Sie führen ein Ingenieurbüro, ein Planungsbüro oder eine Projektsteuerung. Der größte Teil Ihrer Aufträge kommt über Bekannte, frühere Auftraggeber und Ausschreibungen. Eine Website haben Sie auch, aber das Telefon klingelt dort selten. Manchmal sagt ein Auftraggeber sogar: „Wir haben Sie im Internet gesucht, aber kaum etwas gefunden.“ Genau diese Lücke schließt SEO für Ingenieurbüros. In diesem Artikel erkläre ich, wie Auftraggeber im B2B-Bereich (also Unternehmen, Bauherren und öffentliche Stellen) nach Ihnen suchen, welche Seiten Ihre Website braucht und wo Sie anfangen sollten. Ich bin Ümit Kırkoç, Webdesigner und SEO-Berater, ich arbeite allein von Istanbul aus, und wo es passt, sage ich offen, was meine SEO-Beratung leistet und was nicht.
SEO bedeutet, kurz gesagt, dass Ihre Website bei Google und anderen Suchmaschinen erscheint, wenn jemand nach dem sucht, was Sie anbieten. In Branchen wie Ihrer hat das eine Besonderheit: Wer Sie sucht, legt nichts in einen Warenkorb. Er sucht ein verlässliches Büro für ein Projekt, er fragt sich, wer eine Leistungsbeschreibung sauber schreiben könnte, oder er vergleicht drei Büros, die vor ihm auf dem Tisch liegen. Ihre Website arbeitet deshalb nicht wie ein Schaufenster, sondern wie ein Vertrauensnachweis.
Wie suchen Auftraggeber nach Ihnen?
Bei Ihnen sucht selten nur eine Person. Zuerst recherchiert vielleicht ein Fachplaner oder Projektleiter, dann schaut ein Einkäufer auf die Unternehmensdaten, und am Ende entscheidet die Geschäftsführung oder ein Vergabegremium. Alle drei suchen etwas anderes, und Ihre Website sollte alle drei bedienen können.
Drei Arten von Suchen
Die erste Art beschreibt die Leistung: „Tragwerksplanung“, „Bauüberwachung“, „Energieberatung für Gewerbegebäude“. Wer so sucht, weiß, was er braucht, aber nicht, bei wem. Die zweite Art verbindet Ort und Leistung: „Ingenieurbüro Hamburg Brandschutz“, „Baugrundgutachten München“. Viele Aufträge gehen an ein Büro in der Nähe des Projekts, deshalb entscheidet der Ortsname hier oft mit. Die dritte Art zielt auf Ihr Büro selbst: Firmenname, Zulassungen, Referenzen. Das tut meist jemand, der Sie empfohlen bekommen hat und das nur noch überprüfen will.
Verpassen Sie die erste und die zweite Art, sind Sie für neue Auftraggeber unsichtbar. Verpassen Sie die dritte, kann ein Interessent, der Sie ohnehin wollte, Sie nicht bestätigen und wendet sich einem anderen Büro zu. Beides schmerzt, die zweite Variante passiert nur häufiger und leiser.
Die folgende Grafik zeigt an einem frei erfundenen Beispiel, wie ein Suchergebnis aussehen kann und warum eine klare Leistungsseite vor einer allgemeinen Übersichtsseite stehen kann.
Das hervorgehobene Ergebnis macht etwas Einfaches: Es nennt in der ersten Zeile die Leistung, die Stadt und für wen sie gedacht ist. Eine allgemeine Startseite mit „Ihr kompetenter Partner“ leistet das nicht. Eine Suchmaschine versucht zu verstehen, welche Antwort zu der suchenden Person passt. Wenn Sie ihr dieses Verständnis leicht machen, kommen Sie weiter nach vorn.
