Sie führen ein Pflegeheim, eine Seniorenresidenz oder eine Tagespflege, und es klopfen Familien an Ihre Tür. Doch die meisten von ihnen haben vorher schon auf dem Handy nach Ihnen gesucht. Deshalb hat eine Website für ein Pflegeheim ein anderes Gewicht als bei vielen anderen Betrieben: Hier kauft niemand ein Produkt. Hier suchen Menschen den Ort, dem sie einen geliebten Menschen anvertrauen. Ihre Website ist die erste Station dieser Entscheidung. Eine veraltete, unklare oder schwer lesbare Seite kann dazu führen, dass eine Familie Sie von der Liste streicht, ganz gleich, wie gut die Pflege vor Ort tatsächlich ist. In diesem Artikel erkläre ich Ihnen, ohne Fachsprache, was eine Seite enthalten sollte, die Angehörigen Vertrauen gibt. Ich bin Ümit Kırkoç, Webdesigner und SEO-Berater, ich arbeite allein von Istanbul aus, und wie eine Website-Erstellung bei mir abläuft, sage ich Ihnen an den passenden Stellen offen.
Vorab zwei Begriffe in je einem Satz. Eine Website ist die Adresse und das Schaufenster Ihres Hauses im Internet: Dort sehen Besucher Sie, Ihre Zimmer, Ihr Team und Ihre Anfahrt. SEO ist der Sammelname für alle Arbeiten, die dafür sorgen, dass Ihre Seite richtig erscheint, wenn jemand bei Google zum Beispiel „Pflegeheim Hamburg“ oder „Tagespflege statt Pflege zu Hause“ eintippt. Ich behandle beides gemeinsam, denn eine schöne Seite, die niemand findet, hilft Ihnen ebenso wenig wie eine gefundene Seite, die kein Vertrauen weckt.
Wie suchen Familien nach einem Pflegeheim?
Wer ein Pflegeheim sucht, ist selten der ältere Mensch selbst. Meistens ist es eine erwachsene Tochter, ein Sohn, ein Enkel oder eine Nachbarin. Diese Person ist oft erschöpft, kämpft mit Schuldgefühlen und Sorgen und muss die Entscheidung mit Geschwistern oder dem Partner gemeinsam treffen. Entsprechend unterschiedlich fallen die Suchen aus: manchmal sehr nüchtern („pflegeheim altona“), manchmal sehr emotional („zuverlässige Pflege für meine bettlägerige Mutter“), manchmal rein informativ („wie finde ich ein Heim für einen Menschen mit Demenz“).
Wegen dieser Vielfalt reicht es nicht, sich auf das eine Wort „Pflegeheim“ zu konzentrieren. Die Familien kommen aus mindestens vier verschiedenen Lagen: Der ältere Mensch lebt noch weitgehend selbstständig und sucht ein soziales Umfeld. Er braucht Betreuung tagsüber. Er ist so erkrankt, dass er dauerhaft Pflege braucht. Oder er braucht nach einer Operation nur für einige Zeit einen Platz. Jede Lage bringt eigene Fragen, eigene Ängste und eigenen Informationsbedarf mit. Versucht Ihre Seite, alle mit demselben Satz abzuholen, beantwortet sie keine Frage richtig.
Die folgende Grafik zeigt ein frei erfundenes Suchergebnis. Sie soll zeigen, was eine Familie auf dem Bildschirm als Erstes sieht und warum eine klare Seite mehr Vertrauen schafft als eine allgemeine Liste.
Das hervorgehobene Ergebnis nennt Ort, Pflegeart und Besuchsmöglichkeit gleich in der ersten Zeile. Ein allgemeines Ratgeberportal reiht dagegen Hunderte Einrichtungen im selben Schema auf. Was die Familie zum Anruf oder zum Besuch bringt, ist sehr oft genau diese Klarheit.
