Sie führen einen Elektrobetrieb oder installieren Smart-Home-Systeme. Sie kennen Ihr Handwerk, Sie haben Referenzen, aber der Großteil Ihrer neuen Aufträge kommt noch immer über Empfehlungen. Gleichzeitig tippen Menschen bei Google Begriffe wie „Smart Home Installation Firma“ oder „Elektroinstallation Neubau Villa“ ein, und sie landen bei anderen Betrieben. Genau deshalb interessiert Sie SEO für Elektrobetriebe und Smart-Home-Anbieter. In diesem Artikel erkläre ich Ihnen, wie das in Ihrer Branche funktioniert, welche Seiten Sie brauchen und wo Sie anfangen sollten, ohne Fachchinesisch. Ich bin Ümit Kırkoç, Webdesigner und SEO-Berater, ich arbeite allein von Istanbul aus, und wo es passt, sage ich offen, was meine SEO-Beratung umfasst und was nicht.
SEO bedeutet kurz gesagt: Ihre Website wird bei Suchmaschinen wie Google dann angezeigt, wenn Ihre Kunden nach Ihrer Leistung suchen. Anders als bei einer Anzeige sind Sie nicht nur so lange sichtbar, wie Sie dafür bezahlen. Wird es sauber aufgebaut, bringt es über Monate hinweg Anfragen. Doch in der Elektro- und Smart-Home-Branche sieht diese Arbeit anders aus als bei einem Café oder einer Zahnarztpraxis. Ihre Kunden treffen meist eine einzige, große Entscheidung, sie treffen sie oft gemeinsam mit anderen, und sie recherchieren lange, bevor sie jemanden anrufen.
Wie suchen Kunden in dieser Branche nach Ihnen?
Schauen wir zuerst, wer da eigentlich sucht, denn danach richten sich Ihre Seiten. Im Bereich Elektroinstallation und Smart Home gibt es typischerweise vier Arten von Kunden.
Die erste Gruppe sind Bauherren und Eigentümer, die ein Haus oder eine Villa bauen oder sanieren. Diese Menschen tippen Dinge wie „Elektroinstallation Einfamilienhaus“, „Smart Home nachrüsten“ oder „Haus smart machen“. Fachbegriffe kennen sie nicht, sie suchen in ganzen Sätzen.
Die zweite Gruppe sind Bauträger, Architekten und Projektleiter. Sie suchen nüchterner, etwa „Elektroinstallation Wohnanlage“, „Elektroplanung Gewerbebau“ oder „Elektrofirma für Mehrfamilienhaus“. Von Ihnen erwarten sie vor dem Preis erst einmal Referenzen, Erfahrung und die Sicherheit, dass Termine eingehalten werden.
Die dritte Gruppe sind Geschäftsinhaber: Büro, Laden, Hotel, Restaurant oder eine kleine Produktionshalle. Sie suchen zum Beispiel „Elektroarbeiten Büro Umbau“, „Zimmersteuerung Hotel“ oder „Beleuchtung und Verteiler Ladenlokal“. Für diese Kunden ist die Ausfallzeit entscheidend. Sie wollen wissen, ob Sie im laufenden Betrieb arbeiten können oder ob das Geschäft dafür schließen muss.
Die vierte Gruppe sind Menschen, die mit ihrem bestehenden System unzufrieden sind. Sie suchen „Smart Home Störung“, „Smart Home Wartung“ oder „Altbau auf Smart Home umrüsten“. Diese Kunden wollen keine Neuinstallation, sondern eine Lösung, und häufig möchten sie sofort handeln.
Diese vier Menschen wollen nicht dieselbe Seite lesen. Wenn auf Ihrer Website nur eine einzige Seite mit der Überschrift „Elektro- und Smart-Home-Leistungen“ steht, weiß Google nicht, bei welcher Suche es sie anzeigen soll, und der Besucher findet nicht, was er sucht.
Der Moment der Suche: Recherche oder Entscheidung?