Warum das Wort „Ingenieurbüro“ allein nicht reicht
Auf vielen Büro-Websites steht als Überschrift „Ingenieurleistungen und Beratung“ oder „Planen und Bauen“. Das Problem: Diese Wörter beschreiben eine Branche, aber keine Leistung. Auftraggeber suchen aber keine Branche, sie suchen eine Leistung. Um sehr breite Begriffe zu konkurrieren ist schwer und trifft zudem oft die falschen Leute, denn wer „Ingenieur“ eintippt, kann Student, Stellensuchender oder jemand sein, der einen Studiengang recherchiert. Wer eine konkrete Leistung eingibt, hat sehr wahrscheinlich einen echten Bedarf.
Welche Seiten braucht Ihre Website?
Am häufigsten sehe ich bei Büros eine einzige Seite „Leistungen“ mit einer Liste von fünfzehn Punkten, dazu eine Seite „Referenzen“. Das liest sich wie ein Prospekt, hilft aber weder der Suchmaschine noch dem Auftraggeber. Wer fünfzehn Leistungen auf einer Seite abhandelt, kann keine davon wirklich erklären.
Die folgende Tabelle zeigt, welche Seitenart welche Frage des Auftraggebers beantwortet.
Wie Sie sehen, hat jede Seite genau eine Aufgabe. Die Leistungsseite beantwortet „Bieten Sie das an?“, die Referenzseite „Haben Sie das schon gemacht?“, die Seite mit den Nachweisen „Sind Sie dazu zugelassen?“ und die Kontaktseite „Wie erreiche ich Sie?“. Versucht eine Seite alles zu beantworten, beantwortet sie keine Frage gut.
Für jede Hauptleistung eine eigene Seite
Wenn Sie fünf Hauptleistungen anbieten, gehören dazu fünf Seiten. Auf jeder Seite sollten Sie folgende Fragen beantworten: Was umfasst die Leistung genau? Bei welchen Projektarten und in welchen Größenordnungen arbeiten Sie? Wie läuft das Ganze ab, was erwarten Sie vom Auftraggeber, was liefern Sie am Ende? Nach welchen Regelwerken und mit welchen Behörden oder Stellen haben Sie zu tun? Sobald es um Vorschriften geht und Sie sich unsicher sind, empfehle ich, einen Juristen oder Ihre Ingenieurkammer zu fragen. Ein falsch formulierter Satz zu einer Vorschrift schadet mehr als ein nicht geschriebener.
Die Referenzseite: am häufigsten angesehen, am seltensten durchdacht
Für den Auftraggeber ist das stärkste Argument, dass Sie ein ähnliches Projekt schon einmal umgesetzt haben. Viele Büros zeigen Referenzen aber nur als Reihe von Logos. Logos wirken vertrauenswürdig, geben aber keine Information. Legen Sie lieber für jede Referenz eine kurze Karte an: Art des Projekts, Ort (wenn die Vertraulichkeit das zulässt), Ihr Leistungsanteil, Zeitpunkt der Fertigstellung und, wenn der Auftraggeber zustimmt, ein kurzes Zitat. Steht in Ihrem Vertrag eine Verschwiegenheitsklausel, schreiben Sie statt des Namens zum Beispiel „für eine Kommune“ oder „für einen Industriebetrieb“. Prüfen Sie dazu Ihren Vertrag, und wenn Sie unsicher sind, fragen Sie einen Juristen.
Der Weg zur Anfrage
Ein Auftraggeber im B2B-Bereich nimmt bei seinem ersten Besuch meist nicht sofort Kontakt auf. Er schaut sich um, vergleicht und zeigt Ihre Seite womöglich einem Kollegen. Bauen Sie diesen Weg bewusst. Die nächste Grafik zeigt ihn als Trichter.
