Ein Reisender landet, holt den Koffer, nimmt das Handy und tippt „Mietwagen Flughafen“. Oder eine Familie plant ein Wochenende im Umland und sucht „Mietwagen in meiner Nähe“. In wenigen Sekunden sehen sie sich drei, vier Seiten an. Wo sie die Autos klar sehen, die Bedingungen verstehen und mit einem Tipp Kontakt aufnehmen können, da rufen sie an.
Sie machen diese Arbeit seit Jahren, Ihre Fahrzeuge sind sauber und gepflegt. Zeigt Ihre Seite das nicht, geht der Kunde zu einem anderen Anbieter. In diesem Beitrag erkläre ich, wie eine Website für eine Autovermietung aussehen sollte, welche Angaben offen dastehen müssen und was Sie von der Person verlangen können, die die Seite baut.
Was sucht der Kunde auf Ihrer Seite?
Wer ein Auto mietet, will meist diese Fragen beantwortet haben:
- Welche Fahrzeuge haben Sie, und wie sehen sie auf Fotos aus?
- Was brauche ich zum Mieten (Alter, Führerschein, Kaution, Zahlungsart)?
- Wo und wie hole ich das Auto ab?
- Wie schicke ich eine Anfrage oder rufe an?
Die Antworten gehören auf die Startseite oder einen Klick davon entfernt. Findet der Kunde sie nicht, fragt er nicht nach, er geht.
Fahrzeugliste und Fotos
Die Fahrzeugseite ist Ihr Schaufenster. Zu jedem Auto gehören:
- Ein echtes Foto. Am besten Ihr eigenes Fahrzeug, innen und außen. Ein Katalogfoto lässt den Kunden zweifeln, ob er genau dieses Auto bekommt.
- Kurze Angaben: Getriebe, Kraftstoff, Sitzplätze und Kofferraum, Klimaanlage und Ähnliches.
- Wofür es sich eignet, in Alltagssprache: Stadtverkehr, Familienreise, lange Strecken.
- Eine Schaltfläche zur Anfrage.
Gruppieren Sie die Autos in Klassen, etwa Kleinwagen, Familienautos und Fahrzeuge mit viel Stauraum. Kunden wissen, welche Art Auto sie brauchen, kennen aber nicht unbedingt Marke und Modell.
Preise auf der Seite empfehle ich nicht. Sie ändern sich mit Saison, Mietdauer und Wochentag, und eine veraltete Zahl führt zu Streit. Besser ist: „Nennen Sie mir Ihre Reisedaten, dann sende ich Ihnen ein passendes Angebot.“
Bedingungen offen nennen
Die meisten Beschwerden bei Autovermietungen entstehen durch Überraschungen, die erst später auffallen. Verstecken Sie die Bedingungen deshalb nicht, sondern zeigen Sie sie in einfacher Sprache:
| Thema | Was der Kunde erfahren sollte |
|---|---|
| Alter und Führerschein | Mindestalter und wie lange der Führerschein vorliegen muss |
| Kaution | Ob eine verlangt wird und wie sie zurückgezahlt wird |
| Versicherung | Was im Mietpreis enthalten ist und wo die Verantwortung des Kunden beginnt |
| Kilometer und Kraftstoff | Ob es ein Limit gibt und wie das Tanken bei Übergabe geregelt ist |
| Abholung und Rückgabe | Zeiten, Ort und was bei Verspätung gilt |
| Stornierung und Änderung | Wie eine Buchung storniert oder geändert werden kann |
Bei rechtlich wichtigen Teilen wie Versicherung und Haftung muss der Text zu Ihrem Mietvertrag passen. Lassen Sie ihn von einer Juristin oder einem Branchenberater lesen. Stehen auf der Website und im Vertrag unterschiedliche Dinge, sind Sie beim ersten Streit im Nachteil.
Klare Bedingungen schaffen Vertrauen. Der Kunde denkt: „Diese Firma verheimlicht nichts.“ Das ist eines der stärksten Signale, damit aus einem Besuch ein Anruf wird.
