Sie führen eine Hautarztpraxis oder eine dermatologische Privatpraxis, und eine Website haben Sie auch. Trotzdem klingelt das Telefon seltener, als Sie erwarten. Dabei suchen jeden Tag sehr viele Menschen im Internet nach Akne, Pigmentflecken, Haarausfall, Ekzemen oder einer Hautkrebsvorsorge. Damit diese Menschen gerade Sie finden, braucht es SEO für Hautarztpraxen. SEO heißt, kurz erklärt: die Arbeit daran, dass Ihre Website bei Google erscheint, wenn Patienten genau das suchen, was Sie anbieten. Ich bin Ümit Kırkoç, Webdesigner und SEO-Berater, ich arbeite allein von Istanbul aus, und in diesem Artikel erkläre ich Ihnen als Praxisinhaber, worauf es ankommt, auch mit Blick auf die Regeln der Heilmittelwerbung. Meine eigene SEO-Beratung stelle ich Ihnen an den passenden Stellen offen mit ihren Grenzen vor.
Dieses Feld ist nicht mit einem normalen Gewerbe vergleichbar. Als Ärztin oder Arzt wollen Sie nicht nur „sichtbarer“ werden. Sie müssen zugleich Ihre Berufsordnung und die Vorgaben für Werbung im Gesundheitswesen einhalten. Außerdem sind Menschen, die online nach einem Hautproblem suchen, oft verunsichert. Sie brauchen keine großen Versprechen, sondern klare, ruhige Informationen. Gute SEO-Arbeit zielt genau darauf.
Was tippen Patienten ein, wenn sie einen Hautarzt suchen?
Zuerst müssen Sie verstehen, was im Kopf des Patienten vorgeht. Viele Menschen tippen das Wort „Dermatologie“ gar nicht ein. Sie sehen einen Pickel im Gesicht und suchen „Akne Behandlung“. Fallen die Haare aus, suchen sie „Haarausfall Arzt“. Fällt ein Muttermal auf, lautet die Frage „Muttermal kontrollieren lassen wo“. Manche starten mit einem Symptom: „juckender roter Ausschlag Ursache“. Andere suchen direkt einen Ort: „Hautarzt Hamburg Termin“ oder „Hautarzt Neukölln Online-Termin“.
Eine Website, die nur aus einer einzigen Seite „Dermatologie“ besteht, reicht deshalb nicht. Für jedes Problem und jede Leistung braucht es eine eigene, klare Seite. Der Titel Ihrer Seite sollte mit dem Wort übereinstimmen, das der Patient eintippt. Die folgende Grafik zeigt an einem Beispiel, warum eine klare Praxisseite bei derselben Suche mehr bringt als eine allgemeine Liste.
Im Beispiel gibt die ausführliche Seite dem Patienten das Gefühl, am richtigen Ort zu sein. Eine allgemeine Liste dagegen schickt ihn zurück zur Suche. Ihre Aufgabe ist es, die Seite bereitzustellen, auf der der Patient nach dem Klick findet, was er gesucht hat.
Wie wichtig ist die Absicht hinter der Suche?
Derselbe Mensch sucht zu verschiedenen Zeitpunkten mit verschiedener Absicht. Einer fragt „Was ist Akne?“, weil er neugierig ist. Ein anderer sucht „Akne Behandlung Hautarzt“, weil er einen Termin möchte. Der erste sucht Wissen, der zweite steht kurz vor der Entscheidung. Suchanfragen, die einer Buchung nahe sind (man nennt sie „kommerzielle Suchen“), sind für Ihre Praxis am wertvollsten. Aber auch Informationssuchende zählen: Wer heute einen Ratgeber liest und Vertrauen fasst, bucht vielleicht in einigen Wochen.
Vier Arten von Suchen, vier verschiedene Seiten
Wenn Sie die Suchen rund um die Dermatologie in vier Gruppen teilen, wird die Arbeit viel einfacher. Wissen Sie, welche Seite welche Suche beantwortet, bauen Sie Ihre Website entsprechend auf.