Vier Absichten hinter der Suche
Es hilft, die Suchen in vier Absichten zu ordnen. So sehen Sie leichter, welche Seiten Sie brauchen. Die erste Absicht ist das Informieren: Die Person hat noch nicht entschieden und fragt sich, ob ein Heim oder ambulante Pflege zu Hause besser passt. Die zweite ist das Vergleichen: Sie hat schon einige Häuser im Blick und will zwischen ihnen wählen. Die dritte ist das Prüfen: Sie hat Ihren Namen gehört und schaut nach, ob Sie vertrauenswürdig sind. Die vierte ist der dringende Bedarf: Nach einem Krankenhausaufenthalt, einem Sturz oder weil die Betreuungskraft zu Hause ausfällt, wird schnell ein Platz gesucht.
Die Tabelle fasst diese vier Absichten zusammen und nennt für jede die passende Seite.
Beim Lesen fällt auf: Vier Menschen, die auf dieselbe Website kommen, erwarten vier verschiedene Dinge. Eine gute Seite nimmt alle der Reihe nach mit und verliert niemanden unterwegs.
Welche Seiten schaffen Vertrauen bei Angehörigen?
Vertrauen entsteht nicht durch einen einzelnen Satz oder ein schönes Foto. Es entsteht durch einen Seitenaufbau, der die Fragen im Kopf der Familie der Reihe nach beantwortet. Für Pflegeheime und Betreuungseinrichtungen hat sich folgende Struktur am besten bewährt.
Die Startseite beantwortet in den ersten Sekunden die Frage „Was ist das hier, wo liegt es, passt es zu uns?“. Hier müssen die Art des Angebots, der Standort und ein Anrufknopf sofort sichtbar sein. Die Leistungsseite beschreibt einzeln, was Sie anbieten: Langzeitpflege, Betreuung bei Demenz, Pflege bettlägeriger Menschen, Kurzzeitpflege, Tagespflege, Physiotherapie. Für jede Leistung eine eigene Seite zu schaffen, hilft der Familie, das Gesuchte zu finden, und hilft Google, die Suche mit Ihnen zu verbinden.
Die Seite zu Zimmern und Gemeinschaftsräumen ist der Ort, den Angehörige am meisten sehen wollen. Zimmerarten, Bettenzahl, Badausstattung, Garten, Speisesaal, Veranstaltungsraum: Alles gehört hierher. Die Teamseite stellt die Menschen vor, die unmittelbar mit der Pflege zu tun haben: Pflegefachkräfte, Betreuungskräfte, Ärztin oder Physiotherapeut. Die Seite zum Alltag erzählt, wie ein Tag abläuft: Aufstehen, Essen, Medikamentengabe, Angebote, Besuchsregeln. Die Seite mit häufigen Fragen beantwortet offen, was Angehörige am Telefon kaum zu fragen wagen. Die Kontaktseite schließlich liefert Adresse, Karte, Telefonnummer, Besuchszeiten und ein Formular für den Besichtigungstermin.
Jede dieser Seiten trägt ein Vertrauenssignal. Die folgende Grafik zeigt als Beispielentwurf, in welchem Ablauf eine Startseite aufgebaut sein sollte.
In diesem Ablauf spürt der Besucher beim Hinunterscrollen, dass die Fragen in seinem Kopf eine nach der anderen beantwortet werden. Wichtig ist, dass Telefonnummer und Besichtigungstermin an keiner Stelle der Seite untergehen.
Fotos und Sprache: worauf Sie achten sollten
In dieser Branche sind Fotos kein Schmuck, sondern Beweis. Auf Stockfotos lächeln immer gepflegte, perfekt gekleidete Seniorinnen und Senioren, und Familien erkennen das sofort und denken: „Das ist nicht echt.“ Zeigen Sie nach Möglichkeit Ihre eigenen Zimmer, Ihren Speisesaal, Ihren Garten und Ihre Angebote. Für jedes Foto, auf dem Bewohnerinnen und Bewohner erkennbar sind, brauchen Sie eine schriftliche Einwilligung. Verbindliche Rechtsauskünfte kann und will ich nicht geben; für die Schritte rund um personenbezogene Daten und die Datenschutzerklärung empfehle ich Ihnen, eine Juristin oder einen Juristen zu fragen.
