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Welche Seiten braucht eine Unternehmenswebsite?

Welche Seiten braucht Ihre Firmenwebsite wirklich, und was kann später folgen? Eine einfache Checkliste zu Startseite, Leistungen, Kontakt und Datenschutz.

Sie wollen eine Website erstellen lassen, und vor Ihnen liegt eine Liste: Startseite, Über uns, Leistungen, Blog, Galerie, Referenzen, FAQ, Kontakt. Die eine Person sagt: „Nehmen Sie alles.“ Die andere meint: „Drei Seiten reichen.“ Wer hat recht? Und für welche Seiten lohnen sich Geld und Zeit?

Aus Ihrem eigenen Alltag kennen Sie das: In einem Laden stellt man keine überflüssigen Regale auf, aber ohne Kasse geht es nicht. Bei einer Website ist es genauso. In diesem Beitrag beantworte ich die Frage „Welche Seiten braucht eine Unternehmenswebsite?“ aus Sicht Ihrer Kundschaft. Zuerst das Unverzichtbare, dann das, was sich später ergänzen lässt.

Erst die Fragen der Kunden, dann die Seitenzahl

Eine Seite ist die Antwort auf eine Frage. Wer auf Ihre Website kommt, fragt sich:

  • Was macht dieser Betrieb?
  • Passt das zu meinem Anliegen?
  • Wo ist er, und wie erreiche ich ihn?
  • Kann ich ihm vertrauen?

Beantwortet eine Seite keine dieser Fragen, hat sie auf der Website nichts verloren oder kann warten. Mehr Seiten bedeuten nicht automatisch mehr Vertrauen. Bauen Sie Seiten, die eine Aufgabe erfüllen, und keine zur Dekoration. Vier gut gemachte Seiten schlagen vierzig hingeschluderte.

Diese Seiten braucht jeder Betrieb

Egal, in welcher Branche Sie arbeiten: Ohne diese Seiten wirkt eine Website unvollständig.

Seite Warum sie unverzichtbar ist
Startseite Die erste Anlaufstelle; sagt kurz, was Sie tun und wo Sie sind
Leistungsseiten Die Antwort auf die Suche des Kunden; so lernt auch Google Sie kennen
Über uns Vertrauen für alle, die wissen wollen, mit wem sie es zu tun haben
Kontakt Adresse, Telefon, Karte, Öffnungszeiten
Datenschutz und Impressum Je nach Land und Art des Betriebs vorgeschrieben, sobald Sie Daten erheben oder gewerblich auftreten

Was auf die Seiten „Über uns“ und „Kontakt“ gehört, habe ich in eigenen Beiträgen beschrieben, deshalb wiederhole ich es hier nicht. Wichtig ist, dass beide existieren und im Menü mit einem Klick erreichbar sind. Halten Sie auch das Menü schlicht: Mit höchstens sechs oder sieben Punkten verirrt sich niemand. Verwenden Sie die Wörter Ihrer Kunden. „Leistungen“ ist verständlicher als „Unsere Lösungen“, und „Kontakt“ verständlicher als „Nehmen Sie Verbindung mit uns auf“.

Eine eigene Seite pro Leistung

Diesen Fehler sehe ich am häufigsten: Alle Leistungen stehen als Liste auf einer einzigen Seite „Unsere Leistungen“. Denken Sie an eine Zahnarztpraxis. Implantate, Füllungen, Zahnspangen und Bleaching bekommen jeweils eine Zeile auf derselben Seite. Wer aber ein Implantat sucht, möchte auf einer Seite landen, die nur von Implantaten handelt.

Eine eigene Seite pro Leistung hat zwei Vorteile:

  1. Der Kunde findet, was er sucht. Die Seite behandelt ein Thema, und es bleibt Platz für Einzelheiten wie den Ablauf und für wen die Leistung passt.
  2. Google versteht Sie. Suchen Menschen nach „Implantat“, braucht Google eine Seite, die es zeigen kann. Eine auf eine Seite gequetschte Leistung bleibt meist unsichtbar. Fragen Sie die Person, die Ihre Seite baut, welche Seite jede Ihrer Leistungen bekommt; als Liste aufgeschrieben, fallen Lücken sofort auf.

Was gehört auf eine Leistungsseite? Eine kurze Einleitung, was die Leistung ist, für wen sie gedacht ist, wie der Ablauf aussieht und eine klare Einladung zur Kontaktaufnahme. Alles in Alltagssprache. Haben Sie nur eine Leistung, genügt eine Seite. Bei drei oder fünf Leistungen verdient jede ihre eigene.