In dieser Branche suchen Menschen meist in zwei Phasen. Zuerst informieren sie sich („Was kann ein Smart Home“, „Was ist KNX“, „Lohnt sich Smart Home im Neubau“). Später, wenn die Entscheidung näher rückt, suchen sie konkret nach Firmen („Smart Home Installation Firma München“, „Elektrofirma in meiner Nähe“). In der ersten Phase sollten Ihre Informationsartikel auftauchen, in der zweiten Ihre Leistungsseiten und Referenzen. Dieser Artikel konzentriert sich vor allem auf die zweite Phase, also auf den Kunden, der kurz davor ist, Sie zu kontaktieren.
Die folgende Grafik fasst diese Kundenreise als einfachen Trichter zusammen. Ganz oben sind die Neugierigen, ganz unten die, die Sie wirklich anfragen.
Der Gedanke dahinter: Nicht jeder wird bei Ihnen ein Angebot anfragen, und das muss auch nicht sein. Ihre Aufgabe ist, dass die richtige Person Sie auf der richtigen Seite findet. Wenn sich jemand, der heute nur neugierig ist, später bei der Entscheidung an Sie erinnert, hat der Artikel seine Arbeit getan.
Welche Seiten brauchen Sie für die Suche mit Kaufabsicht?
Der häufigste Fehler auf den Websites von Elektro- und Smart-Home-Firmen: Alle Leistungen sind auf eine Seite gequetscht. Doch jede eigene Leistung ist eine eigene Suche und damit eine eigene Seite. Diese Seiten brauchen Sie als Grundstock.
Eine Seite pro Leistung. Legen Sie für jede Arbeit, die Sie tatsächlich ausführen, eine eigene Seite an: Elektroinstallation im Wohnbau, Elektroinstallation im Einfamilienhaus oder in der Villa, Elektroarbeiten im Gewerbebau, Zählerschrank und Verteilerbau, Beleuchtungsplanung, Smart-Home-Installation, Anbindung von Kameras und Alarmanlagen, Rollladen- und Lichtsteuerung. Schreiben Sie nichts über eine Leistung, die Sie nicht anbieten, nur weil danach gesucht wird. Sie führen den Kunden in die Irre und verlieren im ersten Gespräch sein Vertrauen.
Auf der Smart-Home-Seite die Systeme trennen. Wer „Smart Home“ sagt, weiß oft selbst nicht genau, was er will. Licht? Heizung? Jalousien? Sicherheit? Alles zusammen? Beschreiben Sie diese Optionen in einfacher Sprache. Markennamen und Standards wie KNX, Zigbee oder Z-Wave dürfen Sie nennen, aber erklären Sie jeden mit einem Satz, etwa so: „KNX ist ein weit verbreiteter Standard, über den alle Geräte im Gebäude über dasselbe Kabel miteinander sprechen.“
Regionale Seiten. Seiten für die Städte und Stadtteile, in denen Sie arbeiten, sind nützlich, aber nur für Orte, in denen Sie wirklich tätig sind. „Smart Home Hamburg-Eppendorf“ und „Elektroinstallation Landkreis Rosenheim“ lassen sich nicht auf derselben Seite erzählen. Eine ortsspezifische Information, zum Beispiel welche Gebäudearten Sie dort betreuen, macht die Seite glaubwürdig.
Projekt- und Referenzseiten. Das stärkste Vertrauensmittel Ihrer Branche sind fertige Arbeiten. Legen Sie für jedes Projekt eine kurze Seite an: Welche Art Gebäude, was wurde gemacht, wie lange hat es gedauert, welche Schwierigkeit gab es, was war dem Kunden wichtig. Fügen Sie Fotos hinzu, etwa vom Verteiler, von den Kabelwegen, vom fertigen Raum. Auch ohne Kundennamen lässt sich so eine Seite schreiben; allgemeine Formulierungen wie „ein Bürogebäude in einer Großstadt“ genügen. Wollen Sie Namen oder Adressen nennen, holen Sie vorher die schriftliche Zustimmung ein.
