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Website für Exportunternehmen erstellen lassen: Worauf es ankommt

Website für Exportunternehmen erstellen lassen: Was ausländische Einkäufer prüfen, wie Katalog und Anfrageformular aufgebaut sein sollten und was die Kosten bestimmt.

Ihre Fertigung läuft, Ihr Produkt überzeugt, Ihre Preise sind wettbewerbsfähig, und trotzdem kommen Anfragen aus dem Ausland fast nur rund um Messen. Wo prüft ein Einkäufer im Ausland einen Lieferanten, den er noch nie getroffen hat? Fast immer zuerst in der Suchmaschine und danach auf Ihrer Website. Wenn Sie als Hersteller oder Exporteur Anfragen aus anderen Ländern gewinnen wollen, zeige ich Ihnen hier, was eine Website für Ihr Unternehmen enthalten muss, wovon die Kosten abhängen und worauf Sie achten sollten, wenn Sie eine Website erstellen lassen.

Wie ein ausländischer Einkäufer Sie findet und wie er Sie aussortiert

Exportgeschäft ist etwas anderes als Verkauf an Privatkunden. Auf der anderen Seite sitzt meist ein Einkaufsleiter, ein Ingenieur oder der Inhaber eines kleineren Betriebs. Seine Entscheidung betrifft seine eigenen Kunden und seinen Ruf. Deshalb fragt er nicht zuerst „Ist das günstig?“, sondern „Kann ich diesem Lieferanten vertrauen?“

Einkäufer finden Lieferanten in der Regel auf vier Wegen:

  • Suchmaschinen. Sie geben das Produkt, den Werkstoff oder die Produktfamilie ein, oft zusammen mit Wörtern wie „Lieferant“, „Hersteller“ oder dem Ländernamen.
  • Branchenverzeichnisse und Marktplätze. Dort stehen Hunderte Firmen nebeneinander. Der Einkäufer wählt drei oder vier aus und öffnet deren eigene Websites.
  • Nach der Messe. Jemand hat an Ihrem Stand Ihre Karte mitgenommen und sucht Sie im Büro heraus. Ist die Website schwach, verblasst auch der gute Eindruck von der Messe.
  • Empfehlungen und KI-Assistenten. Immer mehr Einkäufer fragen einen KI-Assistenten: „Welche Firmen fertigen dieses Teil?“ Damit der Assistent Sie nennen kann, muss Ihre Website klare, lesbare Fakten enthalten.

Beispiel einer Suchergebnisseite, auf der ein ausländischer Einkäufer zwei Lieferanten vergleicht: einer mit Werkstoff und Zertifikaten, einer nur mit einer Verzeichniszeile

Auf der Ergebnisseite entscheidet der Einkäufer in Sekunden, ob er klickt. Steht im Seitentitel klar, was Sie herstellen, und liefert die Beschreibung konkrete Angaben, klickt er eher. „Führender Anbieter hochwertiger Lösungen“ sagt dagegen nichts; diesen Satz hat er auf tausend Seiten gelesen.

Reichen Verzeichnisse aus?

Ein Verzeichniseintrag kann ein Anfang sein, trägt ein Geschäft aber selten allein. Alle passen in dieselbe Schablone: ein Logo, ein paar Zeilen Text, ein Knopf „Nachricht senden“. Sich abzuheben ist schwer, und wenn Sie die Mitgliedschaft beenden, endet auch die Sichtbarkeit. Die eigene Website gehört dagegen Ihnen. Sie baut Vertrauen auf, ist direkt auffindbar und lässt den Einkäufer ohne Umweg mit Ihnen sprechen.

Das prüft ein Einkäufer in der ersten Minute

Für einen ausländischen Einkäufer ist Ihre Website ein Vorgespräch. Wer Ihr Werk nie gesehen hat, bildet sich seinen Eindruck am Bildschirm. Dieser Eindruck beruht auf drei Fragen: Ist die Firma echt? Stellt sie her, was ich brauche? Wie erreiche ich sie?

Fünf Dinge, die ein ausländischer Einkäufer in der ersten Minute prüft: Firmenangaben, Produkt, Zertifikate, Werksfotos und der Weg zur Angebotsanfrage

Ist die Firma echt?

