Ein Bekannter sagt: „Sie sollten inzwischen wirklich eine Website haben.“ Also vereinbaren Sie ein Gespräch mit einem Webdesigner. Schon am Anfang werden Sie gefragt: Haben Sie eine Domain? In welchem Format liegt Ihr Logo vor? Welche Websites gefallen Ihnen? Sie wollten eigentlich nur sagen: „Ich hätte gern eine Website.“
Das kennen viele. Was brauche ich für eine Website? Die Antwort ist kürzer, als man denkt: ein paar Informationen, ein paar Dateien und ein paar Entscheidungen. Wer sie vorher zusammenträgt, kommt schneller voran und erlebt weniger Missverständnisse. In diesem Beitrag gehe ich in einer einfachen Checkliste durch, was Sie vor dem Start vorbereiten sollten.
Zuerst die Frage: Wozu soll die Seite dienen?
Formulieren Sie vor dem Gespräch ein Ziel in einem Satz. Zum Beispiel: „Termine per Telefon bekommen“, „Anfragen über ein Formular erhalten“ oder „direkte Buchungen für mein Hotel gewinnen“. Ist das Ziel unklar, kann die Seite schön aussehen und Ihnen trotzdem nichts bringen.
Überlegen Sie dann, für wen die Seite gedacht ist. Wer ruft sie auf? Ein Haushalt aus der Nachbarschaft oder ein Geschäftsführer aus einer anderen Stadt? Schauen Ihre Kunden mit dem Handy oder am Computer? Diese Antworten bestimmen, wie die Seiten aufgebaut werden. Rufen Ihre Kunden meist eilig vom Handy an, gehören Telefonnummer und Anfahrt an die sichtbarste Stelle. Sagen Sie das dem Designer nicht, muss er raten.
Domain: die Adresse Ihrer Website
Eine Domain ist die Adresse Ihrer Website im Internet (zum Beispiel ihrefirma.de). Haben Sie vor dem Start ein paar Varianten im Kopf. Eine gute Adresse ist kurz, lässt sich gut aussprechen und am Telefon kaum falsch schreiben.
Der wichtigste Punkt: Die Domain muss auf Ihren Namen registriert sein. Haben Sie schon eine, finden Sie heraus, bei welchem Anbieter und mit welcher E-Mail-Adresse Sie sie gekauft haben. Das hilft später enorm. Wer die Adresse besitzt, besitzt die Website.
Firmendaten und Texte
Die Quelle für alles, was auf der Seite steht, sind Sie. Sammeln Sie in einem Dokument:
- den offiziellen Namen, die Anschrift, die Telefonnummer und die E-Mail-Adresse Ihres Betriebs
- Öffnungszeiten
- eine Liste Ihrer Leistungen mit zwei, drei Sätzen zu jeder
- einen kurzen „Über uns“-Text: Seit wann machen Sie das, und für wen arbeiten Sie?
- die Fragen, die Kunden am häufigsten stellen
- Zertifikate, Zulassungen oder Kammern, denen Sie angehören
Sie müssen nicht perfekt schreiben. Schreiben Sie so, wie Sie es einem Kunden am Telefon erklären würden. Auch ungeordnete Notizen sind ein guter Anfang. Die Informationen müssen aber von Ihnen kommen. Welche Behandlungen eine Zahnärztin anbietet oder welche Stadtteile ein Installateur abdeckt, weiß niemand außer Ihnen.
Welche Pflichtangaben auf eine Website gehören, hängt von Land und Beruf ab. Fragen Sie dazu Ihre Steuerberatung oder Ihre Kammer und geben Sie das Ergebnis an den Designer weiter.
Logo, Fotos und Beispielseiten
Logo: Haben Sie eines, bitten Sie um die Datei in der besten Qualität. Ein Handyfoto Ihres Logos reicht nicht. Haben Sie keins, sagen Sie es gleich; das lässt sich als Teil der Arbeit besprechen.
