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Negative SEO Angriff: Was tun, wenn Ihre Website Ziel ist?

Negative SEO Angriff oder Spam-Backlinks? So trennen Sie echte Bedrohung von Rauschen, gehen Schritt für Schritt vor und wissen, wann Fachleute nötig sind.

Eines Morgens öffnen Sie die Google Search Console und sehen Links von Hunderten Websites, die Sie nicht kennen. Ein Teil davon ist in fremden Sprachen, ein Teil auf Seiten mit zweifelhaftem Inhalt. Und ausgerechnet in diesen Tagen kommen scheinbar auch weniger Besucher über die Suche. Die Frage, die sich sofort aufdrängt, ist völlig verständlich: Greift mich jemand mit negativem SEO an? In diesem Artikel erkläre ich Ihnen, wann diese Sorge berechtigt ist und wann sie weitgehend unbegründet bleibt, und in welcher Reihenfolge Sie vorgehen sollten, wenn Sie einen Angriff vermuten. Ich bin Ümit Kırkoç, Webdesigner und SEO-Berater, ich arbeite allein von Istanbul aus, und ich sage Ihnen am Ende auch ehrlich, wo meine eigene SEO-Beratung in einer solchen Lage hilft und wo nicht.

Zuerst der Begriff. Negatives SEO bedeutet, dass jemand absichtlich versucht, die Position Ihrer Website bei Google zu verschlechtern. Die Methoden sind unterschiedlich: viele minderwertige Links auf Ihre Seite zeigen lassen, Ihre Texte kopieren und anderswo veröffentlichen, gefälschte Bewertungen schreiben oder Schadcode in Ihre Website einschleusen. Spam-Backlinks sind davon die bekannteste Variante. Ein „Backlink“ ist ein Link, den eine andere Website auf Ihre Seite setzt. „Spam“ heißt in diesem Zusammenhang: Der Link kommt von einer wertlosen oder schädlichen Seite.

Den beruhigenden Teil sage ich gleich vorweg: Nicht jeder seltsame Link ist ein Angriff, und nicht jeder Rückgang bei den Besuchern hat mit Links zu tun. Es gibt aber Situationen, in denen Sie tatsächlich handeln müssen. Mein Ziel ist, dass Sie beides auseinanderhalten können.

Gibt es negatives SEO wirklich, oder ist es ein Mythos?

Die ehrliche Antwort liegt irgendwo in der Mitte. Im Internet verlinken Websites ständig wild untereinander. Automatische Programme, Kopier-Seiten und Verzeichnisse erzeugen Links auf Ihre Seiten, ohne dass Sie davon wissen. Das passiert praktisch jeder Website, und meistens zielt niemand auf Sie. Google sagt seit Langem, dass solche wertlosen Links in der Regel erkannt und einfach ignoriert werden. Wer beim Anblick eines minderwertigen Links also sofort denkt „Jetzt werde ich abgestraft“, hat in den meisten Fällen eine Angst, die nicht zur Wirklichkeit passt.

Auf der anderen Seite wäre es falsch zu behaupten, so etwas komme nie vor. In hart umkämpften Branchen wird von Fällen berichtet, in denen jemand gezielt versucht hat, einer Website zu schaden. Wie oft das tatsächlich gelingt, kann ich Ihnen nicht mit einer Zahl sagen; eine Prozentangabe ohne Quelle möchte ich nicht nennen. Das praktische Ergebnis lautet: Die Gefahr kann real sein, ist aber deutlich seltener, als man denkt, und hinter dem Verdacht auf einen „Angriff“ steckt meistens eine ganz andere Ursache.

Gegenüberstellung eines echten Angriffs und des normalen Rauschens im Internet

Die Gegenüberstellung oben zeigt: Das meiste, was auf den ersten Blick Panik auslöst, ist alltägliches Rauschen. Ein echter Angriff lässt sich an bestimmten Anzeichen erkennen. Diese Unterscheidung erspart Ihnen unnötige Aufregung und unnötige Kosten.

In welchen Formen tritt negatives SEO auf?