Die Tabelle zeigt: Für eine Frage wie „Warum bekomme ich Pickel?“ passt ein ausführlicher Ratgeberartikel. Für „Akne Behandlung“ braucht es eine Leistungsseite. Für „Hautarzt Köln-Ehrenfeld“ braucht es eine Seite, die Stadtteil und Adresse in den Vordergrund stellt. Wer alles auf eine Seite packt, ist am Ende bei keiner Suche wirklich stark.
Symptomsuchen und die Sorge „Ist das ernst?“
Bei Hautproblemen fragen Patienten oft, ob etwas normal ist. Artikel, die solche Fragen beantworten, werden viel gelesen. Hier ist Sorgfalt nötig: Ein Text im Internet ersetzt keine Untersuchung, und das sollten Sie offen schreiben. Ein Satz wie „Wenn Sie diese Anzeichen bemerken, empfehle ich Ihnen, eine Hautärztin oder einen Hautarzt aufzusuchen“ führt den Patienten in die richtige Richtung und schützt Sie vor Übertreibung.
Wie wirken sich die Regeln der Heilmittelwerbung auf SEO aus?
Dieser Abschnitt ist branchenspezifisch und verwirrt die meisten. In Deutschland unterliegt die Werbung für Gesundheitsleistungen besonderen Vorschriften. Genannt wird dabei oft das Heilmittelwerbegesetz, hinzu kommen die Berufsordnung der Ärztekammer und das Wettbewerbsrecht. Allgemein gesagt: Es gibt strenge Regeln gegen irreführende, reißerische oder vergleichende Aussagen und gegen Heilversprechen. Ich bin kein Jurist, und dieser Artikel ist keine Rechtsberatung. Ob die Formulierungen auf Ihrer Website zulässig sind, sollten Sie unbedingt mit einer auf Medizinrecht spezialisierten Anwältin oder einem Anwalt, Ihrer Ärztekammer und den aktuellen Vorschriften klären. Was ich tue: Ich baue die Seiten technisch korrekt auf und schreibe in einer sachlichen Sprache, die diesen Rahmen im Blick behält.
Die Punkte in der Grafik sind verbreitete, riskante Gewohnheiten. Die rechtliche Bewertung kann je nach Ihrer Situation unterschiedlich ausfallen, deshalb überlassen Sie die endgültige Entscheidung einer Fachperson. Aus SEO-Sicht ist die Nachricht übrigens gut: Übertriebene Versprechen schaffen ohnehin kein Vertrauen. Eine sachliche, informierende Sprache steht sowohl vor dem Patienten als auch vor der Suchmaschine besser da.
Wie sieht eine sichere Ausdrucksweise aus?
Ein Beispiel: Statt „die beste Aknebehandlung“ ist „mein Vorgehen bei der Aknebehandlung und der Ablauf der Sprechstunde“ der sicherere Rahmen. Statt „sicherer Erfolg“ ist „wie jemand auf die Behandlung anspricht, ist von Mensch zu Mensch verschieden“ ehrlich und realistisch. Preis- oder Rabattaktionen sind in diesem Bereich besonders heikel; klären Sie mit rechtlicher Unterstützung, was Sie dürfen. Auch Patientenbewertungen auf der Seite oder Vorher-nachher-Fotos verlangen Aufmerksamkeit. Entscheiden Sie das nicht allein.
Ich mache hier eine wichtige Unterscheidung: SEO sagt, welche Wörter ein Text verwenden sollte. SEO sagt nicht, welche Aussage rechtlich zulässig ist. Das Zweite ist Sache von Ihnen und Ihrer Rechtsberatung. Wenn ich Texte vorbereite, markiere ich Sätze mit Risiko, und Sie geben nichts frei, was Sie nicht bestätigt haben.