Häufige Fragen. Fragen, die Kunden wirklich stellen: Ist die Planung inklusive? Wie läuft die Abnahme ab? Gibt es Support nach der Installation? Wie lang ist die Gewährleistung? Die Antworten beruhigen Menschen und helfen Suchmaschinen, Ihre Seite zu verstehen.
Kontaktseite. Telefonnummer, Adresse, Geschäftszeiten und Einsatzgebiete gehören an einen Ort und müssen auf jeder Seite gleich sein. Das wirkt klein, ist aber sehr wichtig.
Die folgende Grafik zeigt, wie eine beispielhafte Smart-Home-Leistungsseite aufgebaut sein kann. Die Domain ist komplett erfunden.
Bei diesem Aufbau sieht der Leser beim Scrollen, wie seine Fragen eine nach der anderen beantwortet werden. Wenn er beim Anrufen oder beim Formular ankommt, sind die meisten Zweifel schon ausgeräumt.
Zwei hypothetische Beispielszenarien
Die beiden folgenden Beispiele sind rein hypothetisch. Sie beschreiben keine echte Firma und keine echte Person, sondern sollen nur die Logik zeigen.
Szenario 1: Ein Elektrobetrieb für Einfamilienhäuser und Villen
Nehmen wir an, ein Betrieb arbeitet überwiegend für Bauträger und Eigenheimbesitzer. Auf der Website gibt es nur eine Seite „Leistungen“, auf der „Elektroinstallation, Beleuchtung, Verteiler, Erdung, Smart Home“ in einem einzigen Absatz stehen. Seit Monaten erscheint der Betrieb bei Suchen wie „Elektroinstallation Einfamilienhaus“ nirgends.
Der erste Schritt ist, herauszufinden, welche Arbeiten dem Betrieb wirklich Geld bringen. Angenommen, es sind vor allem die Installation in Einfamilienhäusern und der Verteilerbau. Dann kommen zwei eigene Leistungsseiten dazu: eine zur Elektroinstallation im Einfamilienhaus, eine zu Verteiler und Erdung. Auf jeder steht, wie der Ablauf funktioniert, was in welcher Phase passiert und was der Kunde wissen sollte. Danach folgen drei, vier abgeschlossene Projekte als kurze Seiten.
Was passiert dann? Garantieren kann ich nichts, denn wann Google die Reihenfolge ändert, weiß niemand. Aber klarere Seiten geben jemandem, der „Elektroinstallation Einfamilienhaus“ sucht, eine passendere Antwort, und die Chance, dass das Telefon klingelt, steigt. Der Verlauf wird über Monate gemessen: Wie viele Besucher kamen auf welche Seite, wie viele haben angerufen, wer hat das Anfrageformular ausgefüllt?
Szenario 2: Ein kleiner Smart-Home-Installateur
Denken wir uns diesmal eine ebenfalls erfundene Firma mit drei, vier Mitarbeitern, die vor allem in Neubauwohnungen und Häusern Licht-, Jalousie- und Heizungssteuerung einbaut. Die Website sieht schön aus, enthält aber allgemeine Sätze wie „innovative Lösungen“ und „die neue Adresse für Komfort“. Der Besucher versteht nicht, was genau gemacht wird und wie der Ablauf ist.
Hier ist der erste Schritt, die Sprache zu vereinfachen. Ein konkreter Satz wie „Wir sorgen dafür, dass Sie das Licht in Ihrem Haus per Smartphone oder mit einem einzigen Tastendruck steuern können“ überzeugt mehr als jeder Werbespruch. Dann entstehen Artikel, die echte Fragen beantworten: „Wie wird ein Smart Home installiert?“, „Lässt sich ein bestehendes Haus nachrüsten?“, „Wann braucht ein Smart Home Wartung?“. Solche Artikel holen Interessierte auf die Seite und leiten sie zur Leistungsseite weiter.
Welches Szenario Ihrer Situation näherkommt, spielt keine Rolle, die Logik bleibt gleich: Erst klären, in welchen Worten der Kunde sucht, dann, wie Sie ihm darauf antworten.
