Ihr Geschäft ist schön, das Schaufenster liebevoll gestaltet, die Kollektion gut ausgewählt. Trotzdem klingelt das Telefon, gerade vor der Hochzeitssaison, seltener, als Sie es sich wünschen. Viele Bräute entdecken Sie zuerst auf Instagram, finden Ihre Kleider schön und tippen dann bei Google „brautkleider modelle“ oder „brautmode geschäft berlin“ ein, um sich andere Geschäfte anzusehen. Taucht Ihre Website bei diesen Suchen nicht auf, steht die Braut vielleicht nie bei Ihnen in der Tür. Genau hier setzt SEO für Brautmodengeschäfte und Abendmode an. Ich bin Ümit Kırkoç, Webdesigner und SEO-Berater, ich arbeite allein von Istanbul aus, und in diesem Artikel erkläre ich, wie die Website eines Brautmoden- oder Abendmodegeschäfts bei Google sichtbar wird, welche Seiten sie braucht und womit man anfängt. Wo es passt, sage ich auch offen, was meine SEO-Beratung umfasst und was nicht.
SEO bedeutet, kurz gesagt, die Arbeit daran, dass Ihre Website bei Google erscheint, wenn Ihre Kundinnen suchen. Anders als bei Anzeigen verschwinden Sie nicht, sobald Sie aufhören zu zahlen; richtig aufgebaut, bringt eine einmal geschaffene Ordnung lange Zeit Anfragen. Bei einem emotionalen und teuren Kauf wie einem Brautkleid ist das Ganze allerdings etwas anderes als bei einem Schuhgeschäft. Eine Braut entscheidet nicht im Vorbeigehen. Sie recherchiert über Monate, besucht mehrere Geschäfte und sammelt eine Menge Informationen, bevor sie sich für eines entscheidet. Liefert Ihre Seite diese Informationen nicht, liefert sie Ihre Konkurrenz.
Wie unterscheiden sich Suchen nach Brautmode und Abendmode von anderen Branchen?
Wer ein Brautkleid sucht, benutzt selten nur ein einziges Wort. Zuerst tippt sie zur Inspiration „brautkleider modelle“ ein, dann wird es konkreter: „prinzessin brautkleid“, „schlichtes brautkleid“, „boho brautkleid“. Nach einer Weile geht es um das Geschäft: „brautmode berlin“, „brautmodengeschäft in meiner nähe“. Am Ende gibt sie vielleicht den Namen eines Geschäfts ein und liest dessen Bewertungen. Dieselbe Person sucht also innerhalb weniger Wochen mit ganz unterschiedlichen Absichten.
Diese Unterscheidung ist wichtig, denn jede Absicht verlangt eine eigene Antwort in Form einer eigenen Seite. Wer „brautkleider modelle“ eingibt, sucht noch kein Geschäft; sie schaut Fotos an; für sie braucht es eine Kollektionsseite. Wer „brautmode berlin“ eingibt, möchte einen Termin in der Nähe vereinbaren; für sie braucht es eine Seite mit Adresse, Öffnungszeiten und einem klaren Weg zum Termin. Packen Sie alles auf eine einzige Startseite, weiß Google nicht, welche Seite zu welcher Suche passt, und zeigt in vielen Fällen gar keine von Ihnen.
Bei der Abendmode liegt die Sache etwas anders. Wer ein Abendkleid kauft, braucht es meist für einen bestimmten Anlass mit festem Datum: Verlobung, Abiball, Polterabend, Hochzeitsgast, Silvesterfeier. Suchen wie „verlobungskleid“, „abiballkleid“, „abendkleid für hochzeitsgast“ oder „abendkleid leihen“ hängen am Anlass und an der Jahreszeit. Hier zählen Tempo und Verfügbarkeit: Gibt es das Kleid in meiner Größe und Farbe, und wann kann ich zur Anprobe kommen?