Fotos: Hier hängen viele Betriebe fest. Kunden wollen echte Menschen, ein echtes Büro, echte Arbeit sehen. Klare, gut beleuchtete Fotos, die Sie selbst machen, schaffen meist mehr Vertrauen als Bilder aus Fotodatenbanken. Hilfreich sind:
- Sie und Ihr Team
- Ihr Arbeitsplatz, Ihr Laden, Ihre Praxis oder Ihre Hotelzimmer
- Beispiele aus Ihrer Arbeit
Verwenden Sie keine unscharfen oder von anderen Seiten kopierten Bilder; die Nutzung ohne Erlaubnis kann Ärger machen. Haben Sie einen Fotografen beauftragt, fragen Sie, ob Sie die Dateien auf Ihrer Website nutzen dürfen.
Beispielseiten: Zeigen Sie dem Designer drei bis fünf Websites. Es müssen keine Mitbewerber sein, nur Seiten, die Ihnen gefallen. Wichtig ist, warum: „Sie ist klar und gut lesbar“, „Der Terminknopf ist sofort zu sehen“, „Die Fotos sind schön“. Zeigen Sie auch, was Ihnen nicht gefällt. „Das möchte ich nicht“ erklärt einem Designer oft mehr als „Das möchte ich“.
Wer entscheidet, und wie läuft die Freigabe?
Dieser Punkt wirkt klein, kostet aber die meiste Zeit. Wer sagt in welcher Phase „Passt“? Haben Sie Geschäftspartner, zieht es den Prozess in die Länge, wenn jeder einzeln seine Meinung äußert. Bestimmen Sie eine Person, die entscheidet; die anderen geben ihre Sicht an sie weiter.
Überlegen Sie auch, wie schnell Sie antworten können. Wird ein Entwurf geschickt und Ihre Antwort lässt Wochen auf sich warten, verschiebt sich der ganze Zeitplan.
Budget und Zeitplan
Zahlen nenne ich hier nicht, denn sie hängen stark vom Umfang ab. Sie können aber ungefähr wissen, wie viel Sie einplanen können, und das offen sagen. Dann kann der Designer planen, was zuerst und was später kommt.
Stellen Sie sich diese Fragen zum Zeitplan:
| Frage | Warum sie wichtig ist |
|---|---|
| Gibt es ein Datum, zu dem die Seite online sein muss? | Saison, Eröffnung oder Aktion können es vorgeben |
| Wann kann ich Texte und Fotos liefern? | Die meisten Verzögerungen entstehen hier |
| Wer kümmert sich nach dem Start? | Mit dem Livegang ist die Arbeit nicht zu Ende |
Denken Sie auch an die Zeit nach dem Start. Eine Website ist kein Schild, das man einmal aufhängt und vergisst; Telefonnummern ändern sich, Leistungen kommen hinzu, Zeiten werden angepasst. Klären Sie am Anfang, wer das aktualisiert. Seien Sie realistisch. Stehen Urlaub, Hochsaison oder ein Krankheitsfall an, sagen Sie es früh.
Häufige Fragen
Ich habe noch nichts vorbereitet. Kann ich trotzdem anfangen?
Ja. Sie können das erste Gespräch führen und gemeinsam auflisten, was fehlt. Je früher Sie aber Texte und Fotos vorbereiten, desto ruhiger läuft alles.
Muss ich die Texte selbst schreiben?
Die Informationen müssen von Ihnen kommen. Bei Formulierung und Überarbeitung kann der Designer oder eine Texterin helfen. Klären Sie von Anfang an, wer was macht.
Wie viele Seiten sollte die Website haben?
Für den Anfang reichen meist Startseite, Leistungen, Über uns und Kontakt. Eine eigene Seite für jede wichtige Leistung hilft Kunden, schnell zu finden, was sie suchen. Weitere Seiten kommen mit dem Betrieb dazu.
Kann der Designer die Domain für mich kaufen?
Das kann er, aber sie muss auf Ihren Namen registriert sein, und die Zugangsdaten müssen an Sie gehen. Lassen Sie sich das schriftlich bestätigen.
Fazit
Die Liste wirkt lang, doch verlangt wird keine Perfektion, sondern Ordnung. Wenn Ziel, Informationen, Dateien und Entscheider feststehen, wird das erste Gespräch deutlich ergiebiger. Wenn Sie Ihre Seite gemeinsam angehen möchten, erreichen Sie mich über die Seite Website erstellen.