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Lokales SEO für Franchise: Filialseiten und Partnerseiten

Lokales SEO für Franchise-Marken: Filialseiten, Unternehmensprofile, Aufgabenteilung zwischen Zentrale und Partner und typische Fehler, verständlich erklärt.

Sie haben eine Marke mit mehreren Filialen oder Franchise-Partnern. Ihre Kunden kennen den Namen, aber wenn sie „Filiale in meiner Nähe“ suchen, taucht bei Google entweder gar nicht Ihre Filiale auf, oder es erscheinen eine falsche Adresse, eine Telefonnummer, unter der niemand abhebt, und Öffnungszeiten von vor zwei Jahren. Wenn Sie in der Zentrale arbeiten, sehen Sie darin ein Marketingproblem. Wenn Sie Franchisenehmer sind, denken Sie vielleicht: „Die Website der Marke bringt mir keine Kunden.“ Beide Sichtweisen können stimmen. In diesem Artikel erkläre ich, wie lokales SEO für Franchise-Marken aufgebaut wird, warum Filial- und Partnerseiten jeweils eigenes Gewicht haben und wie sich Zentrale und Franchisenehmer die Arbeit sinnvoll teilen. Ich bin Ümit Kırkoç, Webdesigner und SEO-Berater, ich arbeite allein von Istanbul aus, und am Ende des Artikels sage ich offen, was mein Angebot für lokales SEO umfasst und was nicht.

Zuerst der Begriff. Lokales SEO ist die Arbeit daran, dass Ihre Website und Ihre Firmeneinträge bei ortsbezogenen Suchen und auf der Karte erscheinen, etwa bei „Café Altstadt“ oder „Zahnarzt Nordstadt“. Bei Franchise-Strukturen ist das schwieriger als bei einem einzelnen Geschäft, weil unter demselben Markennamen viele Adressen, viele Inhaber und viele Öffnungszeiten existieren. Das Problem ist selten technisch. Meist geht es um Ordnung: Wer verwaltet was, wo liegen die Angaben, welche Seite gehört in wessen Verantwortung?

Warum Franchise beim lokalen SEO ein eigenes Thema ist

Für einen einzelnen Laden ist lokales SEO überschaubar: eine Adresse, eine Telefonnummer, ein Unternehmensprofil, eine Website. Bei einer Franchise-Marke sieht Google dagegen Dutzende Orte mit demselben Namen. Wer die Marke sucht, will meist die nächstgelegene Filiale finden. Deshalb zeigt Google in den Kartenergebnissen den Eintrag, der dem Standort der suchenden Person am nächsten liegt und am vertrauenswürdigsten wirkt. Die Startseite der Zentrale mag noch so stark sein: Bei Suchen vom Typ „in meiner Nähe“ entscheiden oft der Eintrag der Filiale und die zugehörige Filialseite.

Es gibt einige Probleme, die gerade bei Franchise typisch sind. Das erste ist die Streuung der Angaben. Die Zentrale nennt eine Adresse, der Partner zieht um, auf der Karte steht aber noch die alte, und ein Branchenverzeichnis führt eine dritte. Der Kunde steht vor der Tür, und das Geschäft ist nicht mehr da. Das zweite ist doppelter Inhalt. Wenn die Zentrale für jede Filiale denselben Text kopiert und nur den Städtenamen austauscht, kann Google die Seiten nicht unterscheiden und hebt keine davon hervor. Das dritte ist ungeklärter Besitz. Wer hat das Unternehmensprofil angelegt, mit wessen E-Mail-Adresse ist es verknüpft, und wem gehört es, wenn der Partnervertrag endet? Diese Frage fällt meist erst auf, wenn es Ärger gibt, und dann ist sie schwer zu lösen.

Das vierte Problem sind verstreute Bewertungen. Ein Kunde lobt oder kritisiert eine Filiale, und die Bewertung landet im Profil genau dieser Filiale. Sieht die Zentrale sie nicht oder antwortet der Partner nicht, leidet die ganze Marke. Das fünfte ist die fehlende Messung. Welche Filialseite bringt Anrufe, welche nie? Bei vielen Marken weiß das niemand.