Der Weg des Patienten: von der ersten Suche bis zum Termin
Ein Patient kommt selten in einem einzigen Schritt in Ihre Praxis. Zuerst bemerkt er ein Problem, dann sucht er Informationen, dann prüft er, wer ihn behandeln könnte, und erst am Schluss bucht er einen Termin. SEO erfüllt auf jeder Stufe dieses Weges eine andere Aufgabe.
Der obere Teil des Trichters ist breit: Viele Menschen suchen Informationen, wenige buchen einen Termin. Es wäre deshalb ein Fehler, sich nur auf das Wort „Termin“ zu konzentrieren. Ein guter Artikel auf der oberen Stufe kann der erste Kontaktpunkt für einen Patienten sein, der erst Monate später kommt. Am Ende jedes Artikels sollten Sie den Leser aber freundlich zum nächsten Schritt führen, also zur Seite mit Sprechstunde und Kontakt.
Eigene Leistungsseiten statt einer einzigen Liste
Auf vielen Praxiswebsites gibt es unter „Leistungen“ eine Liste: Akne, Pigmentflecken, Haarausfall, Muttermale, Ekzeme, Warzen. Alles steht in wenigen Zeilen. Eine Suchmaschine kann so eine Seite keinem einzelnen Thema zuordnen. Und der Patient fragt sich: „Kennt man sich mit meinem Problem wirklich aus?“
Eine eigene Seite für jede Leistung erlaubt es Ihnen, das Thema ausführlich zu erklären. Mit welchen Beschwerden kommt man zu Ihnen, was wird in der Sprechstunde gefragt, wie läuft der Prozess ab, in welchen Fällen überweisen Sie an andere Fachleute? Alle diese Angaben schaffen Vertrauen. Und weil jede Seite eine andere Suche beantwortet, steigt auch die Zahl der Suchen, bei denen Ihre Website auftauchen kann.
Für welche Leistungen lohnt sich eine Seite?
Sie müssen nicht alles auf einmal schreiben. Beginnen Sie mit den Leistungen, die Sie wirklich anbieten und für die Sie die meisten Anfragen bekommen. Eine Seite für eine Behandlung zu eröffnen, die Sie gar nicht durchführen, ist ethisch wie praktisch falsch. Drei oder vier Kernseiten, die vollständig sind, bringen viel mehr als zwanzig halbe Seiten.
Wie sieht eine gute Leistungsseite aus?
Inhalt und Reihenfolge einer Seite zu durchdenken ist ebenso wichtig wie der Text selbst. Wer mit dem Handy schaut und im ersten Bildschirm nicht findet, was er sucht, verlässt die Seite.
Der Aufbau in der Grafik folgt einer einfachen Logik: erst der Name des Problems mit einem Kurztext, dann für wen die Behandlung infrage kommt, wie die Sprechstunde abläuft, häufige Fragen und ganz am Ende der Kontakt. Name, Fachgebiet und Praxisort der Ärztin oder des Arztes gehören gut sichtbar auf die Seite. Gerade bei Gesundheitsthemen wollen Patienten wissen, wem sie vertrauen. Diese Angaben müssen richtig und aktuell sein.
Der Patient mit dem Handy
Wer ein Hautproblem hat, sucht oft mit dem Smartphone. Lädt Ihre Seite langsam, ist die Schrift klein oder ist der Terminknopf nicht zu finden, wechselt der Patient zu einer anderen Praxis. Tempo und Lesbarkeit auf dem Handy sind deshalb fester Bestandteil von SEO. Die Telefonnummer sollte sich mit einem Fingertipp wählen lassen, und die Adresse sollte mit einem Link zur Karte angegeben sein. Das sind kleine, aber wirksame Details.
Welches Thema bekommt einen Artikel, welches eine Leistungsseite?
Eine häufige Frage lautet: „Soll ich alles als Blogartikel schreiben oder eigene Seiten anlegen?“ Es gibt einen einfachen Maßstab. Möchte der Patient eine Leistung in Anspruch nehmen, bekommt er eine Seite. Möchte er etwas erfahren, schreiben Sie einen Artikel.
