Sie haben ein Möbelgeschäft oder eine Schreinerei mit eigener Ausstellung, und Sie haben eine Website. Wer in die Ausstellung kommt, geht meist zufrieden wieder, aber die Zahl der Kunden, die über das Internet zu Ihnen finden, liegt weit unter dem, was Sie erwartet hatten. Wer „Esszimmer“, „Ecksofa“ oder „Kinderzimmer“ eintippt, sieht zuerst große Online-Händler und Vergleichsportale, dann andere Geschäfte. In dieser Lage ist es völlig normal, nach „SEO für Möbelhaus“ oder „SEO Möbelgeschäft“ zu suchen. In diesem Artikel erkläre ich Ihnen in einfachen Worten, wie ein Möbelanbieter in den Suchergebnissen sichtbar wird, welche Seiten Sie dafür brauchen und wo die Arbeit sinnvollerweise beginnt. Ich bin Ümit Kırkoç, Webdesigner und SEO-Berater, ich arbeite allein von Istanbul aus, und meine Arbeitsweise im Detail finden Sie auf der Seite zur SEO-Beratung.
SEO bedeutet, kurz gesagt, die Arbeit daran, dass Ihre Website bei Google und anderen Suchmaschinen auftaucht, wenn Ihre Kunden etwas suchen. Der Unterschied zu Werbung ist einfach: Hören Sie auf, für Anzeigen zu zahlen, verschwindet auch die Sichtbarkeit. Eine sauber aufgebaute Website dagegen bringt über Monate hinweg weiter Anfragen. Bei Möbeln läuft das ein wenig anders als in anderen Branchen, denn Ihre Kunden schauen sich ein Stück zuerst am Bildschirm an, wollen aber sehr oft selbst vorbeikommen, Probe sitzen und den Stoff in die Hand nehmen.
Wie suchen Möbelkäufer im Internet?
Ein Sofa oder ein Esstisch ist kein Produkt, das man mit einem Klick kauft wie ein Buch. Möbel sind teuer, sie bleiben viele Jahre in der Wohnung, und Maß und Farbe müssen zum Raum passen. Deshalb ist der Weg des Kunden lang, und er verteilt sich auf mehrere Arten von Suchanfragen.
Die erste Art ist die allgemeine Suche nach einer Produktart: „Ecksofa“, „Schlafzimmer komplett“, „TV-Lowboard“. Wer so sucht, weiß noch nicht genau, was er will, und möchte Auswahl sehen. Hier treffen Sie auf die stärksten Mitbewerber: große Onlinehändler, Marktplätze und bundesweit bekannte Marken.
Die zweite Art verbindet das Produkt mit einem Bedarf: „Ecksofa für kleines Wohnzimmer“, „Kinderbett mit Regal“, „Klapptisch für den Balkon“. Diese Menschen kommen mit einem klareren Anliegen, und in diesem Bereich sind weniger Mitbewerber unterwegs.
Die dritte Art enthält einen Ort: „Esszimmer kaufen München“, „Möbel Ausstellung Hamburg“. Diese Person will mit hoher Wahrscheinlichkeit vorbeikommen und anschauen. Für ein Geschäft mit Ausstellung ist das die wertvollste Suchart, denn sie liegt am nächsten an Besuch und Kauf.
Die vierte Art ist reine Neugier auf Gestaltung und Material: „Eiche massiv oder Nussbaum“, „Stoffsofa oder Ledersofa“. Diese Person ist noch nicht kaufbereit, merkt sich aber die Website, die ihr verlässliche Auskunft gibt, und kehrt im Moment der Entscheidung dorthin zurück.
Die folgende Grafik zeigt an einer vollständig erfundenen Suche, wie eine Ergebnisseite aussehen kann und wie sich eine klare Händlerseite gegen eine allgemeine Liste durchsetzt.
Was macht das hervorgehobene Ergebnis? Es nennt Stadt, Produktgruppe und Besuchsangaben schon in der ersten Zeile. Eine allgemeine Liste mit „Möbel-Angeboten im Überblick“ leistet das nicht. Die Suchmaschine versucht zu verstehen, welche Antwort sie der suchenden Person geben soll. Machen Sie es ihr leicht, dann stellt sie Sie auch leichter nach vorn.