Die folgende Grafik zeigt ein vollständig erfundenes Suchergebnis. Sie soll Ihnen helfen, sich vorzustellen, was bei „Markenname plus Stadtteil“ nach vorn kommen soll.

Erfundenes Beispiel eines Suchergebnisses für eine Filialsuche: Die Seite der einzelnen Filiale steht vor der allgemeinen Markenseite

In diesem Beispiel nennt die Filialseite Stadtteil, Adresse und Öffnungszeiten gleich in der ersten Zeile. Die allgemeine Markenseite schickt den Kunden mit „Unsere Standorte bundesweit“ erst in eine Liste. Die meisten Menschen klicken lieber auf das Ergebnis, das die Antwort sofort liefert, als in einer Liste zu blättern.

Wie suchen Kunden nach einer Franchise-Filiale?

Das zu wissen, bestimmt, welche Seiten Sie brauchen. Kunden suchen in der Regel auf vier Arten. Die erste ist Markenname plus Ort, etwa „Markenname Altstadt“. Diese Person kennt die Marke und will nur den nächsten Standort. Die zweite ist Leistung plus Ort, zum Beispiel „Haarschnitt Nordstadt“ oder „Pilates Südviertel“. Diese Person kennt die Marke vielleicht gar nicht. Erscheint Ihre Filiale bei dieser Suche, gewinnen Sie einen neuen Kunden. Die dritte ist die Suche „in meiner Nähe“, meist vom Smartphone und über die Karte. Die vierte ist die direkte Informationsfrage: „Markenname samstags geöffnet“ oder „Markenname Parkplatz“. Steht die Antwort nicht auf der Filialseite, geht der Kunde woanders hin.

Für eine Franchise-Marke gibt es also zwei getrennte Aufgaben. Bei Markensuchen müssen Sie zur richtigen Filiale führen. Bei Suchen ohne Markennamen müssen Sie die Filiale mit Leistung und Ort sichtbar machen. Die erste Aufgabe ist vergleichsweise leicht. Die zweite kostet mehr Mühe, bringt aber neue Kunden, und genau deshalb lohnt sie sich.

Die vier Suchtypen von Franchise-Kunden und die jeweils nötige Seite

Beim Blick auf die Tabelle wird eines klar: Eine einzige Seite „Unsere Filialen“ kann diese vier Bedürfnisse nicht gleichzeitig erfüllen. Jedes braucht seine eigene Tür, aber alle Türen sollten aus derselben Informationsquelle gespeist werden.

Zentrale und Franchisenehmer: Wer verwaltet was?

Dieser Abschnitt ist der wichtigste und wird am seltensten besprochen. Technische Korrekturen sind einfach. Die eigentliche Schwierigkeit ist, dass beide Seiten einander vertrauen und die Aufgaben klar sind. Mein Rat: Halten Sie die Aufteilung schriftlich fest und machen Sie sie zum Teil des Partnervertrags oder des Handbuchs. Zu Vertragsklauseln sollten Sie einen Rechtsanwalt fragen; ich beschreibe hier nur die praktische Seite.

Die Zentrale sollte in der Regel verantwortlich sein für: die Hauptwebsite und ihre Gesamtstruktur, die Vorlage und die technische Grundlage der Filialseiten, Logo, Bildmaterial, Tonalität und Markenregeln, strukturierte Daten (das sind unsichtbare Codeabschnitte, die Suchmaschinen Angaben wie Adresse, Zeiten und Telefonnummer geordnet übermitteln), die übergreifende Messung samt Berichten und die Schulung der Partner. Der Franchisenehmer sollte verantwortlich sein für: die Öffnungszeiten seiner Filiale, Feiertage und besondere Hinweise, eigene Fotos, die Vorstellung des Teams, zeitnahe Antworten auf Kundenbewertungen, lokale Aktionen und die Beziehungen zu den Geschäften in der Umgebung.

