Sie haben Ihren Betrieb bei Google gesucht und im Eintrag einen Bereich für Beiträge entdeckt. Ein Mitbewerber hat dort eine Aktion angekündigt und ein Foto eingestellt. Bei Ihnen ist noch nie etwas erschienen. Sie fragen sich: Sollte ich dort etwas schreiben, oder ist das verlorene Zeit?
Die Frage ist berechtigt. Zwischen Kundschaft, Telefon und Lagerbestand hat niemand Lust, auch noch für Google zu texten. In diesem Beitrag erkläre ich, was Beiträge im Google-Unternehmensprofil wirklich bringen, was Sie schreiben sollten, wie oft, und wie Sie Ihre Erwartungen realistisch halten.
Was ist ein Beitrag und wo erscheint er?
In Ihrem Profil können Sie drei Arten von Beiträgen veröffentlichen: eine Neuigkeit (eine kurze Mitteilung), ein Angebot (eine Aktion oder ein Rabatt) und einen Termin (etwas, das zu einem bestimmten Datum stattfindet). Sie erscheinen in Ihrem Eintrag, wenn jemand Ihren Betrieb in der Google-Suche oder in Maps findet. Stellen Sie es sich wie eine kleine Pinnwand im Schaufenster vor.
Bildschirme und Bezeichnungen ändern sich mit der Zeit, daher beschreibe ich sie nicht Klick für Klick. Den Bereich finden Sie beim Verwalten Ihres Profils leicht.
Bringt das wirklich etwas?
Die ehrliche Antwort: teilweise. Ein Beitrag allein katapultiert Sie nicht plötzlich an die Spitze der Kartenergebnisse. Die Platzierung hängt vor allem davon ab, wie gut Ihr Betrieb zur Suche passt, wie nah Sie an der Kundschaft sind, wie korrekt Ihre Angaben sind, von Ihren Bewertungen und Ihrer Bekanntheit. Beiträge sind nur ein kleiner Teil davon.
Dennoch sind sie in zweierlei Hinsicht nützlich:
- Sie lassen den Eintrag lebendig wirken. Ein Eintrag, dessen letzter Beitrag zwei Jahre alt ist, wirkt auf Kundschaft anders als einer mit etwas aus dieser Woche. Er beantwortet die Frage: „Hat dieser Betrieb geöffnet, kümmert man sich?“
- Sie liefern Information im Entscheidungsmoment. Vergleicht jemand Anbieter und sieht bei Ihnen „neue Speisekarte diese Woche“ oder „Ablauf des Erstbesuchs“, fällt die Wahl leichter.
Beiträge helfen also als Verkaufshilfe, nicht als Ranking-Trick. Denken Sie an einen Ladeninhaber: Ein aktueller Zettel im Fenster kann Passanten hereinlocken. Aber der Zettel verschiebt das Geschäft nicht an den Anfang der Straße.
Was können Sie posten?
Teilen Sie kurze, konkrete Dinge, die der Kundschaft nützen:
- Eine neue Leistung oder ein neues Produkt („Ab diesem Monat haben wir samstags geöffnet“).
- Ein zeitlich begrenztes Angebot, mit Enddatum.
- Einen Termin: Eröffnung, Workshop, Wiedereröffnung nach dem Umbau.
- Ein Vorher-nachher-Foto aus Ihrer eigenen Arbeit (nur mit Erlaubnis).
- Eine kurze Antwort auf eine Frage, die oft gestellt wird.
- Eine saisonale Erinnerung: „Vor dem Winter ist Zeit für die Heizungswartung.“
Vermeiden Sie kopierte Allgemeintexte, den immer gleichen Rabattsatz, Stichwörter nur fürs Ranking und Telefonnummern im Text. Beiträge schreiben Sie für Kunden, nicht für Google.
Wie sieht ein guter Beitrag aus?
Nehmen wir eine Zahnarztpraxis in Hamburg. Ein schwacher Beitrag lautet: „Für gesunde Zähne sind Sie bei uns richtig!“ Er sagt niemandem etwas.
Besser: „Diese Woche sind Termine für den Erstbesuch von Kindern frei. Die Untersuchung dauert etwa eine halbe Stunde, ein Elternteil bleibt im Raum. Rufen Sie uns an, um einen Termin zu vereinbaren.“ Dazu ein Foto aus dem Wartezimmer oder vom Team.
Noch ein Beispiel: Die Inhaberin einer kleinen Pension auf Sylt schreibt zu Saisonbeginn: „Der Pool ist seit dieser Woche geöffnet, das Frühstück gibt es auf der Terrasse.“ Wer heute Abend eine Unterkunft sucht, öffnet den Eintrag und sieht, dass die Pension offen und aufmerksam ist. Dieser eine Satz räumt einen Zweifel aus, noch bevor die Buchungsseite erreicht wird.