Das Beispiel oben zeigt, warum bei einer lokalen Suche wie „brautmode geschäft berlin“ eine Seite, die Leistungen, Adresse und Terminmöglichkeit offen nennt, öfter angeklickt wird als eine allgemeine Liste mit Dutzenden Geschäften. Es ist ein erfundenes Beispiel, keine echte Messung. Die Grundidee stimmt aber: Die Seite, die auf die gesuchte Sache direkt antwortet, gewinnt.
Die Suchen Ihrer Kundinnen: Wer will was und wann?
Bevor Sie Seiten planen, sollten Sie wissen, was die Menschen tatsächlich eintippen. Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Suchtypen zusammen, die ich bei einem Brautmoden- und Abendmodegeschäft für typisch halte, jeweils mit der passenden Seite. Zahlen nenne ich bewusst nicht, denn die Suchmengen hängen stark von Stadt, Saison und Stil Ihres Geschäfts ab. Wie groß eine Suche in Ihrer Region wirklich ist, zeigt ein Recherchewerkzeug.
Die Lehre aus der Tabelle ist einfach: Zu jedem Suchtyp gehört eine eigene Seite. Fehlt die Seite, geht die Suche verloren. Gibt es auf Ihrer Website zum Beispiel keine Seite zum Thema „Abendkleid leihen“, findet Sie niemand, der danach sucht, denn Google hat schlicht nichts, was es zeigen könnte.
Hinzu kommt: Bräute übernehmen ihre Suchbegriffe oft von einem Foto, das sie gerade gesehen haben. Gesucht wird nach Modellnamen wie „Spitzen-Brautkleid“, „rückenfreies Brautkleid“, „Meerjungfrau-Brautkleid“ oder „A-Linie“. Der Schnitt, den Sie im Verkaufsgespräch mit einem Fachwort bezeichnen, heißt für die Kundin vielleicht ganz anders. Schreiben Sie Ihre Seiten deshalb mit den Wörtern der Kundinnen, neben Ihren eigenen Fachwörtern. Am einfachsten gelingt das, wenn Sie einige Wochen lang notieren, mit welchen Worten Bräute beim ersten Anruf oder in der ersten Nachricht fragen. Diese Liste ist ein verlässlicherer Ausgangspunkt als jedes Werkzeug.
Der Entscheidungsweg der Braut: Inspiration, Recherche, Termin
Ein Brautkleid kauft man nicht auf einen Schlag, es ist ein Weg. Wenn Sie diesen Weg kennen, wissen Sie, was Ihre Website in welcher Phase liefern muss.
Ganz oben im Trichter steht die Inspiration: Pinterest, Instagram, Hochzeitsblogs. Hier wirken soziale Netzwerke stärker als SEO, aber auch Suchen wie „brautkleider modelle“ gehören in diese Phase. In der Mitte folgt die Recherche: Die Braut vergleicht mehrere Geschäfte, Bewertungen und Seiten. Ganz unten stehen Anprobe und Termin: Sie hat sich entschieden und wählt nur noch, wohin sie geht. Aufgabe Ihrer Website ist es, die Besucherin in jedem Schritt zum nächsten zu führen, also von der Inspirationsseite zur Kollektionsseite und von dort zur Terminseite.
Viele Geschäftsseiten reißen diese Kette ab. Es gibt eine Galerie mit schönen Fotos, aber darunter nicht einmal den Hinweis, wie man einen Termin bekommt. Oder es gibt ein Terminformular, aber nichts darüber, wer Sie sind, wo Sie sind und wie eine Anprobe abläuft. Dabei will eine Braut vor dem Besuch wissen, was sie erwartet: Wie lange dauert die Anprobe, wie viele Begleitpersonen dürfen mitkommen, wie laufen Maßnehmen und Änderungen ab? Eine Seite, die das erklärt, schafft Vertrauen und sagt zugleich Google, worum es auf der Seite geht.
Welche Seiten sollte Ihre Website haben?
Bei Brautmoden- und Abendmodegeschäften beginnt es oft mit demselben Fehler: Die gesamte Kollektion steht auf einer einzigen Seite, man scrollt, und die Fotos laufen vorbei. Optisch kann das hübsch sein, für Suchmaschinen ist es schwach. Die Seite handelt nämlich nicht von einer Sache, sondern gleichzeitig von Brautkleidern, Abendkleidern, Verlobungskleidern und Accessoires.