Eine Grauzone ist das Unternehmensprofil. Dafür gibt es zwei vernünftige Modelle. Im ersten liegen alle Profile in einem Konto, das die Zentrale verwaltet, und der Partner bekommt Administratorrechte. So bleibt das Profil bei der Marke, auch wenn der Partner ausscheidet. Im zweiten legt der Partner das Profil an, gibt aber auch der Zentrale Administratorrechte. Wofür Sie sich auch entscheiden: Das Profil darf nicht an die private E-Mail-Adresse einer einzelnen Person gebunden bleiben.

Beispiel für die Aufgabenteilung zwischen Zentrale und Franchisenehmer

Die gezeigte Verteilung ist eine Vorlage und kann je nach Aufbau Ihrer Marke abweichen. Wichtig ist, dass hinter jeder Zeile ein Name oder eine Rolle steht. Eine Zeile, bei der „alle zuständig sind“, ist meist die Zeile, um die sich niemand kümmert.

Soll die Zentrale stark kontrollieren oder der Partner viel Freiheit haben?

Beide Extreme schaden. Kontrolliert die Zentrale alles, kann der Partner lokale Angaben nicht aktualisieren. Wer für den Hinweis „heute schließen wir früher“ erst eine E-Mail an die Zentrale schreiben muss, trägt ihn am Ende gar nicht ein. Macht dagegen jeder Partner alles selbst, wird der Markenname in Dutzenden Schreibweisen geführt, Bilder driften auseinander, und einzelne Filialen schaden dem Ruf der Marke mit schlecht geschriebenen Seiten.

Das praktische Gleichgewicht: Die Zentrale legt Struktur und Regeln fest. Füllen die Partner die Inhalte aus, führt die Zentrale sie über eine Vorlage. Jede Filialseite hat dann Pflichtfelder (Adresse, Telefon, Zeiten, Anfahrtshinweis) und freie Felder (Geschichte der Filiale, Team, lokale Hinweise). Solange der Partner die Pflichtfelder nicht ausgefüllt hat, geht die Seite nicht online.

Vergleich der Bereiche, die die Zentrale verwaltet, und der Bereiche, die der Partner verwaltet

Dieser Vergleich ist kein Urteil, sondern ein Startpunkt. Nach den ersten sechs Monaten sehen Sie, was funktioniert, und können die Grenzen verschieben.

Eigene Seite oder eigene Website für jeden Partner?

Eine häufige Frage: Der Partner möchte eine eigene Domain und eine unabhängige Website. Ich empfehle das meistens nicht. Der Grund: Eine Marke sammelt Stärke auf einer Hauptwebsite. Betreibt jeder Partner eine eigene Seite, verteilt sich die Autorität auf Dutzende Orte, die Zentrale kann diese Seiten nicht überwachen, der Ton der Marke leidet, und wenn der Partner ausscheidet, bleibt die Seite herrenlos zurück. Außerdem liegt die Pflege beim Partner und wird oft innerhalb eines Jahres vergessen.

Die gesündere Lösung ist, innerhalb der Hauptwebsite für jede Filiale eine eigene, individuelle Seite anzulegen, zum Beispiel unter der Adresse der Marke mit einem Pfad wie „/filiale/altstadt“. Diese Seite enthält Adresse, Karte, Zeiten, Team, die in dieser Filiale angebotenen Leistungen und die Fragen der Kunden aus dieser Gegend. Weil sie stark mit der Hauptwebsite verlinkt ist, profitiert sie vom aufgebauten Wert der Hauptseite.

Ausnahmen sind möglich: Wenn die Marke Partner in verschiedenen Ländern mit verschiedenen Sprachen hat oder die Filialen sehr unterschiedliche Leistungen anbieten, kann eine eigene Domain oder Subdomain sinnvoll sein. Bevor Sie das entscheiden, sollten wir Ihre Lage gemeinsam besprechen.

Entscheidungsbaum: eigene Website für den Partner oder Filialseite auf der Hauptwebsite

Der Entscheidungsbaum zeigt den häufigsten Fall. Sind Leistung und Marke dieselben, ist eine eigene Filialseite auf der Hauptwebsite fast immer die Lösung, die sich leichter pflegen lässt und das stärkere Ergebnis liefert.