„Akne Behandlung“ ist zum Beispiel eine Leistungsseite, „fünf Irrtümer über Akne“ ist ein Artikel. Artikel verlinken auf Leistungsseiten und führen den Patienten so auf natürliche Weise weiter. Diese internen Links erleichtern dem Patienten den Weg und erklären der Suchmaschine den Aufbau Ihrer Website.
Zwei erfundene Beispielszenarien
Die beiden folgenden Szenarien sind vollständig hypothetisch; sie beschreiben keine echte Praxis und keine echte Person. Sie sollen nur die Logik zeigen.
Szenario 1: Eine neu eröffnete Praxis
Angenommen, eine Hautärztin hat in einem Stadtteil einer größeren Stadt eine neue Praxis eröffnet. Ihre Website besteht aus einer einzigen Seite mit dem Text „Dr. Beispiel, Dermatologie“. Bewertungen gibt es keine, und das Profil auf der Karte ist unvollständig. In diesem Fall wäre es unrealistisch zu erwarten, bei der allgemeinen Suche „Hautarzt“ gleich auf der ersten Seite zu erscheinen. Sinnvoll ist zuerst, das Google-Unternehmensprofil vollständig auszufüllen, danach für drei Kernleistungen eigene Seiten anzulegen und den Namen des Stadtteils natürlich in den Texten vorkommen zu lassen. In den ersten Monaten sind nicht die hart umkämpften allgemeinen Suchen das Ziel, sondern engere Suchen wie „Stadtteil plus Problem“. Ergebnisse kommen mit der Zeit; wie lange das dauert, kann niemand garantieren.
Szenario 2: Eine Praxis, die seit Jahren besteht, aber unsichtbar ist
Die zweite hypothetische Praxis behandelt seit Jahren Patienten, doch ihre Website ist veraltet und wirkt auf dem Handy kaputt. Die Leistungen stehen in einer Liste auf einer Seite, und der Titel ist auf jeder Seite derselbe. Hier muss man nicht bei null anfangen; das vorhandene Vertrauen und der Patientenstamm sind ein Vorteil. Zuerst werden Tempo und Handyansicht der Website korrigiert, die Seitentitel werden für jede Leistung eigens formuliert, und danach werden für die gefragtesten Leistungen ausführliche Seiten geschrieben. Bei dieser Praxis ist es sehr wahrscheinlich, dass nicht „neue Inhalte“ die erste Aufgabe sind, sondern „vorhandene Hindernisse beseitigen“.
Auch die Ärztin oder der Arzt ist eine Seite
Im Gesundheitswesen vertraut der Patient zuerst der Person und erst dann der Leistung. Deshalb kann die Seite über die Ärztin oder den Arzt zu den meistgelesenen Bereichen Ihrer Website gehören. Schreiben Sie dort in schlichter Sprache über Ausbildung, Facharztbezeichnung, Mitgliedschaften in Fachgesellschaften und die Themen, die Sie behandeln. Verzichten Sie auf schmückende Adjektive; sachliche Angaben genügen. Auch Suchmaschinen vertrauen Websites eher, bei denen klar ist, wer schreibt und wer verantwortlich ist. Steht unter einem Ratgeberartikel ein Hinweis wie „Dieser Beitrag wurde von Dr. Beispiel erstellt“ samt Datum der letzten Aktualisierung, ist das für Patienten wie für Suchmaschinen ein Vertrauenssignal.
Die technische Seite: Tempo, Sicherheit und Ordnung
Wer sich über ein privates Hautproblem informiert, achtet auch darauf, ob eine Website sicher ist. Niemand möchte seine Telefonnummer auf einer Praxisseite eintragen, bei der die Adresszeile eine Sicherheitswarnung zeigt. Eine verschlüsselte Verbindung, schnell ladende Seiten und nicht unnötig große Bilder sind die Grundvoraussetzungen. Wichtig ist auch, im Terminformular nur die nötigsten Angaben abzufragen. Wollen Sie über das Formular Gesundheitsdaten erheben, lassen Sie die Anforderungen des Datenschutzes zusätzlich von einer Juristin oder einem Juristen oder Ihrem Datenschutzbeauftragten prüfen. Gesundheitsdaten gelten als besonders schützenswert. Das ist nicht Sache von SEO, sondern des Rechts, gehört aber von Anfang an in die Planung Ihrer Website.
