Als Unternehmerin oder Unternehmer haben Sie bestimmt schon Sätze gehört wie „Heute hat doch jeder eine App“ oder „Ihre Kunden sind am Handy, also müssen Sie es auch sein“. Vielleicht hat Ihnen eine Softwarefirma ein Angebot für eine App geschickt, vielleicht hat ein Wettbewerber eine App veröffentlicht, und seitdem sind Sie verunsichert. Jetzt suchen Sie nach „mobile App oder Website für mein Unternehmen“. Das ist die richtige Frage, denn in der falschen Reihenfolge entschieden, kostet diese Entscheidung Geld und Zeit. Ich bin Ümit Kırkoç, Webdesigner und SEO-Berater, und ich arbeite allein von Istanbul aus. In diesem Artikel vergleiche ich beide Möglichkeiten ohne Fachchinesisch, erkläre, wann welche Lösung sinnvoll ist, und zeige, warum für die meisten Unternehmen zuerst eine gute Website erstellen zu lassen der richtige Start ist. Ich sage es gleich ehrlich: Ich baue Websites. Apps, die man aufs Handy lädt, zu entwickeln ist ein eigenes Fachgebiet, und das biete ich nicht an. Ich will Ihnen also nichts verkaufen, sondern bei der Entscheidung helfen.
Zuerst kläre ich zwei Begriffe. Eine Website ist eine Sammlung von Seiten, die sich im Browser Ihres Handys oder Computers öffnet, wenn Sie eine Adresse eingeben oder bei Google suchen. Eine mobile App ist ein Programm, das Sie aus dem App Store oder von Google Play herunterladen, auf dem Handy installieren und das dann ein eigenes Symbol auf dem Bildschirm hat. Beides wirkt, als würde es dieselbe Arbeit erledigen. Beim ersten Kontakt mit einem Kunden verhalten sich die beiden aber völlig unterschiedlich.
Wie finden Kunden Sie wirklich?
Die wichtigste Frage dieser Entscheidung lautet: Wie soll jemand, der Sie noch nicht kennt, auf Sie stoßen? Wer einen Heizungsnotdienst, eine Büroreinigung oder einen Hochzeitsfotografen braucht, tippt zuerst bei Google ein, was er sucht. Er klickt auf eines der Ergebnisse, und die Seite öffnet sich in Sekunden. Diese Person lädt Ihre App nicht herunter, denn sie kennt Sie noch nicht. Sie weiß vermutlich nicht einmal, dass es Sie gibt.
Apps sind dagegen für Menschen sinnvoll, die Sie schon kennen und mehrfach bei Ihnen kaufen werden. Vereinfacht gesagt: Die Website hilft, neue Kunden zu finden, die App hilft, bestehende Kunden zu halten. Das erste Problem der meisten Unternehmen ist nicht das zweite, sondern das erste: Zu wenige Menschen sehen sie überhaupt.
Der Vergleich oben fasst den Unterschied zusammen: Eine Website wird in den Suchergebnissen gefunden und lässt sich per Link teilen. Eine App muss zuerst im Store gefunden und dann installiert werden. Dieser zusätzliche Schritt ist für ein normales Unternehmen oft eine hohe Hürde.
Auch die App-Stores haben eine Suche, aber eine andere
Ein naheliegender Einwand lautet: „In den App-Stores wird doch auch gesucht, dort kann man mich finden.“ Das stimmt, aber wer im Store sucht, sucht meistens eine Marke oder eine bestimmte Art von App, etwa „Essen bestellen“ oder „Banking“. Einen lokalen Dienstleister, zum Beispiel einen Handwerker aus der Nachbarschaft oder eine Zahnarztpraxis, sucht dort so gut wie niemand. Im Store sichtbar zu sein heißt, sich zwischen Hunderttausenden Apps durchzusetzen, und das verlangt in der Regel ein ordentliches Werbebudget.
Wie erscheinen beide in derselben Suche?
Schauen wir auf die Suchergebnisse. Wenn jemand bei Google sein Anliegen eingibt, sieht er eine Liste mit Seiten von Websites. Apps tauchen in dieser Liste nicht wie eine Seite auf; höchstens erscheint ein Hinweis wie „App herunterladen“.
Die Grafik zeigt eine erfundene Suche: Eine Seite, die Ort und Leistung klar benennt, steht im Ergebnis weit oben. Der Grund ist einfach. Google sortiert Seiten, deren Inhalt es lesen kann. Die Bildschirme innerhalb einer App lassen sich in der Regel nicht auf diese Weise durchsuchen. Die Auffindbarkeit einer App ist deshalb im Vergleich zu einer Website sehr begrenzt.