Auch bei der Sprache gilt: einfach bleiben. Sätze wie „höchster Standard, ganzheitlicher, multidisziplinärer Ansatz“ rufen bei Angehörigen kein Bild hervor. Konkrete Sätze wie „In der Nacht ist mindestens eine Pflegekraft auf dem Flur“ oder „Medikamente werden zu den ärztlich festgelegten Zeiten gegeben und dokumentiert“ schaffen viel mehr Vertrauen. Schreiben Sie so etwas natürlich nur, wenn es wirklich so ist.
Welche Elemente erhöhen das Vertrauen der Familie?
Bevor Familien zu Ihnen kommen, führen sie im Kopf eine Prüfliste, oft ohne es zu merken. Beantwortet Ihre Seite diese Liste im Voraus, fällt der Griff zum Telefon leichter. Je nach Region gibt es Unterschiede, aber im Allgemeinen machen diese Elemente den Unterschied: sichtbare Angaben zur Zulassung und zu den Genehmigungen Ihres Hauses, Name und Aufgabe der verantwortlichen Pflegedienstleitung oder Ärztin, Personalstärke und Schichtmodell, das Vorgehen im Notfall und die Anbindung an ein Krankenhaus, Besuchszeiten und die Art, wie Angehörige informiert werden, Verpflegung und Ernährung, und was die Kosten umfassen.
Welche Nachweise und Prüfberichte Sie in Deutschland, Österreich oder der Schweiz veröffentlichen dürfen oder müssen, regeln Heimrecht und die jeweils zuständigen Stellen, und das ist je nach Bundesland oder Kanton verschieden. Wenn Sie unsicher sind, welches Dokument wie auf Ihrer Website erscheinen soll, fragen Sie die zuständige Behörde oder eine Juristin beziehungsweise einen Juristen. Ich kann nur sagen: Es schafft Vertrauen, wenn echte Unterlagen dort stehen, wo die Familie sie sieht.
Die folgende Grafik fasst die Vertrauenssignale, die eine Familie beim Blick auf Ihre Seite im Kopf abhakt, als einfache Prüfliste zusammen.
Jeder Punkt, der bei Ihnen fehlt, wird zu einer Aufgabe auf Ihrer Liste. Sie müssen nicht alles an einem Tag erledigen. Aber solange viele dieser Punkte fehlen, bleibt die Seite unvollständig, so schön sie auch gestaltet sein mag.
Bewertungen und Stimmen von Angehörigen
Rückmeldungen von Angehörigen sind eine starke Quelle des Vertrauens, doch hier ist große Vorsicht nötig. Erfundene Bewertungen sind unethisch und zerstören jedes Vertrauen, sobald sie auffallen. Auch bei echten Rückmeldungen sollten Sie eine schriftliche Erlaubnis einholen, den Namen weglassen und stattdessen etwas Allgemeines wie „eine Angehörige“ schreiben und keine Gesundheitsdetails nennen. Der gesündeste Weg, Bewertungen zu sammeln, ist ein Google-Unternehmensprofil, in dem Angehörige freiwillig etwas hinterlassen können. Wie die Bewertungen auf Ihrer Seite gezeigt werden, plane ich gern gemeinsam mit Ihnen.
Zwei Beispielszenarien
Die beiden folgenden Szenarien sind frei erfunden. Sie beschreiben weder einen echten Betrieb noch eine echte Person. Ich habe sie nur ausgedacht, um zu zeigen, wie sich unterschiedliche Lagen auf der Website niederschlagen.
