Sie schalten Anzeigen bei Google oder Instagram. Im Bericht sieht die Zahl der Klicks ordentlich aus, doch das Telefon klingelt nicht, das Anfrageformular bleibt leer und im Terminkalender sind Lücken. Fragen Sie Ihre Agentur, hören Sie: „Der Traffic ist da, die Conversion ist niedrig.“ Dieser höfliche Satz beschreibt ein sehr konkretes Problem: Sie geben Geld aus und gewinnen keine Kunden.
Meistens liegt das Problem nicht an der Anzeige selbst, sondern an der Seite, auf der die Person nach dem Klick landet. Diese Seite nennt man Landingpage oder Zielseite. In diesem Artikel erkläre ich, was das ist, wie es sich auf Ihr Geschäft auswirkt, wie Sie bei Ihrer eigenen Seite Probleme erkennen und was Sie den Menschen fragen sollten, der sie umsetzt.
Was ist eine Landingpage, und wie unterscheidet sie sich von der Startseite?
Eine Landingpage ist die Seite, auf der jemand „landet“, der auf eine Anzeige, eine E-Mail oder einen Link geklickt hat. Ihre Startseite erzählt, wer Sie sind, und lädt Besucher ein, die ganze Website zu erkunden. Eine Landingpage hat dagegen nur eine Aufgabe: Der Besucher soll anrufen, ein Formular ausfüllen oder einen Termin buchen.
Stellen Sie sich eine Zahnarztpraxis vor, die Werbung für professionelle Zahnaufhellung schaltet. Landet der Interessent auf der Startseite, sieht er zuerst ein Menü mit „Über uns“, „Unser Team“ und „Blog“. Er möchte aber wissen, wie lange die Aufhellung dauert und wie er einen Termin bekommt. Schicken Sie ihn auf eine Seite, die nur die Zahnaufhellung erklärt und einen einzigen Terminbutton hat, findet er seine Antwort sofort. Genau dafür ist eine Landingpage für Anzeigen da.
Sagt die Seite dasselbe wie die Anzeige?
Steht in der Anzeige „Kostenlose Erstberatung am Wochenende“ und die Seite beginnt mit einer allgemeinen Firmenvorstellung, glaubt der Besucher, am falschen Ort zu sein, und geht zurück. Das ist, als würden Sie einen Laden betreten, an dem „Reinigung“ steht, und stünden vor einer Autowerkstatt. Die Person kam wegen eines Versprechens; findet sie es nicht in der ersten Sekunde wieder, verschwindet sie.
Das können Sie selbst prüfen. Klicken Sie auf Ihrem Handy auf Ihre eigene Anzeige und achten Sie auf drei Dinge:
- Wiederholt die Überschrift ganz oben das Versprechen aus der Anzeige?
- Sehen Sie ohne Scrollen, was Sie tun sollen (anrufen, Formular ausfüllen, Termin buchen)?
- Wird das Angebot aus der Anzeige auf der Seite genauso benannt?
Ist schon eine Antwort „nein“, haben Sie vielleicht die Ursache gefunden.
Fünf häufige Probleme, die Besucher vertreiben
Diese Fehler sehe ich auf den Websites meiner Kunden am häufigsten:
- Zu viele Optionen. Zehn Links im Menü, daneben Social-Media-Symbole, darunter drei verschiedene Buttons. Wer sich nicht entscheiden kann, tut nichts.
- Eine unklare Überschrift. „Ihre Adresse für Qualität“ sagt niemandem etwas. „Zahnarzttermin noch heute in Köln-Ehrenfeld“ sagt dem Besucher genau, was ihn erwartet.
- Schlechte Darstellung auf dem Handy. Die meisten Menschen klicken Anzeigen auf dem Smartphone an. Sind Buttons winzig, Texte schwer lesbar oder die Seite langsam, warten sie nicht.
- Ein langes Formular. Vorname, Nachname, Adresse, Beruf, Geburtsdatum ... Für jemanden, der nur einen Termin möchte, ist jede unnötige Frage ein weiterer verlorener Kunde. Oft genügen Name und Telefonnummer.
- Fehlendes Vertrauen. Ohne echte Bewertungen, Öffnungszeiten, Adresse, Telefonnummer und ein Foto von Ihnen fragen sich Besucher, ob das Unternehmen überhaupt echt ist.
Was Sie selbst prüfen können
Ohne jemanden zu beauftragen, schaffen Sie diesen Test an einem Nachmittag:
- Klicken Sie Ihre Anzeige mit dem Handy über mobile Daten an und schauen Sie, wie viele Sekunden die Seite zum Öffnen braucht. Auch Googles kostenloses Werkzeug PageSpeed Insights misst das; unter 2,5 Sekunden gilt als gut.