Bei KI-Werkzeugen ist es ähnlich. Tools wie ChatGPT greifen bei der Beantwortung einer Frage meist auf öffentlich zugängliche Webseiten zurück. Wenn auf Ihrer Website klare und korrekte Informationen stehen, besteht die Chance, dass Ihr Name in solchen Antworten auftaucht. Informationen, die nur in einer App stecken, sind dafür unsichtbar. Das ist keine Garantie, ich möchte nur sagen: Die Website ist eine offene Tür dafür.
Der Entscheidungsbaum: Welche Fragen sollten Sie beantworten?
Bevor Sie entscheiden, stelle ich Ihnen einige Fragen. Die wichtigste ist: Nehmen Ihre Kunden Ihre Leistung immer wieder in Anspruch? Ein Restaurant, ein Fitnessstudio oder ein Supermarkt sieht dieselbe Person womöglich jede Woche. Ein Anwalt, eine Architektin oder ein Teppichreiniger sieht dieselbe Person vielleicht nur einmal im Jahr.
Übertragen Sie den Ablauf in der Grafik auf Ihr eigenes Geschäft. Kommen Ihre Kunden nicht oft wieder, sind Sie also ein Unternehmen, das „einmal gefunden und einmal gewählt wird“, ist eine App sehr wahrscheinlich überflüssig. Kommen sie oft wieder, sollte die App ihnen außerdem eine echte Erleichterung bringen, etwa Terminverwaltung, Bonuspunkte oder eine Bestellhistorie.
Wann eine App wirklich nützt
Ich zähle auf, bei welchen Unternehmen eine App sinnvoll sein kann. Sie kommt infrage, wenn Bestellungen oder Reservierungen sich häufig wiederholen, wenn Kunden jedes Mal dieselben Angaben eingeben müssten, wenn Kamera, Standort oder Benachrichtigungen des Handys zum Kern des Angebots gehören oder wenn Ihre Mitarbeiter im Außendienst ein eigenes Werkzeug brauchen. Beispiele sind ein Kurierdienst, ein Carsharing-Angebot oder das Bonusprogramm einer Café-Kette mit mehreren Filialen.
Wann eine App überflüssig ist
Für die meisten lokalen Dienstleister dagegen, also Praxen, Kanzleien, Installateure, Kosmetikstudios, Nachhilfeinstitute, Möbelwerkstätten, Maklerbüros und Beratungsfirmen, ist die App nicht der erste Schritt. Diese Kunden möchten „etwas erfahren, nach dem Preis fragen, die Adresse finden oder einen Termin buchen“. All das geht auf einer Website, ohne dass jemand etwas herunterladen muss.
Beispielszenario 1: Ein Kosmetikstudio möchte eine App
Ich gebe ein vollständig erfundenes Beispiel. Die Inhaberin eines kleinen Kosmetikstudios sieht, dass ein Konkurrenzstudio eine App hat, und möchte ebenfalls eine entwickeln lassen. Das Studio hat keine Website, nur ein Konto in den sozialen Medien.
Die Frage, die sich hier stellt: Wie findet ein neuer Kunde dieses Studio? Die meisten Menschen suchen etwas wie „Kosmetikstudio in meiner Nähe“ oder „Wimpernlifting“. Gibt es keine Webseite, taucht das Studio bei diesen Suchen gar nicht auf. Selbst wenn es eine App gäbe, würde sie niemand herunterladen, denn das Studio ist ja noch gar nicht bekannt.
Der sinnvollere Weg sieht so aus: Zuerst eine schlichte Website mit Leistungen, Öffnungszeiten, Adresse, Fotos und einem Termin-Button. Wenn nach und nach Kunden kommen und ein Stammpublikum entsteht, lässt sich beobachten, was bei wiederkehrenden Terminen gebraucht wird. Vielleicht erledigt eine Terminerinnerung per Nachricht schon den größten Teil dessen, was die App leisten würde.
Der Trichter oben zeigt diese Logik: Ganz oben stehen viele Menschen, die nach Ihnen suchen, nach unten wird es immer enger. Die App ist in diesem Trichter ein Werkzeug weit unten, ganz oben hilft nur die Website. Den oberen Teil leer zu lassen und unten zu investieren ist, als würden Sie eine Kasse in ein leeres Geschäft stellen.