Jede Stufe des Trichters erfüllt eine andere Aufgabe. Ganz oben steht das Gefundenwerden, also das Erscheinen in der Suche. Darunter kommt das Interesse: Titel und Beschreibung müssen die richtige Person zum Klicken bringen. Danach folgt das Vertrauen durch Referenzen, Nachweise und Informationen zum Team. Ganz unten steht der Kontakt. Viele Büros konzentrieren sich nur auf diese letzte Stufe und lassen die oberen leer, um sich dann zu beschweren, dass niemand das Formular ausfüllt. Wer das Formular ausfüllen soll, muss aber erst die drei Stufen davor durchlaufen haben.
Wie sollte das Anfrageformular aussehen?
Ist ein Formular lang, füllt es niemand aus. Halten Sie es kurz: Name, Unternehmen, Telefon oder E-Mail und ein Feld, in dem das Projekt beschrieben wird. Wenn Sie möchten, ergänzen Sie ein einziges weiteres Feld, etwa den ungefähren Standort des Projekts. Schreiben Sie direkt darunter, in welcher Zeit Sie antworten. Für einen großen Auftraggeber beeinflusst ein Satz wie „Antwort innerhalb eines Werktages“ die Entscheidung ähnlich stark wie ein langes Formular. Versprechen Sie aber nur, was Sie auch halten, sonst lassen Sie den Satz weg.
Wie baut man eine Leistungsseite auf?
Statt theoretisch zu bleiben, zeige ich ein konkretes Gerüst. Die folgende Grafik stellt mit einer reinen Beispieladresse die Abschnitte einer gut aufgebauten Leistungsseite dar.
Wichtig an diesem Aufbau: Schon auf dem ersten Bildschirm stehen der Name der Leistung, die Stadt und die Zielgruppe. In der Mitte folgen Umfang und Ablauf, weiter unten Referenzen und häufige Fragen, ganz unten der Kontakt. Wer die Seite von oben nach unten liest, denkt in dieser Reihenfolge: „Hier bin ich richtig, das wird gemacht, so läuft es ab, das gab es schon, so erreiche ich die Person.“ Bricht Ihre Seite diese Reihenfolge, entsteht beim Leser der Eindruck einer unordentlichen Arbeit.
Eine starre Regel zur Länge gibt es nicht. Eine Leistungsseite mit hundert Wörtern gibt einem ernsthaften Auftraggeber allerdings zu wenig Information, und der Suchmaschine sagt sie ebenfalls zu wenig. Planen Sie für jede Hauptleistung einen echten, auf Ihr Büro zugeschnittenen Text von mindestens einigen hundert Wörtern ein. Sätze, die von der Website eines anderen Büros übernommen wurden, schaden sowohl dem Leser als auch der Suchmaschine.
Beispielszenario 1: Stark in einer Stadt, im Netz unsichtbar
Das ist ein hypothetisches Beispiel und beschreibt kein reales Büro. Nehmen wir an, ein Büro für Projektsteuerung und Bauüberwachung ist seit vielen Jahren in einer Stadt tätig. Fast alle Aufträge kommen über Bekannte. Die Website ist acht Jahre alt und besteht aus einer einzigen Vorstellungsseite. Der Inhaber bekommt einen Anruf aus der Einkaufsabteilung eines großen Investors, und der Anrufer sagt: „Auf Ihrer Seite haben wir kein einziges Projekt gesehen.“
Der erste Schritt ist hier keine neue Website, sondern das Ordnen vorhandenen Wissens. Das Büro hat ja längst Projekte umgesetzt, sie stehen nur nirgends geschrieben. Zuerst wählt man aus den letzten fünf Jahren die Projekte aus, die man zeigen darf, und schreibt zu jedem eine kurze Referenzkarte. Dann teilt man die eine Vorstellungsseite in drei Leistungsseiten auf und nennt die Stadt in jeder davon auf natürliche Weise. Drittens richtet man eine eigene Seite für Zulassungen und Mitgliedschaften ein. Viertens füllt man das Google-Unternehmensprofil mit korrekter Adresse und Öffnungszeiten.