Dazu gehört auch das Pflichtprogramm jeder Praxisseite: ein vollständiges Impressum und eine verständliche Datenschutzerklärung. Auch das gehört zum Vertrauen, das Besucher spüren, und es sollte nach rechtlicher Prüfung stimmen.
Lokale Sichtbarkeit: Karte und Unternehmensprofil
Dermatologie ist zu einem großen Teil eine örtliche Leistung. Patienten suchen meist eine Praxis in der Nähe ihrer Wohnung oder ihres Arbeitsplatzes. Deshalb sind die Kartenergebnisse von Google und Ihr Unternehmensprofil sehr wichtig. Im Profil müssen Name, Adresse, Telefonnummer, Sprechzeiten und Leistungskategorien stimmen. Dieselben Angaben sollten Wort für Wort auch auf Ihrer Website, in Ihren sozialen Konten und in Verzeichnissen stehen, etwa auf Portalen wie Jameda oder Doctolib, wenn Sie dort vertreten sind. Schon kleine Abweichungen machen die Suchmaschine misstrauisch.
Bei Bewertungen ist Vorsicht geboten. Es ist normal, dass Patienten freiwillig eine Bewertung hinterlassen. Aber Gegenleistungen für Bewertungen anzubieten, Bewertungen selbst zu schreiben oder Bewertungen auf der eigenen Seite wie Werbung einzusetzen, beschädigt das Vertrauen und kann gegen Regeln im Gesundheitsbereich verstoßen. Holen Sie auch hierzu rechtlichen Rat ein.
KI-Antworten und Dermatologie
Menschen stellen Gesundheitsfragen heute nicht mehr nur bei Google, sondern auch bei KI-Werkzeugen wie ChatGPT. Diese Werkzeuge greifen bei ihren Antworten gern auf verlässliche, klare und gut gegliederte Quellen zurück. Das macht eine saubere Struktur Ihrer Website noch wertvoller. Im Gesundheitsbereich gilt eine Unterscheidung: KI-Werkzeuge können keine Diagnose stellen und nicht an Ihrer Stelle untersuchen. Auch Ihre Inhalte sollten diese Grenze offen benennen.
In einer Antwort wie in der Grafik gibt das Werkzeug allgemeine Informationen und verweist die Person an eine Fachärztin oder einen Facharzt. Ihr Ziel ist es, eine der verlässlichen Websites zu sein, auf die solche Antworten als Quelle verweisen. Der Weg dahin führt über transparente Angaben zur Autorin oder zum Autor, einfache Sprache, saubere Überschriften und richtige Informationen. Eine Garantie gibt es nicht; Sie schaffen lediglich eine solide Grundlage, die Ihre Chancen erhöht.
Was können Sie selbst tun?
Ein Teil von SEO lässt sich ohne Fachleute erledigen. Schauen wir zuerst auf die grundlegenden Dinge, die Sie selbst tun können.
Die Aufgaben auf der Liste kosten kein großes Budget. Am wichtigsten ist, dass die Angaben überall gleich und aktuell sind und dass Sie die Fragen, die Patienten am häufigsten stellen, auf Ihren Seiten beantworten. Wenn Ihnen Patienten jeden Tag dieselben Fragen stellen, sind genau diese die beste Quelle für Inhalte auf Ihrer Website.
Wann brauchen Sie Hilfe von außen?
In diesen Fällen ist externe Hilfe sinnvoll: wenn Ihre Website auf dem Handy langsam oder fehlerhaft ist, wenn Sie seit Monaten bei keiner Suche erscheinen, wenn Sie Seiten für mehrere Leistungen und Stadtteile planen müssen oder wenn Ihnen schlicht die Zeit fehlt, all das zu betreuen. Für Praxisinhaber ist Zeit die knappste Ressource; neben den Sprechstunden bleibt für die Website oft keine Stunde übrig.
