Sie betreiben seit Jahren einen Onlineshop. Er ist langsam geworden, auf dem Smartphone sieht er schlecht aus, jede neue Zahlungsart macht Ärger, und der Kontakt zu der Person oder Firma, die die Software gebaut hat, ist dünn geworden. Deshalb suchen Sie jetzt nach „Onlineshop Relaunch“ oder „Shop Plattform wechseln“. Hinter all dem steht vermutlich eine Sorge: Was passiert mit meinen Google-Platzierungen und meinen Bestellungen, wenn ich den neuen Shop starte?
Die Sorge ist berechtigt. Ein schlecht geplanter Umzug kann Sichtbarkeit, die sich über Jahre aufgebaut hat, innerhalb weniger Wochen spürbar schwächen. Ein gut geplanter Umzug lässt das Risiko dagegen weitgehend beherrschbar werden. Ich bin Ümit Kırkoç, Webdesigner und SEO-Berater, und ich arbeite allein von Istanbul aus. In diesem Artikel erkläre ich den Unterschied zwischen Relaunch und Plattformwechsel, was bei einem Umzug verloren gehen kann und wie ich solch ein Projekt Schritt für Schritt angehe. Für den allgemeinen Rahmen finden Sie meine Leistung Website erstellen beschrieben. Hier geht es aber zuerst um Ihren Shop.
Relaunch oder Plattformwechsel: Das ist nicht dasselbe
Viele Menschen werfen beides in einen Topf. Beides heißt „den Shop erneuern“, dabei unterscheiden sich Risiko und Aufwand erheblich.
Ein Design-Relaunch behält die bestehende Plattform bei und verändert Aussehen, Seitenaufbau und Bedienung. Die Plattform ist die Software, die Ihren Shop antreibt: das System, das Produkte, Warenkorb, Zahlung und Bestellungen verwaltet. Beim Relaunch bleibt dieses System an seinem Platz. Die Adressen Ihrer Produktseiten bleiben meistens gleich, und die Bestellhistorie liegt unverändert dort, wo sie war.
Bei einem Plattformwechsel tauschen Sie dagegen das System selbst aus. Zum Beispiel von einer alten Individualsoftware zu WooCommerce, Shopify, Shopware oder einer anderen Lösung. Produkte, Kundenkonten, Bestellungen, Adressen und Einstellungen wandern von einem System ins andere. Die Adressen der einzelnen Seiten ändern sich dabei fast immer. Genau daraus entsteht das Risiko, Platzierungen und Bestellungen zu verlieren.
Die folgende Grafik stellt beide Wege nebeneinander. Schauen Sie, welcher Seite Ihre Situation näher kommt.
Die Schlussfolgerung ist einfach: Wenn Sie nur ein Problem mit dem Aussehen haben, müssen Sie die Plattform womöglich gar nicht wechseln. Liegt das Problem bei Tempo, Sicherheit, Zahlungsanbindung oder der Verwaltung, dann ist meistens das System selbst der Engpass, und ein Wechsel lässt sich kaum vermeiden.
Brauchen Sie wirklich eine neue Plattform?
Nicht jedes Problem rechtfertigt einen Wechsel. Eine neue Plattform kostet Geld, braucht Zeit und birgt beim Umzug Risiken. Deshalb lohnt sich zuerst eine ehrliche Antwort auf diese Frage: Bremst das aktuelle System wirklich Ihr Wachstum, oder sind Sie nur des Aussehens überdrüssig?
Ein Wechsel ist häufig sinnvoll, wenn die Software keine Sicherheitsupdates mehr bekommt, wenn sich Zahlungs- oder Versandanbindungen nicht mehr einbauen lassen, wenn der Shop mit wachsendem Sortiment unerträglich langsam wird, wenn die Person hinter der Software nicht mehr erreichbar ist oder wenn Sie für jede kleine Änderung auf fremde Hilfe angewiesen sind. Geht es dagegen nur um ein veraltetes Design, ist ein Relaunch auf der vorhandenen Plattform meist günstiger und weniger riskant.
Dieses Schema soll Orientierung geben, es ist kein Urteil. In Ihrem Fall spielen auch die Zahl der Produkte, die genutzten Marktplätze, Ihre Buchhaltungssoftware und die technischen Gewohnheiten Ihres Teams eine Rolle.