Über das Ergebnis mache ich kein Versprechen, denn Platzierung und Anfragen hängen vom Wettbewerb in der Stadt, von der Qualität der eigenen Inhalte und von der Zeit ab. Ich kann aber sagen: Wer dieses Büro nachschlägt, findet auf der Website jetzt etwas Greifbares. Schon das verhindert, dass manche Gespräche gar nicht erst zustande kommen.
Beispielszenario 2: Enges Fachgebiet, aber allgemein dargestellt
Auch das zweite Beispiel ist hypothetisch. Ein kleines Ingenieurbüro ist bei einer bestimmten Art von Gutachten und Planungen für Industrieanlagen wirklich gut. Auf der Website steht aber ein Text, der mit „für alle Ihre ingenieurtechnischen Anforderungen“ beginnt und so klingt, als mache das Büro alles. Die Suchmaschine kann nicht erkennen, worum es auf der Seite geht, und der Auftraggeber sieht die wahre Stärke des Büros nicht.
Die Lösung heißt eingrenzen. Das Büro stellt seine stärkste Arbeit nach vorn, baut dafür eine eigene Seite und beschreibt Abläufe, die Art der gelieferten Berichte und die Anlagentypen, in denen es arbeitet. Andere Leistungen rücken in die zweite Reihe. Die meisten Inhaber haben davor Angst: „Dann verliere ich andere Aufträge.“ Tatsächlich passiert eher das Gegenteil. Hat ein Auftraggeber den Eindruck „dieses Büro kennt sich mit genau dieser Sache aus“, schreibt er auch für andere Aufgaben mit mehr Zutrauen. Eine enge, klare Seite bringt oft mehr Anfragen als eine breite, unscharfe. Das ist keine Garantie, sondern eine Tendenz, die ich in dieser Branche häufig sehe.
Die folgende Grafik stellt beide Ansätze nebeneinander.
Die linke Spalte zeigt den heutigen Stand vieler Websites, die rechte ein erreichbares Ziel. Um den Abstand zu schließen, brauchen Sie weder ein neues Erscheinungsbild noch ein großes Budget. Nötig ist nur, dass das Büro aufschreibt, was es tut, und zwar so deutlich, wie es selbst weiß.
Der Ablauf Schritt für Schritt
Ich fasse zusammen, wie ich die SEO-Arbeit für ein Ingenieurbüro in fünf Schritten angehe. Die Reihenfolge ist wichtig, denn ein ausgelassener Schritt schwächt die folgenden.
Im ersten Schritt schaue ich mir Ihr Büro und Ihre bestehende Website an: Welche Leistungen bringen wirklich Ertrag, wer ruft an, was erzählt Ihre Seite heute? Im zweiten Schritt legen wir im Gespräch fest, für welche Leistungen eigene Seiten entstehen und welche Suchen wir ansprechen. Im dritten Schritt schreibe ich die Seiten oder überarbeite Texte, die Sie selbst verfasst haben; das Fachwissen kommt von Ihnen, Sprache und Struktur von mir. Im vierten Schritt prüfe ich die Technik: Ladezeit, Darstellung am Handy, sichere Verbindung und ob die Suchmaschine die Seite lesen kann. Im fünften Schritt beobachte ich die Ergebnisse, sehe, was funktioniert, und bessere nach.
Zwei technische Hinweise für Ihre Branche
Erstens die PDF-Last. Viele Büros verstecken Leistungsinformationen nicht auf der Seite, sondern in einer herunterladbaren Broschüre. Suchmaschinen können PDF-Dateien lesen, werten sie aber schwächer als normale Seiten, und viele Auftraggeber wollen gar nichts herunterladen. Schreiben Sie die wichtigen Informationen auf die Seite selbst und bieten Sie das PDF als Zugabe an. Zweitens die Projektfotos. Große, schwere Bilder machen die Website langsam, und eine langsame Seite stört den Besucher wie die Suchmaschine. Bilder in der passenden Größe und mit einer sinnvollen Beschreibung wirken wie eine Kleinigkeit, machen aber einen Unterschied.