„Negatives SEO“ ist kein einzelner Angriff, sondern der Sammelname für mehrere Methoden. Wenn Sie wissen, mit welcher Sie es zu tun haben, wissen Sie auch, was zu tun ist.

Die erste Form ist der Spam-Backlink-Regen. Plötzlich verlinken viele minderwertige Seiten auf Sie, oft mit themenfremden Begriffen wie Glücksspiel, Medikamenten oder Erwachseneninhalten. Die zweite Form ist das Kopieren von Inhalten: Ihre Texte werden eins zu eins auf anderen Seiten veröffentlicht, und Google kann durcheinanderkommen, welche Version das Original ist. Die dritte sind gefälschte Bewertungen: Auf Ihrem Unternehmensprofil oder auf Bewertungsportalen erscheinen massenhaft negative Rezensionen. Die vierte ist das Hacken Ihrer Website: Unbemerkt werden versteckte Links oder Spam-Seiten eingefügt. Die fünfte sind gefälschte Löschanfragen: Jemand schreibt in Ihrem Namen an andere Websites und versucht, Ihre Links entfernen zu lassen.

Tabelle der Arten von negativem SEO mit Anzeichen und Schweregrad

Wie die Tabelle zeigt, sind diese Formen nicht gleich ernst. Eine gehackte Website ist der dringendste Fall, weil er sowohl Ihren Besuchern als auch dem Vertrauen von Google schadet. Spam-Backlinks sind am häufigsten, richten aber meistens den geringsten Schaden an. Ich gehe unten auf jede Form einzeln ein.

Damit eine Website auf Sie verlinkt, brauchen Sie nicht zuzustimmen. Unerwünschte Links sind deshalb unvermeidlich. Die Systeme von Google erkennen solche Links größtenteils und rechnen sie nicht ein. Kritisch wird es erst, wenn ein großer Teil der Links von Ihnen oder in Ihrem Auftrag gekauft wurde, also tatsächlich nach Manipulation aussieht. Hat Ihnen in der Vergangenheit eine „SEO-Firma“ ein billiges Linkpaket verkauft, ist Ihr heutiges Problem möglicherweise gar kein Angriff, sondern die Folge einer alten Dienstleistung.

Kopierte Inhalte und gefälschte Bewertungen

Eine Website, die Ihren Text kopiert, verdrängt Sie meistens nicht, denn Ihre Seite hat den Text zuerst veröffentlicht, und das weiß Google in der Regel. Läuft das Kopieren aber dauerhaft und ist die kopierende Seite stärker als Ihre, sollten Sie den Fall dokumentieren und eine Löschung beantragen. Bei gefälschten Bewertungen geht es weniger um SEO als um Ruf; die Portale haben eigene Meldewege, und dort beginnt man.

Gehackte Website: leise und am gefährlichsten

Wurde in Ihre Website eingebrochen und wurden unsichtbare Spam-Seiten angelegt, sehen Sie in den Suchergebnissen unter Ihrer Domain womöglich seltsame, themenfremde Titel. Das ist viel ernster als ein „Backlink-Angriff“ und verlangt sofortiges technisches Eingreifen. Wer sich um die Links kümmert, ohne die Sicherheit der Website zu prüfen, schließt das Fenster ab und lässt die Tür offen stehen.

Angriff oder normale Schwankung? Trennen Sie das zuerst

Bevor Sie jemanden verdächtigen, sollten Sie bei einem Ranking-Verlust andere Ursachen prüfen. Google aktualisiert seine Algorithmen regelmäßig, und währenddessen kann der Traffic einer ganzen Branche schwanken. Auch ein Wettbewerber, der seine Website erneuert hat, ein veralteter Inhalt Ihrer Seite, eine langsam gewordene Website, saisonale Effekte oder eine zeitweise geringere Nachfrage nach Ihrem Produkt führen zu Rückgängen.

