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Google-Unternehmensprofil gesperrt: Was jetzt tun?

Ihr Google-Unternehmensprofil wurde gesperrt? Keine Panik. Ich erkläre die häufigsten Gründe, den Antrag auf Überprüfung und die nötigen Unterlagen.

Sie schließen morgens den Laden auf, und das Telefon bleibt den ganzen Tag still. Aus Neugier suchen Sie Ihren Betrieb bei Google. Die Karte in Google Maps fehlt, oder es steht ein Hinweis darüber, dass Ihr Eintrag gesperrt ist. Die über Jahre gesammelten Bewertungen, die Fotos, die Telefonnummer: alles ist auf einmal nicht mehr sichtbar.

Das ist ärgerlich, aber meistens lösbar. Wenn mir Inhaber schreiben, ihr Google-Unternehmensprofil gesperrt worden sei, steckt dahinter meist ein kleiner Regelverstoß oder eine Angabe, die nicht zusammenpasst. In diesem Beitrag erkläre ich die häufigsten Gründe, warum Ruhe wichtig ist, wie ein Antrag auf Überprüfung grundsätzlich funktioniert, welche Unterlagen Sie vorbereiten sollten und was Sie in der Zwischenzeit lassen sollten. Das Ergebnis kann ich nicht zusagen, denn Google entscheidet. Aber gute Vorbereitung verbessert Ihre Chancen.

Was bedeutet „gesperrt“?

Ihr Profil ist Ihre Visitenkarte bei Google. Es ist der Kasten in Maps und in den Suchergebnissen mit Telefonnummer, Adresse, Öffnungszeiten und Bewertungen. Bei einer Sperre hat Google den Eintrag als regelwidrig eingestuft und entweder für Kunden ausgeblendet oder Ihnen die Verwaltung entzogen. Das ist nicht dasselbe wie Löschen; häufig lässt sich der Eintrag korrigieren und wieder freischalten.

Zwei Fälle sollten Sie unterscheiden:

  • Die Karte ist für Kunden unsichtbar: Sie erscheint weder in der Suche noch in Maps, aber Sie können sich noch einloggen und bearbeiten.
  • Sie kommen auch selbst nicht mehr heran: Kunden sehen nichts, und Sie können nichts ändern.

Notieren Sie, welcher Fall bei Ihnen vorliegt. Sie müssen das im Antrag beschreiben.

Die häufigsten Gründe

Google nennt den Grund nicht immer genau. Diese Ursachen sehe ich in der Praxis am häufigsten.

Probleme mit der Adresse

Am häufigsten ist eine Adresse, an der keine Kunden empfangen werden: ein Postfach in einem Coworking-Büro, eine Wohnung ohne Schild an der Tür oder eine reine Postanschrift. Ein Klempner oder Schlüsseldienst, der zu den Kunden fährt, sollte die Adresse ausblenden und angeben, dass er Kunden vor Ort besucht. Eine Adresse anzuzeigen, an der nie jemand anzutreffen ist, führt zu Ärger.

Schlüsselwörter im Firmennamen

„Müller Sanitär“ durch „Müller Sanitär Notdienst München günstig 24/7“ zu ersetzen, ist verlockend. Google verbietet das ausdrücklich. Der Name muss dem entsprechen, was auf Ihrem Schild, Ihren Rechnungen und überall sonst steht, wo Kunden ihn sehen. Stadt, Leistung oder lobende Zusätze sind ein klassischer Sperrgrund.

Doppelte Profile

Gibt es für denselben Betrieb zwei Karten, vor allem mit gleicher Adresse und Telefonnummer, kann Google beide beanstanden. Die zweite hat vielleicht ein früherer Geschäftspartner, eine frühere Agentur oder ein längst vergessener Antrag angelegt.

Sonstige Regelverstöße

Dazu zählen eine irreführende Kategorie, gekaufte Bewertungen, Rabatte im Tausch gegen Bewertungen, nicht echte Fotos oder die Angaben eines anderen Unternehmens. Existiert der Betrieb nicht mehr, kann das Profil ebenfalls gesperrt werden.

Widersprüchliche Angaben

Telefonnummer, Webadresse oder Öffnungszeiten auf der Karte weichen von der Realität ab. Steht auf Ihrer Website eine Adresse und auf der Karte eine andere, weiß Google nicht, welcher es trauen soll.

Beobachtung Mögliche Ursache
Karte ganz aus Maps verschwunden Adresse oder Regelverstoß
Karte da, aber nicht bearbeitbar Inhaberschaft oder doppeltes Profil
Kurz nach einer Änderung gesperrt Änderung von Name oder Kategorie

Zuerst Ruhe bewahren

Eine Sperre ist oft keine Strafe, sondern ein Prüfmechanismus. Wer überstürzt handelt, verschlimmert die Lage meist. Halten Sie also inne und sammeln Sie Informationen.