Was gehört auf eine gute Filialseite?

Eine Filialseite ist weder eine Adresskarte noch ein allgemeiner Text mit ausgetauschtem Städtenamen. Sie muss die Informationen liefern, mit denen sich ein Kunde entscheiden kann, in genau diese Filiale zu gehen. Das suche ich bei Filialseiten.

In der Überschrift stehen Marke, Leistung und Ort deutlich. Direkt darunter folgen Adresse, Telefonnummer, Öffnungszeiten und ein Button für die Route. Das sind die Dinge, die ein Kunde in den ersten fünf Sekunden finden muss. Danach kommt ein Einleitungstext, der nur für diese Filiale gilt: in welchem Viertel sie liegt, über welche Straße man sie betritt, welcher bekannte Punkt in der Nähe ist, wie es mit Parkplätzen aussieht und wie man mit öffentlichen Verkehrsmitteln hinkommt. Diese Angaben können in keiner anderen Filiale gleich sein, und das macht die Seite ganz natürlich einzigartig.

Anschließend folgen die Leistungen dieser Filiale. Nicht jede Filiale bietet jede Leistung an, und das offen zu schreiben, spart Kunden den vergeblichen Weg. Dazu kommen echte Fotos der Filiale, nach Möglichkeit einige Teammitglieder und häufige Fragen speziell zu diesem Standort. Zum Schluss gibt es einen Abschnitt mit ausgewählten echten Kundenbewertungen und eine klare Aufforderung zur Kontaktaufnahme.

Abschnitte einer beispielhaften Filialseite: Überschrift, Adressblock, Leistungen, Team, Fragen, Kontakt

Der gezeigte Aufbau ist keine feste Regel; je nach Branche kommt etwas hinzu oder entfällt. Die Logik der Reihenfolge bleibt aber gleich: erst die praktischen Angaben, die der Kunde braucht, dann die Details, die Vertrauen schaffen.

Warum ist derselbe Text für alle Filialen ein Problem?

Manchmal setzt die Zentrale denselben Text auf fünfzig Filialseiten und tauscht nur den Ortsnamen aus. Das wirkt schnell, bringt aber meist ein schwaches Ergebnis. Google kann Seiten mit wiederholtem Inhalt nicht auseinanderhalten und stellt die meisten in den Hintergrund. Für den Kunden bringt es auch nichts: Wer in einer Stadt sucht, liest dieselben Sätze wie jemand in einer ganz anderen.

Die Lösung: Jede Seite behält ein gemeinsames Gerüst, ergänzt um Abschnitte, die nur für die Filiale gelten. Der gemeinsame Teil kann die Markengeschichte und eine allgemeine Beschreibung der Leistungen sein. Der einzigartige Teil besteht aus Adresse, Anfahrt, Team, dem Kundenprofil des Viertels und den Fragen. Auf jeder Seite sollten mindestens einige Absätze wirklich nur zu dieser Filiale passen.

Unternehmensprofile: die Kartenseite von Franchise

Die Sichtbarkeit auf der Karte ist oft wichtiger als die Filialseite, denn dort finden die Suchen „in meiner Nähe“ statt. Jede Filiale braucht ihr eigenes Unternehmensprofil, und diese Profile müssen untereinander stimmig sein.

Mit stimmig meine ich: Der Markenname ist in jedem Profil gleich geschrieben, die Kategorie der Leistung ist richtig gewählt, Adresse und Telefonnummer sind buchstabengleich mit der Filialseite, die Öffnungszeiten sind aktuell, und der Website-Link im Profil führt nicht auf die Startseite, sondern direkt auf die Seite dieser Filiale. Dieser letzte Punkt wird sehr oft übersehen: Verlinken alle Profile auf die Startseite, geht der Kunde wieder in der Liste „Unsere Standorte“ verloren.