Mein Vorschlag sieht so aus: eine eigene Seite für jede Hauptproduktgruppe (Brautkleider, Abendkleider, Verlobungs- und Polterabend-Kleider, falls vorhanden Leihkleider), eine eigene Seite für jeden wichtigen Schnitt oder Stil (zum Beispiel Prinzessin, Meerjungfrau, schlicht, boho), eine Seite über das Geschäft, eine Seite zu Termin und Anprobe sowie häufige Fragen. Sie müssen nicht alles auf einmal bauen; beginnen Sie mit den zwei oder drei Gruppen, die am häufigsten gesucht werden.
Auf einer Schnitt-Seite wie im Bild steht ganz oben der Name des Schnitts mit einer kurzen Beschreibung, darunter gut gemachte Fotos, dann ein ehrlicher Hinweis, für wen der Schnitt passt, danach der Weg zum Termin für die Anprobe und ganz unten häufige Fragen. Der Abschnitt „Für wen“ ist besonders nützlich, weil Bräute genau das wissen wollen. Vermeiden Sie aber Übertreibung: Statt „steht jeder“ schreiben Sie schlicht, bei welcher Figur oder bei welchem Hochzeitsstil der Schnitt besser wirkt.
Ebenso wichtig ist die Seite zu Ihrem Geschäft. Nennen Sie Adresse, Öffnungszeiten, Telefonnummer, Kartenlink, Parkmöglichkeiten, Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln und alles, was Begleitpersonen vor der Anprobe wissen sollten. Diese Angaben müssen mit Ihrem Google-Unternehmensprofil genau übereinstimmen; schon eine kleine Abweichung schadet dem Vertrauen.
Das Google-Unternehmensprofil: Der kürzeste Weg zum Geschäft
Bei lokalen Suchen, etwa „brautmode in meiner nähe“ oder mit Stadt- oder Bezirksnamen, zeigt Google meist die Karte und die Unternehmensprofile. Auch wenn Ihre eigene Website nicht weit vorne steht, können Sie mit einem gut gepflegten Profil auftauchen. Für Brautmodengeschäfte ist das aus meiner Sicht sogar wichtiger als die Website selbst und sollte zuerst erledigt werden.
Die Punkte der Checkliste wirken simpel, fehlen aber in vielen Geschäften. Die fünf wichtigsten sind: die passende Kategorie (zum Beispiel „Brautmodengeschäft“, wenn es eine genaue Entsprechung gibt), aktuelle Öffnungszeiten, echte Fotos von außen und innen, eine Beschreibung der Leistungen und ein Link zur Terminbuchung. Zu den Fotos ein Hinweis: In dieser Branche schaffen selbst aufgenommene Bilder Ihres Geschäfts viel mehr Vertrauen als Stockfotos. Eine Braut möchte vorher wissen, was sie hinter der Tür erwartet.
Auch Bewertungen sind hier besonders wertvoll. Weil ein Brautkleid so emotional ist, schreiben zufriedene Bräute häufig gern eine Bewertung, aber Sie müssen sie daran erinnern. Eine freundliche Nachricht am Tag der Abholung oder nach der letzten Anprobe, mit dem Link zur Bewertung, genügt. Auch das Antworten macht den Unterschied: Eine ruhige, lösungsorientierte Antwort auf eine schlechte Bewertung sagt einer künftigen Kundin oft mehr als eine gute Bewertung. Kaufen Sie keine Bewertungen und lassen Sie keine erfundenen schreiben; Google kann das erkennen, und es schadet Profil und Ruf. Auch rechtlich kann es heikel sein, Bewertungen gegen Vorteile zu erbitten oder gefälschte Bewertungen zu veröffentlichen. Bei Unsicherheit fragen Sie bitte eine Juristin oder einen Juristen.