Stellen Sie sich diese Fragen: Betrifft der Rückgang eine einzelne Seite oder die ganze Website? Sind andere Websites derselben Branche ebenfalls betroffen? Passt das Datum des Rückgangs zu dem Datum, an dem die Links auftauchten? Gibt es in der Search Console unter „Manuelle Maßnahmen“ eine Nachricht von Google? Haben Sie oder jemand anderes die Website in letzter Zeit verändert, etwa durch ein Theme-Update, einen Domainwechsel oder ein neues Plugin?

Entscheidungsablauf bei Verdacht auf einen Angriff nach einem Ranking-Rückgang

Die wichtigste Antwort im Ablauf lautet: Gibt es keine Meldung von Google zu einer manuellen Maßnahme und deckt sich der Rückgang nicht klar mit dem Auftauchen der Links, ist der erste Verdächtige fast immer nicht ein „Angriff“, sondern etwas anderes an der Website selbst. Deshalb steht am Anfang das Ausschlussverfahren.

Zwei erfundene Beispielszenarien

Die beiden folgenden Beispiele sind vollständig erfunden; sie beschreiben kein reales Unternehmen und keine reale Person. Sie sollen zeigen, wie dieselbe Angst zu zwei völlig verschiedenen Ergebnissen führen kann.

Szenario 1: Gefürchtet, aber harmlos

Nehmen wir an, der Inhaber einer kleinen Möbelwerkstatt bemerkt in der Search Console, dass innerhalb einer Woche Hunderte Links von ausländischen Websites eingegangen sind, und gerät in Panik. Die Links stammen aus fremden Sprachen und von minderwertigen Seiten. Schaut er aber auf den Traffic seiner Website, gibt es keinen erkennbaren Einbruch; die Anfragen über das Kontaktformular kommen im gewohnten Rhythmus. Eine Meldung zu einer manuellen Maßnahme gibt es auch nicht.

Richtig ist in diesem Fall, nichts zu löschen, sondern die Lage festzuhalten und zu beobachten. Ein unnötiges Aufräumen kostet Zeit und birgt das Risiko, einen guten Link aus Versehen zu entwerten. Für diesen erfundenen Inhaber heißt die Aufgabe: die Linkliste mit Datum speichern und einige Wochen lang die tatsächliche Entwicklung des Traffics verfolgen. Sehr wahrscheinlich passiert gar nichts.

Szenario 2: Hier muss gehandelt werden

Ein anderes erfundenes Beispiel: Die Inhaberin einer Praxis-Website sucht bei Google nach ihrem eigenen Namen und sieht unter ihrer Seite Titel zu völlig fremden Produkten. Zur selben Zeit steht in der Search Console unter „Manuelle Maßnahmen“ eine Meldung zu unnatürlichen Links, und die Terminanfragen sind spürbar zurückgegangen.

Hier liegt die Sache anders. Es gibt sowohl fremde Seiten auf der Website selbst (ein möglicher Hack) als auch eine Meldung zu einer manuellen Maßnahme. Zuerst müssen Schadcode und fremde Seiten entfernt und die Sicherheitslücke geschlossen werden; danach werden die Links geprüft, und bei Bedarf wird bei Google ein Antrag auf erneute Überprüfung gestellt. In einer solchen Lage ist es sinnvoller, sich von erfahrener Seite helfen zu lassen, statt allein zu experimentieren.

Erste Schritte, wenn ein verdächtiger Link entdeckt wird

Die Grafik oben fasst die Schritte zusammen, die in beiden Szenarien gleich sind: keine Panik, Belege sichern, die Website prüfen und dann entscheiden. Wird diese Reihenfolge durcheinandergebracht, wird meistens unnötige Arbeit geleistet.

Schritt für Schritt: Was sollten Sie tun?

Unten steht die Reihenfolge, die ich Ihnen bei einem Verdacht empfehle. Vieles davon können Sie selbst erledigen; an welcher Stelle Hilfe sinnvoll ist, sage ich ausdrücklich dazu.

1. Belege sichern, nichts sofort löschen

Exportieren Sie in der Search Console im Bereich „Links“ die Liste der Websites, die auf Sie verlinken, und speichern Sie sie als Datei mit Datum. Machen Sie außerdem Screenshots Ihrer Traffic-Grafiken. Diese Unterlagen beantworten später die Fragen „Wann hat es angefangen, wie lange dauerte es?“. Löschen oder entwerten Sie nichts in Eile.