- Bitten Sie jemanden, der Sie und Ihr Geschäft nicht kennt, fünf Sekunden auf die Seite zu schauen. Fragen Sie danach: „Was bietet diese Seite an, und was soll man hier tun?“ Ist die Antwort unklar, ist die Seite unklar.
- Füllen Sie Ihr eigenes Formular aus und tippen Sie auf Ihren eigenen Telefonbutton. Vergewissern Sie sich, dass beides funktioniert. Ein defekter Button lässt Ihr Werbebudget still verpuffen.
Was der Fachmann übernimmt
Wer eine Landingpage erstellt, kümmert sich in der Regel um Folgendes:
| Bereich | Was getan wird |
|---|---|
| Botschaft | Die Überschrift der Seite greift das Versprechen der Anzeige auf |
| Vereinfachung | Unnötige Menüs und Links entfallen, ein einziges Ziel bleibt |
| Vertrauen | Echte Bewertungen, Adresse, Öffnungszeiten und Fotos kommen hinzu |
| Handy-Tauglichkeit | Buttons und Texte werden für kleine Bildschirme angepasst |
| Messung | Anrufe und Formularanfragen werden erfasst |
| Testen | Überschrift oder Buttontext werden geändert, um zu sehen, was besser wirkt |
Die Messung ist der entscheidende Punkt. Wenn Sie nicht sehen, wie viele Anrufe von der Anzeige kamen, müssen Sie raten, ob die Anzeige überhaupt etwas bringt.
Was sollten Sie Ihren Webdesigner oder Ihre Agentur fragen?
Stellen Sie beim Einholen von Angeboten diese Fragen:
- Mit welcher Anzeige wird die Seite verknüpft, und wird die Überschrift auf diese Anzeige zugeschnitten?
- Erfassen Sie Telefonanrufe und Formularanfragen? Wie zeigen Sie mir den Bericht?
- In wie vielen Sekunden lädt die Seite auf dem Handy?
- Wann schauen Sie sich die ersten Ergebnisse an, und was ändern Sie dann?
- Sind Bewertungen und Fotos echt? (Gefälschte Bewertungen oder Fotos anderer Betriebe schaden Ihnen langfristig.)
Niemand kann Ihnen eine bestimmte Zahl an Kunden garantieren. Ein seriöser Fachmann erklärt den Ablauf und die Messung und verspricht keine Ergebnisse.
Häufige Fragen
Ist eine Landingpage dasselbe wie eine Leistungsseite?
Sie ähneln sich, sind aber nicht identisch. Eine Leistungsseite ist dauerhafter Teil Ihrer Website und kann in den Google-Suchergebnissen erscheinen. Eine Landingpage wird meist für eine bestimmte Anzeige oder Aktion gebaut, hat kein Menü und ist enger fokussiert.
Braucht jedes Unternehmen eine Landingpage?
Schalten Sie keine Werbung und finden Kunden Sie über Google Maps oder Empfehlungen, brauchen Sie womöglich keine eigene. Gut gemachte Leistungsseiten erfüllen dieselbe Aufgabe. Eine separate Seite lohnt sich, wenn Sie für eine bestimmte Aktion, Leistung oder Stadt werben.
Wie lang sollte die Seite sein?
Für eine einfache Handlung wie eine Terminbuchung kann eine kurze Seite genügen. Bei einer größeren Entscheidung, etwa einem Implantat oder einer Rechtsberatung, funktioniert eine längere Seite besser, die die Fragen des Besuchers beantwortet. Entscheidend ist nicht die Länge, sondern dass jeder Abschnitt eine Frage beantwortet.
Wie oft sollte ich die Seite ändern?
Nicht ständig. Warten Sie, bis genug Besucher da waren, und schauen Sie dann hin: Sind die Anrufe niedrig, ändern Sie die Überschrift oder den Button. Wöchentliche Zufallsänderungen machen es schwer zu erkennen, was tatsächlich wirkt.
Fazit
Die Anzeige bringt den Besucher bis zu Ihrer Tür; ob er eintritt, entscheidet Ihre Seite. Ist Ihre Anzeige gut, aber Ihr Telefon still, schauen Sie zuerst auf die Seite, auf der die Menschen landen. Wenn Sie möchten, dass ein Fachmann sie für Sie plant und umsetzt, sehen Sie sich mein Angebot Website erstellen lassen an.