Fotos und Ladezeit: das unsichtbare Problem der Branche
Eine Brautmodenseite lebt von großen Fotos. Das ist gut, aber wenn jede Bilddatei groß ist, lädt die Seite auf dem Handy langsam. Der größte Teil der Bräute surft mit dem Smartphone, oft über einen Link aus sozialen Netzwerken. Öffnet sich die Seite nicht binnen weniger Sekunden, geht die Besucherin zurück und landet bei Ihrer Konkurrenz.
Die Lösung besteht darin, Fotos vor dem Hochladen zu verkleinern und zu komprimieren, sie erst beim Scrollen laden zu lassen und jedem Foto eine sinnvolle Beschreibung zu geben (den sogenannten Alternativtext). Das ist ein kurzer Satz, der Menschen, die das Bild nicht sehen können, und Suchmaschinen sagt, was auf dem Foto zu sehen ist. Statt „IMG_4521.jpg“ schreiben Sie etwa „Prinzessin-Brautkleid mit Spitze und rückenfreiem Ausschnitt, Vorderansicht“. Das hilft der Barrierefreiheit und auch der Bildersuche. Bei Brautmode hat die Google-Bildersuche ein beachtliches Gewicht, weil Menschen tatsächlich Fotos anschauen wollen.
Dazu kommt das Urheberrecht. Katalogfotos von Herstellern oder Lieferanten ohne Erlaubnis zu verwenden, kann Ärger bringen. Sind Sie bei den Nutzungsbedingungen unsicher, fragen Sie Ihren Lieferanten oder eine Juristin beziehungsweise einen Juristen. Selbst aufgenommene Fotos aus Ihrem Geschäft, an denen Sie die Rechte haben, sind sicher und zugleich unverwechselbar.
Saisonkalender: Was tun, wann?
In diesem Geschäft spielt die Zeit eine große Rolle. Die Hochzeitssaison ist bekannt, aber Bräute suchen schon lange vorher. Deshalb sollte die SEO-Arbeit vor der Saison geschehen, nicht erst, wenn sie beginnt. Eine neue Seite braucht Zeit, bis sie bei Google sichtbar wird; garantieren kann ich das nicht, und die Dauer unterscheidet sich von Website zu Website.
Denken Sie den Kalender so: Im Spätwinter und frühen Frühjahr nehmen die Suchen für Sommerhochzeiten zu, jetzt sollten Ihre Schnitt- und Terminseiten bereitstehen. Im Sommer steuern Sie den Hochbetrieb, sammeln Bewertungen und erstellen, mit Erlaubnis, Inhalte aus echten Hochzeitsgeschichten. Im Herbst beginnen die Bräute des nächsten Jahres zu suchen. Bei der Abendmode bilden Verlobungen, Abibälle, Hochzeitsgäste und Silvester kleine eigene Saisons. Es ist sinnvoll, die Abendmodeseiten Wochen vor dem jeweiligen Anlass zu aktualisieren.
Genaue Termine müssen Sie nach Ihrer Region und Ihrem Geschäft festlegen; der Kalender ist ein Rahmen und gilt nicht für jedes Geschäft gleich. Ein Blick auf die Terminbuchungen des letzten Jahres zeigt Ihnen, in welchen Monaten bei Ihnen viel los ist, und das ist viel genauer als jede Schätzung.
Zwei Beispielszenarien
Die folgenden zwei Szenarien sind erfunden. Sie beschreiben kein echtes Geschäft und keine echte Person. Sie sollen zeigen, wie derselbe Ausgangspunkt auf zwei Wegen weitergehen kann.
Szenario 1: Kleines Atelier mit einer einzigen Galerie-Seite
Angenommen, es gibt in einer deutschen Großstadt ein kleines Brautmodenatelier in guter Lage. Die Website besteht aus einer einzigen Seite: oben ein Slogan, darunter Hunderte Fotos, ganz unten eine Telefonnummer. Die Inhaberin ist mit den Kundinnen von Instagram zufrieden, bemerkt aber, dass über Google fast niemand kommt. „Wer meinen Namen eintippt, findet mich, aber wer ein Brautkleid sucht, nicht“, sagt sie.