Was beim Umzug wirklich verloren geht
Die Sichtbarkeit bei Google hängt in einem Onlineshop an einzelnen Seiten. Jedes Produkt, jede Kategorie und jeder Blogbeitrag belegt mit seiner eigenen Adresse (URL) einen Platz in den Suchergebnissen. An jeder dieser Adressen hängt über die Zeit angesammeltes Vertrauen: Verlinkungen von anderen Websites, das Klickverhalten der Nutzer und die Tatsache, dass Google die Seite kennt.
Ändern sich die Adressen beim Plattformwechsel und richtet niemand Weiterleitungen von den alten auf die neuen Adressen ein, sieht Google die alten Seiten als „nicht gefunden“. Das angesammelte Vertrauen geht verloren. Auf der Kundenseite passiert etwas Ähnliches: Wer einen alten Link anklickt, landet auf einer Fehlerseite und kommt meist nicht zurück.
Am häufigsten gehen beim Umzug diese Dinge verloren:
- Suchverkehr über alte Produkt- und Kategorieadressen
- Titel, Beschreibungen und eigene Texte auf den Produktseiten
- Kundenbewertungen und Sterne
- Strukturierte Daten zu Preis und Bestand (unsichtbare Auszeichnungen, mit denen Google Ihr Produkt versteht)
- Tracking-Codes, also die Messung, welche Anzeige wie viele Bestellungen gebracht hat
- Bestellhistorie und gespeicherte Adressen der Kunden
Das meiste auf dieser Liste ist für Kunden unsichtbar. Deshalb heißt es nach dem Start oft: „Der Shop sieht toll aus“, und zwei Wochen später gehen die Bestellungen zurück, ohne dass jemand den Grund erkennt.
Wie suchen Kunden im Onlineshop, und welche Seiten brauchen Sie?
Die Suchmaschinenoptimierung (SEO) eines Shops funktioniert anders als bei einer reinen Dienstleistungsseite. Bei einer Arztpraxis oder Kanzlei reichen oft wenige Seiten. In einem Onlineshop arbeiten drei Seitentypen zusammen.
Kategorieseiten bedienen breite Suchen. Wer „Herren Geldbörse Leder“ eintippt, will in der Regel nicht ein einzelnes Produkt sehen, sondern Auswahl. Am besten beantwortet diese Suche eine Kategorieseite, die die Produkte sauber auflistet und einen kurzen Ratgebertext enthält.
Produktseiten bedienen konkrete Suchen. Wer Marke, Modell, Größe oder Farbe eingibt, steht kurz vor dem Kauf. Auf dieser Seite gehören ein eigener Produkttext, klare Fotos, der Lagerstatus, Versandinformationen und die Rückgabebedingungen hin.
Info-Seiten und Blogbeiträge bedienen die Fragen vor der Entscheidung. „Welche Geldbörsengröße passt zu mir“ oder „Wie pflege ich Leder“ sind Suchen, die vor dem Kauf stattfinden. Diese Seiten füllen den Warenkorb nicht sofort, aber sie schaffen Vertrauen.
Hinzu kommt, dass sich die Suchgewohnheiten verändern. Menschen fragen nach Produkten zunehmend auch KI-Assistenten, und dort ist wichtig, welche Shops in den Antworten genannt werden. Klar und ordentlich geschriebene Produktinformationen helfen Ihnen sowohl bei Google als auch bei diesen Assistenten.
Diese Grafik zeigt ein erfundenes Beispiel. Entscheidend ist, dass auch der neue Shop diese drei Seitentypen behält oder stärkt. Bei einem Plattformwechsel ist die Vorlage oft „schön“, aber die Kategorieseiten haben weniger Text und eine schwächere Filterstruktur. Das kostet unbemerkt Platzierungen.
Beispielszenario 1: Der Umzug, der die Adressen vergaß
Dies ist ein erfundenes Beispiel, keine reale Firma. Stellen Sie sich einen kleinen Accessoire-Shop vor. Er läuft seit Jahren auf einer alten Individualsoftware, und seine Kategorieseiten erscheinen regelmäßig in den Suchergebnissen. Die Inhaberin ist das Tempo und das Aussehen leid und beschließt den Wechsel. Der neue Shop wird gebaut, die Produkte werden übernommen, das Design ist deutlich schöner.