Die richtige Seite zur jeweiligen Suche
Für jede Suchart brauchen Sie eine eigene Art von Seite. Alles auf eine einzige Startseite zu packen, ist der Fehler, den ich auf Möbelseiten am häufigsten sehe. Die folgende Tabelle fasst die Zuordnung zusammen.
Wie die Tabelle zeigt, gehört die Suche nach einer Produktart auf eine Kategorieseite, die Suche nach einem Bedarf auf einen Kaufratgeber, die Suche mit Ortsangabe auf die Seite Ihrer Ausstellung, und die Materialfrage auf einen Blogartikel. Wenn eine Seite genau eine Absicht gut bedient, findet der Besucher, was er sucht, und die Suchmaschine versteht, wofür die Seite da ist.
Lokale Suche für Geschäfte mit Ausstellung
Haben Sie ein Ladengeschäft, ist die lokale Suche Ihr kürzester Weg. Lokale Suche heißt: Die Ergebnisse richten sich nach dem Ort, an dem sich die Person befindet, oder nach dem Stadtteil, den sie eintippt. Die Kartenansicht mit den Firmenkästen und Anfragen wie „Möbelgeschäft in meiner Nähe“ gehören dazu.
Die lokale Sichtbarkeit steht auf drei Beinen. Das erste ist Ihr Unternehmensprofil, also die Karte, die bei Google in der Kartenansicht erscheint. Adresse, Telefonnummer, Öffnungszeiten, Kategorien und Fotos sollten dort vollständig und aktuell sein. Das zweite ist die Ausstellungsseite auf Ihrer Website: Adresse, Karte, Anfahrt, Parkmöglichkeiten, Terminvereinbarung, welche Produktgruppen Sie zeigen, und Fotos gehören dorthin. Das dritte ist Einheitlichkeit: Adresse und Telefonnummer sollten auf Ihrer Website, in Ihrem Profil und in anderen Verzeichnissen gleich geschrieben sein. Ob dort „Str.“ oder „Straße“ steht, ist kein großes Problem, aber abweichende Telefonnummern oder alte Adressen schaden dem Vertrauen.
Haben Sie mehrere Filialen, legen Sie für jede Filiale eine eigene Seite an. Denselben Text zu kopieren und nur den Städtenamen auszutauschen, bringt nichts. Jede Filiale braucht ihre eigenen Fotos, ihre eigene Aufstellung der Produkte, ihre Anfahrt und ihr Team. Haben Sie nur eine Filiale, ist es sinnvoller, die Ausstellungsseite sehr gut zu machen, als für die Stadt und jeden umliegenden Ort eigene Seiten anzulegen.
Damit der Kunde wirklich in die Ausstellung kommt, sollte die Seite folgende Fragen beantworten: Braucht man einen Termin? An welchen Tagen und zu welchen Zeiten haben Sie geöffnet? Bieten Sie Aufmaß oder Beratung beim Kunden zu Hause an? Sind die Möbel auf Lager, oder werden sie auf Bestellung gefertigt? Mit diesen Antworten kann der Besucher entscheiden, ohne vorher anzurufen.
Online-Katalog: Produkt oder Kategorie?
Bei Möbelseiten ist die zweite große Entscheidung der Aufbau des Katalogs. Egal, ob Sie online verkaufen oder die Website nur als Schaufenster nutzen: Die Katalogstruktur wirkt sich direkt auf die Sichtbarkeit aus.
Ein Katalog sollte drei Ebenen haben. Ganz oben stehen die Hauptkategorien: Polstermöbel, Schlafzimmer, Esszimmer, Kinder- und Jugendzimmer, Büro. Darunter liegen die Unterkategorien, zum Beispiel Ecksofa, Dreisitzer oder Sessel. Ganz unten stehen die einzelnen Produktseiten. Die meisten Kunden kommen aus der Suche nicht auf eine Produktseite, sondern auf eine Kategorieseite, denn wer „Ecksofa“ eintippt, sucht noch kein bestimmtes Modell.
Am häufigsten fehlt Folgendes: Die Kategorieseite besteht nur aus Produktkacheln. Enthält sie zusätzlich eine kurze Einleitung, Hinweise für die Auswahl, Angaben zu Material und Maßen und häufige Fragen, hilft das dem Kunden, und es erklärt der Suchmaschine klar, worum es auf der Seite geht. Dieser Text muss nicht lang sein. Ein paar schlichte Absätze über oder unter den Produkten genügen.