Seiten, die später folgen können

Sind Budget oder Zeit knapp, müssen Sie mit den folgenden Seiten nicht starten. Sie lassen sich ergänzen, sobald die Website online ist.

Häufige Fragen

Sinnvoll, wenn Kunden Ihnen am Telefon immer dieselben Fragen stellen: Wie buche ich, wie bezahle ich, wie sind die Stornobedingungen? Die Fragen müssen echt sein, erfinden Sie keine. Sind es nur wenige, setzen Sie sie zunächst unter die passende Leistungsseite.

Referenzen und Bewertungen

Sie sind für das Vertrauen sehr wertvoll, aber eine leere Seite ist schlechter als gar keine. Ein paar Sätze von echten Kunden, mit deren Erlaubnis gesammelt, reichen. Haben Sie keine, lassen Sie die Seite weg. Erfundene Bewertungen sind unredlich und leicht zu erkennen.

Blog

Ein Blog beantwortet die Fragen Ihrer Kunden schriftlich. Das hilft, aber wenn Sie nicht regelmäßig schreiben können, wirkt ein Blog mit dem letzten Beitrag von vor zwei Jahren schlechter als gar keiner. Schließen Sie zuerst die Basisseiten ab.

Galerie und Vorher-nachher-Beispiele

Für visuelle Berufe ist sie wichtig: Kosmetikstudio, Schreinerei, Malerbetrieb. Echte Fotos, die Sie selbst gemacht haben, schaffen deutlich mehr Vertrauen als Bilder aus der Datenbank. Sie können sie auch in die Leistungsseiten einbauen, eine eigene Seite ist nicht zwingend.

Warum der Datenschutz wichtig ist

Hat Ihre Website ein Kontaktformular, ein Buchungsformular oder eine Statistik mit Cookies, erheben Sie Daten Ihrer Besucher. Dann greifen rechtliche Pflichten zum Schutz personenbezogener Daten. Was genau im Text stehen muss, richtet sich nach der Rechtslage; das sollten Sie nicht mit der Person klären, die Ihre Seite baut, sondern mit einer Anwältin oder einem Anwalt. Ich bereite den Platz für die Seite vor, den Wortlaut stimmen Sie mit Ihrer Rechtsberatung ab.

Kurzer Leitfaden nach Branche

  • Einzelunternehmer im Handwerk (Klempner, Schlüsseldienst, Maler): Startseite, Leistungsseiten, Kontakt. Ein kurzes „Über mich“ genügt.
  • Zahnarztpraxis, Klinik, Kanzlei: Alles oben Genannte. Die Seite „Über uns“ ist besonders wichtig, weil man wissen will, wer das Team ist. Häufige Fragen können später folgen.
  • Hotels und Pensionen: Je eine Seite pro Zimmer, Galerie, Lage und Anfahrt, Kontakt.
  • Beratungen und B2B-Firmen: Leistungsseiten, Arbeitsweise, Referenzen und Fallbeispiele.

Wählen Sie das Beispiel, das Ihrem Betrieb am nächsten kommt, und fügen Sie ein oder zwei Seiten hinzu oder lassen Sie sie weg. Bei Unsicherheit stellen Sie sich diese Frage: Hat mich in den letzten drei Monaten ein Kunde danach gefragt? Wenn ja, sollte es eine Seite geben. Wenn nein, kann es warten.

Häufige Fragen

Reicht eine einseitige Website?

Für einen sehr kleinen Betrieb kann sie am Anfang genügen. Bieten Sie aber mehrere Leistungen an, ist eine eigene Seite pro Leistung für Kunden und für Google besser.

Wie viele Seiten sollte meine Website haben?

Eine feste Zahl gibt es nicht. Startseite, Kontakt, Über uns und eine Seite pro Leistung sind für die meisten Betriebe ein solider Anfang. Der Rest wächst mit der Zeit.

Ist ein Blog Pflicht?

Nein. Er hilft, wenn Sie regelmäßig schreiben können. Wenn nicht, konzentrieren Sie sich besser auf die Basisseiten.

Ist es ein Problem, Seiten später zu ergänzen?

Nein. Eine gut aufgebaute Website ist auf neue Seiten vorbereitet, Sie müssen nicht alles am ersten Tag erledigen.

Ein Seitenplan ist das Gerüst Ihrer Website. Schreiben Sie zuerst die Fragen Ihrer Kunden auf und geben Sie dann jeder Frage eine Seite. Mit dem Nötigen zu beginnen und den Rest nach und nach zu ergänzen, entlastet Budget und Alltag. Wenn Sie den Seitenplan Ihrer Website gemeinsam erarbeiten möchten, erreichen Sie mich über die Seite Website erstellen.

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