Szenario 1: Eine kleine, neu eröffnete Pflegeeinrichtung
Nehmen wir an, im Umland von Stuttgart hat eine kleine Einrichtung mit zwölf Betten neu eröffnet. Die Inhaberin war viele Jahre Pflegefachkraft. Bekannt gemacht wird das Haus nur über Empfehlungen, und außer einer Instagram-Seite gibt es keine Website. Familien schauen erst in den sozialen Medien nach, dann bei Google, und finden dort keine Antwort auf die Frage: „Gibt es dieses Haus wirklich?“
In dieser Lage ist die erste Aufgabe keine große, aufwendige Seite, sondern eine klare und ehrliche. Auf der Startseite genügen eine kurze Vorstellung des Hauses, Name und Erfahrung der Pflegedienstleitung, Zimmerfotos, eine Beschreibung des Alltags und ein Terminformular. Danach kommen für regionale Suchen wie „Pflegeheim Stuttgart Umland“ eine Leistungsseite und die häufigen Fragen hinzu. Ein Google-Unternehmensprofil wird angelegt, und Adresse und Telefonnummer werden genau so geschrieben wie auf der Website. Der Vorteil dieser Einrichtung ist ihre Größe: Sie kann den Familien sagen, „Sie sprechen von Anfang bis Ende mit derselben Person“, und die Seite kann das deutlich erzählen.
Szenario 2: Ein altes, bekanntes Haus mit veralteter Website
Das zweite erfundene Beispiel ist ein Haus mit dreißig Betten in Hannover, das seit vielen Jahren besteht. Der Betrieb ist bekannt, aber die Website wurde vor langer Zeit gebaut: Am Handy öffnet sie sich schlecht, die Fotos sind alt, alle Leistungen sind auf eine Seite gequetscht, und das Kontaktformular funktioniert nicht. Familien öffnen die Seite, schließen sie sofort wieder, und einige wenden sich an die Konkurrenz.
Das Problem ist hier nicht fehlende Glaubwürdigkeit, sondern dass sie auf der Seite nicht ankommt. Die Lösung besteht darin, die Seite handytauglich zu machen, die Leistungen auf eigene Seiten zu verteilen, aktuelle und echte Fotos einzubauen, Team- und Alltagsseiten zu schreiben und Weiterleitungen von den alten Adressen auf die neuen Seiten einzurichten. Weil die alte Seite bei Google schon eine Geschichte hat, sind Weiterleitungen besonders wichtig. Fehlen sie, kann die über Jahre gewachsene Sichtbarkeit verloren gehen.
Beide Szenarien haben etwas gemeinsam: zuerst die Grundinformationen, die der Familie Vertrauen geben, danach die Sichtbarkeit in der Suche. Die Reihenfolge umzudrehen, also eine Seite nach vorn zu bringen, die nicht vertrauenswürdig wirkt, erhöht vielleicht die Klicks, aber nicht die Zahl der Anrufe.
Der Vergleich fasst den Unterschied beider Szenarien zusammen: dasselbe Haus, dieselbe Pflege, aber eine andere Darstellung. Bei der einen weiß die Familie nicht, was sie bekommt, bei der anderen schon.
Schritt für Schritt: So baue ich die Website
In dieser Branche sollte man den Prozess ruhig angehen und solide aufbauen, denn die Seite dient sowohl den Familien als auch den Menschen, die bei Ihnen arbeiten. Meine Arbeitsweise erkläre ich in fünf Schritten.
Der erste Schritt ist das Kennenlernen und Zuhören. Sie erzählen mir, was für ein Haus Sie führen, welche Familien zu Ihnen kommen, was Sie von anderen unterscheidet und was Sie nicht erzählen möchten. Der zweite Schritt ist der Seitenplan: Es wird festgelegt, welche Seiten es gibt, welche Fragen sie beantworten und mit welchen Suchen Sie gefunden werden möchten. Der dritte Schritt sind Inhalt und Fotos: Die Texte schreibe ich gemeinsam mit Ihnen, und was ich an Fotos von Ihnen brauche, sage ich gleich zu Beginn. Der vierte Schritt ist Gestaltung und Umsetzung: Die Seite wird so gebaut, dass sie am Handy schnell öffnet, gut lesbar und schlicht ist. Der fünfte Schritt ist der Start mit Nachsorge: Die Seite geht online, wird bei Google angemeldet, das Unternehmensprofil wird eingerichtet, und in den ersten Wochen prüfe ich, was funktioniert.
