Das Telefon klingelt. Am anderen Ende ist der Einkäufer eines Unternehmens: „Wir haben dreitausend Kataloge zu drucken und dazu ein Banner für die Messe. Kann ich Ihnen etwas schicken?“ Sie sagen: „Klar, schicken Sie es per E-Mail.“ Zwei Tage später kommt die Datei, aber ohne Format, ohne Auflage, ohne Papierwunsch. Anderthalb Stunden Rückfragen beginnen.
In der Druckbranche besteht die Hälfte des Schriftverkehrs aus denselben Fragen, die immer wieder gestellt werden. Eine gut gebaute Website für eine Druckerei stellt diese Fragen, bevor Sie zum Hörer greifen. Sie zeigt dem Kunden, was er liefern muss, und beschleunigt das Angebot. In diesem Beitrag erkläre ich, welche Bereiche Ihre Seite braucht, wie Dateiupload und Angebotsanfrage aufgebaut sein sollten und was Sie von der Person verlangen, die sie baut.
Die Aufgabe der Seite: den richtigen Kunden zum richtigen Angebot führen
Ihre Kunden sind meist zwei Arten von Menschen. Der eine ist ein Einzelkäufer mit einem kleinen Auftrag. Der andere ist ein Unternehmen, das regelmäßig und in größeren Mengen bestellt. Die zweite Gruppe, der Verkauf an andere Unternehmen (B2B), ist für viele Druckereien die Wachstumsquelle. Wenn diese Einkäufer Ihre Seite ansehen, fragen sie sich: „Erledigt dieser Betrieb meinen Auftrag richtig, pünktlich und zuverlässig?“
Ihre Seite soll also wie ein Vorzimmer arbeiten, nicht nur wie ein Schaufenster. Sie soll erklären, was Sie drucken, zeigen, wie Sie Aufträge annehmen, und Vertrauen schaffen.
Produktgruppen: in der Sprache des Kunden
Ordnen Sie die Produkte nach den Begriffen, nach denen Kunden suchen, nicht nach Ihrem internen Ablauf. Beispiele für Überschriften:
- Visitenkarten und Briefpapier
- Kataloge und Broschüren
- Plakate und Banner
- Verpackungen und Faltschachteln
- Etiketten und Aufkleber
- Zeitschriften, Bücher und Notizbücher
- Werbeartikel und Sonderdrucke
Geben Sie jeder Gruppe eine eigene Seite. Darauf stehen: wofür das Produkt verwendet wird, welche Optionen es gibt (Format, Papier, Veredelung wie Lack oder Prägung), wie man bestellt, dazu Beispielfotos. Alle Produkte auf eine Seite zu quetschen ermüdet den Besucher und versteckt Sie in der Suche, denn wer „Katalogdruck“ sucht, möchte auf einer Katalogseite landen.
Nennen Sie auch Ihre Stadt und Ihr Liefergebiet natürlich im Text. Kunden suchen auch nach einer Druckerei in der Nähe.
Dateiupload und Angebotsanfrage
Dies ist der wichtigste Teil einer Druckerei-Website. Ziel ist, dass der Kunde alle Angaben auf einmal liefert.
Was ein Anfrageformular fragen kann:
- Was gedruckt werden soll (Visitenkarten, Katalog, Verpackung usw.)
- Auflage
- Format und Seitenzahl
- Papier- oder Materialwunsch (mit der Option „Bitte beraten Sie mich“)
- Besondere Wünsche wie eine Veredelung
- Gewünschter Liefertermin
- Lieferadresse oder Abholung
- Ist die Datei fertig, oder wird Gestaltungshilfe benötigt
Lange Formulare werden abgebrochen. Halten Sie die Pflichtfelder knapp und den Rest freiwillig. Zeigen Sie nach dem Absenden einen Hinweis wie „Ihre Anfrage ist eingegangen, Sie hören innerhalb der genannten Zeit von uns“. Versprechen Sie nur, was Sie halten.
Ein sicherer Upload-Bereich ist bequem, aber große Dateien können Probleme machen. Fragen Sie die Person, die die Seite baut, welche Dateitypen und welche maximale Größe angenommen werden, und lassen Sie das für Kunden klar aufschreiben. Bieten Sie eine Alternative an, etwa E-Mail oder einen Freigabelink, falls der Upload nicht klappt.