Nichts beruhigt einen Einkäufer so sehr wie die Gewissheit, dass Sie nichts verstecken. Nennen Sie den vollständigen Firmennamen mit Rechtsform, eine Adresse, eine Karte, eine erreichbare Telefonnummer und eine E-Mail-Adresse mit eigener Domain statt eines kostenlosen Postfachs. Viele Einkäufer suchen die Adresse auf der Karte. Passt sie zu einem echten Werk oder Lager, wächst das Vertrauen.

Fotos spielen eine größere Rolle, als viele Inhaber denken. Stockfotos, also dieselben Handschlag-Bilder, die auf Tausenden Seiten auftauchen, wirken eher schädlich. Echte Maschinen, eine echte Verpackungslinie, ein echtes Lager und echte Mitarbeiter überzeugen weit mehr. Sie müssen nicht vom Studiofotografen stammen, aber scharf, hell und aktuell sein.

Stellt die Firma her, was ich brauche?

Auf dem ersten Bildschirm will der Einkäufer verstehen, was Sie fertigen. Statt „Willkommen auf unserer Website“ gehört dorthin ein Satz zur Produktfamilie, zu den bedienten Branchen und dazu, warum man sich auf Sie verlassen kann. Zum Beispiel: „Präzisionsgedrehte Stahlteile für Automobil- und Hausgerätehersteller.“ Darunter folgen die Produktgruppen.

Beachten Sie dabei: Die Wörter, die Sie intern benutzen, sind nicht unbedingt die, die der Einkäufer eintippt. Sie sagen vielleicht „Blechbearbeitung“, der Einkäufer im Zielland sucht „sheet metal fabrication“, ein Einkäufer in einem dritten Land wieder etwas anderes. Finden Sie heraus, welche Begriffe Ihre Zielgruppe wirklich nutzt, und bauen Sie die Texte darauf auf.

Wie erreiche ich die Firma?

Will der Einkäufer eine Frage stellen oder ein Angebot anfordern, muss das in Sekunden gehen. Die Kontaktwege sollten auf jeder Seite sichtbar sein, das Formular kurz, und Telefon sowie WhatsApp können danebenstehen. In manchen Märkten läuft Geschäftliches über WhatsApp, in anderen gelten E-Mail und Formular als seriöser. Beides anzubieten ist der sicherste Weg.

Zertifikate, Referenzen und Werk: Vertrauen sichtbar machen

Im Export ist Vertrauen die halbe Miete. Sie können es auf drei Wegen zeigen.

Zertifikate. Welche Qualitäts-, Umwelt-, Lebensmittelsicherheits- oder produktspezifischen Nachweise Sie auch besitzen: Zeigen Sie sie nicht als winziges Logo, sondern nennen Sie den Namen, den Geltungsbereich (welches Produkt oder welcher Standort) und die ausstellende Stelle. Eine lesbare Kopie dazuzulegen ist ideal, denn Einkäufer fragen ohnehin danach. Eine feste Regel: Zeigen Sie nie ein Zertifikat, das Sie nicht besitzen oder das abgelaufen ist. Jede Aussage auf der Seite muss nachprüfbar sein.

Referenzen. Sie können nennen, in welche Länder oder Branchen Sie liefern. Kundennamen unterliegen oft Geheimhaltungsabreden, das wissen Einkäufer. Eine konkrete Beschreibung ohne Namen, etwa „jährliche Lieferung von Bauteilen an einen europäischen Hausgerätehersteller“, kann genügen. Erfundene Referenzen oder Logos ohne Erlaubnis sind unredlich und riskant.

Fertigungskapazität. Der Einkäufer will wissen, ob Sie den Auftrag bewältigen. Maschinenpark, Fertigungslinie, Monats- oder Jahreskapazität (die Zahlen liefern Sie), Qualitätsprüfungen, Verpackung und Versanderfahrung beantworten das. Schreiben Sie das, um das Risiko des Käufers zu senken, nicht um zu prahlen.

Warum die Seite „Über uns“ zählt

Auf Exportseiten gehört „Über uns“ zu den meistgelesenen Seiten. Der Einkäufer sucht die Geschichte, die Leitung und die Dauer der Tätigkeit. Verzichten Sie auf blumige Sätze und schreiben Sie kurze, überprüfbare Fakten: Gründungsjahr, Produktionsstandort, Entwicklung des Sortiments, Namen und Aufgaben der wichtigsten Personen. Ein Foto des Vertriebsleiters und eine direkte E-Mail-Adresse schaffen mehr Vertrauen als ein anonymes Postfach „info“.

