zugang zum Verwaltungsbereich, eine Sicherung, eine kurze Einweisung und die Übertragung der zugehörigen Konten.

Ich arbeite allein, das heißt: Die Person, die mit Ihnen spricht, baut auch die Website. Der Vorteil ist direkte Kommunikation, der Nachteil, dass niemand an meine Stelle treten kann. Welchen Weg Sie auch gehen, wählen Sie ihn in Kenntnis dieser Abwägung.

Wer ist für die Pflege zuständig?

Hier werden Shop-Betreiber oft enttäuscht. Die Seite geht online, alle sind zufrieden, und drei Monate später kommt ein Update, die Bezahlseite geht kaputt und niemand fühlt sich verantwortlich. Dagegen hilft nur, die Pflege von Anfang an beim Namen zu nennen.

Pflege umfasst: System und Erweiterungen aktualisieren, regelmäßig sichern und wissen, dass sich eine Sicherung wirklich wiederherstellen lässt, Sicherheitsprüfung, Beobachtung der Geschwindigkeit, gelegentliches Testen von Bezahl- und Bestellablauf und Beheben kleiner Fehler. Produkte und Preise zu aktualisieren, gehört meist zum Tagesgeschäft des Betriebs.

Sie haben drei Möglichkeiten: die Pflege selbst übernehmen, mit der Person, die den Shop gebaut hat, eine gesonderte Pflegevereinbarung treffen oder eine andere Fachperson beauftragen. Egal wie, halten Sie es schriftlich fest. Für meine Arbeit kann ich sagen: In den ersten Wochen nach dem Start beobachte ich die Website genau und bin für Ihre Fragen erreichbar. Brauchen Sie eine längerfristige Pflege, besprechen wir das zu Beginn des Projekts und schreiben den Umfang gesondert auf. Was wir nicht besprochen haben, gilt nicht als von mir übernommen.

Tabelle, wer Produktpflege, Plugin-Updates, Sicherungen, Bestellungen und Fehler übernimmt

Was passiert, wenn die Pflege ausfällt?

Zunächst vielleicht nichts, und genau das ist die Gefahr. Ein nicht aktualisierter Shop kann monatelang reibungslos laufen. Dann lässt eine Schwachstelle Schadsoftware herein, die Kasse funktioniert still nicht mehr, oder die Seite wird langsam und verliert in der Suche an Boden. Schon eine Stunde Ausfall im Shop bedeutet entgangene Verkäufe. Wer sagt, die Pflege kläre man später, lässt ein Risiko in Wahrheit unbeaufsichtigt.

So läuft die Zusammenarbeit mit mir

Projekte laufen meist in dieser Reihenfolge. Zuerst lernen wir uns kennen: Wir sprechen über Ihren Betrieb, Ihre Produkte, Ihre Kunden und was Sie von der Website erwarten. Danach schicke ich ein schriftliches Angebot mit Umfang und Zeitplan. Nach der Zusage bereite ich das Design der Startseite und einer Beispiel-Unterseite vor (im Shop ist das eine Beispiel-Produktseite). Ohne Ihre Freigabe gehe ich nicht zum nächsten Schritt.

Dann verwandle ich das freigegebene Design in eine funktionierende Website, Texte, Bilder und Produkte werden eingefügt. Vor dem Start teste ich die Seite auf Handy, Tablet und Computer, und Sie sehen sie ein letztes Mal durch. Beim Shop gehört dazu eine Testbestellung, bei der der ganze Weg vom Warenkorb bis zur Bezahlseite durchlaufen wird. Nach dem Start melde ich die Website bei Google an und beobachte sie in den ersten Wochen genau.

Fünf Schritte der Zusammenarbeit vom Kennenlernen bis nach dem Start

Zwei gedachte Beispiele

Nehmen wir an, jemand fertigt Keramik von Hand in einer Werkstatt zu Hause. Etwa zwanzig Artikel sind im Angebot, neue Entwürfe kommen dazu. Die Kundschaft kommt aus sozialen Netzwerken, muss aber zum Bestellen hin und her schreiben, was bis spät in den Abend dauert. Ein Shop auf der eigenen Website ist hier sinnvoll: Die Produkte sind immer sichtbar, Zahlungen werden eingenommen, und der Blog trägt Pflegetipps und Geschenkideen. Am wichtigsten sind Fotos und Produkttexte, denn jedes handgemachte Stück ist ein wenig anders. Auch für die Pflege muss jemand zuständig sein, denn neben der Werkstattarbeit will diese Person nicht Plugin-Updates hinterherlaufen.