Am Starttag wird der alte Shop abgeschaltet und der neue geöffnet. Die alten Produktadressen passen aber nicht zur neuen Adressstruktur, und es gibt keine Weiterleitungen. In den ersten Tagen fällt das nicht auf, denn Anzeigen und Social-Media-Verkehr landen auf der neuen Startseite. Einige Wochen später sinken die Besuche über Google spürbar, weil Google die alten Adressen nicht mehr findet und die neuen erst wieder kennenlernen muss.
Das Problem war weder die Plattform noch das Design. Es war die fehlende Landkarte der Adressen. Hätte jemand vorab eine Zuordnungsliste von alten zu neuen Adressen erstellt und Weiterleitungen eingerichtet, wäre der größere Teil des Verlusts vermeidbar gewesen. Eine Weiterleitung ist ein dauerhafter Wegweiser: Er schickt Besucher und Google automatisch von der alten zur neuen Adresse.
Beispielszenario 2: Der Umzug ohne Test des Bestellvorgangs
Auch das ist ein erfundenes Beispiel. Denken Sie an einen mittelgroßen Shop für Heimtextilien. Beim Wechsel wurden die Adressen korrekt weitergeleitet, die Google-Seite ist weitgehend geschützt. Am Starttag fehlt jedoch eine Einstellung der Verbindung zum Zahlungsanbieter im Live-System. Kunden legen Artikel in den Warenkorb, bekommen im Zahlungsschritt eine Fehlermeldung und verlassen den Shop.
Der Inhaber erfährt es erst, als ein Kunde anruft und sagt, er könne nicht bezahlen. Bis dahin gab es Besuche und Interesse, aber keine Bestellungen. Weil der Tracking-Code im neuen Shop außerdem nicht eingerichtet war, zeigte auch die Anzeigenverwaltung das Ausmaß nicht klar an.
Die Lehre daraus: Ein Umzug bedeutet nicht nur, Seiten zu verschieben. Warenkorb, Zahlung, Versandberechnung, E-Mail-Benachrichtigungen und Rechnungsstellung müssen mit einer echten Testbestellung von Anfang bis Ende geprüft werden.
Der Trichter zeigt den Weg eines Besuchers zur Bestellung. Eine kleine Störung in einem Schritt leert alles, was danach kommt. Deshalb ist der Test vor dem Start mehr als die Prüfung, ob die Seite sich öffnen lässt.
Der sichere Umzug Schritt für Schritt
Ich gehe so ein Projekt in einer festen Reihenfolge an. Der Sinn dieser Reihenfolge ist, in jeder Phase einen Weg zurück offenzuhalten.
Die folgende Grafik fasst die Hauptschritte kurz zusammen. Jeden Schritt erkläre ich direkt darunter genauer.
1. Den bestehenden Shop aufnehmen
Zuerst halte ich fest, was im alten Shop vorhanden ist: die Adressen aller Produkt-, Kategorie- und Info-Seiten, welche Seiten Google-Besucher bringen, welche Seiten von außen verlinkt sind und welche Seiten Bestellungen auslösen. Diese Liste ist die Landkarte des Umzugs. Ohne Landkarte lässt sich hinterher kaum noch feststellen, was verloren gegangen ist.
Die Punkte dieser Checkliste lassen sich auch ohne technisches Wissen abfragen. Einfache Fragen wie „Bringt uns diese Seite noch Bestellungen?“ bilden häufig schon den ersten Filter.
2. Die neue Plattform auswählen
Die Wahl der Plattform ist keine Frage der Mode, sondern des Bedarfs. Entscheidend sind die Zahl Ihrer Produkte, Varianten (Farbe, Größe, Maß), Ihre Marktplatz-Anbindungen, Ihre Buchhaltungs- und Versandprogramme, die Gewohnheiten Ihres Teams und Ihre künftigen Ziele. Gehostete Fertiglösungen bieten schnellen Start und bequeme Pflege, sind aber begrenzt anpassbar. Open-Source-Lösungen sind flexibler, doch Sicherheit und Updates liegen bei Ihnen oder bei der Person, die den Shop betreut. Individuelle Software ist am flexibelsten, macht aber am abhängigsten.
Lesen Sie die Tabelle als Ausgangspunkt. Keine Option passt für alle. Welche für Sie richtig ist, zeigt sich erst, wenn man Ihre Abläufe betrachtet.