  1. Halten Sie den Zustand der Karte fest und machen Sie einen Screenshot.
  2. Überlegen Sie, was Sie vor der Sperre geändert haben: Adresse, Name, Kategorie, Telefonnummer.
  3. Denken Sie daran, wer die Karte zuletzt verwaltet hat. Eine frühere Agentur oder ein Mitarbeiter könnte etwas geändert haben.
  4. Vergleichen Sie jede Angabe auf der Karte mit Ihrem Schild und Ihrer Website.

Diese vier Schritte zeigen Ihnen, was Sie im Antrag sagen müssen.

Der Antrag auf Überprüfung

Google gibt gesperrten Unternehmen die Möglichkeit, nach der Korrektur eine erneute Prüfung zu beantragen. Oberflächen und Schaltflächen ändern sich immer wieder, deshalb beschreibe ich keine Klickfolge; die Hilfeseiten von Google zeigen den aktuellen Weg. Ich empfehle, die Logik zu kennen:

  • Erst korrigieren, dann beantragen. Beheben Sie den beanstandeten Namen, die Adresse oder Kategorie, bevor Sie den Antrag stellen. Ohne Korrektur erhalten Sie dieselbe Antwort.
  • Einen klaren Antrag stellen. Wiederholte Anträge beschleunigen nichts und können Verwirrung stiften.
  • Bei der Wahrheit bleiben. Schildern Sie kurz und ehrlich, was passiert ist, was Sie korrigiert haben und dass Ihr Betrieb real ist.
  • Unterlagen bereithalten. Google kann weitere Nachweise verlangen.

Wann die Antwort kommt, kann ich nicht sagen. Manchmal dauert es Tage, manchmal länger. Ein positives Ergebnis kann ich ebenfalls nicht versprechen.

Diese Unterlagen sollten Sie vorbereiten

Google möchte sicher sein, dass Ihr Betrieb echt ist und an dieser Adresse arbeitet. Legen Sie bereit:

  • Gewerbeanmeldung oder einen anderen amtlichen Nachweis des Betriebs.
  • Eine Rechnung oder einen Mietvertrag mit Firmenname und Adresse.
  • Ein Foto von außen, auf dem Ihr Schild zu sehen ist.
  • Ein Foto vom Innenraum, vom Arbeitsplatz oder von Ihren Fahrzeugen.
  • Eine auf den Firmennamen ausgestellte Erlaubnis oder einen Kammereintrag.
  • Gedrucktes wie Visitenkarten, Speisekarte oder Preisliste mit Ihrem Namen.

Welche Nachweise gelten, unterscheidet sich je nach Branche. Ihre Kammer oder Ihr Steuerberater kann Ihnen sagen, was für Sie passt.

Was Sie in der Zwischenzeit lassen sollten

  • Kein neues Profil anlegen. Das verschärft das Problem doppelter Einträge und kann auch die zweite Karte sperren lassen.
  • Name und Adresse nicht ständig ändern. Jede Änderung kann eine neue Prüfung auslösen.
  • Das Profil nicht löschen. Ein gelöschtes Profil ist schwerer zu retten als ein gesperrtes.
  • Keine Bewertungen kaufen oder schreiben lassen. Das verschlimmert ein bestehendes Problem.
  • Kein Geld für garantierte Lösungen zahlen. Seien Sie vorsichtig bei jedem, der eine Sonderleitung zu Google behauptet.
  • Denselben Antrag nicht immer wieder senden.

Häufige Fragen

Wurde mein gesperrtes Profil ganz gelöscht?

Meistens nicht. Die Karte ist für Kunden vielleicht ausgeblendet, bleibt aber in Ihrem Konto. Nach der Korrektur und einem Antrag kann sie wieder freigeschaltet werden. Garantieren lässt sich das nicht.

Kommen meine Bewertungen zurück?

Wird der Eintrag wiederhergestellt, kommen die Bewertungen in der Regel mit. Legen Sie einen neuen Eintrag an, wandern die alten Bewertungen nicht dorthin.

Wie lange dauert die Prüfung?

Eine feste Dauer kann ich nicht nennen. Die Klarheit Ihres Antrags und die Qualität der Unterlagen spielen mit. Warten Sie in Ruhe ab und senden Sie nicht erneut.

Kann ich das selbst erledigen?

Oft ja. Bei einem einfachen Problem mit Name oder Adresse können Sie selbst korrigieren. Geht es um Inhaberschaft, doppelte Profile oder mehrere Filialen, spart erfahrene Hilfe Zeit.

Fazit

Ein gesperrtes Profil ist nicht das Ende Ihrer Sichtbarkeit, sondern ein Warnhinweis, den Sie korrigieren müssen. Bleiben Sie ruhig, finden Sie die Ursache, beheben Sie sie, bereiten Sie Ihre Unterlagen vor und stellen Sie einen klaren Antrag. Wenn Sie dabei Unterstützung möchten, erreichen Sie mich über meine Seite zu lokaler SEO.

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