Wie sollten Startseite und Seitenstruktur aufgebaut sein?

Eine Exportwebsite hat eine Aufgabe: den Besucher zu „Ich möchte ein Angebot“ zu führen. Jeder Abschnitt sollte diesem Weg dienen.

Empfohlener Aufbau einer Exportseite: Kopfbereich, Produktgruppen, Fertigung und Qualität, Bestellablauf und Anfrageformular

Die Reihenfolge, die ich empfehle: ganz oben ein kurzer Satz dazu, was Sie fertigen, samt Anfrageknopf; direkt darunter die Produktgruppen; dann Fertigung und Qualität; danach eine kurze Erklärung, wie eine Bestellung abläuft; ganz unten das Anfrageformular und die Kontaktdaten. Ein einfacher Aufbau verhindert, dass sich der Einkäufer verirrt.

Unterseiten: Produkt, Branche und Land

Die Startseite deckt nur einen Teil des Bedarfs ab. Um in der Suche gefunden zu werden, braucht jede Produktgruppe eine eigene Seite. Stehen „Aluminiumprofile“, „Edelstahl-Verbindungselemente“ und „Kunststoff-Spritzgussteile“ auf einer Seite, wird keines davon stark. Jede Produktseite sollte eine einfache Beschreibung, Werkstoff, Größenbereich, Normen, Einsatzbranchen, gegebenenfalls Mindestbestellmenge, allgemeine Angaben zur Lieferzeit, Verpackungsoptionen und einen Anfrageknopf für genau dieses Produkt enthalten.

Auch eigene Seiten für Branchen, die Sie bedienen, lohnen sich. Verkaufen Sie dieselbe Schraube an die Automobil- und an die Bauindustrie, stellen beide Gruppen verschiedene Fragen. Der Automobileinkäufer fragt nach Rückverfolgbarkeit und Qualitätssystem, der Baueinkäufer nach Festigkeit und Lieferterminen.

Wie sieht es auf dem Handy aus?

Ein Teil der Einkäufer öffnet die Seite am Rechner, viele tippen aber auf dem Handy auf einen Link in einer E-Mail, auf dem Weg zur Messe oder zwischen Terminen. Ist die Seite dort unübersichtlich oder langsam, schließt der Einkäufer sie und wechselt zum nächsten Lieferanten. In manchen Regionen ist die Verbindung langsam, deshalb sollten große Bilder verkleinert und Seiten schlank gehalten werden.

Produktkatalog: PDF oder Produktseiten?

Fast jeder Exporteur hat einen Katalog, meist als PDF. Das Problem: Ein PDF allein reicht nicht.

PDF-Katalog gegenüber einer Seite pro Produkt: Suche, Öffnen am Handy, Aktualisierung und Verlinkung im Vergleich

Die Schwächen eines PDF-Katalogs: Suchmaschinen lesen den Inhalt oft nicht gut oder zeigen ihn nicht als Treffer zu einem bestimmten Produkt; große Dateien laden langsam und sind am Handy mühsam zu lesen; bei einer Aktualisierung kursieren alte Fassungen weiter per E-Mail; und ein Einkäufer kann einem Kollegen keinen Link zu einem einzelnen Produkt schicken.

Die Lösung ist nicht, das PDF wegzuwerfen, sondern es als Zusatz zu behalten. Jedes Produkt bekommt eine eigene Seite, und von dort lässt sich das PDF herunterladen. So werden beide Besucher bedient: wer schnell lesen will, sieht die Seite, wer archivieren will, lädt die Datei.

Soll der Katalog-Download eine E-Mail-Adresse verlangen?

Das hängt von Ihrer Strategie ab. Eine E-Mail-Pflicht vor dem Download baut eine Interessentenliste auf, doch einige Einkäufer brechen an dieser Stelle ab. Mein üblicher Ansatz: Einen öffentlichen Katalog ohne Preise frei zugänglich lassen und ein Formular nur für besondere technische Unterlagen oder ausführliche Preislisten verlangen. Nach einigen Monaten zeigen die eingehenden Anfragen, welcher Weg bei Ihnen besser funktioniert.

Das Anfrageformular: kurz oder ausführlich?