Nehmen wir an, jemand anderes verkauft nur wenige Male im Jahr, saisonal, individuell gepackte Geschenkboxen und nimmt die meisten Bestellungen ohnehin am Telefon an. Ein voller Shop wäre vermutlich zu viel. Eine klare Produktseite, ein Bestellformular und ein Kontaktbutton erledigen die Aufgabe mit weniger Aufwand und weniger Pflege. In so einem Fall ist der ehrlichere Rat nicht „Bauen wir einen Shop“, sondern „Probieren wir das zuerst und erweitern, wenn die Bestellungen wachsen“.

Häufige Fehler, wenn man einen Shop bauen lässt

Die meisten dieser Fehler betreffen Entscheidungen, nicht Technik. Der erste: Versand- und Rückgabebedingungen ganz unten verstecken oder gar nicht schreiben; finden Käufer sie nicht, lassen sie den Warenkorb stehen. Der zweite: ein Pflichtkonto vor der Zahlung. Der dritte: die Website nur am Computer testen, obwohl viele Bestellungen vom Handy kommen können.

Der vierte Fehler ist, weitere Erweiterungen zu installieren, weil angeblich eine einzige „alles löst“. Jede Erweiterung bedeutet zusätzliche Last, zusätzliche Updates und zusätzliches Risiko. Wer weiß, welche Aufgabe welche Erweiterung braucht, schützt Tempo und Sicherheit. Der fünfte: ohne Sicherung aktualisieren; geht etwas kaputt, gibt es keinen Weg zurück.

Der sechste Fehler ist, Produkttexte vom Hersteller zu kopieren, der siebte, nach dem Start niemanden für die Website zu benennen. Der achte ist der heimtückischste: Niemand schaut in das E-Mail-Postfach, an das Bestellbenachrichtigungen gehen. Die Bestellung kommt, keiner sieht sie, der Kunde wartet. Prüfen Sie mit einer Testbestellung, dass die Benachrichtigungen bei der richtigen Person ankommen.

Auch der Lagerbestand verdient Aufmerksamkeit. Wird das letzte Stück eines Produkts weiter angeboten, müssen Sie dem Kunden absagen, was beide ärgert. Besprechen Sie vorher, ob die Bestandsführung im Shop aktiviert wird, was bei ausverkauften Artikeln angezeigt wird und wie eine zurückgesendete Ware wieder in den Bestand kommt. In einer kleinen Werkstatt kann das eine Tabelle und etwas Sorgfalt sein, in einem großen Katalog braucht es die Bestandsfunktionen des Shops. Welche zu Ihrem Bestellvolumen passt, entscheiden wir gemeinsam.

Warnliste: Versandbedingungen verstecken, Kontozwang und Updates ohne Sicherung

Selbst machen oder Fachperson beauftragen?

Sie können es selbst tun. WooCommerce zu installieren und ein paar Produkte anzulegen, ist für jemanden mit Zeit möglich. Wenn Sie das möchten und die Zeit haben, stehe ich nicht im Weg. Schwierig wird es aber an bestimmten Stellen: Zahlungs- und Versandeinstellungen, ein Design, das auch am Handy stimmt, Geschwindigkeit, Sicherheit, die Vorbereitung der Produktseiten für Suchmaschinen und die korrekte Einbindung der rechtlichen Seiten.

Allein zu beginnen und sich dort Hilfe zu holen, wo es nötig wird, ist ebenfalls ein gültiger Weg. Wichtig ist, von Anfang an zu wissen, was Sie selbst tun und was die Fachperson. Verkaufen ist Ihr eigentliches Geschäft, die Technik einer Website ein anderes Handwerk. Wenn Sie beim Versuch, beides zu stemmen, von Ihrer Arbeit abgelenkt werden, ist das ein Zeichen, abzugeben.

Häufige Fragen

WooCommerce oder Shopify: Was sollte ich wählen?