Schritt für Schritt: Wo fängt man an?
So gehe ich beim Einstieg in SEO ungefähr vor. Wenn Sie es selbst machen, können Sie dieselbe Reihenfolge nutzen.
1. Bestimmen Sie, welche Arbeit für Sie am lukrativsten ist. Vielleicht machen Sie vieles, aber nicht alles bringt gleich viel ein. Konzentrieren Sie sich zuerst auf das, was am meisten verdient, was Sie am besten können und was Ihnen Freude macht.
2. Verstehen Sie, was Ihre Kunden eintippen. Raten genügt nicht. Fragen Sie bestehende Kunden, wie sie Sie zum ersten Mal gesucht haben, lesen Sie die Formulierungen in eingehenden Anrufen und Nachrichten, tippen Sie selbst ein paar Suchen bei Google ein und schauen Sie sich die Ergebnisse und das Feld „Ähnliche Fragen“ an. So entstehen echte Formulierungen.
3. Ordnen Sie jeder Suche eine Seite zu. Packen Sie nicht „Elektroinstallation Einfamilienhaus“, „Büro Elektroumbau“ und „Smart Home“ auf dieselbe Seite. Für jede Suchabsicht gibt es eine eigene Seite.
4. Schreiben und gliedern Sie die Seiten. Titel, erster Absatz, Zwischenüberschriften und Fragen müssen jeweils die Suche beantworten. Konkrete Informationen statt Zierde.
5. Prüfen Sie die technische Basis. Öffnet die Seite am Handy schnell? Sind die Seiten untereinander verlinkt? Stimmen Karte und Adressangaben überein?
6. Richten Sie Ihr Google-Unternehmensprofil ein oder korrigieren Sie es. Bei lokalen Suchen, vor allem bei Formulierungen wie „in meiner Nähe“, ist Ihr Kartenprofil sehr wichtig.
7. Messen und nachbessern. Schauen Sie in den ersten Monaten, welche Seiten Besucher haben, mit welchen Suchbegriffen sie kommen und wer anruft oder das Formular ausfüllt. Verbessern Sie die Seiten bei Bedarf.
Die folgende Grafik fasst diese Schritte in einer kurzen Liste zusammen.
Alle diese Schritte sind nicht in einer Woche erledigt. Meist steht das Grundgerüst nach einigen Wochen, bis sich die Ergebnisse setzen, vergehen Monate. Wer das von Anfang an weiß, erspart sich Enttäuschungen.
Lokale Suche und Karte: nah an der Baustelle sein
Elektroarbeiten sind meistens lokale Arbeiten. Ein Kunde erwartet nicht, dass ein Elektriker aus einer weit entfernten Stadt anreist. Wenn er „Elektriker Köln-Ehrenfeld“ oder „Smart Home Garmisch“ eintippt, sucht er eine Firma in seiner Region. Darum muss Ihr Google-Unternehmensprofil vollständig sein: die passende Kategorie (zum Beispiel Elektroinstallateur oder Elektrotechnik), Einsatzgebiete, Öffnungszeiten, echte Fotos und aktuelle Kontaktdaten.
Auch Bewertungen sind wichtig. Sie können einen zufriedenen Kunden in einem passenden Moment höflich bitten, eine Bewertung zu hinterlassen. Lassen Sie keine falschen Bewertungen schreiben und kaufen Sie keine. Das verstößt gegen die Regeln von Google und schadet Ihrem gesamten Profil, sobald es auffällt. Auf eine negative Bewertung antworten Sie respektvoll und konkret: das Problem verstehen, die Lösung schreiben. Ein neuer Interessent bildet sich anhand Ihrer Antwort eine Meinung über Ihren Betrieb.
Wenn Sie kein Ladenlokal haben oder von zu Hause arbeiten, stellen Sie im Profil die Adressanzeige richtig ein. Für Betriebe, die in einem Einsatzgebiet arbeiten, gibt es eigene Optionen; eine falsche Einstellung kann dazu führen, dass das Profil gesperrt wird.