Auf einer Exportseite ist das Anfrageformular wohl das wichtigste Element. Ein gutes Formular erfasst, was Sie brauchen, ohne den Einkäufer zu ermüden.

Ein sehr langes Formular, etwa zwanzig Felder, schreckt ab. Ein sehr kurzes, nur Name und Nachricht, verrät Ihnen weder Ernsthaftigkeit noch Details der Anfrage. Der Mittelweg ist, nach dem zu fragen, was der Einkäufer ohnehin weiß:

  • Name und Firma
  • Geschäftliche E-Mail und optional Telefon
  • Land (wichtig für Fracht und Papiere)
  • Produkt von Interesse (Auswahlliste)
  • Geschätzte Menge oder Bedarf
  • Freitextfeld mit der Möglichkeit, Zeichnung oder Spezifikation anzuhängen

Schnell zu antworten ist ebenso wichtig wie das Formular selbst. Ein ausländischer Einkäufer schickt dieselbe Anfrage oft an drei oder vier Lieferanten, und wer zuerst antwortet, bekommt meist das Gespräch. Prüfen Sie deshalb regelmäßig, ob das Formular wirklich im Posteingang landet und nicht im Spam, und ob die Benachrichtigung die richtige Person erreicht.

Was passiert nach dem Absenden?

Drückt der Einkäufer auf „Senden“, sollte der Bildschirm klar sagen, dass die Anfrage angekommen ist und wann er mit einer Antwort rechnen kann. Eine automatische Bestätigungsmail zeigt zusätzlich, dass die Anfrage nicht verschwunden ist. Dieses kleine Detail stärkt den Eindruck von Seriosität.

Sprachen: welche und wie?

Eine häufige Frage von Exporteuren: Reicht Englisch? Das hängt vom Zielmarkt ab. Englisch ist für viele Einkäufer die gemeinsame Sprache und als Anfang oft ausreichend. In Märkten wie Frankreich, Spanien, Russland, dem Nahen Osten oder Lateinamerika kann eine Seite in der Landessprache Vertrauen und Anfragequote spürbar erhöhen, weil viele Einkäufer Produkte in ihrer Sprache suchen.

Fragen Sie sich:

  1. Aus welchen Ländern kommen heute die meisten Anfragen, und welche wollen Sie erreichen?
  2. In welcher Sprache sucht ein Einkäufer dort nach Ihrem Produkt?
  3. Können Sie die Seite aktuell halten? Eine halbfertige Übersetzung ist schlechter als keine.

Zur Übersetzungsqualität bin ich deutlich: Maschinelle Übersetzung ungeprüft zu veröffentlichen ist bei einem technischen Produkt riskant. Eine falsche Maßeinheit, ein unklarer Werkstoffname oder ein holpriger Satz lässt den Einkäufer fragen, ob die Firma seriös ist. Die Texte sollte jemand prüfen, der die Sprache und die Branche kennt. Wichtig sind außerdem eine eigene Seite je Sprache, ein leicht auffindbarer Sprachwechsel und eine sinnvolle Adressstruktur je Fassung.

Wie werden Sie in der Suche gefunden?

Eine gute Seite nützt nichts, wenn sie niemand findet. Bei einer Exportseite beruht die Auffindbarkeit auf zwei Dingen.

Seiten in den Wörtern des Einkäufers. Titel und erster Absatz jeder Produktseite sollten den Ausdruck enthalten, den der Einkäufer eintippt. Benennen Sie ein Produkt nur mit internem Code oder einem lokalen Begriff, finden ausländische Einkäufer Sie nicht. Verwenden Sie den gebräuchlichen internationalen Begriff, den Normnamen und alternative Schreibweisen natürlich im Text.

Technische Grundlage. Schnelles Laden, saubere Darstellung am Handy, passende Titel und Beschreibungen und die richtige Meldung jeder Sprachfassung an die Suchmaschinen sollten beim Bau der Seite von Anfang an eingerichtet werden. Ein später aufgesetztes „SEO-Pflaster“ bleibt meist lückenhaft. In meiner Arbeit wird diese Grundlage von Beginn an als Teil der Seite vorbereitet.

Vertrauen Sie niemandem, der Platzierungen garantiert. Die Position in der Suche hängt von vielen Faktoren ab, und niemand kann Seite eins versprechen. Richtig ist, die Seite nach den Wörtern und Informationen zu bauen, die Ihr Einkäufer sucht; Ergebnisse kommen mit der Zeit.

