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Kosten Tippfehler und schlechte Übersetzungen Kunden?

Schaden Rechtschreibfehler und maschinell wirkende Fremdsprachenseiten dem Vertrauen? So prüfen Sie die Textqualität Ihrer Website selbst, ohne Technik.

Sie öffnen die Website eines Hotels. Die Fotos sind schön, die Lage ist ideal. Dann bleibt Ihr Blick an einem Satz hängen: „Unsere Zimmer sind für Ihre Komfort zu gestaltet worden.“ Auf der nächsten Seite ist ein Wort falsch geschrieben, auf einer weiteren bricht ein Satz ab. Etwas verschiebt sich. Das Haus gefällt Ihnen noch, aber eine kleine Frage taucht auf: Achtet dieser Betrieb auf Details?

Auf Ihrer eigenen Seite kann dasselbe passieren, ohne dass Sie es bemerken, denn beim Lesen eigener Texte korrigiert das Auge Fehler automatisch. Kosten also Rechtschreibfehler auf der Website Kunden? Die kurze Antwort: Ein einzelner Buchstabendreher meistens nicht, aber sich häufende Fehler und vor allem schlecht übersetzte Seiten nagen am Vertrauen. Sehen wir uns an, wie und wie stark.

Warum beeinflussen Fehler das Vertrauen?

Ein Kunde liest Ihre Seite wie ein Schaufenster. Hängt das Schild schief und ist die Scheibe schmutzig, zögert er, auch wenn die Ware drinnen gut ist. Text erfüllt dieselbe Aufgabe.

Ob der Besucher es bewusst bemerkt oder nicht, ein Fehler sagt ihm:

  • Diese Seite wurde vielleicht vernachlässigt.
  • Die Angaben hier sind womöglich nicht aktuell.
  • Produkt oder Leistung werden vielleicht ebenso nachlässig behandelt.

Das kann ein ungerechter Schluss sein. Aber Menschen ziehen ihn beim ersten Eindruck, besonders wenn sie zahlen, buchen oder persönliche Daten angeben wollen. Fehler auf der Seite einer Zahnarztpraxis, einer Kanzlei oder eines Online-Shops verstärken die Frage: „Kann ich dem das anvertrauen?“

Eine Zahl dazu, wie viele Kunden dadurch verloren gehen, nenne ich nicht, sie wäre erfunden. Meine Beobachtung: Fehler verhindern selten allein eine Bestellung oder einen Termin. Kommen sie zu anderen Zweifeln hinzu, können sie aber den Ausschlag geben.

Welche Fehler schaden am meisten?

Nicht jeder Fehler wiegt gleich. So ordne ich sie ein:

Art des Fehlers Wirkung
Falsche Telefonnummer, Adresse, Preis- oder Zeitangabe Sehr hoch, stört das Geschäft direkt
Falsch geschriebener Firmen- oder Produktname Hoch, senkt den Eindruck von Professionalität
Fehler in Überschriften und Schaltflächen Hoch, auf den ersten Blick sichtbar
Rechtschreib- oder Kommafehler im Fließtext Mittel, schädlich, wenn sie sich häufen
Uneinheitliche Schreibweise („E-Mail“ hier, „Email“ dort) Gering, wirkt aber nachlässig

Schlimmer als ein Tippfehler ist einer, der die Bedeutung ändert. Zwischen „Kommen Sie nicht ohne Termin“ und „Kommen Sie ohne Termin“ liegt manchmal nur ein Wort, und der Kunde macht sich umsonst auf den Weg.

Seiten, die wie maschinelle Übersetzung klingen

Bei mehrsprachigen Seiten ist das Problem größer als Tippfehler. Schicken Sie einen Text durch ein automatisches Übersetzungsprogramm und veröffentlichen ihn unverändert, sind die Sätze oft grammatisch richtig, aber unnatürlich. Muttersprachler merken schon im ersten Satz, dass es eine Übersetzung ist.

Dafür gibt es einige Anzeichen:

  • Die Wörter stimmen, aber ihre Kombination klingt fremd.
  • Es steht ein Wörterbuchbegriff statt des in der Branche üblichen Ausdrucks.
  • Ein Scherz, eine Redewendung oder eine herzliche Formulierung kommt flach und mechanisch an.
  • Derselbe Begriff erscheint von Seite zu Seite mit anderen Wörtern.

Sehen Sie es mit den Augen eines ausländischen Kunden. Eine Touristin, die auf Ihrer englischen oder spanischen Seite einen seltsamen Satz liest, denkt vielleicht „Dieser Betrieb nimmt uns nicht ernst“ oder sogar „Ist das vielleicht Betrug?“ Ein falsch übersetzter Preis oder eine falsch übersetzte Stornobedingung kann Kunden und Sie in Schwierigkeiten bringen.

In diesem Beitrag geht es nicht um die technische und planerische Seite mehrsprachiger Websites, sondern nur um die Textqualität.