Datenprüfung vor dem Druck
Der teuerste Fehler im Druck ist, mit der falschen Datei in die Produktion zu gehen. Beschreiben Sie Ihre Datenprüfung deshalb kurz auf der Seite: Die Datei wird geprüft, der Kunde erfährt von Fehlendem oder Fehlerhaftem, und ohne Freigabe wird nicht gedruckt.
Eine einfache Ratgeberseite hilft sehr. Mögliche Inhalte:
- In welchem Format die Datei geliefert werden sollte
- Begriffe wie Rand und Beschnitt in Alltagssprache
- Der Hinweis, dass Farben auf dem Bildschirm vom Druck abweichen können
- Wie der Freigabe- oder Probedruckschritt abläuft, falls Sie ihn anbieten
Diese Seite verringert fehlerhafte Dateien und lässt Sie seriös wirken.
Lieferzeit und Auftragsablauf
Kunden fragen am häufigsten: „Wann habe ich es?“ Statt einen genauen Tag zu versprechen, zeigen Sie den Ablauf offen: Angebot, Freigabe, Datenprüfung, Druck, Schneiden und Binden, Verpacken, Lieferung. Ist die Reihenfolge sichtbar, stellt sich der Kunde selbst darauf ein.
Schreiben Sie offen, dass die Zeit von der Art des Auftrags abhängt und Eilaufträge vorab zu besprechen sind. Das verringert Streit. Statt Preise auf die Seite zu stellen, ist „Angebote werden nach den Details des Auftrags erstellt“ für eine Druckerei ein fairer, ehrlicher Weg.
Beispielarbeiten und Vertrauen
Der Geschäftskunde schaut zuerst auf Ihre Arbeiten. So schaffen Sie Vertrauen:
- Echte Fotos von Aufträgen, die Sie gedruckt haben, etwa Katalog, Verpackung, Etiketten.
- Eine allgemeine Liste der Branchen, für die Sie arbeiten, mit Firmennamen, sofern Sie die Erlaubnis haben.
- Ein paar Fotos Ihrer Maschinen und der Produktion.
- Eine Firmenseite voller Fakten statt Floskeln: seit wann Sie im Geschäft sind und wo Ihre Stärken liegen.
Verwenden Sie keine Bilder anderer Firmen ohne deren Erlaubnis.
Was Sie von der Person verlangen, die Ihre Seite baut
| Wunsch | Warum es wichtig ist |
|---|---|
| Eine eigene Seite pro Produkt | Um in der Suche gefunden zu werden |
| Ein kurzes, klares Anfrageformular | Weniger Rückfragen per E-Mail |
| Upload-Bereich mit Alternative | Damit große Dateien keine Probleme machen |
| Bequeme Nutzung auf dem Handy | Einkäufer schauen auch mobil nach |
| Beispielarbeiten selbst aktualisieren | Damit die Seite lebendig bleibt |
Häufige Fragen
Soll eine Druckerei eine Preisliste auf die Seite stellen?
Druckpreise hängen von Format, Auflage, Papier und Aufwand ab, daher arbeiten die meisten Betriebe mit Angeboten. Ein klarer Ablauf „Angebot anfragen“ genügt.
Können Kunden Dateien auch per E-Mail schicken?
Natürlich. Bieten Sie beides an: Upload-Bereich und E-Mail-Adresse. Für große Dateien ist ein Freigabelink eine gute Lösung.
Sollte ich nur mit Geschäftskunden arbeiten?
Nicht zwingend. Privatpersonen und Unternehmen brauchen aber Unterschiedliches. Ein eigener Einstieg für jede Gruppe erleichtert den Schriftverkehr.
Bringt eine Website Aufträge über Google?
Ein bestimmtes Ergebnis kann ich nicht versprechen. Eine Website mit passenden Unterseiten für jede Produktgruppe und einem Anfrageformular erhöht aber die Chance, dass Unternehmen, die Druckleistungen suchen, Sie finden.
Fazit
Die Website einer Druckerei sollte wie ein Vorzimmer arbeiten: Sie stellt Ihre Produkte vor, sammelt Anfragen und zeigt Kunden, wie sie ihre Dateien vorbereiten. Klare Produktgruppen, ein einfaches Anfrageformular und ein transparenter Ablauf sparen Ihnen Zeit und schaffen Vertrauen bei Unternehmen. Wenn Sie für Ihren Betrieb eine solche Seite möchten, erreichen Sie mich über die Seite Website erstellen.