3. Adresszuordnung und Weiterleitungsplan erstellen
Steht die Adressstruktur des neuen Shops fest, wird für jede wichtige alte Adresse die neue Entsprechung festgehalten. Ich halte die Adressstruktur möglichst ähnlich zur alten, das erleichtert vieles. Für Seiten ohne direkte Entsprechung leite ich auf die nächstliegende Kategorie weiter. Eine pauschale Weiterleitung auf die Startseite ist meist keine gute Lösung, weil sie Nutzer wie Google in die Irre führt.
4. Produktinhalte und SEO-Einstellungen übernehmen
Produkttitel, Beschreibungen, Bilder, Bild-Alternativtexte, Kategorietexte, Bewertungen und Seitentitel (die blaue Überschrift im Suchergebnis) werden vollständig ins neue System übertragen. Ein häufiger Fehler: Bei der Übernahme bleiben diese Felder leer, oder das System füllt sie mit automatischen, allgemeinen Texten. Dadurch werden sorgfältig geschriebene Seiten auf einmal austauschbar.
5. Von Anfang bis Ende im Testsystem prüfen
Bevor der neue Shop online geht, wird er in einer nicht öffentlichen Testversion ausprobiert. Man legt Artikel in den Warenkorb, löst einen Gutschein ein, bezahlt mit verschiedenen Zahlungsarten, prüft, ob die Versandkosten stimmen, kontrolliert, ob die Bestell-E-Mails ankommen, und spielt denselben Ablauf auf dem Smartphone durch. Das Testsystem muss für Suchmaschinen gesperrt sein, sonst sieht Google zwei Kopien Ihres Shops.
6. Den Startzeitpunkt klug wählen
Starke Kampagnenzeiten, die Wochen vor Weihnachten oder Aktionstage wie der Black Friday sind ungünstige Zeitpunkte für einen Umzug. Ich wähle einen Zeitraum mit eher ruhigem Bestellaufkommen. Am Starttag müssen Weiterleitungen, Tracking-Codes und die Sitemap (die Kartendatei, die Google über Ihre Seiten informiert) bereitliegen.
7. Nach dem Start eng begleiten
In den ersten Wochen beobachte ich regelmäßig Fehlerseiten, Bestellzahlen, Zahlungsfehler und die Frage, wie Google die neuen Adressen aufnimmt. Kleine Schwankungen können normal sein. Zeigt sich aber eine Unregelmäßigkeit, ist schnelles Eingreifen nötig. Für mich ist ein Umzug nicht am Starttag beendet, sondern erst dann, wenn ich gesehen habe, dass die ersten Wochen ruhig verlaufen.
Die Zeiträume im Plan sind nicht bei jedem Shop gleich. Viele Produkte und viele Schnittstellen verlängern die Dauer. Ein Ergebnis in den Rankings lässt sich damit aber nicht versprechen.
Wie sollte die neue Produktseite aussehen?
Ein Plattformwechsel ist auch eine Gelegenheit, die Produktseite aufzuräumen. Das Ziel ist dabei nicht Dekoration, sondern ein leichterer Kauf. Eine gute Produktseite beantwortet die naheliegenden Fragen auf einen Blick: Was ist das, wie viele sind verfügbar, wann kommt es an, kann ich es zurückgeben, ist der Kauf sicher.
Dieser Aufbau ist keine Schablone, sondern eine Idee. Je nach Produktart ändern sich die Bereiche. Dass aber Titel, klare Fotos, Versand- und Rückgabeinformationen und Bewertungen zusammen auf der Seite stehen, hilft in fast jedem Shop.
Für Shops in Deutschland, Österreich und der Schweiz kommen rechtliche Pflichtangaben hinzu, zum Beispiel das Impressum, die Widerrufsbelehrung, Datenschutzhinweise und Preisangaben. Bei einem Plattformwechsel gehen solche Texte und Einstellungen gern verloren, wenn niemand daran denkt. Ob Ihre Angaben im neuen Shop vollständig und rechtssicher sind, kann ich nicht beurteilen. Das gehört zu einer Rechtsanwältin oder einem Rechtsanwalt mit Erfahrung im Onlinehandel.
Die häufigsten Fehler
Aus den Jahren meiner Arbeit fallen mir diese wiederkehrenden Fehler ein:
- Keine Weiterleitungen einrichten. Alle alten Adressen landen auf der Startseite oder auf einer Fehlerseite.