Wie läuft die SEO-Arbeit Schritt für Schritt ab?
Meine Arbeitsweise folgt einer schlichten Reihenfolge. Jeder Schritt baut auf dem vorherigen auf, und in jeder Phase sehen Sie schriftlich, was getan wurde.
Im ersten Schritt sehe ich mir Ihre Website und die Mitbewerber in Ihrer Umgebung an. Danach erstelle ich einen Plan. Zuerst beseitige ich technische Hindernisse, dann arbeite ich an Leistungsseiten und Artikeln. Jeden Monat schauen wir gemeinsam auf die Ergebnisse. Alle Inhalte gehen über Ihren Tisch; besonders Sätze mit gesundheitlichem Anspruch klären wir gemeinsam mit Ihnen und, falls nötig, mit Ihrer Rechtsberatung.
Häufige Fehler
Das sind die Fehler, die ich in diesem Bereich am häufigsten sehe. Erstens: eine Website, die nur aus einer allgemeinen Seite besteht. Zweitens: Texte der Konkurrenz zu kopieren; Suchmaschinen erkennen Kopien, und die Seite gewinnt nichts. Drittens: übertriebene Sprache und Erfolgsversprechen. Das weckt beim Patienten Zweifel und kann rechtlich riskant sein. Viertens: Adresse und Telefonnummer, die an verschiedenen Stellen unterschiedlich geschrieben sind. Fünftens: aufzugeben, weil in den ersten Wochen nichts passiert. SEO ist kein Sprint, sondern Arbeit, die sich Schritt für Schritt aufbaut.
Der sechste Fehler ist, Texte für die Suchmaschine statt für den Patienten zu schreiben. Einen Text, der ständig dasselbe Wort wiederholt und nicht natürlich fließt, möchte auch kein Patient lesen. Schreiben Sie zuerst für einen Patienten und ordnen Sie den Text danach so, dass die Suchmaschine ihn versteht.
Wovon die Kosten abhängen
Eine Zahl nenne ich Ihnen nicht, denn der Preis hängt stark von Ihrer Lage ab. Die Kosten bestimmen vor allem diese Faktoren: der aktuelle Zustand Ihrer Website und die Größe der technischen Probleme, für wie viele Leistungen Seiten entstehen, wie stark die Region und die Konkurrenz sind, die Zahl der Artikel, ob Inhalte in einer Fremdsprache nötig sind, und die Dauer der Zusammenarbeit. Nehmen Sie Patienten aus dem Ausland auf, bedeuten Seiten in weiteren Sprachen zusätzliche Arbeit. Achten Sie bei einem Angebot darauf, dass die Arbeiten schriftlich und in einer Reihenfolge aufgelistet sind. Seien Sie vorsichtig bei einem Angebot, das „sicher Seite eins“ verspricht; niemand kann ein Suchranking garantieren.
So arbeite ich mit Ihnen
Ich arbeite allein. Die Person, die mit Ihnen spricht, ist auch die Person, die die Arbeit macht; deshalb sind Absprachen kurz und Entscheidungen schnell. Das hat eine Grenze: Ich kann nicht viele Aufträge gleichzeitig annehmen. In der Regel mache ich zuerst eine kurze erste Prüfung und sage Ihnen, was realistisch ist. Ihre Website und Ihre Konten sollen auf Ihren Namen laufen. Hören Sie eines Tages auf, mit mir zu arbeiten, bleibt alles bei Ihnen. Meine Berichte sind in einfacher Sprache geschrieben und beantworten die Fragen: Was habe ich getan, was hat sich verändert, was kommt als Nächstes. Bei medizinischen Inhalten haben Sie immer das letzte Wort; ich kümmere mich um die technische und strukturelle Seite.
Häufig gestellte Fragen
Ist es für Ärzte überhaupt erlaubt, SEO zu betreiben?