Wie lange das dauert, hängt von der Seitenzahl ab, davon, wie fertig Texte und Fotos bei mir ankommen, und davon, wie schnell Sie antworten. Eine feste Zahl an Tagen zu nennen, wäre nicht ehrlich. Zu Beginn mache ich Ihnen aber einen groben Zeitplan und passe ihn im Verlauf an.
Die Sichtbarkeit: Wie Familien Sie finden
Nach dem Start finden Familien Sie auf zwei Wegen. Der erste sind die Suchergebnisse: Damit Ihre Seiten bei Suchen wie „Pflegeheim Hamburg“, „Tagespflege statt Pflege zu Hause“ oder „Pflege bei Demenz“ erscheinen, werden für jede Leistung und jede Region eigene, klare Seiten vorbereitet. Der zweite Weg ist die Karte bei Google: Ihr Unternehmensprofil wird mit korrekter Adresse, Fotos, Öffnungszeiten und Leistungsangaben gepflegt. Familien schauen oft zuerst auf die Treffer in der Karte und wechseln erst dann auf die Website.
In letzter Zeit fragen manche Familien auch KI-Tools, etwa: „Worauf sollte ich bei einem Pflegeheim für einen Menschen mit Alzheimer in Köln achten?“ Diese Tools greifen für ihre Antworten auf klar, ordentlich und verlässlich geschriebene Quellen zurück. Stehen auf Ihrer Seite häufige Fragen und einfache Erklärungen, steigt die Chance, in solchen Antworten vorzukommen. Dass Sie in irgendeinem Tool auftauchen, kann ich aber nicht garantieren.
Die Beispielantwort zeigt, wie sehr sich die Liste des KI-Tools mit der Liste im Kopf der Familie deckt. In beiden geht es um dasselbe: klare Angaben, Stimmigkeit und gute Erreichbarkeit.
Der Entscheidungsweg der Familie und die Aufgabe Ihrer Seite
Die Entscheidung für ein Pflegeheim dauert in einer Familie meist Wochen. Zuerst wird das Problem erkannt, dann werden Möglichkeiten recherchiert, einige Häuser besichtigt, in der Familie besprochen, und am Ende wird entschieden. Ihre Website spielt nicht nur an einem Punkt dieses Weges eine Rolle, sondern an allen. Am Anfang informiert sie, in der Mitte erleichtert sie den Vergleich, am Ende öffnet sie eine sichere Tür zum Besuch und zum Termin.
Stellen Sie sich den Weg wie einen Trichter vor: Ganz oben recherchieren sehr viele Menschen das Problem, ganz unten vereinbaren nur noch wenige einen Termin. Bei jedem Übergang geht ein Teil verloren. Ihre Seite sollte für jede Stufe passende Inhalte bieten, damit diese Verluste kleiner werden.
Im Trichter sind die Menschen, die Informationen suchen, der breiteste Teil. Sie haben sich noch nicht für Sie entschieden, aber wenn sie einen hilfreichen Beitrag oder eine klare Seite lesen, erinnern sie sich an Sie. Kommen sie einige Wochen später in die Phase des Vergleichs, kennen sie Ihren Namen bereits.
Welche Fehler machen Pflegeheim-Websites am häufigsten?
Diese Fehler begegnen mir in der Branche immer wieder. Der erste: alles auf eine Seite zu quetschen, sodass die Familie nichts findet. Der zweite: sich auf fertige, künstliche Fotos zu verlassen. Der dritte: die Telefonnummer an einer unsichtbaren Stelle zu platzieren. Wer als Angehöriger in einer Notlage steckt und dreimal klicken muss, um die Nummer zu finden, gibt auf. Der vierte: über Kosten und Leistungsumfang gar nichts zu sagen. Auch wenn Sie keine Zahlen nennen, können Sie erklären, wovon die Kosten abhängen, etwa vom Pflegegrad, von der Zimmerart und von zusätzlichen Leistungen. Der fünfte: übertriebene Versprechen. „Beste Pflege“ oder „hundertprozentige Zufriedenheit“ lassen sich nicht belegen und verringern das Vertrauen. Der sechste: die Seite nie am Handy zu testen, obwohl die meisten Familien mit dem Handy suchen.