Wovon hängen die Kosten einer Exportwebsite ab?

Ich nenne in diesem Artikel keine Zahlen, weil zwei Exportseiten im Umfang stark abweichen können. Die wichtigsten Einflüsse:

  • Seitenzahl. Eine Seite mit zehn Produktgruppen ist nicht dieselbe Arbeit wie eine mit zweihundert Produkten.
  • Sprachanzahl. Jede Sprache bedeutet zusätzliche Seiten, Inhalte und Prüfung.
  • Art des Designs. Eine fertige Vorlage zu nutzen oder ein Design für Ihre Marke zu entwickeln, erfordert unterschiedlich viel Arbeit.
  • Stand der Inhalte. Bringen Sie Texte, Produktdaten und Fotos fertig mit, geht es schneller; werden sie gemeinsam erstellt, dauert es länger.
  • Besondere Funktionen. Produktfilter, mehrstufige Anfrage, Download-Bereich für Dokumente oder ein Kundenlogin erweitern den Umfang.
  • Fotografie. Wenn Werk und Produkte fotografiert werden müssen, ist das ein eigener Posten.
  • Zeitplan. Eine eilige Lieferung beeinflusst Planung und Preis.

Für einen klaren Preis müssen Sie den Umfang schriftlich sehen. Nach dem ersten Gespräch erstelle ich ein schriftliches Angebot mit Umfang und Zeitplan.

Angebote vergleichen: woran Sie Anbieter messen

Der Unterschied zwischen zwei Angeboten sollte nie nur der Preis sein. Fragen Sie beim Vergleich:

Steht der Umfang schriftlich da? Wie viele Seiten, wie viele Sprachen, welche Formulare, wie viele Korrekturschleifen: Das gehört ins Angebot. „Wir erstellen Ihre Website“ genügt nicht.

Ist das Design für Sie gemacht? Die Farben einer fertigen Vorlage zu ändern ist etwas anderes als ein individuelles Design. Wissen Sie, was Sie kaufen.

Wer macht die Inhalte? Sind Texte, Übersetzung und Fotos enthalten oder nicht? Hier beginnen die meisten Verzögerungen und Spannungen.

Auf wen läuft die Domain und das Hosting? Domain (etwa ihre-firma.de) und Hosting-Konto sollten auf Ihren Namen laufen. Trennen Sie sich vom Ersteller, muss die Kontrolle bei Ihnen bleiben.

Gibt es Unterstützung nach dem Start? Kleine Korrekturen, ein neues Produkt, ein Ansprechpartner bei Fehlern: Das sollte klar sein.

Werden frühere Arbeiten gezeigt? Öffnen Sie echte Seiten des Anbieters und testen Sie sie am Handy. Laden sie schnell, lassen sie sich gut lesen?

Gibt es übertriebene Versprechen? „Wir bringen Sie auf Platz eins“ oder „Ihre Aufträge vervielfachen sich“ sind Warnsignale. Ein seriöser Anbieter sagt, dass er das nicht garantieren kann.

So arbeite ich mit Ihnen

Ich bin als Webdesigner allein tätig, die Person, mit der Sie sprechen, baut auch Ihre Seite. Der Ablauf hat fünf Schritte.

So arbeite ich mit Ihnen: Kennenlernen, Design, Umsetzung und Inhalte, Prüfung und Start, nach dem Start

Zuerst sprechen wir über Ihr Unternehmen, Ihre Produkte, Ihre Käufer und Ihre Erwartungen an die Seite; danach schicke ich ein schriftliches Angebot mit Umfang und Zeitplan. Im Designschritt bereite ich die Startseite und eine Beispielunterseite vor und gehe ohne Ihre Freigabe nicht weiter. Das freigegebene Design wird zur funktionierenden Seite, Texte und Bilder kommen hinein. Vor dem Start teste ich auf Handy, Tablet und Rechner, Sie werfen einen letzten Blick darauf, und wir gehen online. Nach dem Start melde ich die Seite bei Google an und beobachte sie in den ersten Wochen genau.