Außerdem sollten Sie wissen: Google hat Regeln, die es verbieten, dem Geschäftsnamen einen Stadtteil oder Suchbegriffe hinzuzufügen. Ein Profilname wie „Markenname Altstadt Bester Friseur“ kann zur Sperrung des Profils führen. Prüfen Sie die aktuellen Regeln auf den Hilfeseiten von Google.

Auch für Bewertungen braucht es eine gemeinsame Ordnung. Die Zentrale sollte die Bewertungen aller Filialen an einer Stelle sehen können, und der Partner sollte auf Bewertungen seiner Filiale in den ersten Tagen antworten. Auf negative Bewertungen ruhig und lösungsorientiert statt defensiv zu antworten, macht einen Unterschied, sowohl für die Person, die sie geschrieben hat, als auch für spätere Leser, die Kunden werden könnten. Gefälschte Bewertungen schreiben zu lassen oder Bewertungen zu kaufen ist nicht nur unlauter, es schadet auch dem Profil. Das empfehle ich nicht.

Checkliste, wie sich Unternehmensprofil und Filialseite gegenseitig stützen

Die Checkliste lässt sich bei jeder Neueröffnung und bei jeder Übergabe an einen neuen Partner erneut anwenden. Sie einmal schriftlich festzuhalten, kostet weniger, als sie über Jahre immer wieder mündlich zu erklären.

Zwei erfundene Beispielszenarien

Die beiden folgenden Szenarien sind vollständig hypothetisch. Sie beschreiben keine reale Marke und keine reale Person, sondern zeigen nur, wie solche Situationen ablaufen können.

Szenario 1: Café-Kette, zentral gesteuertes Modell

Angenommen, es gibt eine Kaffeekette mit zwölf Filialen. Die Hauptwebsite stellt nur die Marke vor und zeigt unter „Unsere Standorte“ eine Liste. Die Unternehmensprofile der Filialen wurden mit den privaten E-Mail-Adressen der Partner angelegt, in manchen stimmen die Zeiten nicht, in manchen ist die Telefonnummer veraltet. Kunden geben „Markenname plus Stadtteil“ ein, und manche stehen vor einer geschlossenen Filiale und hinterlassen danach eine schlechte Bewertung.

Der erste Schritt ist hier nicht, eine neue Seite zu schreiben, sondern Ordnung zu schaffen. Zuerst wird der Besitz aller Profile in einem Konto der Zentrale gebündelt, und die Partner erhalten Administratorrechte. Dann entsteht für jede Filiale eine Seite nach gemeinsamer Vorlage, aber mit filialspezifischen Abschnitten zu Anfahrt, Fotos und Team. Der Website-Link jedes Profils wird auf die eigene Filialseite umgestellt. Für Feiertage stellt die Zentrale den Partnern ein einfaches Meldeformular bereit. Der erste sichtbare Effekt einer solchen Ordnung ist, dass die Beschwerden über falsche Angaben abnehmen. Veränderungen in der Sichtbarkeit zeigen sich dagegen erst im Lauf von Wochen und nur langsam, und eine Garantie gibt es nicht.

Szenario 2: Praxismarke, Modell mit starken Partnern

Das zweite Gedankenspiel: eine Zahnmedizin-Marke mit sieben Standorten in verschiedenen Städten. Die Partner arbeiten recht unabhängig, jeder hat sein eigenes Fachteam. Die Seite der Zentrale ist solide, aber die Filialseiten bestehen nur aus Adresskarten mit drei Zeilen. Patienten suchen nach „Markenname plus Behandlung plus Stadt“, doch in den Ergebnissen erscheinen Seiten anderer Praxen.

In diesem Fall legt die Zentrale die Pflichtfelder fest: Adresse, Zeiten, Weg zum Termin und die Formulierungen, auf die bei Gesundheitsaussagen zu achten ist. Die Partner schreiben ihre Fachleute, ihre Behandlungen und die Fragen der Patienten selbst auf. Im Gesundheitsbereich sollte man auf große Versprechen verzichten und sich zur Werbung von einem Rechtsanwalt beraten lassen; die Zentrale prüft diesen Teil. Jede Filialseite erhält einen Titel mit Behandlungsart und Stadt, sodass sie bei Suchen wie „Zahnimplantat Markenname Stadt“ leichter zugeordnet wird.