Die meisten dieser Fehler verlangen keine teure Korrektur. Oft genügt es, den Text zu vereinfachen, ein Foto auszutauschen und den Knopf an die richtige Stelle zu setzen. Das Problem ist nur, dass man sie nicht bemerkt.
Was können Sie selbst tun, wann brauchen Sie Fachleute?
Sie müssen nicht alles einer Fachperson überlassen. Vieles können Sie selbst erledigen: echte Fotos machen, die Liste der häufigen Fragen zusammenstellen, kurze Vorstellungen Ihrer Mitarbeitenden schreiben, Ihr Google-Unternehmensprofil anlegen und die Fragen der Angehörigen notieren. Das senkt die Kosten und sorgt dafür, dass die Seite mit Ihrer Stimme spricht.
Fachliche Unterstützung brauchen Sie an diesen Stellen: beim Aufbau der Seitenstruktur, damit die Seite am Handy schnell und fehlerfrei öffnet, bei der Planung der Sichtbarkeit in der Suche, bei Weiterleitungen und technischen Einstellungen, und um sicherzugehen, dass Formular und Anrufknopf einwandfrei funktionieren. Wenn Sie außerdem ein Formular mit personenbezogenen Daten einsetzen, sollten Sie bei Themen wie der Datenschutzerklärung und dem Impressum eine Juristin oder einen Juristen fragen.
Der Entscheidungsbaum beruht auf einer einfachen Frage: Ist es Ihre Aufgabe, dass die Seite richtig funktioniert und gefunden wird, oder ist das neben Ihrer Pflegearbeit zu viel? Im zweiten Fall spart Ihnen Hilfe von außen Zeit.
Wovon hängen die Kosten ab?
Zahlen nenne ich hier nicht, denn für eine Pflegeheim-Website gibt es keinen einheitlichen Preis. Aber ich kann klar sagen, was den Preis bestimmt. Die Seitenzahl: nur Startseite und Kontakt, oder eine eigene Seite für jede Leistung? Der Inhalt: Schreiben Sie die Texte selbst, oder bereite ich sie mit Ihnen zusammen vor? Die Fotos: Haben Sie brauchbare Bilder, oder muss ein Fototermin geplant werden? Die Sprachen: nur Deutsch, oder auch andere Sprachen für Familien mit anderem Hintergrund? Besondere Funktionen: ein Formular für Besichtigungstermine, ein virtueller Rundgang, eine Fotogalerie. Der Zustand Ihrer bestehenden Seite: ganz neu bauen oder die alte überarbeiten? Die Arbeit an der Sichtbarkeit in der Suche: einmalig oder laufend?
Entsprechend dieser Punkte erhalten Sie von mir ein Angebot mit klarem Umfang und Preis, in dem schriftlich steht, was enthalten ist und was nicht. Fragen Sie bei jedem Angebot unbedingt nach, was nach dem Start passiert und wer die Pflege und die Aktualisierung übernimmt. Das beeinflusst auf Dauer die Kosten am meisten.
So arbeite ich mit Ihnen
Ich arbeite allein von Istanbul aus. Die Person, die mit Ihnen spricht, ist also dieselbe, die die Seite baut und Sie nach dem Start unterstützt. In dieser Branche ist das ein wichtiger Vorteil: Pflege ist eine sensible Aufgabe, und ich verstehe direkt, wie wichtig Ihnen das ist, was Sie erzählen, ohne dass es über Dritte weitergegeben wird. Den Nachteil nenne ich ebenso offen: Ich kann nicht beliebig viele Aufträge gleichzeitig annehmen. Ist mein Kalender voll, sage ich Ihnen den Starttermin vorher.