Häufige Fehler
In dieser Branche sehe ich immer wieder dieselben Fehler. Ich habe sie in der folgenden Grafik gesammelt und erkläre sie danach kurz.
Der erste Fehler ist, alles auf eine Seite zu packen. Der zweite, Referenzen auf eine Logoliste zu reduzieren. Der dritte, die Kontaktdaten zu verstecken: Manche Büros zeigen nur ein Formular, aber keine Telefonnummer und keine Adresse. Sieht ein Auftraggeber im Unternehmensbereich weder Adresse noch Telefon, zweifelt er an der Echtheit des Büros. Der vierte Fehler ist eine veraltete Website; eine Seite, die am Handy kaputt aussieht, schwächt den Eindruck eines seriösen Büros. Der fünfte ist das Kopieren von Texten der Mitbewerber, das nicht nur unfair ist, sondern von Suchmaschinen auch bemerkt wird. Der sechste ist die Vorstellung, SEO sei eine einmalige Sache; mit dem Veröffentlichen der Seite ist die Arbeit nicht erledigt, zwischendurch braucht es Pflege.
Einen weiteren Fehler möchte ich ergänzen: die förmliche, kalte Sprache, die man aus Ausschreibungen und Leistungsbeschreibungen gewohnt ist. Sätze wie „Unser Unternehmen ist als führender Anbieter der Branche tätig …“ sagen nichts. Schreiben Sie dieselbe Information so: „Ich erstelle für diese Art von Anlagen diese Art von Gutachten, der Bericht wird in dieser Zeit geliefert.“ Das ist glaubwürdiger und besser auffindbar.
Wie lange dauert es?
Das erfordert Geduld, das muss ich gleich zu Beginn sagen. Nach der Veröffentlichung neuer Seiten braucht die Suchmaschine Zeit, um sie zu bemerken, zu bewerten und einzuordnen. Wie lange genau, hängt vom Alter der Website, vom Wettbewerb und von der Qualität der Inhalte ab, und eine feste Dauer kann ich nicht nennen. Die folgende Grafik zeigt den groben Ablauf als Zeitleiste. Bitte behalten Sie im Kopf, dass die Zeiträume ungefähr und veränderlich sind.
Der wichtigste Punkt der Zeitleiste: Die erste Wirkung zeigt sich oft bei Suchen nach Firmenname und Nachweisen, also bei der dritten Art von Suchen. Bei Suchen nach Leistung und Stadt kommt die Wirkung später. Da Vergabeverfahren und Planungsprozesse ohnehin lang sind, zeigt sich der Ertrag von SEO in dieser Branche nicht als plötzlicher Sprung, sondern nach einigen Monaten als regelmäßigere Anfragen.
Was können Sie selbst tun?
Nicht für alles braucht man einen Experten. Die folgende Checkliste enthält Dinge, die Sie vorab allein erledigen können.
Ich erweitere die Liste um ein paar Sätze. Suchen Sie Ihren Firmennamen bei Google und sehen Sie nach, was erscheint: Stimmen Adresse, Telefonnummer und Öffnungszeiten? Haben Sie ein Google-Unternehmensprofil, und sind die Angaben aktuell? Öffnen Sie Ihre Website am Handy und klicken Sie sich durch die Seiten Ihrer Hauptleistungen; sieht irgendetwas kaputt aus? Erstellen Sie eine Liste der Projekte aus den letzten fünf Jahren, die Sie zeigen dürfen. Sammeln Sie aktuelle Kopien Ihrer Zulassungen und Mitgliedschaften. Diese Vorbereitung beschleunigt die Zusammenarbeit mit einem Experten, und selbst ohne Experten verbessert sie Ihre Seite.