Auch die Darstellung Ihrer Seite im Suchergebnis beeinflusst, ob geklickt wird. Das folgende Beispiel vergleicht zwei erfundene Firmen bei derselben Suche.
Der Unterschied liegt hier nicht im Versprechen, sondern in der Konkretheit. Im Titel stehen Leistung und Region klar, in der Kurzbeschreibung steht, was den Kunden interessiert. So passen die Erwartung des Klickenden und der Inhalt der Seite zusammen.
Vertrauenssignale: Warum sie in dieser Branche noch wichtiger sind
Elektroarbeit verzeiht keine Fehler. Eine falsch ausgeführte Installation kann ein Brand- oder Lebensrisiko sein. Der Kunde weiß das und sucht deshalb Vertrauen. Was auf Ihrer Website Vertrauen zeigt, überzeugt Menschen und trägt auch dazu bei, dass Suchmaschinen Ihre Seite für wertvoll halten.
Folgendes können Sie zeigen: Nachweise Ihrer Qualifikation und die Eintragung bei der zuständigen Handwerkskammer oder im Installateurverzeichnis des Netzbetreibers (aber nur, wenn das wirklich zutrifft und gültig ist), die Marken der verwendeten Materialien, Gewährleistungs- oder Versicherungsbedingungen, Unterlagen und Prüfprotokolle, die Sie nach dem Projekt übergeben, und eine kurze Vorstellung Ihres Teams. Vorschriften und Nachweispflichten können sich mit der Zeit ändern und je nach Art der Arbeit unterschiedlich sein. Wenn Sie nicht sicher sind, welchen Nachweis Sie zeigen müssen oder dürfen, fragen Sie einen Rechtsanwalt oder Ihre zuständige Kammer.
Auch die Seite „Über uns“ sollten Sie nicht leer lassen. Seit wie vielen Jahren Sie arbeiten, an welchen Projektarten, wer die Arbeit leitet: kurz und ehrlich geschrieben wirkt das im Moment der Entscheidung sehr stark. Statt nicht belegbarer Behauptungen wie „Marktführer“ ist ein Satz wie „So führen wir solche Arbeiten aus“ glaubwürdiger.
Häufige Fehler
Diese Fehler sehe ich auf den Websites der Branche immer wieder.
Alles auf eine Seite packen. Ich habe es schon erwähnt: Wenn Sie die Leistungen nicht trennen, werden Sie bei keiner stark.
Technische Sprache verwenden. Sätze wie „multifunktionale Automatisierungsinfrastruktur“ sagen dem Kunden nichts. Er will wissen: „Geht das Licht von allein an, wenn ich abends heimkomme?“
Fehlende Fotos. In dieser Branche schafft das Foto einer fertigen Arbeit mehr Vertrauen als tausend Worte. Verwenden Sie statt Stockfotos Bilder Ihrer eigenen Projekte: den Verteiler, die Verkabelung, den fertigen Raum.
Keinen Kontaktweg lassen. Websites, die nur ein Formular haben und deren Telefonnummer versteckt ist, verlieren viele Aufträge. Manche Kunden wollen telefonieren. Auf jeder Seite sollte es einen deutlichen Anruf-Button geben.
Leistungen beschreiben, die Sie nicht erbringen. Eine Seite für eine Leistung anzulegen, die Sie gar nicht anbieten, nur um ein Ranking zu bekommen, schadet Ihnen am Ende.
Mobil vergessen. Ein Großteil der Interessenten schaut mit dem Handy nach, vielleicht mitten auf der Baustelle, vielleicht abends auf dem Sofa. Öffnet Ihre Seite am Handy langsam oder ist die Schrift zu klein, geht der Besucher wieder.
Sofort Ergebnisse erwarten. SEO ist kein Sprint. Wer aufgibt, weil in den ersten Wochen nichts zu sehen ist, wirft die Investition weg.