- Das Testsystem für Suchmaschinen offen lassen. Google sieht zwei getrennte Kopien und weiß nicht, welche es zeigen soll.
- Nach dem Start die Sperre für Suchmaschinen vergessen. Die Einstellung, die Google im Test ausgesperrt hat, bleibt nach dem Start aktiv, und der Shop verschwindet aus den Suchergebnissen.
- Tracking-Codes nicht übernehmen. Anzeigen- und Messdaten brechen ab, und Sie wissen nicht mehr, was funktioniert.
- Produkttexte zurücksetzen. Mit Sorgfalt geschriebene Beschreibungen sind im neuen System leer oder allgemein.
- In einer starken Verkaufszeit umziehen. Geht etwas schief, trifft der Verlust die teuerste Phase.
- Kundenkonten und Bestellhistorie vergessen. Registrierte Kunden können sich nicht anmelden, und das Vertrauen leidet.
- Nur auf das Design achten. Der Shop wird hübsch, aber Kategoriestruktur und interne Verlinkung werden schwächer.
Jeder dieser Punkte kann für sich schon einen spürbaren Verlust verursachen.
Was Sie selbst tun können und wann Sie Unterstützung brauchen
Sie müssen nicht alles einer Fachperson überlassen. Einiges können Sie selbst erledigen:
- Stellen Sie fest, welche Produkte sich wirklich verkaufen und welche seit Jahren niemand anklickt. Wer unverkäufliche Produkte nicht mitnimmt, spart Arbeit.
- Sichern Sie Kundenbewertungen, Produktfotos und Beschreibungen.
- Listen Sie Ihre Schnittstellen auf: Zahlungsanbieter, Versanddienstleister, Buchhaltungsprogramm, Marktplätze.
- Schauen Sie sich die meistbesuchten Seiten des alten Shops an. Falls Sie noch keinen Zugang zur Google Search Console haben (dem kostenlosen Werkzeug, in dem Google Berichte zu Ihrer Website bereitstellt), richten Sie ihn jetzt ein.
- Notieren Sie, welche Zeit des Jahres für Sie am ruhigsten ist.
Fachliche Unterstützung brauchen Sie wirklich, wenn Sie mehrere hundert Produkte haben, wenn sich die Adressstruktur komplett ändert, wenn Sie regelmäßig Bestellungen über Google bekommen, wenn Sie in mehreren Sprachen verkaufen oder wenn Zahlungs- und Versandanbindungen kompliziert sind. In solchen Fällen kann schon eine einzige fehlende Weiterleitung zu einem großen Verlust werden.
Beim Umzug personenbezogener Daten und Kundeninformationen können für Sie gesetzliche Pflichten bestehen, etwa aus dem Datenschutzrecht. Dazu gebe ich keine verbindliche Auskunft. Fragen Sie im Zweifel eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt.
Was die Kosten bestimmt
Zahlen nenne ich Ihnen nicht, weil sich die Umzugskosten zweier Shops kaum ähneln müssen. Ich kann aber offen sagen, was den Preis beeinflusst:
- Zahl der Produkte und Kategorien. Je mehr Seiten übernommen, geprüft und weitergeleitet werden müssen, desto größer die Arbeit.
- Komplexität der Produktstruktur. Varianten wie Farbe, Größe und Maß erschweren die Übernahme.
- Gewählte Plattform. Gehostete Lösung, Open Source oder Individualsoftware: Einrichtung und laufende Kosten unterscheiden sich.
- Umfang des Designs. Eine fertige Vorlage anzupassen ist etwas anderes als ein komplett eigenes Design.
- Schnittstellen. Zahlung, Versand, Buchhaltung, Lager und Marktplätze brauchen jeweils eigene Arbeit.
- Tiefe der SEO-Absicherung. Bestandsaufnahme, Adresszuordnung, Inhaltsübernahme und Beobachtung nach dem Start sind der unsichtbare, aber wichtige Teil.
- Zahl der Sprachen. Jede weitere Sprache vervielfacht Inhalte und Adressstruktur.
- Zeitdruck. Arbeiten, die in sehr kurzer Zeit fertig sein müssen, tragen mehr Risiko.
Achten Sie beim Angebot darauf, ob Posten wie „SEO-Absicherung“ und „Weiterleitungen“ enthalten sind. Fehlen sie, wird diese Arbeit entweder nicht gemacht oder später gegen Aufpreis verlangt.