Wissen Sie nicht, was Sie schreiben sollen, ist das kein Problem; mit den Informationen von Ihnen erarbeiten wir die Texte der Leistungsseiten gemeinsam. Unternehmen, die eine mehrsprachige Seite für Kunden im Ausland möchten, gehören zu den Projekten, die ich betreue; Sprachen und Umfang klären wir bei der Angebotserstellung.

Häufige Fehler

Diese Probleme sehe ich auf Exportseiten am häufigsten:

Häufige Fehler auf Exportseiten: zu viele Produkte auf einer Seite, ungeprüfte Übersetzung, winziges Zertifikatslogo, veraltete Kontaktdaten, langes Formular

Alles auf eine Seite packen. Stehen alle Produkte auf einer Seite, findet der Einkäufer nicht, was er sucht, und die Suchmaschine versteht nicht, worum es geht.

Die Übersetzung nicht prüfen. Bei technischen Produkten kann ein falscher Begriff eine falsche Bestellung bedeuten.

Zertifikate verstecken. Sie besitzen einen wertvollen Nachweis, aber die Seite zeigt nur ein kleines Symbol. Der Einkäufer sieht nicht, was er abdeckt.

Veraltete Angaben. Eine aufgegebene Adresse, eine tote Telefonnummer oder ein nicht mehr verkauftes Produkt zerstört Vertrauen schnell. Prüfen Sie alles mehrmals im Jahr.

Ein langes, kompliziertes Formular. Jedes zusätzliche Feld kostet einige Einkäufer. Fragen Sie nicht nach dem, was Sie nicht wirklich brauchen.

Einmal bauen und vergessen. Ohne neue Produkte, neue Zertifikate und neue Werksfotos altert die Seite. Planen Sie regelmäßig Zeit ein, auch wenn es wenig ist.

Geschwindigkeit und Handy vernachlässigen. Riesige Werksfotos machen die Seite langsam, und eine Seite, die am Handy nicht öffnet, verliert den Einkäufer.

Zwei hypothetische Beispiele

Das sind keine echten Kundengeschichten, sondern erfundene Szenarien, um den Ablauf zu zeigen.

Angenommen, Sie leiten einen mittelgroßen Bekleidungshersteller. Ihre Website besteht aus einer Startseite in einer Sprache und einem schweren Katalog-PDF. Anfragen aus dem Ausland beschränken sich auf ein paar E-Mails nach Messen. Die Aufgabe wäre hier: eine Seite auf Englisch (plus eine zweite Sprache je nach Zielmarkt) aufzubauen, Produktgruppen auf eigene Seiten zu verteilen, Stoff- und Kapazitätsangaben zu schreiben, Zertifikate mit Namen zu zeigen und ein kurzes Anfrageformular einzubauen. Das Katalog-PDF bleibt als Download. Ein Ergebnis ist nicht garantiert, aber wenn ein Einkäufer nach Ihnen sucht, findet er nun etwas Lesbares und kann über das Formular fragen.

Angenommen, Sie sind ein kleiner Exporteur von Olivenöl und Feinkost. Ihre Seite hat gute Fotos, aber keine Angaben zu Herstellung, Kennzeichnung, Lebensmittelsicherheits-Dokumenten oder Lieferbedingungen. Ihre Käufer sind meist Großhändler oder Einkäufer von Handelsketten, und deren erste Frage gilt Ihren Nachweisen. Nötig ist kein großer Umbau: eine Seite „Qualität und Nachweise“, die jedes Zertifikat mit Namen beschreibt, eine Produktseite mit Verpackungs- und Palettenoptionen und ein Formular für Musteranfragen. Diese Arbeit ist kürzer.

Wann Sie das nicht brauchen

Ehrlich gesagt muss nicht jeder Exporteur eine neue Website beauftragen.

  • Sind alle Ihre Kunden langjährige Abnehmer, die Sie direkt anrufen, und suchen Sie keine neuen, spielt die Seite eine kleinere Rolle.
  • Bringt Ihre aktuelle Seite bereits regelmäßig Anfragen, genügt es womöglich, eine fehlende Seite oder das Formular zu verbessern, statt alles neu zu bauen.
  • Läuft Ihr Verkauf vollständig über einen einzigen großen Marktplatz oder einen einzigen Konzernkunden, hat eine eigene Seite vielleicht keine Priorität.
  • Ist Ihr Produkt noch nicht fertig oder reicht die Kapazität für einen neuen Abnehmer nicht, festigen Sie zuerst die Fertigung.