Die folgende Grafik zeigt, wie sich der Weg eines Kunden von der Suche bis zum Ausstellungsbesuch oder zur Anfrage verengt. Auf jeder Stufe begleitet ihn eine bestimmte Seitenart.
Diese Verengung sagt Ihnen etwas: Auf jeder Stufe gehen Interessenten verloren, und das lässt sich nie ganz verhindern. Aber wenn jede Seite den nächsten Schritt klar zeigt, wird der Verlust kleiner. Von der Kategorieseite sollte ein klarer Weg zum Produkt führen, von der Produktseite zur Ausstellung oder zum Anfrageformular.
Wie sieht eine gute Kategorieseite aus?
Stellen Sie sich die Kategorieseite so vor: Das Erste, was der Besucher sieht, ist der Name der gesuchten Produktgruppe mit einer kurzen Erklärung. Danach folgen die Produkte, dann der Kaufratgeber, dann die häufigen Fragen. Die folgende Grafik zeigt einen Beispielaufbau; die Adresse ist vollständig ausgedacht.
In diesem Aufbau ist wichtig, dass die Angaben zur Ausstellung nicht ganz unten versteckt werden. Ein Satz wie „Dieses Modell können Sie in der Ausstellung ansehen“ mit einem Link zur Terminbuchung ist der wertvollste Teil der Seite. Bei Möbeln ist es nämlich sehr verbreitet, dass Kunden online schauen und erst in der Ausstellung entscheiden.
Produktseiten: Suchmaschine und Kunde wollen dasselbe
Die Produktseite ist der Ort, an dem sich der Kunde entscheidet. Zwei Fehler sehe ich dort besonders oft: den kurzen Standardtext des Herstellers unverändert zu übernehmen, den auch andere Händler verwenden, und echte Angaben wie Maße und Material wegzulassen.
Verwenden Sie denselben Produkttext wie viele andere Seiten, sieht die Suchmaschine Sie nicht als dessen Urheber, und Ihre Seite bleibt eine gewöhnliche Kopie. Es macht einen Unterschied, mit eigenen Sätzen zu schreiben, so wie jemand erzählt, der das Produkt wirklich kennt. Maße gehören in Zentimetern klar angegeben, das Material muss eindeutig sein (Massivholz, Furnier oder Spanplatte), Stoff- und Farbvarianten sollten aufgelistet werden, und Lieferzeit und Aufbauservice kommen hinzu.
Fotos sind bei Möbeln ein eigenes Thema. Ein einziges Studiofoto reicht nicht; gebraucht werden das Produkt aus verschiedenen Blickwinkeln, in der Nahaufnahme und in einem echten Raum. Vergeben Sie sinnvolle Dateinamen (zum Beispiel „eiche-esstisch-6-personen.jpg“) und schreiben Sie zu jedem Bild einen kurzen Alternativtext, der das Produkt beschreibt. Das braucht man sowohl für sehbehinderte Besucher als auch für die Suchmaschine.
Die folgende Liste fasst zusammen, was ich bei einer vollständigen Produktseite prüfe.
Jeder Punkt dieser Liste entspricht einer Frage, die ein Kunde am Telefon stellen könnte. Sind die Antworten schon auf der Seite, spart der Kunde Zeit, und Sie müssen dieselbe Frage nicht täglich mehrmals beantworten.
Wie gehen Sie mit Varianten um?
Hat dasselbe Sofa zehn Stoffe und fünf Farben, ist es meist unnötig, für jede Kombination eine eigene Seite anzulegen. Die Suchmaschine hält solche Seiten für Kopien voneinander und kann sich nicht entscheiden, welche sie zeigen soll. In der Regel ist eine einzige Hauptproduktseite mit Auswahl von Farbe und Stoff die gesündere Struktur. Gibt es aber eine Farbe, nach der Menschen gezielt suchen, kann man dafür eine eigene Kategorie- oder Auswahlseite erwägen. Das hängt vom Produkt ab und muss bei jeder Website einzeln entschieden werden.
Ausstellung im Mittelpunkt oder Katalog im Mittelpunkt?