Die folgende Grafik fasst die häufigsten Fehler kurz zusammen.
Die meisten dieser Fehler lassen sich ohne großes Budget beheben. Seiten zu trennen, die Sprache zu vereinfachen und echte Fotos zu ergänzen, bewirkt meist den größten Unterschied.
Was können Sie selbst tun, wann brauchen Sie Hilfe?
Sie müssen nicht alles einem Experten überlassen. Folgendes können Sie selbst erledigen:
- Ihr Google-Unternehmensprofil vollständig ausfüllen und regelmäßig Fotos hinzufügen,
- von jedem abgeschlossenen Auftrag ein paar Fotos und zwei, drei Sätze Notizen sammeln,
- die Fragen notieren, die Kunden am häufigsten stellen, und sie auf der Website beantworten,
- zufriedene Kunden höflich um eine Bewertung bitten,
- prüfen, ob Telefonnummer, Adresse und Geschäftszeiten überall gleich sind.
Hilfe von außen ist sinnvoll, wenn Ihre Website neu oder sehr alt ist und die Seitenstruktur neu aufgebaut werden muss, wenn technische Probleme bestehen (Langsamkeit, Fehlerseiten, fehlende Mobiltauglichkeit), wenn Sie nicht wissen, auf welche Suchen Sie sich konzentrieren sollen, oder wenn Ihnen die Zeit zum Schreiben von Texten und Seiten fehlt. Und wenn Sie mehrsprachig arbeiten wollen, etwa weil Sie Smart Home für ausländische Investoren installieren, braucht jede Sprache eigene, natürlich geschriebene Seiten. Das allein zu stemmen, ist schwer.
Die folgende Grafik bringt diese Entscheidung auf eine einfache Frage.
Kurz gesagt: Wenn das Fundament fehlt, ist es vergebliche Mühe, Inhalte zu schreiben. Zuerst ein tragfähiger Grund, dann regelmäßige Inhalte.
Wozu dienen Blogartikel?
Leistungsseiten sprechen jemanden an, der bereit zum Kauf ist. Blogartikel erreichen dagegen Menschen, die noch nicht entschieden haben, aber recherchieren. Nützliche Themen in Ihrer Branche sind zum Beispiel: Worauf achtet man bei der Wahl eines Smart-Home-Systems? Lässt sich in ein bestehendes Haus ein Smart Home nachrüsten? Warum ist eine Elektroplanung wichtig? Was sollte der Kunde bei der Wahl des Zählerschranks wissen? Wie plant man die Elektrik für ein neu gebautes Haus? Was tun, wenn das Smart Home nicht funktioniert?
Der Kniff dabei: Schreiben Sie aus Sicht des Kunden, nicht aus Ihrer. Begriffe wie „Erdungswiderstand“ dürfen Sie verwenden, aber erklären Sie sie bei der ersten Nennung mit einem Satz, etwa: „Das ist die Messung des Systems, das dafür sorgt, dass Strom sicher in die Erde abgeleitet wird.“ Am Ende jedes Artikels sollte ein Verweis auf die passende Leistungsseite stehen. Aber nicht jeder Artikel muss ein Verkaufstext sein; Menschen speichern und teilen, was sie nützlich finden, und erinnern sich dann an Sie.
Ein weiteres Thema in diesem Zusammenhang ist die Suche mit künstlicher Intelligenz. Immer mehr Menschen fragen Werkzeuge wie ChatGPT zum Beispiel: „Wie finde ich eine zuverlässige Firma für Smart-Home-Installation in meiner Stadt?“ Bei ihren Antworten können sich diese Werkzeuge leichter auf klare, gut geordnete Seiten mit erkennbarer Quelle stützen. Wenn Ihre Seiten Fragen deutlich beantworten und die Angaben stimmig sind, steigt die Chance, auch in solchen Antworten vorzukommen; eine Garantie dafür gibt es aber nicht.