2. Zuerst die Sicherheit der eigenen Website prüfen

Sehen Sie in der Search Console unter „Sicherheitsprobleme“ und „Manuelle Maßnahmen“ nach. Suchen Sie nach Ihrem eigenen Namen und prüfen Sie, ob themenfremde Titel auftauchen. Ändern Sie die Passwörter der Administratorkonten, entfernen Sie nicht benutzte Plugins und Nutzer und stellen Sie sicher, dass Website und Plugins auf dem aktuellen Stand sind. Besteht der Verdacht auf einen Hack, steht dieser Schritt vor allem anderen.

Welche Seiten sind gefallen? Zeigen die neuen Links auf genau diese Seiten? Passen die Daten zusammen? Hat der Rückgang schon vor dem Anstieg der Links begonnen, ist es unwahrscheinlich, dass die Links die Ursache sind. Schauen Sie in dieser Phase auch auf die Entwicklung Ihrer Wettbewerber und der Branche insgesamt.

Trennen Sie harmlose Links von wirklich böswilligen. Sie müssen nicht jeden einzelnen ansehen; es genügt, nach Domains zu gruppieren und Stichproben zu prüfen. Seiten in einer themenfremden Sprache, ohne sinnvollen Inhalt und nur aus Linklisten bestehend, bilden eine eigene Gruppe. Ein Link von einer alten, echten Nachrichten- oder Blogseite dagegen ist meistens ein gutes Zeichen und bleibt unangetastet.

5. Bei Bedarf eine „Abwertungsdatei“ vorbereiten

Die Abwertungsdatei (bei Google „Disavow“ genannt) ist eine Liste, mit der Sie Google mitteilen: „Berücksichtige die Links von diesen Websites nicht.“ Das Werkzeug ist mächtig, muss aber vorsichtig eingesetzt werden; ein falscher Eintrag deaktiviert womöglich auch einen Link, der Ihnen nützt. Auch Google empfiehlt, das Werkzeug nur bei einem echten Problem einzusetzen, zum Beispiel bei einer manuellen Maßnahme oder bei eindeutiger Link-Manipulation. Sehen die Links harmlos aus, brauchen Sie keine Datei.

6. Für kopierte und gefälschte Inhalte einen eigenen Weg gehen

Wurde Ihr Inhalt kopiert, können Sie den Betreiber der kopierenden Website oder deren Hoster informieren; auch Google bietet ein Formular für Meldungen wegen Urheberrechtsverletzungen an. Bei gefälschten Bewertungen nutzen Sie den Meldeweg des Portals, auf dem die Bewertung steht. Entsteht dabei eine rechtliche Frage, empfehle ich Ihnen, eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt zu fragen; eine verbindliche rechtliche Einschätzung gebe ich hier nicht ab.

7. Beobachten und in Ruhe abwarten

Nach einem Eingriff ändern sich die Ergebnisse nicht sofort. Google braucht Zeit, um Änderungen zu verarbeiten, und eine feste Dauer kann ich Ihnen dafür nicht versprechen. Ein wöchentlicher Blick in die Search Console und auf die Traffic-Grafik genügt.

Beispielhafter Zeitablauf vom Verdacht bis zur Normalisierung

Der Zeitstrahl zeigt einen beispielhaften Ablauf; die tatsächlichen Zeiträume hängen von Ihrer Website, der Art des Problems und der Reaktion von Google ab. Gehen Sie deshalb vorsichtig mit Anbietern um, die Ihnen ein festes Datum zusagen.

Wann ist eine Disavow-Datei nötig, wann überflüssig?

Dieses Thema wird am häufigsten missverstanden, deshalb bekommt es einen eigenen Abschnitt. Vielen Inhabern erscheint die Abwertungsdatei wie eine „Sicherheitsmaßnahme“. Wird sie aber unnötig eingesetzt, nützt sie nichts und schadet manchmal sogar.