Die beiden Beispielszenarien nebeneinander: Ausgangsproblem, erster Schritt und erwartete Richtung

Die Grafik zeigt die Reihenfolge innerhalb der beiden Szenarien. In beiden ist der erste Schritt nicht technisch, sondern die Klärung von Besitz und Aufgabenteilung; Texte und Seiten folgen danach.

Schritt für Schritt: Wo fängt man an?

Lokales SEO für Franchise sollte man sich wie ein Projekt vorstellen, aber nicht wie ein einmaliges: Nach dem Aufbau ist es eine laufende Ordnung. Meine Reihenfolge sieht grob so aus.

Der erste Schritt ist die Bestandsaufnahme. Wie viele Filialen gibt es, welche hat ein Unternehmensprofil, wer verwaltet es, sind Adresse und Telefonnummer an allen Stellen gleich, hat jede Filiale eine Seite auf der Website? Diese Aufstellung ist meist eine einfache Tabelle und liefert beim ersten Mal Überraschungen.

Der zweite Schritt ist die Klärung von Besitz und Rollen. Welches Profil liegt in wessen Konto, wer hat Administratorrechte, wie werden die Rechte eines ausgeschiedenen Partners entzogen? Die oben beschriebene Aufgabenteilung wird hier schriftlich festgehalten.

Der dritte Schritt ist der Entwurf der Filialseiten-Vorlage: Pflichtfelder, freie Felder, Bildregeln, strukturierte Daten. Zuerst wird sie mit ein oder zwei Pilotfilialen erprobt; sind die Ergebnisse gut, folgen die übrigen.

Der vierte Schritt ist die Korrektur der Unternehmensprofile: Name, Kategorie, Adresse, Zeiten, Link zur richtigen Seite, Fotos. Der fünfte Schritt ist die Ordnung für Bewertungen: Wer schaut hin, innerhalb wie vieler Tage wird geantwortet, was geschieht bei negativen Bewertungen? Der sechste Schritt ist die Messung: Besuche der Filialseiten, Anrufe per Klick und Routenanfragen werden getrennt beobachtet. Ohne Messung wissen Sie nicht, welche Filiale gut läuft.

Die fünf Phasen des Aufbaus von lokalem SEO: Bestandsaufnahme, Rollen, Vorlage, Profile, Bewertungen und Messung

Der Grund für diese Reihenfolge: Inhalte zu erstellen, bevor Ordnung und Messung stehen, ist, als würde man Wasser in einen löchrigen Eimer füllen. Erst muss das Fundament tragen.

Häufige Fehler

Die Fehler, die ich bei Franchise-Marken am häufigsten sehe, ähneln sich. Der erste: alle Unternehmensprofile auf die Startseite zu verlinken. Der zweite: Filialseiten durch Kopieren desselben Textes zu vervielfachen und nur den Ortsnamen zu ändern. Der dritte: den Besitz des Profils im privaten Konto des Partners zu belassen, sodass man nach dessen Ausscheiden nicht mehr an das Profil kommt.

Der vierte: auf der Seite „Unsere Standorte“ nur eine Bildkarte oder ein Widget zum Durchblättern zu verwenden; Suchmaschinen können solche Inhalte unter Umständen nicht lesen. Der fünfte: Seiten und Profile geschlossener oder umgezogener Filialen einfach stehen zu lassen. Der sechste: Bewertungen nie zu beantworten. Der siebte: nur den gesamten Besucherstrom zu messen, sodass nicht sichtbar wird, welche Filiale funktioniert.

Dazu kommt eine weitere Falle: jeder Filiale Behauptungen wie „die Beste“ oder „Nummer eins der Region“ anzuhängen, die sich nicht belegen lassen. Solche Aussagen schaffen kein Vertrauen beim Kunden und können in manchen Branchen auch rechtliche Probleme bereiten. Bei Formulierungen, bei denen Sie unsicher sind, fragen Sie einen Rechtsanwalt.