Nicht jedes Möbelunternehmen hat dieselbe Priorität. Bei manchen wird der Verkauf überwiegend in der Ausstellung abgeschlossen, und die Website soll nur die Besucher dorthin führen. Andere verkaufen bundesweit online, und die Ausstellung ist zweitrangig. Welches Modell Sie haben, bestimmt, wie das SEO aufgebaut wird.
Der Unterschied im Vergleich ist nicht nur technisch, sondern strategisch. Eine Schaufenster-Seite zeigt schöne Fotos, lässt der Suchmaschine aber kaum etwas zu lesen. Ein durchsuchbarer Katalog zeigt jede Produktgruppe auf einer eigenen Seite mit klaren Angaben. Auch wenn bei Ihnen die Ausstellung überwiegt, hilft es Ihnen in der lokalen Suche, Ihre Produktgruppen auf diese Weise zu katalogisieren.
Zwei Beispielszenarien
Die beiden folgenden Szenarien sind rein hypothetisch. Sie beschreiben weder ein echtes Unternehmen noch eine echte Person, sondern sind nur erfunden, um die Lage anschaulich zu machen.
Szenario 1: Familienbetrieb mit einer Ausstellung
Nehmen wir an, es gibt in einer mittelgroßen Stadt einen Familienbetrieb, der Esszimmer und Schlafzimmer fertigt und eine einzige Ausstellung betreibt. Seine Website besteht aus vier oder fünf Seiten: Startseite, Über uns, Galerie und Kontakt. Die Fotos der Möbel liegen in der Galerie, aber kein Möbelstück hat eine eigene Seite. Der Inhaber sagt: „Meine Seite gibt es, aber das Telefon klingelt nicht.“
Der erste Schritt ist dann, die Produktgruppen, nach denen Kunden suchen, in Seiten zu verwandeln: Esszimmer, Schlafzimmer, Sideboards und Vitrinen als Hauptkategorien. Jede bekommt eine kurze Einleitung, Angaben zu Maßen und Material und Fotos. Der zweite Schritt ist, die Ausstellungsseite auszubauen: Adresse, Karte, Zeiten, welche Produkte gezeigt werden, Hinweise zur Terminvereinbarung. Der dritte Schritt ist, das Unternehmensprofil aktuell zu halten und zufriedene Kunden um echte Bewertungen zu bitten. Mit diesen drei Schritten hat der Betrieb der Suchmaschine bei Produkt- wie bei Ortssuchen etwas zu erzählen. Wann Ergebnisse sichtbar werden, hängt von der Konkurrenz und vom heutigen Stand der Seite ab; eine Garantie kann man nicht geben.
Szenario 2: Geschäft mit Ausstellung und Online-Verkauf
Das zweite hypothetische Beispiel ist ein Geschäft mit zwei Filialen, das einen großen Teil seiner Produkte auch online verkauft. Im Katalog stehen Hunderte Artikel, aber die Texte stammen größtenteils vom Hersteller und sind auf anderen Seiten identisch. Die Kategorieseiten bestehen nur aus einem Produktraster. Die Filialen haben gemeinsam eine einzige Kontaktseite.
Hier ist die Arbeit umfangreicher. Zuerst ordne ich die Produkte nach Verkaufspotenzial und Konkurrenzlage; alles auf einmal zu schreiben, wäre unrealistisch. Die Kategorieseiten der meistverkauften und meistgesuchten Produktgruppen werden gestärkt, und die Produkttexte werden eigenständig formuliert. Jede Filiale bekommt ihre eigene Seite. Hat dasselbe Produkt sehr viele Varianten, wird die Struktur vereinfacht. Technisch werden Seitentempo, mobile Darstellung und die Auszeichnung im Seitencode geprüft, mit der Produkte in den Suchergebnissen mit Preis und Verfügbarkeit erweitert angezeigt werden können (sogenannte strukturierte Daten). Diese Arbeit dauert Monate, und ich berichte regelmäßig über den Fortschritt.
Der Ablauf: Wie geht es von Anfang bis Ende?
SEO ist keine Einstellung, die man einmal vornimmt und dann abhakt; es verlangt einen regelmäßigen Ablauf. Mein Vorgehen verläuft in diesen Phasen.