Bei der Arbeit belaste ich Sie nicht mit technischen Einzelheiten. Ich erkläre einfach, wozu etwas dient, wir treffen Entscheidungen gemeinsam, und vor dem Start gehen wir die Seite zusammen durch. Was ich nicht kann, sage ich von Anfang an: Zum Beispiel gebe ich keine Garantie für eine Platzierung, denn die kann seriös niemand geben.
Häufige Fragen
Brauche ich für ein Pflegeheim wirklich eine Website?
Die meisten Familien beginnen ihre Entscheidung im Internet. Haben Sie keine Seite oder eine schwache, wenden sich Familien möglicherweise an ein anderes Haus, ohne Sie je gesehen zu haben. Auch bei einer kleinen Einrichtung sagt eine klare Seite der Familie: „Das Haus ist echt, und ich kann es erreichen.“
Welche Seiten sollten bei einer neuen Website unbedingt dabei sein?
Startseite, Leistungen, Zimmer und Gemeinschaftsräume, Team, Alltag, häufige Fragen und Kontakt bilden das Grundgerüst. Haben Sie besondere Angebote wie Demenzbetreuung oder Kurzzeitpflege, lohnt sich dafür eine eigene Seite, sowohl für die Familie als auch für die Suche.
Sollte ich Preise auf der Website nennen?
Ob Sie Zahlen nennen, ist Ihre Entscheidung. Erklären Sie aber unbedingt, wovon die Kosten abhängen. Wenn Sie Zimmerart, Pflegeaufwand, Pflegegrad und Zusatzleistungen erläutern, kann sich die Familie vor dem Anruf vorbereiten, und das Gespräch verläuft entspannter.
Darf ich Fotos von Bewohnerinnen und Bewohnern verwenden?
Für Fotos, auf denen Gesichter zu sehen sind, brauchen Sie die schriftliche Einwilligung der betroffenen Person oder ihrer gesetzlichen Vertretung. Für die genauen Pflichten empfehle ich, eine Juristin oder einen Juristen zu fragen. Fehlt die Einwilligung, schaffen auch Bilder von Zimmern, Garten, Essen und Angeboten Vertrauen.
Wie lange dauert es, bis die Seite bei Google erscheint?
Das hängt von Ihrer Region, der Konkurrenz und dem Zustand Ihrer Seite ab. Eine feste Dauer oder eine Platzierung kann ich nicht garantieren. Bei lokalen Suchen und in der Google-Karte zeigt sich die Sichtbarkeit meist früher, bei allgemeinen Suchen dauert es länger.
Soll ich meine alte Website überarbeiten oder neu bauen lassen?
Öffnet sich Ihre alte Seite am Handy fehlerhaft, hat sie zu wenige Seiten und eine wirre Struktur, ist ein Neubau meist die gesündere Lösung. Wichtig ist aber, dass die alten Adressen auf die neuen Seiten weitergeleitet werden, sonst geht die aufgebaute Sichtbarkeit verloren.
Darf ich Stimmen von Angehörigen auf der Seite zeigen?
Ja, aber nur echte Rückmeldungen mit Erlaubnis. Sicherer ist es, sie allgemein zu formulieren, ohne den Namen und ohne Gesundheitsangaben. Erfundene Bewertungen sind unethisch und zerstören das Vertrauen, sobald sie auffallen.
Was muss ich tun, nachdem die Seite online ist?
Halten Sie Fotos und Angaben aktuell, notieren Sie eingehende Fragen und antworten Sie auf Bewertungen in Ihrem Google-Unternehmensprofil. Wenn Sie möchten, übernehme ich diese Pflege; den Umfang klären wir vorher schriftlich.
Wenn Sie besprechen möchten, was Ihr Pflegeheim oder Ihre Betreuungseinrichtung braucht, damit die Seite Familien Vertrauen gibt, am Handy schnell öffnet und bei Suchen richtig erscheint, schreiben Sie mir über die Seite Website erstellen lassen. Ich höre Ihnen zu und zeige Ihnen einen ehrlichen Weg.