Warnliste mit häufigen Fehlern beim lokalen SEO für Franchise

Die meisten Punkte der Liste sind nicht technischer Natur, sondern entstehen aus fehlender Ordnung und unklarem Besitz. Deshalb können Sie vieles davon schon selbst erkennen und beheben, bevor ein Experte kommt.

Was Sie selbst tun können und wann Hilfe sinnvoll ist

Wenn Sie Franchisenehmer sind und die Zentrale kein System anbietet, können Sie trotzdem einiges tun. Öffnen Sie Ihr Unternehmensprofil und prüfen Sie, ob die Angaben stimmen. Halten Sie Öffnungszeiten und Feiertage aktuell. Laden Sie echte Fotos hoch. Antworten Sie auf Bewertungen. Teilen Sie der Zentrale schriftlich mit, welche Angaben auf der Seite Ihrer Filiale fehlen. Nichts davon erfordert technisches Wissen, nur regelmäßige Pflege.

Sind Sie auf Seiten der Zentrale, erstellen Sie zunächst intern eine Bestandsaufnahme: Welche Filiale hat ein Profil, wer verwaltet es, wie vollständig sind die Filialseiten auf der Website? Schon das ist für sich genommen nützlich und gibt Ihnen ein klares Bild davon, ob die Zusammenarbeit mit einem Berater sinnvoll wäre.

Hilfe von außen ist sinnvoll, wenn die Zahl der Filialen zu groß ist, um sie noch zu überblicken, wenn die Technik Ihrer Website eine Filialseiten-Vorlage nicht unterstützt, wenn der Besitz der Profile durcheinander ist, wenn unter demselben Markennamen mehrere fehlerhafte Einträge entstanden sind oder wenn zwischen der Zentrale und den Partnern keine Einigung gelingt. Gerade Vorlage, strukturierte Daten und Messung halten lange, wenn man sie einmal richtig aufsetzt.

Wovon die Kosten abhängen

Bei dieser Art von Arbeit lässt sich der Preis nicht mit einer einzigen Zahl nennen, weil der Umfang von Marke zu Marke stark schwankt. Den Preis bestimmen vor allem diese Faktoren: die Zahl der Filialen, die Technik der bestehenden Website und ob sie zu einer Filialseiten-Vorlage passt, der aktuelle Zustand der Unternehmensprofile (ordentlich, durcheinander oder mit ungeklärtem Besitz), die Menge der zu schreibenden Inhalte und wer sie schreibt, ob mehrere Sprachen nötig sind, wie detailliert Messung und Berichte aufgebaut werden und ob die Arbeit einmalig oder mit monatlicher Betreuung läuft.

Feste Zahlen nenne ich nicht, denn jede Zahl ohne vorheriges Gespräch wäre irreführend. Im ersten Gespräch höre ich mir Ihre Lage an und sage Ihnen, was Sie brauchen, was warten kann und welche Teile der Arbeit Ihr eigenes Team übernehmen kann. Ich versuche nicht, Ihnen einen unnötigen Umfang zu verkaufen.

So arbeite ich mit Ihnen

Ich arbeite allein. Das heißt, Gespräch, Plan und Umsetzung liegen bei derselben Person. Im Vergleich zu einer großen Agentur bedeutet das eine Kapazitätsgrenze; dafür schildern Sie mir Ihr Anliegen direkt und nicht über einen Projektleiter. Haben Sie ein sehr großes Filialnetz, empfehle ich, die Arbeit in Phasen zu teilen: zuerst Pilotfilialen, danach die Ausweitung.

Meist gehe ich so vor: zuerst ein kurzes Kennenlerngespräch, dann die Bestandsaufnahme der Filialen und der Website mit einer Zusammenfassung des Ist-Zustands, anschließend legen wir gemeinsam die Reihenfolge der Prioritäten fest. Auch die schriftliche Aufgabenteilung, wer zwischen Zentrale und Partnern welche Arbeit übernimmt, gehört zu dieser Arbeit. Für Platzierungen oder Kundenzahlen gebe ich keine Garantie, denn Suchergebnisse kann niemand garantieren. Was ich Ihnen biete, ist ein sauberer Aufbau, ein klarer Plan und eine transparente Dokumentation dessen, was ich tue.