Selbst machen oder Fachleuten überlassen?

Mit Baukästen können Sie eine Seite selbst erstellen, und für einen sehr kleinen Anfang ist das vernünftig. Haben Sie Zeit, wenige Produkte und nur eine Sprache, kann das genügen. Wünschen Sie aber mehrere Sprachen, viele Produkte, suchmaschinenfreundliche Seiten, ein sauber funktionierendes Anfrageformular und einen professionellen Auftritt, spart die Zusammenarbeit mit jemandem, der das kennt, Zeit und vermeidet teure Fehler. Sie können auch allein beginnen und später einen Fachmann hinzuholen; dann muss mancher Teil unter Umständen neu gebaut werden.

Entscheidungsweg, ob ein Exporteur eine neue Website braucht: bringt die aktuelle Seite Anfragen, wird sie verbessert, sonst neu aufgebaut

Häufig gestellte Fragen

Braucht ein Exporteur wirklich eine Website?

Wenn Sie neue Käufer gewinnen wollen, ja. Ein ausländischer Einkäufer sieht sich fast immer die Website an, bevor er mit einem unbekannten Lieferanten spricht. Fehlt sie oder ist sie schwach, wechselt er zum nächsten Betrieb. Arbeiten Sie nur mit Bestandskunden, ist der Bedarf kleiner.

Reicht eine Seite nur auf Englisch?

Für den Anfang oft ja. Zielen Sie auf ein bestimmtes Land, können Seiten in dessen Sprache Vertrauen und Auffindbarkeit steigern. Eine gut gemachte einsprachige Seite ist besser als eine halbfertige mehrsprachige.

Worauf achten Einkäufer zuerst?

Auf Zeichen, dass die Firma echt ist (Adresse, Telefon, Werksfotos), auf das, was Sie herstellen, auf Ihre Zertifikate und darauf, wie leicht sich ein Angebot anfragen lässt. Fehlt das oder ist es vage, können Sie ausscheiden, bevor ein Gespräch beginnt.

Welche Felder gehören ins Anfrageformular?

Name, Firma, geschäftliche E-Mail, Land, Produkt von Interesse, geschätzte Menge und eine freie Nachricht sind ein guter Anfang. Mehr Felder verlängern das Formular und können die Zahl der Anfragen senken.

Genügt ein PDF-Katalog?

Ein PDF ist nützlich, reicht aber allein nicht. Suchmaschinen lesen es oft schlecht, am Handy ist es mühsam und die Pflege ist aufwendig. Gesünder ist es, pro Produkt eine Seite anzulegen und das PDF zusätzlich anzubieten.

Wann kommen nach dem Start die ersten Anfragen?

Das kann niemand garantieren. Es hängt von Branche, Wettbewerb, Produkt und Zielmarkt ab, und Sichtbarkeit in der Suche braucht Zeit. Eine saubere Seite verbessert die Chancen, aber einen Zeitraum oder eine Platzierung zu versprechen wäre unehrlich.

Wovon hängen die Kosten ab?

Von Seiten- und Sprachanzahl, davon, ob das Design individuell ist, vom Stand der Inhalte, besonderen Funktionen und dem Zeitplan. Für einen klaren Preis muss der Umfang schriftlich besprochen werden.

Womit fange ich bei einer Seite für ausländische Kunden an?

Wählen Sie Ihren Zielmarkt und das Produkt, das Sie am liebsten verkaufen. Bauen Sie dann ein Fundament: eine vollständige Seite für dieses Produkt, ein Anfrageformular und die Vertrauensangaben (Adresse, Nachweise, Werksfotos). Weitere Produkte und Sprachen folgen danach.

Möchten Sie eine Seite, die Käufer im Ausland anspricht, schnell verstanden wird und Angebotsanfragen sammelt, schreiben Sie mir kurz zu Ihren Produkten und Ihrem Zielmarkt; nach der Klärung des Umfangs melde ich mich mit einem schriftlichen Angebot. Wie ich arbeite, sehen Sie auch auf der Seite Website erstellen lassen.

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Sprechen wir über Ihre Website

Schreiben Sie in ein paar Sätzen, was Ihr Unternehmen macht und was Sie sich wünschen; ich melde mich mit einem schriftlichen Angebot mit passendem Umfang und Zeitplan.