Warum eine App oft schwieriger ist, als man denkt
Ich möchte, dass Sie wissen: Eine App ist keine Arbeit, die man einmal macht und dann abhakt. Handys und Betriebssysteme werden regelmäßig aktualisiert. Die App muss mit diesen Updates mithalten, sonst läuft sie auf manchen Handys nicht mehr. Dazu kommen zwei getrennte Welten, iPhone und Android. Eine App, die auf beiden läuft, bedeutet meist entweder zwei getrennte Entwicklungen oder ein spezielles Verfahren, das beides in einem Zug versucht. Die Stores haben außerdem eigene Prüfregeln und Freigabeprozesse; Ihre App kann abgelehnt werden, und es werden Änderungen verlangt.
Hinzu kommt die Pflege. Wollen Sie in der App eine Kleinigkeit ändern, zum Beispiel einen Preis oder ein Foto, braucht es dafür oft einen Entwickler. Bei einer Website können Sie viele Änderungen selbst im Verwaltungsbereich vornehmen.
Die Kundenseite: Das Herunterladen ist eine Hürde
Versetzen Sie sich in Ihren Kunden. Auf seinem Handy sind schon viele Apps, und der Speicher ist begrenzt. Für wie viele kleine Unternehmen lädt jemand eine App herunter? Meistens für sehr wenige. Es kommt sogar häufig vor, dass man eine App einmal öffnet und dann vergisst. Deshalb ist die Annahme „Meine Kunden laden meine App herunter“ eine der häufigsten Fallen, in die Unternehmen tappen.
Beispielszenario 2: Eine Café-Kette mit mehreren Filialen
Auch das zweite Beispiel ist erfunden. Stellen Sie sich eine Café-Kette mit einigen Filialen vor. Die Gäste kommen mehrmals pro Woche, kaufen Kaffee und möchten Bonuspunkte sammeln. Außerdem warten sie ungern in der Schlange, bevor sie bestellen können.
Hier kann eine App echten Wert bringen: Vorbestellung, Punktestand, Aktionshinweise für eine bestimmte Filiale. Aber auch dieses Café braucht zuerst eine Website. Denn wenn jemand Neues nach „Café in meiner Nähe“ oder „Café zum Arbeiten“ sucht, findet er Adressen, Öffnungszeiten und Speisekarte der Filialen auf der Website. Die App hält den bestehenden Gast, die Website bringt den neuen.
Beachten Sie: Auch hier lautet die Antwort nicht „entweder oder“, sondern „erst die Website, dann bei Bedarf die App“. Wichtig ist nicht nur, was Sie machen, sondern auch, in welcher Reihenfolge.
Die Tabelle oben zeigt auf einen Blick, welches Mittel für welchen Bedarf passt. Ich empfehle Ihnen, sie anzusehen und zu überlegen, in welche Zeile Ihr eigenes Geschäft gehört.
Es gibt einen dritten Weg: Eine Website, die sich am Handy wie eine App anfühlt
Für die meisten Unternehmen sind die beiden Optionen weniger scharf getrennt, als es scheint. Eine moderne Website kann auf dem Handy im Vollbild laufen, schnell laden und als Verknüpfung auf dem Startbildschirm abgelegt werden. Der Fachbegriff dafür lautet „Progressive Web App“; gemeint ist eine Seite, die im Browser läuft, sich auf dem Handy aber wie eine App anfühlt. Dieses Verfahren kann ein Erlebnis bieten, das einer App nahekommt, ohne dass ein Store im Spiel ist. Nicht jedes Unternehmen braucht das. Aber bevor Sie sich die Frage „Brauche ich eine App?“ stellen, ist es ein günstigerer und flexiblerer Zwischenschritt, den man ausprobieren kann. Was genau möglich ist und wie es sich auf welchen Handys verhält, hängt vom Umfang des Projekts ab und sollte zu Beginn geklärt werden.
Wichtig ist vor allem, dass sich Ihre Website am Handy wirklich angenehm bedienen lässt. Die meisten Besucher öffnen sie vom Smartphone aus. Wenn Texte schwer lesbar sind, Buttons zu klein ausfallen oder die Seite langsam lädt, spielt die Frage nach der App nur noch eine Nebenrolle.
Schritt für Schritt: In welcher Reihenfolge Sie vorgehen sollten
Die folgende Reihenfolge empfehle ich den meisten Unternehmen. Jede Situation ist anders, aber dieses Gerüst trägt in der Regel.