In diesem Fall wäre der erste Schritt, die eine Seite aufzuteilen. Es entstehen eigene Seiten für Brautkleider, Abendkleider und Verlobungskleider, Schnitt-Seiten für die zwei, drei meistgesuchten Stile sowie eine Seite zu Geschäft und Termin. Das Google-Unternehmensprofil wird überprüft; Kategorie, Zeiten und Fotos werden aktualisiert. Danach wird eine feste Gewohnheit eingeführt, um Bewertungen zu bekommen. Nichts davon garantiert ein schnelles Ergebnis; aber das Geschäft hat nun eine Struktur, die eine Suchmaschine versteht. Nach einigen Monaten wird beobachtet, bei welchen Suchen es sichtbar wird, und die Seiten werden anhand dieser Daten weiterentwickelt.
Szenario 2: Abendmodegeschäft mit mehreren Filialen
Das zweite, ebenfalls erfundene Beispiel ist ein Abendmodegeschäft mit Filialen in zwei Stadtteilen. Auf der Website stehen beide Filialen auf einer Seite, mit einer einzigen Adresse und gemischten Telefonangaben. Im Google-Profil steht eine Filiale in der falschen Kategorie, die Zeiten der anderen sind veraltet. Der Inhaber beklagt, dass das Geschäft bei Suchen wie „Verlobungskleid“ und „Abiballkleid“ überhaupt nicht auftaucht.
Hier wäre der erste Schritt, die Filialangaben zu trennen. Jede Filiale bekommt eine eigene Seite, eine eigene Adresse, eine eigene Telefonnummer und ein eigenes Profil; die Angaben werden überall gleich geschrieben. Danach entstehen Seiten nach Anlass: Verlobung, Abiball, Hochzeitsgast, besondere Feier. Auf jeder Seite genügt es zu erklären, welche Kleider für den Anlass gern gewählt werden, wie Anprobe und Maßnehmen ablaufen und wie früh man kommen sollte. So weiß die Kundin, was sie wo findet, und Google versteht, welche Seite zu welcher Suche passt.
Schritt für Schritt: Wo fängt man an?
Betrachten Sie SEO als Projekt, dann sehen Sie, dass die Reihenfolge Sinn hat. Die folgenden Schritte sind der allgemeine Weg, den ich bei einem Brautmoden- oder Abendmodegeschäft gehe. Nicht in jedem Geschäft läuft es in genau dieser Reihenfolge, aber das Gerüst steht fest.
Der erste Schritt ist, die Lage zu verstehen: Was macht Ihre Website gut, was schlecht, und bei welchen Suchen erscheinen Sie schon? Der zweite Schritt ist der Suchplan: Ich bestimme, welche Suchen für Sie wertvoll sind und welche Seiten fehlen. Der dritte Schritt ist die Umsetzung: Seiten werden geschrieben oder überarbeitet, Fotos optimiert, das Unternehmensprofil korrigiert. Der vierte Schritt ist die Beobachtung: Ich messe, bei welchen Suchen Sie sichtbar werden und welche Seiten Termine bringen, und mache entsprechend weiter.
Das Wichtigste an diesem Ablauf ist, dass im ersten Schritt wirklich zugehört wird, wer Sie sind und was Sie verkaufen. Ist Ihr Geschäft hochpreisig oder preisgünstig, spezialisiert auf Brautmode mit Ärmeln und höherem Ausschnitt, verleihen Sie auch Kleider? Die Antworten bestimmen, welche Suchen zu Ihnen passen. Eine Website, die allen alles sagen will, sagt niemandem etwas Klares.
Häufige Fehler
Die häufigsten Fehler in dieser Branche sind eher Planungsfehler als technische. Die meisten entstehen aus guten Absichten, deren Folgen nicht durchdacht wurden.