Nötig sein kann sie in diesen Fällen: wenn in der Search Console eine Meldung zu einer manuellen Maßnahme wegen unnatürlicher Links vorliegt; wenn Sie wissen, dass in der Vergangenheit viele Links gekauft oder getauscht wurden und diese nun Probleme machen; wenn der Angriff sehr eindeutig ist, also in kurzer Zeit viele schädliche Links eingegangen sind und sich die Platzierungen tatsächlich verschlechtert haben.

Überflüssig ist sie in viel mehr Fällen: wenn Sie lediglich sehen, dass die Zahl der Links gestiegen ist; wenn Traffic und Platzierungen stabil bleiben; wenn die Links themenfremd, aber harmlos wirken. In solchen Situationen lautet die beste Entscheidung meistens: nicht anfassen und beobachten.

Aussortieren der verdächtigen Links, bei denen wirklich Handlungsbedarf besteht

Der Trichter zeigt dieses Aussortieren: Nicht alle verdächtigen Links sind schädlich, und nicht alle schädlichen sind stark genug, um Ihre Platzierung zu berühren. Übrig bleibt eine kleine Gruppe, die wirklich Handlung verlangt; dort sollte die Arbeit hinfließen.

Häufige Fehler

Hier liste ich die Fehler auf, die ich in diesem Zusammenhang immer wieder sehe. Manche entstehen aus Hektik, manche aus falsch gehörten Ratschlägen.

Der erste Fehler ist, alle Links pauschal abzuwerten. Der Gedanke „Ich lösche einfach alles, dann ist es sauber“ kann auch gute Links kosten. Der zweite Fehler ist die falsche Diagnose: Der Grund für den Ranking-Verlust ist eine langsam gewordene Website oder ein veralteter Inhalt, aber jemand räumt monatelang Links auf. Der dritte Fehler ist, die Sicherheitsprüfung zu überspringen; die eigentliche Tür steht offen, während Sie auf die Links schauen.

Der vierte Fehler ist, für Dienste zu zahlen, die versprechen, den Angriff zu stoppen. Niemand kann verhindern, dass eine fremde Website auf Sie verlinkt; zusagen lassen sich nur Beobachtung, Bereinigung und Meldungen. Der fünfte Fehler ist, dem Wettbewerber mit gleicher Münze zu antworten; Spam-Links zurückzuschicken ist nicht nur unethisch, es zieht Sie auch selbst in ein echtes Problem hinein. Der sechste Fehler ist, alles zu ignorieren: Anzeichen eines Hacks mit „vielleicht ist es unwichtig“ abzutun, kann sich innerhalb weniger Tage ausweiten.

Warnliste der häufigsten Fehler bei Verdacht auf negatives SEO

Wenn Sie beim Lesen der Liste überlegen, welchen Fehler Sie vielleicht gemacht haben, ist das schon die halbe Arbeit. Haben Sie einen gemacht, ist das normal; das meiste lässt sich rückgängig machen, solange Sie Aufzeichnungen geführt haben.

Was können Sie selbst tun, wann braucht es Fachleute?

Selbst erledigen können Sie ziemlich viel. Regelmäßig in die Search Console schauen, die Linkliste exportieren, Passwörter erneuern, Plugins aktualisieren und die eigene Website einmal unter dem eigenen Namen suchen: Dafür brauchen Sie kein technisches Wissen. Diese Kontrollen einmal im Monat durchzuführen, reicht meistens aus.

Fachliche Hilfe ist sinnvoll, wenn Sie von Google eine Meldung zu einer manuellen Maßnahme erhalten haben; wenn auf Ihrer Website fremde Seiten oder versteckte Links liegen; wenn Sie die Ursache des Rückgangs selbst nicht klären können; oder wenn eine Abwertungsdatei nötig scheint, Sie aber nicht sicher sind, welche Links schädlich sind. Dann sollte die Arbeit auf Daten beruhen, nicht auf Vermutungen: Welche Seiten sind gefallen, welche Links kamen wann, was hat sich auf der Website verändert?