- Klären Sie, wie Ihre Kunden nach Ihnen suchen. Welche Wörter geben sie ein, auf welche Fragen suchen sie Antworten?
- Bauen Sie eine schlichte Website, die diese Suchen beantwortet: Startseite, Leistungsseiten, Über mich, Kontakt.
- Testen Sie sie am Handy. Öffnen Sie Ihre Website auf Ihrem eigenen Telefon und versuchen Sie, sich wie ein Fremder darin zu bewegen.
- Machen Sie die Kontaktwege einfach: Anruf mit einem Tipp, WhatsApp-Link, Terminformular.
- Beobachten Sie eine Weile, was die Besucher tun. Welche Seiten werden gelesen, welche Frage kehrt immer wieder?
- Erst wenn sich ein wiederkehrender Kundenbedarf zeigt, prüfen Sie die App.
Die Schritte in der Grafik fassen diese Reihenfolge zusammen. Wer keinen Schritt überspringt, sieht konkret, warum „erst die Website, dann die App“ sinnvoll ist: In jedem Schritt sammeln Sie Erkenntnisse und stützen die nächste Entscheidung auf Beobachtung statt auf Vermutung.
Häufige Fehler
Ich notiere mir die Fehler, die Unternehmen bei diesem Thema machen. Die häufigsten nenne ich Ihnen.
Eine App bauen, weil der Wettbewerber eine hat. Dass der Konkurrent eine App hat, heißt nicht, dass auch Sie eine brauchen. Seine Kundschaft, sein Budget und sein Ziel können ganz anders sein. Und ob seine App wirklich genutzt wird, können Sie von außen nicht wissen.
Die Website überspringen und sofort eine App bauen. Damit lassen Sie den oberen Teil des Trichters leer. Solange das Problem, neue Kunden zu finden, nicht gelöst ist, lädt niemand die App herunter.
Die Website nicht fürs Handy auslegen. Eine Seite, die am Computer schön aussieht und am Handy verrutscht, ist ein Problem, das Sie lösen sollten, bevor Sie eine App in Auftrag geben.
Die Wartungskosten nicht einplanen. Eine App kann man nicht einmal bauen und dann sich selbst überlassen. Updates des Betriebssystems, Fehlerbehebungen und Store-Regeln verlangen dauernd Aufmerksamkeit.
Alles auf einmal wollen. Mit einer kleinen Version zu starten und sie anhand der echten Nutzung zu erweitern, ist meist weniger riskant, als gleich ein großes Gebilde zu planen.
Social Media statt Website nutzen. Ein Social-Media-Konto ist eine wertvolle Ergänzung, ersetzt aber bei der Sichtbarkeit in der Google-Suche und beim Vertrauen nicht Ihre eigene Website. Außerdem haben Sie über die Inhalte auf diesem Konto keine Kontrolle.
Die Liste oben fasst diese Fehler knapp zusammen. Markieren Sie, welchen davon Sie in Ihrer Lage am nächsten sind; das macht auch ein Gespräch mit einer Fachperson effizienter.
Was gehört auf eine gute Unternehmenswebsite?
Ich beschreibe auch, wie die Website aussehen sollte, in die Sie statt in eine App investieren. Das Ziel ist keine glänzende Schaufensterdekoration, sondern ein Aufbau, der die Fragen Ihrer Kunden schnell beantwortet. Auf der Startseite sollten Sie in wenigen Sekunden sagen, wer Sie sind und was Sie tun. Jede Leistung sollte eine eigene Seite haben, damit jemand, der genau diese Leistung sucht, direkt dort landet. Referenzen oder Arbeitsbeispiele schaffen Vertrauen. Die Kontaktdaten sollten von jeder Seite aus erreichbar sein, und ein Tipp auf die Telefonnummer sollte den Anruf starten. Ein Bereich mit häufigen Fragen nimmt dem Kunden Zweifel und liefert Suchmaschinen sowie KI-Werkzeugen klare Antworten.
Wenn Sie sich den beispielhaften Seitenaufbau ansehen, erkennen Sie, dass jeder Abschnitt einer Kundenfrage entspricht. Eine solche Struktur lässt sich auch am Handy gut lesen; die Abschnitte stehen untereinander, und man scrollt einfach mit dem Finger.