Der erste Fehler ist, sich nur auf das schöne Aussehen der Seite zu konzentrieren. Gutes Design ist wichtig, aber eine Suchmaschine liest Text. Steht unter einem Foto keine einzige Zeile, kann Google nicht richtig erfassen, worum es auf der Seite geht. Der zweite Fehler ist, die ganze Kollektion auf einer Seite zu halten; dazu habe ich oben das Nötige gesagt. Der dritte Fehler ist, keinerlei Information zum Preis zu geben, also nur „Preis auf Anfrage“. Eine Zahl müssen Sie nicht nennen, aber wenn Sie erklären, wovon der Preis abhängt (Stoff, Verarbeitung, Änderungen nach Maß), erleichtert das der Kundin die Entscheidung.
Der vierte Fehler ist, das Unternehmensprofil einmal anzulegen und zu vergessen. Zeiten ändern sich, es gibt Betriebsferien, eine neue Kollektion kommt; bleibt das Profil nicht aktuell, kommen Kundinnen mit falschen Angaben, und Vertrauen geht verloren. Der fünfte Fehler ist, denselben Text auf mehrere Seiten zu kopieren. Tragen die Seite „Prinzessin-Brautkleid“ und die Seite „Ballkleid“ denselben Absatz, kann Google nicht entscheiden, welche es zeigen soll. Der sechste Fehler ist, die Website nie auf dem Handy zu testen. Öffnen Sie Ihre Seite auf dem eigenen Telefon, mit mobilen Daten, und versuchen Sie, den Terminbutton zu erreichen. Fällt es Ihnen schwer, fällt es der Kundin auch schwer.
KI-Antworten und Ihr Brautmodengeschäft
Es gibt noch eine Veränderung: Menschen fragen nicht mehr nur Google, sondern auch KI-Werkzeuge wie ChatGPT. Auf Fragen wie „Worauf sollte ich bei der Wahl eines Brautmodengeschäfts achten?“ schreiben diese Werkzeuge eine Antwort und nennen manchmal auch ihre Quellen. Damit in solchen Antworten genannt zu werden, beruht auf demselben Gedanken wie die klassische SEO, um die es hier geht: Eine Website, die klar, korrekt, in sich stimmig und zitierwürdig ist, hat bessere Chancen, in solchen Antworten aufzutauchen. Garantieren kann ich das nicht; wie die Werkzeuge ihre Quellen auswählen, ändert sich mit der Zeit.
In einer Antwort wie im Bild zählt das Werkzeug meist einige Kriterien auf: Ablauf der Anprobe, Bewertungen, Preistransparenz, Änderungsmöglichkeiten. Haben Sie auf Ihrer Website zu jedem dieser Punkte einen klaren Text, wird es für das Werkzeug leichter, Sie zu finden. Deshalb ist es sinnvoll, Fragen wie „Wie läuft ein Termin ab?“, „Wie funktionieren Änderungen und Maßnehmen?“ und „Kann man ein Kleid leihen?“ auf Ihrer Seite offen zu beantworten; das hilft der Kundin und den Werkzeugen zugleich. Ich nenne diesen Bereich kurz GEO: die Arbeit daran, in KI-Antworten zu erscheinen. Details habe ich in anderen Artikeln beschrieben. Wichtig ist hier nur: Ist Ihre klassische SEO solide, starten Sie auch hier im Vorteil.
Was Sie selbst tun können und wann ein Profi sinnvoll ist
Vieles können Sie selbst erledigen, und wenn Sie es tun, arbeiten Sie mit einem Profi später effizienter. Sie können Ihr Google-Unternehmensprofil vollständig ausfüllen, Fotos aktualisieren, das Bitten um Bewertungen zur Gewohnheit machen und prüfen, dass Adresse, Zeiten und Telefonnummer überall gleich lauten. Außerdem sind die häufigsten Fragen, die Bräute im Geschäft stellen, eine wertvolle und kostenlose Quelle für Inhalte: Notieren Sie sie und beantworten Sie sie auf Ihrer Website.