Die Reihenfolge im Zeitplan folgt einer einfachen Logik: Zuerst verstehe ich die jetzige Lage: Welche Seiten gibt es, welche erscheinen in der Suchmaschine, welche technischen Hindernisse bestehen? Danach werden die Grundlagen korrigiert: Ladezeit, mobile Darstellung, defekte Links, Seitentitel. Anschließend werden die wichtigsten Kategorie- und Produktseiten geschrieben oder neu geordnet. Die Arbeit an der lokalen Sichtbarkeit (Unternehmensprofil, Ausstellungsseite, Bewertungen) läuft parallel. Die letzte Phase ist die regelmäßige Nachbetreuung: Über welche Suchen kommen Besucher, welche Seiten wirken, wo muss nachgebessert werden?
Bei den Zeiträumen möchte ich ehrlich sein. Bis sich eine neue Seite in den Suchergebnissen einsortiert, vergehen oft Wochen, manchmal Monate. Kein Fachmann kann eine bestimmte Platzierung oder ein bestimmtes Ergebnis garantieren; wer das verspricht, dem sollten Sie mit Vorsicht begegnen. Was ich tun kann, ist, die richtige Arbeit in der richtigen Reihenfolge zu erledigen und den Fortschritt offen zu berichten.
In welcher Reihenfolge sollten Sie beginnen?
Sind Budget und Zeit begrenzt, ist die Priorisierung sehr wichtig. Für die meisten Möbelunternehmen sieht die Reihenfolge so aus: zuerst das Unternehmensprofil und die Ausstellungsseite, denn das schnellste Ergebnis gibt es in der lokalen Suche. Dann die Kategorieseite der meistverkauften Produktgruppe. Dann technische Korrekturen. Dann Blog- und Ratgeberinhalte. Der Blog scheint zwar an letzter Stelle zu stehen, wird aber auf lange Sicht zu einer Quelle, die sowohl Kunden in der Entscheidungsphase als auch KI-Assistenten mit Wissen versorgt.
KI-Antworten und Möbel
Manche Kunden fragen heute nicht mehr die Suchmaschine, sondern einen KI-Assistenten: „Welches Ecksofa passt in ein kleines Wohnzimmer?“ oder „Wo kaufe ich in meiner Stadt ein Esszimmer aus Massivholz?“ Diese Assistenten können bei ihren Antworten Seiten als Quelle heranziehen, die im Netz verlässliche und klare Informationen bieten.
Wenn Sie auf Ihrer Website Maße, Material und Auswahlhinweise in schlichten, verständlichen Sätzen angeben, nützt Ihnen das deshalb nicht nur in der klassischen Suche, sondern auch bei solchen Antworten. Das Beispiel in der Grafik ist vollständig erfunden; niemand kann vorher sagen, welche Seite als Quelle genannt wird. Doch Seiten mit klaren, richtigen und aktuellen Angaben haben in diesem Umfeld bessere Chancen.
Häufige Fehler
Auf Möbelseiten sehe ich seit Jahren dieselben Fehler. Die meisten lassen sich beheben, kehren aber immer wieder, solange man sie nicht kennt.
An erster Stelle stehen schwere Fotos. Auf Möbelseiten sind große, hochauflösende Bilder unvermeidlich. Werden sie aber ohne Verkleinerung hochgeladen, öffnet sich die Seite auf dem Handy langsam, und der Besucher geht, ohne zu warten. Man kann Fotos verkleinern, ohne dass die Qualität leidet, und das gehört zu den ersten Aufgaben.
Der zweite häufige Fehler ist das Löschen von Produkten. Wird die Seite eines Artikels, der nicht mehr lieferbar ist oder nicht mehr gefertigt wird, einfach gelöscht, laufen die Links und Besucher, die dorthin führten, ins Leere. Besser ist es, die Seite auf ein ähnliches Produkt oder auf die Kategorie weiterzuleiten oder sie mit dem Hinweis „Dieses Modell wird nicht mehr gefertigt, sehen Sie sich ähnliche an“ offen zu lassen.
Der dritte ist die Seitenflut durch Filter. Filter für Farbe, Preisspanne oder Material können für jede Kombination eine neue Adresse erzeugen. Bleibt das unkontrolliert, fällt es der Suchmaschine schwer, Ihre wichtigen Seiten zu finden. Man muss bewusst entscheiden, welche Filterseiten für die Suchmaschine offen sind und welche nicht.