Wer sollte den fremdsprachigen Text lesen?

Die zuverlässigste Prüfung: Lassen Sie jemanden lesen, dessen Muttersprache die Sprache ist. Das kann ein professioneller Übersetzer sein, aber auch eine Bekannte, die Ihre Branche kennt, hilft. Die Fragen sind einfach:

  • Liest sich das natürlich oder wie eine Übersetzung?
  • Gibt es Stellen, die Sie nicht verstehen oder die seltsam klingen?
  • Würden Sie diesem Betrieb nach dem Lesen vertrauen?

Die Sprache zu können oder eine zweite Sprache „gut genug“ zu sprechen, reicht nicht. Auch eine selbst gemachte Übersetzung können Sie nicht verlässlich selbst prüfen, weil Ihr Auge Ihre Absicht liest statt des tatsächlichen Wortes.

KI oder Übersetzungsprogramme können Sie für einen Entwurf nutzen, das spart oft Zeit. Vor der Veröffentlichung sollte aber ein Muttersprachler darübergehen. Bei Preisen, Rückgabe, Gesundheit und Recht ist das besonders wichtig.

Wie oft sollten Sie prüfen?

Textkontrolle ist keine einmalige Aufgabe, denn eine Website lebt. Mein Vorschlag:

  • Vor dem Start: Jede Seite einmal von vorn bis hinten lesen lassen, am besten von jemand anderem als Ihnen.
  • Bei jeder neuen Seite oder jedem Beitrag: Vor der Veröffentlichung einmal lesen, einen Tag warten und noch einmal lesen. Nach einem Tag sehen Sie Fehler besser.
  • Alle paar Monate: Startseite, Leistungsseiten und Kontaktseite mit Kundenaugen ansehen. Stimmen Telefon, Adresse und Öffnungszeiten noch?
  • Bei jeder Änderung: Bei Preisen, Aktionen, Umzug oder neuen Leistungen die betroffenen Seiten sofort aktualisieren.

Einfache Prüfwege

Technisches Wissen brauchen Sie nicht. Probieren Sie Folgendes:

  1. Lesen Sie laut. Ihr Auge springt vielleicht drüber, Ihr Ohr stolpert.
  2. Lassen Sie jemand anderen lesen. Wer nicht an der Seite arbeitet und das Geschäft nicht kennt, findet mehr Fehler.
  3. Lesen Sie auf dem Handy. Auf einem anderen Bildschirm sieht der Text anders aus, und Fehler fallen auf.
  4. Warten Sie einen Tag. Am nächsten Morgen wirkt derselbe Text fremd.
  5. Nutzen Sie die Rechtschreibprüfung. Die im Browser oder Schreibprogramm fängt einfache Fehler, aber keine Sinnfehler.
  6. Führen Sie eine Checkliste. Schreiben Sie Wichtiges wie Telefon, Adresse, Zeiten und Firmenname auf ein Blatt und gehen Sie es bei jeder Prüfung durch.

Sie können das auch von der Person verlangen, die Ihre Seite baut: Texte vor dem Start lesen zu lassen und fremdsprachige Seiten von Muttersprachlern prüfen zu lassen, sollte zur Arbeit gehören. Wenn sie das nicht kann, sollten Sie das wissen.

Häufige Fragen

Muss ich mir wegen eines einzelnen Tippfehlers Sorgen machen?

Meistens nicht. Beheben Sie ihn aber, sobald Sie ihn bemerken. Das eigentliche Problem ist, wenn sich Fehler häufen, besonders in einer Überschrift, einer Telefonnummer oder einem Preis.

Ist automatische Übersetzung verboten?

Nein, aber allein reicht sie nicht. Als Entwurf ist sie nützlich. Vor der Veröffentlichung sollte ein Muttersprachler lesen.

Muss ich eine Fremdsprachenseite prüfen, wenn sie nur wenige lesen?

Ja. Wer sie liest, begegnet Ihnen oft zum ersten Mal und steht kurz vor einer Entscheidung. Ein falscher oder merkwürdiger Text genügt, um ihn zu verlieren.

Beeinflusst die Textkontrolle das Ranking bei Google?

Dazu kann ich nichts Sicheres sagen. Klare, korrekte und natürliche Seiten sind aber für Menschen wertvoller und können dazu beitragen, dass Besucher länger bleiben.

Fazit

Tippfehler allein versenken keine Website, aber sie erzeugen den Eindruck von Nachlässigkeit, und eine schlechte Übersetzung senkt das Vertrauen, besonders bei ausländischen Kunden. Lesen Sie Ihre Texte regelmäßig, lassen Sie fremdsprachige Seiten von Muttersprachlern lesen und binden Sie wichtige Angaben an eine Checkliste. Wenn Sie eine neue Seite planen, erleichtert es Ihnen die Arbeit, die Textprüfung von Anfang an einzuplanen. Wenn Sie das gemeinsam angehen möchten, erreichen Sie mich über die Seite Website erstellen.

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