Dieses Beispiel ist natürlich fiktiv; eine echte Antwort sieht nicht immer so aus. Die Richtung ist aber dieselbe: Klare, ehrliche und gut geordnete Inhalte sind für Menschen wie für KI-Werkzeuge nützlicher.
Wie lange dauert der Prozess?
Das ist die am häufigsten gestellte Frage, und die ehrliche Antwort lautet: „Das kommt darauf an.“ Das Alter Ihrer Website, die Stärke des Wettbewerbs, Ihre Region und die Art Ihrer Arbeit beeinflussen die Dauer. Als grober Rahmen: Im ersten Monat werden Grundstruktur und Seiten aufgebaut, in den folgenden Monaten kommen Inhalte hinzu und es wird gemessen, nach einigen Monaten zeigt sich, welche Seiten funktionieren. Ein festes Datum oder eine Platzierung zu versprechen wäre nicht richtig; wer das tut, führt Sie in die Irre.
Die folgende Zeitleiste zeigt die Phasen eines beispielhaften Ablaufs.
Dieser Zeitplan ist ein geschätzter Rahmen; das tatsächliche Tempo hängt von Ihrer Website und vom Wettbewerb ab. Wichtig ist, dass Sie in jeder Phase wissen, was getan und was gemessen wird.
Was die Kosten bestimmt
Eine Zahl nenne ich nicht, denn die Arbeit zweier Firmen ist nie identisch. Aber ich kann klar sagen, wovon die Kosten abhängen.
Seitenzahl. Fünf Leistungsseiten sind nicht dieselbe Arbeit wie zwanzig Leistungs- und Projektseiten.
Zustand der bestehenden Website. Ist Ihre Seite solide und es fehlen nur Inhalte, ist der Aufwand gering; muss sie neu aufgebaut werden, ist er umfangreicher.
Wettbewerbsniveau. Ein umkämpftes Feld wie „Smart Home“ in einer Großstadt verlangt nicht denselben Einsatz wie „Elektroinstallation“ in einem kleinen Ort.
Erstellung von Inhalten und Bildern. Projektfotos, Artikel, Fragen und gegebenenfalls mehrsprachige Fassungen erhöhen den Aufwand.
Kontinuität. Eine einmalige Einrichtung wird anders berechnet als eine laufende monatliche Betreuung.
Anzahl der Sprachen. Jede Sprache braucht einen eigenen, natürlichen Text; ein von der Maschine übersetzter Text taugt nichts.
Achten Sie beim Angebot auf Folgendes: Steht klar, was getan wird? Welche Ergebnisse erhalten Sie? Wie wird gemessen? Gibt es im Vertrag Laufzeit und Ausstiegsbedingungen? Wenn jemand „garantiert Platz eins“ sagt, seien Sie vorsichtig; niemand kann Suchergebnisse kontrollieren.
Diese Liste ist ein einfacher Filter, mit dem Sie jeden Anbieter prüfen können, mich eingeschlossen. Ist ein Punkt unklar, fragen Sie nach, bevor die Arbeit beginnt.
Wie ich arbeite
Ich arbeite allein, das heißt: Der Mensch, der mit Ihnen spricht, macht auch die Arbeit. Meist gehe ich so vor: Zuerst führe ich ein kurzes Gespräch, in dem ich mir Ihren Betrieb, Ihre Kunden und Ihr Ziel anhöre. Dann schaue ich mir Ihre bestehende Website an und schreibe in einfacher Sprache auf, was fehlt, was überflüssig ist und was korrigiert werden muss. Danach legen wir gemeinsam die Prioritäten fest, denn alles auf einmal ist nicht nötig. Ich bereite Seiten und Texte vor, erledige technische Korrekturen und zeige Ihnen in den folgenden Monaten, was funktioniert.
Die folgende Grafik fasst zusammen, welcher Teil der Arbeit bei mir liegt und welcher bei Ihnen.