Der vierte ist die Unordnung bei den lokalen Angaben: eine alte Adresse, die Telefonnummer einer geschlossenen Filiale, nicht aktualisierte Öffnungszeiten. Das schickt Kunden unnötig in die Irre und erschüttert das Vertrauen.
Was können Sie selbst tun, und wann brauchen Sie Hilfe?
Nicht für alles brauchen Sie einen Fachmann. Sie können vieles selbst erledigen, und das erleichtert auch die spätere Zusammenarbeit.
Selbst tun können Sie Folgendes: Ihr Unternehmensprofil vollständig ausfüllen und aktuell halten; echte Kunden um Bewertungen bitten; Produktfotos aus verschiedenen Blickwinkeln und in einem echten Raum aufnehmen; Maße und Materialangaben vollständig aufschreiben; die Antworten auf Fragen, die am Telefon oft gestellt werden, in einer Liste sammeln. Der letzte Punkt ist besonders wertvoll, denn das ist der Rohstoff für Ihre Seite mit häufigen Fragen.
Fachliche Unterstützung brauchen Sie dagegen in diesen Fällen: wenn die Struktur Ihrer Website für die Größe des Katalogs nicht ausreicht; wenn Sie Hunderte Produkte haben und nicht wissen, womit man zuerst anfängt; wenn technische Probleme wie Seitentempo und mobile Darstellung bestehen; wenn Sie mehrere Filialen haben; oder wenn Sie sich schon eine Weile bemühen, ohne Ergebnis zu sehen. In solchen Fällen findet jemand, der von außen schaut, die Blockade, die Sie selbst nicht sehen.
Der folgende Entscheidungsbaum soll diese Frage vereinfachen.
Dieses Schema ist keine feste Regel, sondern ein Ausgangspunkt. Auch mit einem kleinen Katalog kann ein technisches Hindernis bestehen, und mit einem großen Katalog können Sie durch regelmäßige Arbeit vorankommen. Sind Sie unsicher, genügt meist ein erstes Gespräch.
Wovon hängen die SEO-Kosten ab?
In diesem Artikel nenne ich Ihnen keine Zahl, denn bei Möbelseiten schwanken die Preise stark, und eine einzelne Zahl wäre irreführend. Aber ich kann Ihnen sagen, was den Preis bestimmt.
Erstens die Größe des Katalogs. Eine Seite mit fünfzig Produkten verlangt nicht denselben Aufwand wie eine mit mehreren tausend. Zweitens der heutige Zustand der Website: Muss eine Struktur von Grund auf neu entstehen, oder wird eine bestehende Seite verbessert? Drittens die Zahl der Filialen und der Städte, die Sie erreichen wollen. Viertens der Bedarf an Inhalten: Wie viele Kategorieseiten, wie viele Produkttexte, wie viele Ratgeberartikel werden gebraucht? Fünftens die Härte der Konkurrenz: Allgemeine, große Suchen verlangen mehr Einsatz als lokale, enge. Sechstens Dauer und Rhythmus der Arbeit: Wollen Sie eine einmalige Überarbeitung oder eine monatliche Betreuung?
Wenn Sie Angebote einholen, stellen Sie diese Fragen: Welche Arbeiten führen Sie aus, in welchem Zeitraum, wie berichten Sie über den Fortschritt, und was muss ich selbst tun? Seien Sie vorsichtig bei einem Angebot, das den Umfang nicht klar beschreibt und alles als „Paket“ verkauft.
So arbeite ich mit Ihnen
Ich arbeite allein. Das heißt, die Person, die mit Ihnen spricht, ist auch die Person, die die Arbeit macht; es schaltet sich kein Projektmanager und kein weitergereichtes Team dazwischen. Das ermöglicht schnelle Entscheidungen, bedeutet aber auch, dass meine Kapazität begrenzt ist; ich kann gleichzeitig nur eine begrenzte Zahl von Aufträgen beginnen.