Was gute Beiträge gemeinsam haben:
- Nur ein Thema.
- Der Nutzen steht in den ersten beiden Sätzen.
- Ein echtes Foto von Ihrem eigenen Betrieb.
- Ein klarer nächster Schritt: anrufen, vorbeikommen, buchen.
- Ein Datum, wenn es zeitlich begrenzt ist.
Wie oft?
Es gibt keine magische Zahl. Mein Rat ist ein realistischer Rhythmus: einmal pro Woche oder alle zwei Wochen, aber regelmäßig. Ein Beitrag, den Sie auch nur einmal im Monat durchhalten, ist besser als zwei Wochen Vollgas und dann Schweigen. Angebote und Termine verschwinden, sobald das Datum vorbei ist; das sollten Sie einplanen.
Halten Sie auch den Text kurz. Die Kundschaft sollte in drei Sekunden verstehen, was Sie meinen. Verlassen Sie sich auf die Schaltflächen für Anruf und Route, die ohnehin im Eintrag stehen, statt Telefonnummern in den Beitrag zu schreiben. Lange, verschnörkelte Sätze liest am Handy niemand.
Eine einfache Routine für Vielbeschäftigte
Ihre Aufgabe ist nicht das Schreiben von Beiträgen, also machen Sie die Arbeit klein:
| Wann? | Was tun Sie? | Wie lange? |
|---|---|---|
| Erster Montag im Monat | Eine Aktion oder Ankündigung für den Monat schreiben | Etwa zehn Minuten |
| Monatsmitte | Ein Foto aus Ihrem Betrieb mit einem kurzen Satz teilen | Fünf Minuten |
| Monatsende | Prüfen, ob Telefon, Zeiten und Adresse im Profil stimmen | Fünf Minuten |
Legen Sie auf dem Handy eine Erinnerung „Google-Beitrag“ an. Machen Sie Fotos während des Arbeitstags und sammeln Sie sie in einem Ordner. Sie können die Aufgabe einer Mitarbeiterin oder einer Fachkraft mit Verwalterrechten übergeben, aber geben Sie den Text selbst frei, denn was der Kundschaft versprochen wird, ist Ihr Versprechen.
Überlegen Sie auch, wie Sie Ergebnisse beurteilen. Achten Sie darauf, ob das Telefon nach einem Beitrag öfter klingelt und ob jemand sagt: „Ich habe es in Ihrem Eintrag gesehen.“ Neue Kundschaft zu fragen, wie sie Sie gefunden hat, ist der einfachste Weg herauszufinden, welche Beiträge gewirkt haben. Bleibt jede Reaktion aus, ändern Sie Thema oder Foto, statt aufzugeben.
Häufige Fragen
Sinkt meine Platzierung, wenn ich nichts poste?
Das kann ich nicht sicher sagen. Viele Dinge beeinflussen die Platzierung, und Beiträge sind ein kleiner Teil. Ein Eintrag, der verlassen wirkt, kann aber das Vertrauen der Kundschaft schwächen.
Braucht jeder Beitrag ein Foto?
Pflicht ist es nicht, aber Beiträge mit Foto fallen stärker auf. Ein echtes Bild aus Ihrem eigenen Betrieb schafft mehr Vertrauen als ein Archivbild.
Kann ich meinen Social-Media-Beitrag einfach hierher kopieren?
Das geht, doch eine Anpassung ist besser. Wer Ihr Profil sieht, kommt über Suche oder Karte und sucht etwas in der Nähe. Halten Sie den Text entsprechend kurz und klar.
Sollte ich dafür eine Fachperson beauftragen?
Wenn Sie keine Zeit haben, kann das sinnvoll sein. Geben Sie nur Verwalterrechte, behalten Sie die Inhaberschaft selbst und sehen Sie vorab, was veröffentlicht wird.
Fazit
Beiträge im Google-Unternehmensprofil sind kein großartiges Ranking-Werkzeug, aber ein kleiner Helfer, der Ihren Eintrag lebendig hält und der Kundschaft im Entscheidungsmoment konkrete Informationen gibt. Wenige regelmäßige, kurze und ehrliche Beiträge pro Monat genügen den meisten Betrieben. Wenn Sie besprechen möchten, wie Sie Ihr Profil aufräumen und eine Routine aufbauen, die Sie durchhalten, erreichen Sie mich über die Seite zu meinem lokalen SEO.