Es gibt auch Dinge, die ich Ihnen nicht sagen werde: etwa „An diesem Datum stehen Sie auf Platz eins“ oder „So viele Anrufe kommen herein“. Stattdessen lege ich offen, was ich tue, warum ich es tue und wie wir das Ergebnis verfolgen. Wenn nötig, schlage ich vor, dass Sie einen Teil selbst übernehmen: Projektfotos und Kundenfragen kommen von Ihnen, denn die Baustelle kennen Sie.
Soll Ihre Website in mehreren Sprachen erscheinen, weil Sie etwa ausländische Kunden mit Smart Home versorgen, muss jede Sprachfassung eigens durchdacht werden. Auch dabei kann ich Sie beraten.
Häufig gestellte Fragen
Brauche ich als Elektrobetrieb wirklich SEO?
Wenn Sie über Empfehlungen genug Aufträge bekommen, ist es vielleicht nicht dringend. Wollen Sie aber wachsen, neue Gebiete erschließen oder Kunden außerhalb Ihres Bekanntenkreises erreichen, ist die Sichtbarkeit in Suchmaschinen ein wichtiger Kanal. Kunden recherchieren vor der Entscheidung fast immer im Internet.
Welche Seite ist für einen Smart-Home-Anbieter die wichtigste?
Eine einzige zu nennen ist schwierig, aber meist bringen die Haupt-Leistungsseite zum Smart Home und die fertigen Projekte die meisten Aufträge. Der Kunde will sehen, was Sie tun und dass Sie es wirklich tun.
Wann sehe ich Ergebnisse?
Einen festen Zeitpunkt kann ich nicht nennen. Meist wird in den ersten Wochen das Fundament gelegt, und einige Bewegungen zeigen sich innerhalb weniger Monate. Bei stark umkämpften Suchen kann es länger dauern. Vertrauen Sie niemandem, der eine Platzierung garantiert.
Google Ads oder SEO, was ist besser?
Beides funktioniert anders. Anzeigen bringen sofort Sichtbarkeit, doch sie endet, sobald Sie nicht mehr zahlen. SEO startet langsamer, bringt aber, wenn es einmal greift, länger Aufträge. Viele Firmen nutzen beides; entschieden wird nach Budget und Dringlichkeit.
Darf ich Projektfotos ohne Zustimmung des Kunden veröffentlichen?
Ich empfehle, Fotos, auf denen das Haus, die Adresse oder die Identität des Kunden erkennbar sind, nicht ohne schriftliche Zustimmung zu veröffentlichen. Zu den rechtlichen Einzelheiten, etwa dem Datenschutz, fragen Sie bitte einen Rechtsanwalt. Details wie Verteiler und Verkabelung, aus denen sich der Kunde nicht erkennen lässt, sind meist unproblematischer.
Sollte ich für jeden Ort, in dem ich arbeite, eine eigene Seite anlegen?
Nein. Legen Sie sie nur für Orte an, in denen Sie wirklich tätig sind und zu denen Sie etwas Eigenes sagen können. Denselben Text mit wechselndem Ortsnamen zu vervielfältigen, bringt nichts und kann der Website schaden.
Muss die Website von Grund auf neu gemacht werden?
Nicht immer. Ist Ihre bestehende Seite schnell, ordentlich aufgebaut und lässt sich erweitern, baut man darauf auf. Ist sie sehr alt, am Handy fehlerhaft oder stark eingeschränkt, kann ein Neuaufbau sinnvoller sein. Das sage ich Ihnen, nachdem ich die Seite angesehen habe.
Kann ich das selbst machen?
Die Grundlagen ja. Profil, Fotos, Bewertungen und Antworten auf Fragen liegen in Ihrer Hand. Bei Seitenstruktur, technischer Prüfung und Messung kann Unterstützung Zeit sparen.
Wenn Sie gemeinsam klären möchten, bei welchen Suchen Ihre Website für Ihren Elektro- oder Smart-Home-Betrieb sichtbar sein sollte, erreichen Sie mich über meine SEO-Beratung. Ich höre mir Ihren Betrieb, Ihre Region und Ihr Ziel an und erarbeite Ihnen einen übersichtlichen Fahrplan.