Fachliche Hilfe lohnt sich in folgenden Fällen: wenn Ihre Website langsam ist und Sie den Grund nicht finden, wenn der Aufbau der Seite keine neuen Seiten zulässt, wenn Sie mehrere Filialen haben, wenn Sie nicht verstehen, warum Sie bei Suchen nicht auftauchen, oder wenn Sie seit Jahren Mühe investieren, ohne Ergebnis. Ein Profi zaubert nicht; er zeigt Ihnen, welche Arbeit Vorrang hat und was Sie umsonst tun. Oft liegt der größte Nutzen darin, Zeit und Geld zu sparen, die in die falsche Richtung fließen würden.
Die Trennung im Vergleich ist keine harte Linie. Viele Geschäfte erledigen die Alltagsarbeit selbst (Profil pflegen, Bewertungen beantworten, Fotos der neuen Kollektion) und arbeiten für Technik und Plan mit einem Profi. Das ist für Budget und Zeit eine vernünftige Aufteilung.
Wovon die Kosten abhängen
In diesem Artikel nenne ich keine Zahlen, denn die Kosten für SEO hängen stark vom Umfang ab. Wovon, kann ich offen sagen. Der erste Faktor ist der heutige Stand Ihrer Website: Eine Seite neu aufzubauen ist etwas anderes, als eine bestehende zu verbessern. Der zweite Faktor ist die Zahl der Seiten: nur Brautkleider, oder Brautkleider, Abendkleider, Verlobungskleider und Leihkleider zusammen? Der dritte Faktor ist die Zahl der Filialen und Stadtteile; jede Filiale braucht eigene Arbeit. Der vierte ist der Umfang der Inhalte: Wie viele Schnitt-Seiten und wie viele Frage-und-Antwort-Bereiche sind zu schreiben? Der fünfte ist die Konkurrenz: In einer dicht besetzten Stadt mit vielen etablierten Geschäften braucht es eine längere und intensivere Arbeit.
Dazu kommt die Arbeitsform: Möchten Sie eine einmalige Überarbeitung oder eine laufende monatliche Betreuung? Eine einmalige Überarbeitung legt ein stabiles Fundament; die monatliche Betreuung passt zur Vorbereitung vor der Saison, zu neuen Kollektionsseiten und zur Beobachtung. Was zu Ihnen passt, sage ich Ihnen offen, nachdem ich Ihr Geschäft kennengelernt habe. Sie haben ein Recht darauf, im Angebot zu sehen, was wofür enthalten ist; seien Sie vorsichtig bei Angeboten, die nur „SEO inklusive“ sagen und keine Einzelheiten nennen.
So arbeite ich mit Ihnen
Ich arbeite allein. Die Person, die mit Ihnen spricht, ist also die Person, die die Arbeit macht; es gibt keinen Projektleiter und keinen Vertriebsmitarbeiter dazwischen. Im ersten Gespräch höre ich mir Ihr Geschäft, Ihre Ziele und den Zustand Ihrer Website an. Danach sage ich Ihnen, was wirklich nötig ist und was nicht. Eine unnötige Leistung verkaufe ich nicht. Manchmal brauchen Sie nur ein korrigiertes Profil und ein paar zusätzliche Seiten; das sage ich Ihnen dann offen.
In jeder Phase erkläre ich in einfachen Worten, was ich tue; muss ich einen Fachbegriff benutzen, sage ich, warum. Ein Ergebnis garantiere ich nicht, denn niemand kontrolliert die Platzierung bei Google. Was ich zusagen kann: die richtigen Arbeiten in der richtigen Reihenfolge zu machen, damit Ihr Geschäft zu dem passt, wonach gesucht wird, und Ihnen zu zeigen, was funktioniert.
Häufig gestellte Fragen
Wie lange dauert es, bis SEO für ein Brautmodengeschäft wirkt?
Eine feste Dauer kann ich nicht nennen, denn sie hängt vom Alter Ihrer Website, von der Konkurrenz und von der geleisteten Arbeit ab. Im Allgemeinen kann es Wochen oder Monate dauern, bis neue Seiten bei Google sichtbar werden. Ich empfehle deshalb, vor der Hochzeitssaison anzufangen; beginnen Sie erst, wenn die Saison läuft, sehen Sie die Wirkung eher in der nächsten.