In der Regel beginne ich mit einem ersten Gespräch: Ich höre mir Ihr Unternehmen, Ihre Produkte, Ihre Ausstellung und Ihre Ziele an. Dann sehe ich mir die Website an und erkläre Ihnen schriftlich, was zuerst getan werden sollte und was warten kann. Welche Arbeit Sie übernehmen und welche ich, ist von Anfang an klar. Soll Ihre Website neu gestaltet werden, plane ich SEO vom ersten Tag des Designs an mit, denn nachträgliches Einfügen ist teuer und mühsam.
Häufige Fragen
Wie lange dauert es, bis SEO bei Möbeln wirkt?
Das hängt vom heutigen Stand der Website, von der Konkurrenz und vom Umfang der Arbeit ab. In der lokalen Suche können Unternehmensprofil und Ausstellungsseite früher wirken; bei allgemeinen Produktsuchen braucht es meist länger. Seien Sie vorsichtig bei jemandem, der Ihnen eine feste Frist oder eine bestimmte Platzierung zusagt.
Ich verkaufe über Marktplätze. Lohnt sich SEO für meine eigene Website trotzdem?
Auf Marktplätzen zahlen Sie Provision und stehen unter Konkurrenzdruck, und der Kunde bleibt Kunde der Plattform, nicht Ihrer. Ist Ihre eigene Website auffindbar, können Sie direkt mit dem Kunden in Kontakt treten. Beides parallel zu betreiben ist möglich; die Entscheidung hängt von Ihrem Verkaufsmodell und Ihrer Marge ab.
Ich habe nur eine Ausstellung und verkaufe nicht online. Brauche ich es trotzdem?
Ja, denn Kunden schauen sich vorher im Internet um. Deshalb sind die Ausstellungsseite, die Produktgruppen und das Unternehmensprofil wichtig. Online-Verkauf ist nicht nötig; das Ziel ist, Besuche und Telefonanrufe zu steigern.
Darf ich die Produktbeschreibungen des Herstellers unverändert verwenden?
Sie können es, aber es hebt Sie nicht ab, denn derselbe Text steht auf vielen Seiten. Mit eigenen Sätzen und ergänzten Angaben zu Maß, Material und Nutzung erzielen Sie bessere Ergebnisse. Sie müssen nicht alles auf einmal erneuern; beginnen Sie mit den meistverkauften Produkten.
Sollte ich Seiten für mehrere Städte anlegen?
Nur für Orte, an denen Sie wirklich tätig sind, also eine Ausstellung oder einen Lieferservice haben. Seiten, die durch Austausch des Städtenamens vervielfältigt wurden, bringen nichts und können der Website schaden. Jede Seite muss echte Angaben für den jeweiligen Ort enthalten.
Beeinflussen Bewertungen die lokale Sichtbarkeit?
Sie können sie beeinflussen, und sie wirken sich außerdem direkt auf das Vertrauen der Kunden aus. Bitten Sie zufriedene Kunden ehrlich um eine Bewertung. Gefälschte Bewertungen zu schreiben oder zu kaufen verstößt gegen die Regeln der Plattformen und ist riskant; für eine verbindliche rechtliche Einschätzung wenden Sie sich bitte an eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt.
Geht SEO auch ohne neue Website?
Oft ja. Erlaubt die Technik der bestehenden Seite, Produkt- und Kategorieseiten hinzuzufügen, ist keine Neugestaltung nötig. Ist die Technik sehr eingeschränkt oder funktionieren die Seiten auf dem Handy schlecht, kann man eine Erneuerung erwägen. Ohne Prüfung wäre es nicht richtig, das zu sagen.
Was sollte ich zum Start vorbereiten?
Ihre Produktliste, vorhandene Fotos, Angaben zur Ausstellung, häufige Fragen und die Kundengruppe, die Sie erreichen wollen, genügen. Fehlendes ergänze ich gemeinsam mit Ihnen. Wichtig ist, nicht zu vergessen, dass Sie Ihr Unternehmen am besten kennen.
Wenn Sie möchten, dass Ihr Möbelgeschäft oder Ihre Schreinerei über das Internet mehr Besucher und mehr Ausstellungsbesuche bekommt, können Sie sich auf der Seite zur SEO-Beratung über meine Arbeitsweise informieren und Kontakt aufnehmen; ich höre mir Ihre Lage an und sage Ihnen offen, was zuerst getan werden sollte.