Sprechen Sie außerdem mit Ihren Auftraggebern. Fragen Sie bei den letzten zwei, drei gewonnenen Aufträgen: „Wie haben Sie uns gefunden?“ Diese Antworten sagen Ihnen mehr darüber, was auf Ihrer Website fehlt, als ich oder irgendein anderer Berater es könnte.
Wann braucht man einen Experten?
In manchen Fällen genügt es, allein weiterzumachen, in anderen verliert man dabei Zeit. Das folgende Entscheidungsschema vereinfacht die Frage.
Ist Ihre Website klein, haben Sie ein, zwei Leistungen und Zeit zum Schreiben, können Sie mit den Punkten der Liste beginnen. Haben Sie mehrere Leistungen, mehrere Standorte oder Auftraggeber in anderen Sprachen, oder ist die Website technisch problematisch, spart Expertenhilfe Zeit. Denn welche Seite welche Suche bedienen soll, planen Sie am besten einmal richtig; ist es falsch aufgebaut, lässt es sich nur mühsam zurückdrehen.
Was bestimmt die Kosten?
Eine Zahl nenne ich nicht, weil zwei Büros nie denselben Bedarf haben. Ich kann aber offen sagen, wovon der Preis abhängt. Erstens davon, für wie viele Hauptleistungen Seiten gebraucht werden. Zweitens vom Zustand der bestehenden Website: Wird sie neu gebaut oder verbessert? Drittens davon, in wie vielen Sprachen Sie veröffentlichen; Seiten in weiteren Sprachen für ausländische Auftraggeber sind zusätzliche Arbeit. Viertens davon, wer die Inhalte schreibt: Liefern Sie das Fachwissen und ich schreibe, unterscheidet sich das vom Fall, in dem ich nur redigiere. Fünftens davon, ob die Arbeit einmalig ist oder eine laufende Betreuung mit regelmäßiger Nachverfolgung. Stellen Sie diese fünf Fragen auch dem Anbieter, wenn Sie Angebote einholen. Ein Angebot, das keine Antwort gibt oder alles in einen Preis packt, sollten Sie genau lesen.
Seien Sie außerdem misstrauisch bei Angeboten wie „Wir bringen Sie auf Seite eins“ oder „Wir garantieren Platz X in so und so viel Zeit“. Die Platzierung bestimmt die Suchmaschine, kein Berater allein. Ein ehrliches Angebot schreibt auf, was getan wird, in welcher Zeit geliefert wird und was gemessen wird, und garantiert kein Ergebnis.
So arbeite ich mit Ihnen
Ich arbeite allein. Die Person, die mit Ihnen spricht, ist also dieselbe, die die Arbeit macht. Das hat einen Vorteil: keine Zwischenstufen, kein Informationsverlust, am Telefon haben Sie jemanden, der die Sache kennt. Es hat auch eine Grenze: Ich kann nicht viele Projekte gleichzeitig annehmen. Deshalb führen wir zuerst ein kurzes Gespräch und prüfen gemeinsam, ob Ihr Vorhaben zu mir passt. Wenn nicht, sage ich das offen.
Meist beginne ich mit der Prüfung Ihrer bestehenden Website und Ihrer Leistungen. Danach teile ich schriftlich mit, welche Seiten gebraucht werden, welche verbessert werden und in welcher Reihenfolge wir vorgehen. Was fertig ist, zeige ich Ihnen, und alles läuft über Ihre Freigabe. Das Fachwissen liegt bei Ihnen, ich übersetze es in eine Sprache, die der Auftraggeber versteht. Bei rechtlichen Fragen, etwa zu Vorschriften oder Verträgen, weise ich immer darauf hin, dass Sie Ihren Juristen fragen sollten.
Häufige Fragen
Brauche ich als Ingenieurbüro wirklich SEO, wenn die Aufträge ohnehin über Empfehlungen kommen?
