Lokales SEO··5 Min. Lesezeit

Welche Fotos gehören in Ihr Google-Unternehmensprofil?

Welche Fotos gehören ins Google-Unternehmensprofil, was sollten Sie lieber weglassen und wie bleibt alles aktuell? Verständlich erklärt für Inhaber.

Ein Kunde findet Sie auf der Karte. Er sieht Ihren Namen, Ihre Sterne, Ihre Telefonnummer. Dann tippt er auf die Fotos. Dort ist entweder ein unscharfes Bild der Eingangstür, ein Eröffnungsfoto von vor drei Jahren samt Mittagessen, das jemand aus Versehen hochgeladen hat, oder gar nichts. Der Kunde entscheidet in zwei Sekunden: Gehe ich hin oder nicht?

Die Fotos sind das Schaufenster Ihres Google-Unternehmensprofils, also des Kastens, der bei der Suche und in Maps erscheint. Die Leute schauen ins Schaufenster, bevor sie eintreten. In diesem Beitrag zeige ich, welche Fotos im Google-Unternehmensprofil nicht fehlen sollten und worauf Sie achten müssen. Wie man das Profil anlegt, erkläre ich hier nicht, sondern wie man es gut füllt.

Warum sind Fotos so wichtig?

Denken Sie an die Suche nach einem Restaurant in einem fremden Viertel. Sie lesen die Bewertungen und schauen sich dann die Bilder an. Ein Foto zeigt, was eine Bewertung nicht sagt: ob der Ort sauber wirkt, ob es Parkplätze gibt, wo der Eingang ist und wie es drinnen aussieht.

Fotos schaffen außerdem Vertrauen. Ein echtes Bild von einem echten Ort sagt: Dieser Betrieb existiert und hat geöffnet. Ein bestimmtes Ergebnis kann ich nicht versprechen, aber ein leeres oder lieblos gepflegtes Profil lässt Menschen zögern.

Welche Fotos gehören immer dazu?

Nutzen Sie die folgende Liste als Checkliste.

Außenansicht: damit man Sie findet

Das ist das nützlichste Foto überhaupt. Laden Sie mindestens zwei Bilder von der Straße aus hoch, auf denen Schild und Eingang zu sehen sind: eines nah, eines aus etwas Abstand. Wenn der Kunde der Karte bis zu Ihrer Tür folgt, soll er denken: Ja, hier ist es. Liegt Ihr Betrieb im Hinterhof, im Obergeschoss oder hinter einem Tor, zeigen Sie auch den Weg zum Eingang. Ein Foto erklärt „Klingel drücken, zweiter Stock“ besser als ein Absatz.

Innenräume: was sehe ich, wenn ich eintrete?

Wartebereich, Empfang, Sitzplätze, Arbeitsbereich. Fotografieren Sie bei Tageslicht und in aufgeräumter, sauberer Umgebung. Bei einem Hotel sind es Zimmer und Gemeinschaftsräume, beim Friseur die Stühle und die Spiegelwand, bei der Zahnarztpraxis der Wartebereich und ein Gesamteindruck des Behandlungsraums.

Team: wen treffe ich?

Ein fremder Ort kann einschüchtern. Ein natürliches, lächelndes Foto von Ihnen oder Ihrem Team nimmt diese Distanz. Arbeiten Sie allein, ist ein Foto von Ihnen selbst eine sehr gute Idee. Veröffentlichen Sie Bilder anderer Personen nur mit deren Einverständnis, fragen Sie Ihre Mitarbeitenden also vorher.

Bei der Arbeit: zeigen Sie, was Sie tun

Der Handwerker im Einsatz, die Köchin in der Küche, die Anwältin am Besprechungstisch. So werden Sie vom „Betrieb“ zu jemandem, der sein Fach versteht. Sind Gesichter oder Wohnungen von Kunden erkennbar, verwenden Sie das Bild nur mit deren Zustimmung.

Produkte und Vorher-nachher-Bilder

Bei Malern, Tischlern, Gartenbauern oder Reinigungsfirmen überzeugt ein Vorher-nachher-Foto sehr. Fragen Sie um Erlaubnis, wenn man daran das Zuhause oder persönliche Dinge eines Kunden erkennen könnte. Im Gesundheitsbereich (Zahnmedizin, ästhetische Behandlungen, Hautpflege) sollten Sie bei Vorher-nachher-Bildern besonders vorsichtig sein. Für die Werbung in diesem Feld gelten strenge Regeln; was Sie zeigen dürfen, klären Sie mit Ihrer Kammer oder einer Rechtsberatung. Im Zweifel sind Fotos von Räumen und Geräten die sicherere Wahl.

Logo und Titelbild

Das Logo ist die kleine runde Visitenkarte Ihres Profils und sollte auch zugeschnitten klar erkennbar sein. Das Titelbild ist das große Bild, das die meisten sehen. Wählen Sie das eine Motiv, das Ihren Betrieb am besten zeigt, und nehmen Sie lieber ein echtes Foto der Räume als ein Plakat voller Text.