Liegt das Problem in der Schwäche der Website selbst (Langsamkeit, veraltete Inhalte, schwache Seitenstruktur), dann ist die Lösung nicht Angriffsabwehr, sondern die Website zu stärken. Der beste „Schutz vor negativem SEO“ ist meistens eine solide, aktuelle Website mit einer sauberen Link-Vorgeschichte.

Beispielhafter Aufbau einer Überwachungsseite für die regelmäßige Kontrolle

Der Entwurf oben zeigt, wie ein Kontrollblatt aussehen kann, das Sie einmal im Monat durchgehen. Sie können es auch in eine Tabelle oder eine einfache Notizdatei übertragen; wichtig ist nur, dass Sie regelmäßig hinsehen.

Wovon die Kosten abhängen

Eine Zahl nenne ich nicht, aber ich kann offen erklären, wovon der Preis abhängt. Das Erste ist die Art des Problems: Genügt eine Prüfung mit Bericht, oder gehören Bereinigung und Schriftverkehr mit Google dazu? Das Zweite sind Größe und technische Grundlage der Website; eine kleine Visitenkarten-Seite zu prüfen ist nicht derselbe Aufwand wie ein Shop mit Hunderten Produkten. Das Dritte ist die Komplexität der Link-Vorgeschichte; eine Website, die jahrelang von verschiedenen Personen betreut wurde, ist aufwendiger zu durchschauen.

Das Vierte ist, ob ein Hack vorliegt; die Sicherheitsbereinigung ist eine eigene Aufgabe. Das Fünfte ist, ob Sie danach eine laufende Überwachung wünschen. Eine einmalige Prüfung und eine fortlaufende Überwachung haben einen anderen Umfang. Lassen Sie sich bei einem Angebot den Leistungsumfang schriftlich geben; ein Angebot, das sagt „Ich prüfe dies und berichte darüber“, ist vertrauenswürdiger als vage Versprechen wie „Wir stoppen den Angriff“.

Eine Frage eines Nutzers an eine KI zu Spam-Links mit beispielhafter Antwort

Heute stellen Menschen solche Fragen nicht nur bei Google, sondern auch an KI-Assistenten. Die Beispielantwort oben zeigt, wie ausgewogen eine gute Antwort sein sollte: weder „sofort in Panik geraten“ noch „gar nicht beachten“. Auf dieser Balance beruht auch meine Arbeitsweise.

So arbeite ich mit Ihnen

Ich arbeite allein; die Person, die mit Ihnen spricht, ist also die Person, die die Arbeit macht, ohne Zwischenebenen. Zu Beginn kläre ich, ob Ihre Frage überhaupt negatives SEO betrifft, denn oft liegt der eigentliche Bedarf woanders. Zuerst sehe ich mir die Website, die Daten aus der Search Console und die Link-Vorgeschichte an. Danach lege ich Ihnen in einfacher Sprache schriftlich dar, was ich gefunden habe, wie ernst das Risiko ist und welche Schritte ich empfehle. Ist kein Eingreifen nötig, sage ich das offen; ich möchte nicht, dass Sie Geld für unnötige Arbeit ausgeben.

Ist ein Eingreifen nötig, gehe ich der Reihe nach vor: Sicherheitsbereinigung, Linkprüfung, bei Bedarf Abwertungsdatei und Meldung an Google. Eine Platzierung garantiere ich nicht, denn niemand kann die Entscheidung von Google garantieren. Was ich Ihnen zusagen kann, ist, dass ich transparent dokumentiere, was ich getan habe, und Ihnen erkläre, wie Sie anschließend selbst beobachten.

Kurze monatliche Checkliste bei Verdacht auf negatives SEO

Die letzte Grafik fasst die monatliche Kontrolle zusammen, die Sie selbst durchführen können. Tragen Sie sie in Ihren Kalender ein; so entdecken Sie die meisten späteren Überraschungen früher.

Häufig gestellte Fragen

Betreibt mein Wettbewerber negatives SEO gegen mich, und woran erkenne ich das?