Auch Empfehlungen werden oft anhand der Website überprüft. Ist Ihre Seite schwach, können Sie eine Entscheidung verlieren, obwohl man Sie empfohlen hat. SEO macht Sie zusätzlich für Auftraggeber sichtbar, die Sie gar nicht kennen. Wenn Ihr Empfehlungsnetz gut funktioniert, denken Sie SEO daneben, nicht als Ersatz.
Kann ich mit SEO Ausschreibungen finden?
Ausschreibungen werden über offizielle Kanäle und Vergabeplattformen veröffentlicht, SEO ersetzt diese nicht. SEO sorgt dafür, dass private Auftraggeber Sie finden und dass Stellen, die Sie im Verfahren recherchieren, etwas Brauchbares sehen. Bei einer Bewerbung wird nicht nur die Unterlage geprüft, sondern auch Ihr Auftritt im Netz; eine gute Website stärkt diesen Eindruck.
Meine Website ist neu. Wie schnell sehe ich Ergebnisse?
Eine feste Zeit kann ich nicht nennen. Bei neuen Websites braucht die Suchmaschine Zeit, um sie kennenzulernen, und es hängt vom Wettbewerb ab. Bei Suchen nach dem Firmennamen zeigt sich die Wirkung früher, bei Leistung und Stadt später. Lesen Sie Angebote, die ein Ergebnis garantieren, mit Vorsicht.
Ich arbeite in mehreren Städten. Brauche ich für jede Stadt eine eigene Seite?
Wenn Sie in jeder Stadt wirklich tätig sind und dort Projekte als Beispiele nennen können, ist eine eigene Seite sinnvoll. Nur den Städtenamen auszutauschen und denselben Text zu vervielfältigen, bringt nichts und kann schaden. Gibt es keine echten Informationen zu einer Stadt, legen Sie dafür keine Seite an.
Sollte ich auch in einer anderen Sprache veröffentlichen?
Haben Sie Auftraggeber aus dem Ausland oder arbeiten Sie mit ausländischen Partnern, ist es nützlich, die Leistungsseiten gesondert in dieser Sprache anzubieten. Verlassen Sie sich nicht allein auf automatische Übersetzung, sondern achten Sie darauf, dass Fachbegriffe richtig übersetzt sind. Dafür können Sie zusätzlich Hilfe von einer Fachperson in Anspruch nehmen.
Ich darf meine Referenzen aus Vertraulichkeitsgründen nicht zeigen. Was tun?
Sie können auch ohne Firmennamen informieren: Art des Projekts, Größenordnung, Ihre Rolle und das Jahr. Prüfen Sie die Verschwiegenheitsklauseln in Ihrem Vertrag; wenn Sie unsicher sind, fragen Sie einen Juristen. Können Sie gar nichts mitteilen, stellen Sie andere Vertrauenssignale in den Vordergrund, etwa Ihre Nachweise, Ihre Arbeitsweise und die Erfahrung im Team.
Ersetzen soziale Netzwerke und LinkedIn die SEO?
Nein, sie ergänzen sie. LinkedIn ist für Auftraggeber im Unternehmensbereich ein guter Ort zur Überprüfung und kann bei Suchen nach dem Firmennamen erscheinen. Bei Suchen nach Leistungen entscheiden aber die Seiten Ihrer Website. Die Angaben an beiden Orten sollten zueinander passen.
Was muss ich zum Start vorbereiten?
Eine kurze Liste Ihrer Leistungen, einige freigegebene Projektzusammenfassungen, Ihre Nachweise und der Zugang zur Website genügen. Was fehlt, ergänzen wir im Gespräch.
Wenn Sie möchten, dass Ihre Website als Ingenieurbüro, Planungsbüro oder Projektsteuerung Vertrauen schafft und zu Angebotsanfragen führt, sehen Sie sich auf meiner Seite zur SEO-Beratung an, wie ich arbeite, und schildern Sie Ihr Vorhaben kurz über das Kontaktformular. Wir besprechen zuerst ehrlich, was möglich ist und was Sie nicht brauchen.