Geschwindigkeit und Schlichtheit
Am Handy zählt, wie schnell sich die Seite öffnet. Große, nicht optimierte Fotos und unnötige Zusatzprogramme bremsen eine Website aus. Schlichtheit ist hier ein echter Vorteil: Eine klare Seite mit wenigen Elementen, die schnell lädt, gefällt dem Kunden ebenso wie der Suchmaschine. Wie schnell eine Seite lädt, können Sie mit kostenlosen Werkzeugen messen. Ohne technische Details gilt: Wenn sie sich für Sie langsam anfühlt, ist sie es vermutlich auch.
Was Sie selbst tun können und wann Sie Unterstützung brauchen
In der Entscheidungsphase können Sie vieles allein erledigen. Fragen Sie Ihre Kunden: Würden Sie eine App herunterladen oder lieber bei Google suchen und die Website besuchen? Sehen Sie sich auf Ihrem eigenen Handy die Websites und gegebenenfalls Apps Ihrer Wettbewerber an und notieren Sie, welche leichter zu bedienen ist. Suchen Sie bei Google nach Ihrer Leistung, wie es ein Kunde täte, und schauen Sie, wer auf der ersten Seite steht. Falls Sie schon eine Website haben, öffnen Sie sie am Handy und prüfen Sie, ob sie wirklich benutzbar ist. Diese Versuche liefern Ihnen kostenlos wertvolle Hinweise.
Fachliche Unterstützung brauchen Sie meistens an diesen Stellen: bei der Planung einer Website von Grund auf, beim Aufbau der Seiten nach den Suchen Ihrer Kunden, bei der Korrektur von Handy-Tempo und Darstellung sowie bei der Sichtbarkeit in Suchmaschinen und in KI-Antworten. Haben Sie sich dagegen entschieden, dass Sie tatsächlich eine App brauchen, sollten Sie mit einem Softwareteam arbeiten, das diese Arbeit macht, und mit einem klar umrissenen Leistungsumfang. Auch dort ist eine unabhängige zweite Meinung besser, als das Angebot unbesehen anzunehmen.
Die Punkte der Checkliste mit „Ja“ oder „Nein“ zu beantworten, schärft Ihre Meinung schon vor einem Gespräch mit einer Fachperson. Oft führen die Antworten Sie von selbst zum ersten Schritt, nämlich zur Website.
Was die Kosten bestimmt
Eine Zahl nenne ich nicht, denn beide Arbeiten hängen stark vom Umfang ab. Ich kann Ihnen aber sagen, wovon die Kosten abhängen.
Bei einer Website bestimmen die Kosten diese Punkte: wie viele Seiten es werden, ob das Design aus einer fertigen Vorlage stammt oder individuell für Sie entsteht, wer Texte und Fotos liefert, in wie vielen Sprachen die Seite erscheint, ob Zusatzfunktionen wie Terminbuchung oder Bezahlung dazugehören, ob Suchmaschinenoptimierung Teil der Arbeit ist und wie viel Pflege und Aktualisierung danach nötig sind.
Bei einer mobilen App kommt Folgendes hinzu: ob sie für iPhone, Android oder beides entsteht, Benutzerkonten und Anmeldesystem, ein Server im Hintergrund, ein System für Benachrichtigungen, die Anbindung von Bezahlverfahren, Store-Konten und Freigabeprozesse, regelmäßige Updates und Testarbeit. Die meisten dieser Posten gibt es bei einer Website entweder gar nicht oder in deutlich leichterer Form. Deshalb ist der Unterschied zwischen den beiden Optionen meist groß und dauerhaft; nicht nur der erste Bau, auch die laufende Pflege fließt in die Rechnung ein.
Lassen Sie sich beim Einholen von Angeboten den Leistungsumfang schriftlich geben. Wenn Sie auf die Fragen „Was ist enthalten, was nicht, wie laufen Änderungen und Wartung ab?“ keine klare Antwort bekommen, werden Angebote schwer vergleichbar.
Die letzte Grafik zeigt die typischen Phasen eines Projekts. Bei einer App bringen Test und Store-Freigabe zusätzliche Zeit mit; bei einer Website verläuft der Start direkter. Wie lange es genau dauert, hängt vom Umfang ab. Deshalb kann ich Ihnen einen realistischen Zeitplan erst nennen, wenn ich Ihren Bedarf gehört habe.