Häufig gestellte Fragen

Braucht jeder Franchisenehmer eine eigene Website?

In den meisten Fällen nein. Eine eigene Seite für jede Filiale auf der Hauptwebsite der Marke bündelt die Autorität an einer Stelle, erleichtert die Pflege und hält die Marke einheitlich. Eine eigene Website ist nur in Ausnahmefällen sinnvoll, etwa wenn der Partner eine ganz andere Leistung anbietet oder in einem anderen Land arbeitet.

Darf ich für alle Filialseiten denselben Text verwenden?

Einen kurzen gemeinsamen Abschnitt kann es geben, aber der größte Teil der Seite sollte zur jeweiligen Filiale gehören: Anfahrt, Team, Fragen aus dem Viertel, Fotos. Kopierte Seiten, auf denen nur der Ortsname wechselt, liefern meist ein schwaches Ergebnis und nützen dem Kunden nichts.

Auf wen sollte das Google-Unternehmensprofil laufen?

Ideal ist, dass das Profil in einem Konto liegt, das die Marke kontrolliert, und der Partner Administratorrechte erhält. So bleiben Profil und Bewertungen bei der Marke, auch wenn der Partner wechselt. Wie Sie das im Vertrag formulieren, sollten Sie mit einem Rechtsanwalt besprechen.

Was geschieht mit Profil und Seite, wenn der Partnervertrag endet?

Das sollte vorher geplant sein. Schließt die Filiale, wird das Profil als dauerhaft geschlossen markiert, und die Seite wird weitergeleitet oder weist auf die Schließung hin. Übernimmt ein anderer Partner die Filiale, bleibt das Profil erhalten, und die Administratorrechte werden erneuert. Damit es keinen Streit gibt, gehören diese Schritte ins Handbuch.

Wer antwortet auf Bewertungen, die Zentrale oder der Partner?

In der Regel der Partner, weil er den Vorfall am besten kennt. Die Zentrale erstellt einen Tonleitfaden und gibt einen Fahrplan für negative Bewertungen vor. Man kann die Antworten auch bei der Zentrale bündeln; dann muss der Partner der Zentrale die Informationen zuliefern.

Wann sehe ich Ergebnisse?

Das hängt von Ihrer Ausgangslage und der Konkurrenz in Ihrer Umgebung ab. Die Korrektur falscher Adressen und Zeiten wirkt vergleichsweise schnell. Dass neue Seiten in den Suchergebnissen auftauchen, kann Wochen bis Monate dauern. Eine feste Frist oder ein Platzierungsversprechen wäre unehrlich.

Woran erkenne ich, welche meiner Filialen funktioniert?

Für jede Filialseite sollten Besuche, Anrufe per Klick und Routenanfragen getrennt gemessen werden. Die eigenen Statistiken der Unternehmensprofile ergänzen dieses Bild. Ohne Messung wissen Sie nicht, welcher Filiale Sie mehr Aufwand widmen sollten.

Was sollte ich bei der Eröffnung einer neuen Filiale beachten?

Legen Sie vor der Eröffnung das Unternehmensprofil an, bereiten Sie die Filialseite aus der Vorlage vor, tragen Sie sie in die Filialliste der Hauptwebsite ein und prüfen Sie, dass Adresse, Telefonnummer und weitere Angaben überall gleich sind. Leiten Sie auch die Eröffnungsankündigung auf diese Seite, damit sich das Interesse an einer Stelle sammelt.

Wenn Sie für Ihr Franchise-Netz eine Ordnung für lokales SEO aufbauen oder eine unübersichtliche Struktur sortieren möchten, können Sie sich auf meiner Seite zu lokalem SEO den Leistungsumfang ansehen und mir kurz schreiben, wie viele Filialen Sie haben und in welchem Zustand Ihre Website ist. Dann schauen wir gemeinsam, was Vorrang hat.

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