Das hängt von Ihrem Betrieb ab. Miet-Plattformen wie Shopify bedeuten eine fertige Basis, einen einfachen Start und Updates durch die Plattform. WooCommerce bietet einen Shop in Ihrer eigenen Website, der Ihnen gehört und gestalterisch flexibler ist; dafür tragen Sie die Pflege.

Wenn Sie mit der Website nichts zu tun haben wollen oder eine Idee schnell testen möchten, passt eine Miet-Plattform eher. Wenn Sie Inhalte, Blog und Shop zusammen unter eigener Kontrolle wollen, passt WooCommerce möglicherweise besser.

Wie lange dauert es, einen WooCommerce Shop erstellen zu lassen?

Das hängt von der Produktzahl, der Individualität des Designs, der Zahlungs- und Versandeinrichtung und vor allem von den Inhalten ab, die Sie liefern. Sind Produktfotos und Texte fertig, wird es deutlich kürzer. Den Zeitplan schreibe ich ins Angebot; ein häufiger Grund für Verzögerungen sind spät gelieferte Inhalte.

Trage ich die Produkte selbst ein, oder machen Sie das?

Das sollte im Angebot klar stehen. Möglich ist, dass ich die ersten Produkte anlege und Sie für den Rest einweise, dass Sie alles eintragen oder dass ich bis zu einer vereinbarten Menge übernehme. Für Produkttexte und Fotos brauche ich in jedem Fall Angaben von Ihnen.

Ist nach dem Start eine Pflege nötig?

Bei einem Shop ja, eine feste Routine ist nötig. Ich kann sie übernehmen, Sie können es, oder eine andere Fachperson, aber es muss klar sein, wer. Ein nie aktualisierter Shop wird schleichend anfällig für Sicherheits- und Leistungsprobleme.

Richten Sie Zahlung und Versand ein?

Die Einrichtung der Zahlungs- und Versandoptionen in der Website besprechen wir als Teil des Umfangs. Antrag und Vertrag mit dem Zahlungsanbieter laufen meist über Ihre Unternehmensunterlagen; im Angebot sollte stehen, wer diesen Vorgang begleitet.

Schreiben Sie die rechtlichen Seiten?

Zum Inhalt rechtlicher Texte kann ich keine Rechtsberatung geben. Ich sorge dafür, dass sie richtig auf der Website sitzen und leicht zu finden sind. Ob der Inhalt zu Ihrem Betrieb passt, sollten Sie von einer Anwaltskanzlei oder einem Rechtstexte-Dienst prüfen lassen.

Wird mein Shop bei Google gefunden, gibt es eine Platzierungsgarantie?

Eine Platzierung garantiere ich nicht, und das sollte niemand tun. Klare Produktseiten, schnelles Laden sowie eigene Texte und Fotos je Produkt helfen Google, die Website zu verstehen. Das Ergebnis hängt dennoch von Wettbewerb, Produkt und Zeit ab.

Ich habe nur wenige Produkte. Lohnt sich trotzdem ein Shop?

Nicht immer. Haben Sie wenige Produkte und Kunden bestellen per Nachricht, genügen vielleicht eine schöne Produktseite und ein klarer Bestellweg. Wächst Ihr Volumen, können Sie zum Shop wechseln; Sie müssen nicht am ersten Tag mit dem größten System starten.

Fazit: Erst den Umfang klären, dann die Pflege

WooCommerce ist eine starke Option für Betriebe, die den Shop auf der eigenen Website haben und ihn langfristig pflegen wollen. Der Vorteil ist Eigentum und Flexibilität, der Nachteil Verantwortung und Entscheidungslast. Achten Sie beim Vergleich von Angeboten nicht auf die Endsumme, sondern auf die Leistungszeilen, die Zuständigkeit für die Pflege und das Eigentum an den Konten. Wenn Sie einen Shop auf der eigenen Website erwägen, aber nicht sicher sind, ob WooCommerce passt, erzählen Sie mir von Ihrem Betrieb und Ihren Produkten. Ich gebe Ihnen eine ehrliche Einschätzung, schlage bei Bedarf einen anderen Weg vor, und wir gehen mit einem schriftlichen Angebot weiter. Schreiben Sie mir über die Seite Website erstellen lassen.

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