Dass eine Praxis sich zutreffend und informierend darstellt, ist weit verbreitet. Entscheidend ist, dass die Darstellung den Vorschriften für Gesundheitswerbung und der Berufsordnung entspricht. Welche Formulierungen zulässig sind, sollten Sie mit einer Fachanwältin oder einem Fachanwalt für Medizinrecht und Ihrer Ärztekammer klären.
Darf ich Vorher-nachher-Fotos auf der Website verwenden?
Dieses Thema ist im Hinblick auf die Vorschriften zur Gesundheitswerbung heikel und hängt von Ihrem Fall ab. Eine verbindliche Antwort können nur eine Juristin oder ein Jurist und die zuständige Standesorganisation geben. Ich empfehle solche Bilder nicht von mir aus; die Entscheidung liegt bei Ihnen und Ihrer Beratung.
Wie lange dauert es, bis ich Ergebnisse sehe?
Das hängt vom Zustand der Website, vom Wettbewerb in Ihrer Region und von der geleisteten Arbeit ab. Bei engen, örtlichen Suchen zeigen sich Ergebnisse früher, bei allgemeinen Suchen später. Eine bestimmte Dauer oder Platzierung garantiere ich nicht; in den ersten Monaten schauen wir gemeinsam auf die Entwicklung der Sichtbarkeit und der Suchanfragen.
Was ist besser, Google Ads oder SEO?
Anzeigen bringen schnell Sichtbarkeit, aber sobald Sie nicht mehr zahlen, verschwinden Sie. SEO beginnt langsamer, bringt aber nach dem Aufbau lange Zeit Anfragen. Für Gesundheitsanzeigen gelten außerdem Regeln der Plattform und des Gesetzgebers. Für viele Praxen werden beide gemeinsam betrachtet; entschieden wird nach Budget und Ziel.
Was muss ich tun, damit meine Praxis auf der Karte erscheint?
Füllen Sie Ihr Google-Unternehmensprofil vollständig und richtig aus; Adresse, Telefonnummer und Sprechzeiten sollten mit Ihrer Website übereinstimmen. Wählen Sie die passenden Leistungskategorien und halten Sie das Profil aktuell. Die Platzierung auf der Karte hängt vom Standort, von der Relevanz und vielen weiteren Faktoren ab; auch dafür kann niemand eine Garantie geben.
Muss ich für jede Behandlung eine eigene Seite anlegen?
Nötig ist es nicht, aber für die Leistungen, für die Sie die meisten Anfragen bekommen, macht eine eigene Seite einen deutlichen Unterschied. Es ist sinnvoller, mit drei oder vier Kernleistungen zu beginnen und mit der Zeit zu erweitern. Legen Sie keine Seite für eine Leistung an, die Sie nicht anbieten.
Wer soll die Ratgebertexte schreiben?
Für die Richtigkeit medizinischer Inhalte sind Sie verantwortlich, deshalb sollte die letzte Kontrolle bei Ihnen liegen. Ich kümmere mich um Struktur, Sprache und die Logik der Suche; Sie bestätigen die Fachinformation. Diese Zusammenarbeit schützt Richtigkeit und Lesbarkeit zugleich.
Was ist, wenn ich auch Patienten aus dem Ausland behandle?
Dann braucht es eigene Seiten in der jeweiligen Sprache. Nur zu übersetzen genügt nicht, die Seite muss daran angepasst werden, wie Patienten in diesem Land suchen. Das erweitert Umfang und Kosten, deshalb sollten Sie zuerst prüfen, in welcher Sprache tatsächlich Patienten zu Ihnen kommen.
Wenn Sie möchten, dass Patienten Ihre Hautarztpraxis oder dermatologische Praxis im Internet finden, schauen wir zuerst gemeinsam auf Ihre aktuelle Lage. Auf der Seite zu meiner SEO-Beratung können Sie den Leistungsumfang nachlesen und mir Ihre Fragen schicken; ich sage Ihnen offen, was realistisch ist.