So arbeite ich mit Ihnen zusammen
Ich arbeite allein, das heißt: Die Person, die mit Ihnen spricht, ist auch die Person, die die Arbeit macht. Der Ablauf sieht meist so aus: Zuerst höre ich mir Ihr Geschäft, Ihre Kunden und Ihr Ziel an. Dann sage ich Ihnen offen, was getan werden sollte und was vorerst nicht nötig ist. Halte ich eine App für überflüssig, sage ich das; halte ich sie für nötig, erkläre ich, was dafür vorbereitet werden muss. Ihre Website plane ich nach den Wörtern, die Ihre Kunden suchen, baue sie so, dass sie am Handy schnell öffnet, und stehe Ihnen auch nach dem Start dort zur Seite, wo Sie Unterstützung brauchen. Ein Ranking oder ein bestimmtes Ergebnis garantiere ich nicht, aber ich erkläre in jedem Schritt, warum ich etwas tue.
Häufig gestellte Fragen
Ich habe ein kleines Unternehmen. Muss ich eine mobile App entwickeln lassen?
Für die meisten kleinen Unternehmen ist die App nicht der erste Schritt. Wenn Ihre Kunden Sie bei Google suchen und meist nur einmal kaufen, reicht eine gute Website völlig aus und ist der deutlich sinnvollere Anfang. Denken Sie über eine App erst nach, wenn Ihre Kunden oft zurückkehren und die App ihnen spürbar etwas erleichtert.
Funktioniert eine Website am Handy so gut wie eine App?
Für die meisten Aufgaben ja. Eine Seite, die fürs Handy ausgelegt ist, öffnet sich schnell, lässt sich mit einem Tipp anrufen und ist leicht zu bedienen. Bei besonderen Funktionen wie Kamera, erweiterten Benachrichtigungen oder Offline-Betrieb hat die App Vorteile; ein normales Unternehmen braucht diese Funktionen aber selten.
Werde ich bei Google besser gefunden, wenn ich eine App habe?
Nein, diese Erwartung ist ein verbreitetes Missverständnis. Die Sichtbarkeit bei Google bestimmen weitgehend Webseiten. Die App selbst wird in den Suchergebnissen nicht wie eine Webseite eingeordnet. Wenn Sie in der Suche auftauchen möchten, brauchen Sie Seiten, die auf die Suchwörter Ihrer Kunden zugeschnitten sind.
Kann ich beides haben, Website und App?
Natürlich, viele große Unternehmen nutzen beides. Die Reihenfolge ist jedoch wichtig: Erst bringt die Website Kunden, danach hilft die App, diese Kunden zu halten. Beides gleichzeitig und in Eile zu machen, belastet das Budget meist unnötig.
Ist eine App oder eine Website teurer?
Ich sage es ohne Zahl: Eine App ist in der Regel ein umfangreicheres Vorhaben, und sowohl der Bau als auch die laufende Pflege verlangen mehr Aufwand. In beiden Fällen bestimmt aber der Umfang den Preis. Seitenzahl, Funktionen, Sprachen und Pflegebedarf verändern ihn. Für eine belastbare Aussage muss ich Ihren Bedarf kennen.
Ich habe ein Social-Media-Konto. Brauche ich trotzdem eine Website?
Soziale Medien sind eine starke Ergänzung, aber für Sichtbarkeit in der Google-Suche und für Vertrauen ist Ihre eigene Website ein deutlich solideres Fundament. Die Regeln und die Sichtbarkeit auf Social-Media-Plattformen können sich ändern; über Ihre eigene Website haben dagegen Sie die Kontrolle.
Wie entscheide ich nach dem Start der Website über eine App?
Schauen Sie, nachdem Sie die Website eine Weile genutzt haben, was die Besucher tun. Kommen dieselben Personen immer wieder, wiederholen sie dieselben Vorgänge, fragen Kunden nach einer App? Gibt es diese Signale nicht, besteht kein Grund zur Eile. Gibt es sie, treffen Sie die Entscheidung für eine App auf Grundlage eines echten Bedarfs.
Ich habe ein Angebot für eine mobile App erhalten. Wie bewerte ich es?
Achten Sie darauf, ob der Leistungsumfang schriftlich festgehalten ist, ob iPhone und Android getrennt oder gemeinsam entwickelt werden, ob die Wartung nach dem Start enthalten ist und wer für den Freigabeprozess der Stores verantwortlich ist. Wenn Sie unsicher sind, holen Sie vor der Entscheidung eine unabhängige Einschätzung ein.
Wenn Sie gemeinsam klären möchten, was für Ihr Unternehmen richtig ist, können Sie mir über die Seite zu meinem Angebot Website erstellen lassen schreiben. Ich höre mir Ihren Bedarf an und sage Ihnen ehrlich, was zuerst nötig ist.