So arbeite ich mit Ihnen
Ich führe dieses Projekt allein durch. Die Person, die mit Ihnen spricht, macht also auch die Arbeit. Der Ablauf beginnt meist mit einem kurzen Kennenlerngespräch: Wir sprechen über Ihren bestehenden Shop, Ihre Probleme, die Zahl der Produkte und Ihr Ziel. Danach nehme ich den alten Shop auf, erkläre Ihnen in einfacher Sprache, was riskant ist, und lege einen Fahrplan vor.
Den neuen Shop baue ich in einer Testumgebung, und ohne Ihre Freigabe geht nichts live. Auch nach dem Start beobachte ich Ihren Shop in den ersten Wochen. Für Platzierungen oder Umsatzsteigerungen gebe ich keine Garantie, denn die kann seriös niemand geben. Was ich zusagen kann, ist mein Einsatz dafür, dass der Umzug kontrolliert, nachvollziehbar und umkehrbar verläuft.
Häufig gestellte Fragen
Sinkt mein Google-Ranking beim Plattformwechsel garantiert?
Nein, nicht garantiert. Bleiben die Adressen erhalten oder werden sie korrekt weitergeleitet, werden Inhalte vollständig übernommen und die technischen Einstellungen stimmen, fällt der Rückgang oft klein und vorübergehend aus. Versprechen lässt sich das aber nicht, und kleine Schwankungen sind normal.
Ist mein Shop während des Umzugs offline?
Bei guter Planung nein, oder nur sehr kurz. Der neue Shop wird in einer getrennten Umgebung vorbereitet und ersetzt den alten, sobald er fertig ist. Wird ein kurzes Wartungsfenster nötig, legt man es in eine ruhige Stunde.
Werden Kundenkonten und alte Bestellungen in die neue Plattform übernommen?
Bei den meisten Plattformen ist das möglich, aber es hängt vom System ab. Passwörter lassen sich aus Sicherheitsgründen meist nicht übertragen, deshalb werden Kunden gebeten, ein neues Passwort zu vergeben. Zu Ihren Pflichten beim Umgang mit personenbezogenen Daten empfehle ich Ihnen, eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt zu fragen.
Wie lange dauert ein Relaunch?
Die Dauer hängt von der Zahl der Produkte, den Schnittstellen und dem Umfang des Designs ab. Ein kleiner Shop kann in wenigen Wochen fertig sein, ein großer und komplexer braucht länger. Ein überstürzter Umzug ist der riskanteste.
Gehen die Produktbewertungen aus meinem alten Shop verloren?
Das sollten sie nicht. Die Bewertungen werden exportiert und ins neue System übernommen, das plane ich ein. Manche Bewertungs-Plugins funktionieren auf anderen Plattformen nicht. Fragen Sie deshalb vor der Wahl der Plattform, ob sich die Bewertungsdaten mitnehmen lassen.
Werden meine Anzeigen beim Umzug beeinträchtigt?
Ändern sich die Adressen, auf die Ihre Anzeigen verweisen, können sie auf alte, nicht mehr funktionierende Seiten führen. Deshalb sollten am Starttag die Anzeigenadressen geprüft und die Anzeigen bei Bedarf kurz pausiert werden. Auch die Tracking-Codes müssen im neuen Shop laufen.
Ich verkaufe auch auf Marktplätzen wie Amazon oder eBay. Sind die betroffen?
Der Shop auf dem Marktplatz läuft in seinem eigenen System weiter. Gleichen Sie aber Bestand und Produktdaten mit Ihrem eigenen Shop ab, muss diese Anbindung auf der neuen Plattform neu eingerichtet werden. Am besten steht sie gleich zu Beginn auf Ihrer Liste.
Soll ich erst den Shop erneuern und danach SEO machen lassen, oder beides zusammen?
Beides gemeinsam zu denken ist deutlich sicherer. SEO nach dem Umzug heißt, etwas Verlorenes zurückholen zu wollen. SEO vor dem Umzug zu planen bedeutet, den Verlust von vornherein zu verhindern.
Wenn Sie Ihren Shop erneuern oder die Plattform wechseln möchten, können wir gemeinsam klären, wo Sie am besten anfangen. Schreiben Sie mir über die Seite Website erstellen, ich schaue mir Ihre aktuelle Situation an und erstelle Ihnen einen ehrlichen Fahrplan.