Reicht Instagram nicht aus, braucht man wirklich eine Website?
Instagram ist in der Inspirationsphase sehr stark, aber bei Google-Suchen wie „brautmode geschäft berlin“ erscheinen meist Websites und Unternehmensprofile. Außerdem gehört die Website Ihnen; ändern sich die Regeln oder der Zugang eines Social-Media-Kontos, bleibt sie Ihr einziger fester Besitz. Betrachten Sie beides als zwei Kanäle, die sich ergänzen.
Was ist wichtiger: das Google-Unternehmensprofil oder die Website?
Bei lokalen Suchen arbeiten beide zusammen. Wer ein Geschäft in der Nähe sucht, sieht meist zuerst die Karte; das Profil ist daher dringend und kann schneller wirken als die Website. Für Modellsuchen und ausführliche Informationen brauchen Sie aber die Website. Haben Sie nur Zeit für eines, vervollständigen Sie zuerst das Profil und gehen dann zur Website über.
Muss ich für jedes Modell eine eigene Seite anlegen?
Nein. Für jedes einzelne Kleid eine eigene Seite zu erstellen, ist in den meisten Geschäften überflüssig. Wichtig sind Seiten für die Schnitte und Stile, die wirklich gesucht werden (Prinzessin, Meerjungfrau, schlicht, boho). Auf diesen Seiten können Sie mehrere Kleider zeigen. Welche Schnitte für Sie wertvoll sind, lässt sich anhand von Suchdaten gemeinsam festlegen.
Schadet es bei Google, wenn ich keine Preise auf die Website schreibe?
Eine direkte Strafe gibt es nicht. Bekommt eine Kundin aber überhaupt keine Vorstellung vom Preis, geht sie womöglich zu einem Geschäft, das offener ist. Wollen Sie keine Zahlen nennen, erklären Sie in allgemeinen Worten, wovon der Preis abhängt und in welchen Bereichen Ihre Kollektionen liegen. Das ist ehrlich und schafft Vertrauen.
Wie sammle ich Bewertungen?
Der beste Zeitpunkt ist die Abholung des Kleides oder die Zeit nach der letzten Anprobe, wenn die Zufriedenheit am größten ist. Schicken Sie eine freundliche Nachricht mit dem Bewertungslink. Nehmen Sie keinen Einfluss auf den Inhalt und bieten Sie für positive Bewertungen keinen Rabatt und kein Geschenk an; die Regeln der Plattformen und das Wettbewerbsrecht können das einschränken, prüfen Sie im Zweifel die Bedingungen oder fragen Sie eine Juristin oder einen Juristen. Beantworten Sie jede Bewertung, ob gut oder schlecht, respektvoll.
Brauche ich für Leihkleider eine eigene Seite?
Ja, wenn Sie einen Verleih anbieten, ist eine eigene Seite sinnvoll. Wer „Abendkleid leihen“ oder „Brautkleid leihen“ sucht, hat eine andere Absicht als jemand, der kaufen will; Leihdauer, Kaution, Reinigung und Änderungen sind andere Fragen. Beschreiben Sie auf dieser Seite Ablauf und Bedingungen klar; für verbindliche Vertragsbedingungen fragen Sie bei Bedarf eine Juristin oder einen Juristen.
Was mache ich bei mehreren Filialen?
Legen Sie für jede Filiale eine eigene Seite, ein eigenes Google-Unternehmensprofil und überall genau gleiche Adress- und Telefonangaben an. Mehrere Filialen auf einer Seite verwirren Kundinnen und Suchmaschine. Schreiben Sie auf jeder Seite getrennt, welche Stadtteile die Filiale bedient und welche Besonderheiten dort gelten (Anfahrt, Parkplatz und Ähnliches).
Wenn Sie gemeinsam klären möchten, wie Sie die Website Ihres Brautmoden- oder Abendmodegeschäfts bei Google sichtbarer machen und mehr Terminanfragen bekommen, erreichen Sie mich über meine SEO-Beratung; ich höre Ihnen zu und sage Ihnen offen, was wirklich nötig ist.