Foto Was es dem Kunden sagt
Außenansicht Wie er Sie findet
Innenräume In was für einen Ort er eintritt
Team Wen er trifft
Bei der Arbeit Dass Sie Ihr Fach beherrschen
Produkte / Vorher-nachher Was er erwarten kann
Logo und Titelbild Hilft beim Wiedererkennen

Warum keine Stockfotos?

Ein glänzendes Bild lächelnder Menschen aus dem Internet kann schön aussehen. Findet der Kunde beim Eintreten aber etwas anderes vor, fühlt er sich getäuscht. Ein Stockfoto kann auch den Eindruck erwecken, dass der Ort gar nicht echt ist. Ihr eigenes Foto ist vielleicht nicht perfekt, aber ehrlich, und Kunden spüren den Unterschied.

Für die meisten Zwecke genügt die Handykamera. Beachten Sie:

  • Wischen Sie die Linse ab. Fingerabdrücke sind der häufigste Fehler.
  • Wählen Sie eine Tageszeit mit Tageslicht und verzichten Sie auf Filter.
  • Fotografieren Sie im Querformat und halten Sie das Bild gerade.
  • Räumen Sie vorher weg, was im Bild stört.

Fotos aktuell halten

Fotos lädt man nicht einmal hoch und vergisst sie dann. Haben Sie renoviert, sind Sie umgezogen oder haben das Schild erneuert, aktualisieren Sie auch die Bilder. Ein altes Foto lässt Kunden fragen: Hat das hier überhaupt noch auf? Machen Sie es sich zur Gewohnheit, jeden Monat ein paar neue Fotos hinzuzufügen. Ein Jahreszeitenwechsel, ein neues Produkt oder ein neues Teammitglied sind gute Anlässe.

Fotos, die Kunden hochladen

Auch Kunden können Fotos zu Ihrem Profil hinzufügen, und Sie haben darauf nicht immer Einfluss. Die guten helfen Ihnen. Unpassende oder falsche, etwa das Bild eines anderen Ortes oder etwas Unangemessenes, können Sie über das Profil melden. Die Bedienung ändert sich, deshalb beschreibe ich die Schritte nicht; wer Ihr Profil betreut, kennt sie.

Wenn Sie einen zufriedenen Kunden um eine Bewertung bitten, dürfen Sie freundlich erwähnen, dass auch ein Foto hilft. Bieten Sie dafür aber keinen Rabatt und kein Geschenk an.

Was Sie Ihrer Fachperson sagen sollten

Wenn jemand anderes Ihr Profil betreut, verlangen Sie:

  • Dass Außenansicht, Innenräume, Team und Arbeitsfotos vorhanden sind.
  • Dass die Fotos Ihre tatsächlichen Räume zeigen.
  • Dass in sensiblen Bereichen wie Gesundheit die Werbevorschriften beachtet werden.
  • Einen Plan, die Fotos alle drei Monate aufzufrischen.

Häufige Fragen

Wie viele Fotos sollte ich hochladen?

Eine feste Zahl gibt es nicht. Beginnen Sie mit einigen Bildern von jeder Art und erweitern Sie nach und nach. Wenige echte Fotos sind besser als viele schlechte.

Brauche ich einen professionellen Fotografen?

Nein. Saubere Handyfotos bei gutem Licht reichen für die meisten Betriebe. Haben Sie das Budget, kann ein Fotograf einen Unterschied machen, besonders bei Hotels und Restaurants, wo Bilder verkaufen.

Darf ich ein Foto mit dem Gesicht eines Kunden veröffentlichen?

Nur mit ausdrücklicher Einwilligung. Sind Sie unsicher, zeigen Sie das Gesicht nicht. Fragen Sie bei Datenschutzthemen eine Rechtsberatung.

Kann ich ein schlechtes Foto löschen?

Fotos, die Sie selbst hochgeladen haben, können Sie löschen. Fotos von Kunden können Sie nicht löschen, bei Unangemessenem aber melden.

Fazit

Ein gutes Fotoset ist nicht teuer, braucht aber Geduld: echte, aktuelle Bilder, die zeigen, was Kunden wissen wollen. So wird Ihr Profil nicht nur gefunden, sondern auch gewählt. Wenn Sie Ihr Profil gemeinsam durchgehen und klären möchten, was fehlt, erreichen Sie mich über die Seite Lokale SEO.

Tags

fotos im google unternehmensprofilwelche fotos google unternehmensprofilunternehmensfotos google mapsfotos für lokale unternehmengoogle maps fotos

Werden Sie in Ihrer Region sichtbar

Schreiben Sie mir den Namen Ihres Unternehmens und Ihre Region; ich sage Ihnen, wie Sie derzeit auf der Karte erscheinen und was fehlt.