Buchungs- oder Anfrageformular
Nicht jede Firma braucht ein Live-Buchungssystem. Für kleine und mittlere Betriebe genügt meist ein Anfrageformular, und es ist realistischer. Halten Sie es kurz:
- Name und Telefonnummer
- Abholort und -datum, Rückgabeort und -datum
- Gewünschte Fahrzeugklasse
- Eine Notiz, falls nötig (Kindersitz, zweiter Fahrer)
Sagen Sie dem Kunden nach dem Absenden, was passiert: „Ich habe Ihre Anfrage erhalten und bestätige die Verfügbarkeit in Kürze.“ Und halten Sie das ein. Wartet ein Kunde vier Stunden ohne Antwort, ruft er jemand anderen an.
Neben dem Formular sollten Telefonnummer und Messenger-Link stehen. Viele rufen lieber mit einem Tipp an, als ein Formular auszufüllen.
Einfache Nutzung auf dem Handy
Die meisten Suchen nach Mietwagen laufen über das Handy, oft unter Zeitdruck. Öffnen Sie Ihre Seite auf Ihrem eigenen Handy mit mobilen Daten und probieren Sie:
- Öffnet sich die Seite in wenigen Sekunden?
- Sind die Fotos groß und scharf?
- Bleiben die Schaltflächen für Anruf und Nachricht am unteren Rand sichtbar?
- Lassen sich die Formularfelder bequem mit dem Daumen ausfüllen?
Eine Seite, die am Computer schön aussieht, aber am Handy umständlich ist, funktioniert nur zur Hälfte.
Bei Flughafen- und Stadtsuchen gefunden werden
Kunden suchen mit einem Ortsnamen, etwa „Mietwagen Flughafen Hamburg“ oder „Autovermietung Nürnberg“. Damit Ihre Seite erscheint, müssen die Orte, an denen Sie tätig sind, klar beschrieben sein:
- Bieten Sie Übergabe am Flughafen an, beschreiben Sie das auf einer eigenen Seite, samt Ablauf der Übergabe.
- Haben Sie eine Station in der Stadt, nennen Sie Adresse, Karte und Öffnungszeiten.
- Schreiben Sie für jedes Gebiet eine eigene Seite mit wirklich eigenem Inhalt. Kopieren Sie nicht denselben Text und tauschen nur den Ortsnamen aus, das bringt nichts.
- Halten Sie Ihren Google-Unternehmenseintrag (Ihre Karte in Maps) aktuell, mit Adresse, Telefon und Zeiten wie auf der Seite.
Sprachen für ausländische Kunden
In Urlaubsregionen ist ein großer Teil der Kunden aus dem Ausland. Gibt es Ihre Seite nur in einer Sprache, verlieren Sie diese Gäste. Ergänzen Sie mindestens Englisch, je nach Region weitere Sprachen. Lassen Sie Texte nicht als reine Maschinenübersetzung stehen. Eine Person mit dieser Muttersprache oder ein guter Übersetzer sollte sie lesen. Fahrzeugliste, Bedingungen und Anfrageformular gehören in jede Sprache.
Häufige Fragen
Soll ich Fahrzeugpreise auf die Seite schreiben?
Ich empfehle es nicht. Preise ändern sich häufig mit Saison und Mietdauer. Besser ist es, die Reisedaten zu erfragen und ein Angebot zu schicken.
Brauche ich ein Live-Buchungssystem?
Nein. Für kleine Firmen genügen oft ein gutes Anfrageformular und schnelle Antworten. Mit wachsender Flotte können Sie ein System erwägen.
Schrecken offene Bedingungen Kunden nicht ab?
Im Gegenteil, sie schaffen Vertrauen. Überraschungen, die später auffallen, führen zu Beschwerden und schlechten Bewertungen. Klare Bedingungen vermeiden Streit.
Ersetzt eine Social-Media-Seite die Website?
Nein. Kunden wollen Fahrzeugliste, Bedingungen und Anfrageformular an einem Ort sehen. Social Media kann das nicht übersichtlich bieten.
Eine gute Website für eine Autovermietung zeigt die Fahrzeuge mit echten Fotos, versteckt keine Bedingungen, öffnet sich leicht auf dem Handy und macht Anfragen einfach. Mit den richtigen Ortsnamen wird sie auch bei Flughafen- und Stadtsuchen gefunden. Wenn Sie eine Seite möchten, die zu Ihrem Betrieb passt, erreichen Sie mich über die Seite Website erstellen.