Viele minderwertige Links allein sind kein Beweis für einen Angriff. Für den Verdacht auf einen echten Angriff sollten zusätzliche Anzeichen hinzukommen, etwa ein klarer Rückgang bei Traffic oder Platzierungen, eine Meldung zu einer manuellen Maßnahme in der Search Console oder fremde Seiten auf Ihrer Website. Ist nichts davon vorhanden, haben Sie sehr wahrscheinlich nur das gewöhnliche Rauschen des Internets vor sich. Wer es getan hat, lässt sich häufig gar nicht sicher feststellen.

In den meisten Fällen nicht, weil Google solche Links in der Regel ignoriert. Das Risiko steigt, wenn die Links nach Manipulation aussehen, etwa weil künstlich Links gekauft wurden oder ein sehr auffälliges Muster vorliegt. Deshalb sollten Sie bei einem Ranking-Verlust zuerst andere Ursachen ausschließen.

Sollte ich eine Disavow-Datei erstellen?

Nur wenn es ein echtes Problem gibt. Haben Sie eine Meldung zu einer manuellen Maßnahme erhalten oder vermuten Sie begründet, dass schädliche Links Ihr Ranking tatsächlich berühren, kann sie infrage kommen. Sehen Sie lediglich, dass die Zahl der Links gestiegen ist, ist sie meistens nicht nötig. Weil eine falsch erstellte Datei auch gute Links deaktivieren kann, holen Sie sich im Zweifel zuerst Rat von einer Fachperson.

Meine Website wurde gehackt. Was tue ich zuerst?

Bringen Sie zuerst die Website unter Kontrolle: Passwörter ändern, Schadcode und fremde Seiten entfernen, die Sicherheitslücke schließen und Updates einspielen. Auch ein Gespräch mit Ihrem Hoster ist hilfreich. Die Link-Bereinigung kommt erst danach. Da die Aufgabe technisch ist, holen Sie sich Unterstützung, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Was kann ich gegen gefälschte Bewertungen oder kopierte Inhalte tun?

Jeder Fall hat einen eigenen Weg. Bei gefälschten Bewertungen nutzen Sie das Meldeformular des Portals, auf dem sie stehen. Bei kopierten Inhalten können Sie sich an den Betreiber der kopierenden Seite, an deren Hoster oder an das Urheberrechts-Meldeformular von Google wenden. Entsteht eine rechtliche Frage, rate ich Ihnen, eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt zu fragen; eine verbindliche rechtliche Einschätzung gebe ich dazu nicht ab.

Wie lange dauert die Erholung?

Das lässt sich nicht sicher sagen. Die Dauer hängt von der Art des Problems, vom Zustand der Website und davon ab, wann Google Änderungen verarbeitet. Seien Sie vorsichtig bei Personen, die eine schnelle Erholung versprechen. Werden die richtigen Schritte unternommen, zeigt sich meist in angemessener Zeit eine Besserung, aber ein Datum oder eine Platzierung kann ich nicht zusagen.

Wie schütze ich mich vorbeugend?

Halten Sie Website und Plugins aktuell, nutzen Sie starke Passwörter und eine Zwei-Faktor-Authentifizierung und entfernen Sie nicht benutzte Konten. Haben Sie in der Vergangenheit Links gekauft, notieren Sie das. Schauen Sie einmal im Monat in die Search Console. Eine starke, hochwertige Website mit sauberer Link-Vorgeschichte ist allein schon die beste Verteidigung.

Sollte ich die Sache komplett abgeben oder selbst machen?

In den meisten Fällen können Sie die Prüfung selbst übernehmen. Bei einer manuellen Maßnahme, dem Verdacht auf einen Hack oder einem klaren Einbruch spart fachliche Hilfe Zeit und senkt das Risiko von Fehlern. In welcher Lage Sie sich befinden, können wir gemeinsam klären.

Wenn Sie vermuten, dass Ihre Website zum Ziel geworden ist, und nicht sicher sind, können Sie mich über meine Seite zur SEO-Beratung erreichen. Ich prüfe zuerst, ob wirklich eine Bedrohung besteht, und sage Ihnen offen, wenn gar kein Eingreifen nötig ist.

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