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Wix zu eigener Website wechseln: Umzug ohne Ranking-Verlust

Wix oder Squarespace verlassen und eine eigene Website bauen lassen? So gelingt der Umzug ohne Ranking-Verlust: Schritte, Risiken und Kostenfaktoren.

Vor einigen Jahren haben Sie Ihre Website mit einem Baukasten wie Wix oder Squarespace gebaut. Damals war das vernünftig: fertige Vorlage, Drag-and-drop, schnell online. Heute ist Ihr Unternehmen gewachsen, die Seite fühlt sich langsam an, eine Funktion, die Sie sich wünschen, lässt sich nicht einbauen, und die monatliche Gebühr geht Ihnen langsam auf die Nerven. Wenn Sie nach „Wix zu eigener Website wechseln“ gesucht haben, beschäftigt Sie vermutlich vor allem eine Frage: Verliere ich dabei meine Platzierung bei Google? Genau diese Frage beantworte ich in diesem Artikel ehrlich. Ich bin Ümit Kırkoç, Webdesigner und SEO-Berater, ich arbeite allein von Istanbul aus, und ich erkläre Ihnen in einfachen Worten, wie ich bei einem Umzug vorgehe und worauf Sie achten sollten, wenn Sie eine eigene Website erstellen lassen möchten.

Zuerst klären wir die Begriffe. Eine „eigene Website“ lebt nicht im Kasten eines Baukastenanbieters, sondern bei einem Hoster Ihrer Wahl. Code und Inhalte liegen vollständig in Ihrer Hand. Meist wird sie mit einem offenen System wie WordPress gebaut oder von Hand programmiert. „SEO“ ist die Arbeit daran, dass Ihre Seite bei Google erscheint, wenn Ihre Kunden suchen. Und „Umzug“ (Fachleute sagen „Migration“) bedeutet: Inhalte, Adressen und das über Jahre gewachsene Vertrauen von Google werden auf ein neues System übertragen, ohne dass etwas kaputtgeht.

Warum verlassen so viele Unternehmen ihren Baukasten?

Baukästen sind für den Anfang gute Werkzeuge. Das Problem entsteht, wenn das Unternehmen wächst und die Grenzen spürbar werden. Meine Einschätzung: Ein einzelner Grund reicht nicht, um einen Baukasten zu verlassen. Treffen aber mehrere der folgenden Punkte zusammen, lohnt sich ein Gespräch über den Wechsel.

  • Sie können Ladezeit und technische Einstellungen nicht so ändern, wie Sie es möchten.
  • Die Struktur der Adressen (Links) und einige SEO-Einstellungen sind eingeschränkt; Ihre Wunschstruktur der Seiten lässt sich nicht bauen.
  • Mehrsprachigkeit, ein Buchungssystem, ein Kundenbereich oder ein eigener Rechner passen nicht in die Vorlage.
  • Monatliche Abo- und Zusatzkosten summieren sich, und Sie haben das Gefühl, dass die Seite nicht wirklich Ihnen gehört.
  • Wollen Sie später zu einem anderen System, lässt sich der Inhalt nicht mit einem Klick herausholen.

Ein ehrlicher Hinweis: Auch auf diesen Plattformen gibt es Seiten, die gut ranken. Wenn Ihre Seite Ihnen Aufträge bringt und Ihnen nichts fehlt, müssen Sie nicht wechseln, nur weil andere es tun. Ein Umzug ist kein Ziel, sondern ein Werkzeug. Die folgende Grafik fasst den Unterschied aus Sicht des Unternehmers zusammen.

Vergleich von Baukasten und eigener Website bei Kontrolle, Tempo und Eigentum

Wie Sie sehen, liegt der Unterschied nicht in der Schönheit, sondern in Kontrolle und Flexibilität. Flexibilität bringt aber auch Verantwortung mit, dazu weiter unten mehr.

Wann ist ein Wechsel sinnvoll, wann sollten Sie warten?

Nicht jede Seite sollte umziehen. Manchmal ist es die beste Entscheidung, bei der bestehenden Seite zu bleiben und sie zu verbessern. Stellen Sie sich drei einfache Fragen: Bringt die Seite heute Anfragen? Fehlt mir wirklich die Technik, oder fehlt mir eher der Inhalt? Kann ich für den Umzug einige Wochen Aufmerksamkeit und etwas Budget einplanen?

Entscheidungsschema: Soll ich von Wix auf eine eigene Website wechseln, mit Ja- und Nein-Weg

Das Schema ist ein grober Kompass, jedes Unternehmen liegt anders. Auch wenn dort „warten“ herauskommt, heißt das nicht „nie“, sondern nur: Der Zeitpunkt muss stimmen. Ein Umzug mitten in Ihrer Hauptsaison ist zum Beispiel riskanter als in einer ruhigen Phase, denn schon ein kleiner Fehler kann dazu führen, dass das Telefon nicht mehr klingelt.

Was bestimmt Ihre Position bei Google beim Umzug wirklich?

Viele denken: „Wenn ich ein neues Design mache, rutscht mein Ranking ab.“ Tatsächlich liegt es selten am Design. Meist sind es diese Dinge: Alte Adressen werden nicht mit den neuen verbunden, Seitentitel und Texte gehen verloren, Bilder und interne Links brechen, oder die Seite ist eine Zeit lang für Google gesperrt. Das Risiko liegt also nicht in der neuen Seite, sondern in der Brücke zwischen alt und neu.

Google lernt Ihre Website Seite für Seite kennen. Jede Seite hat eine Adresse, einen Titel, einen Text und Links, die von anderen Seiten auf sie zeigen. Diese Informationen müssen kontrolliert mitwandern. Die folgende Tabelle zeigt, was beim Umzug wohin gehört.

Tabelle der Elemente, die beim Umzug erhalten bleiben müssen: Adresse, Titel, Beschreibung, Bilder und Links

Die wichtigste Zeile ist die Seitenadresse. Lässt sich die Adresse nicht beibehalten, brauchen Sie eine „301-Weiterleitung“. Das ist ein Hinweis, der Besucher automatisch von der alten zur neuen Adresse schickt und Google mitteilt: „Diese Seite ist dauerhaft umgezogen.“ Stellen Sie sich einen Nachsendeauftrag der Post vor: Briefe an die alte Anschrift kommen trotzdem bei Ihnen an.

Die echten Probleme speziell bei Wix und Squarespace

Es sind kleine, aber lästige Details, die von Plattform zu Plattform verschieden sind. In einem allgemeinen SEO-Artikel finden Sie sie nicht, denn sie gehören genau zu diesem Umzug.

Die Adressstruktur ist eine andere

Baukästen erzeugen Seitenadressen nach eigenen Regeln. Manche setzen vor Blogartikel einen zusätzlichen Ordner, andere hängen Produktseiten ein eigenes Präfix an. In der neuen Seite lässt sich dieselbe Adresse manchmal beibehalten. Wenn nicht, müssen Sie für jede alte Adresse eine neue Entsprechung festlegen. Tun Sie das nicht, landen gespeicherte Links von Google und von Ihren Kunden auf einer Fehlerseite („Seite nicht gefunden“).

Inhalte lassen sich nicht immer gesammelt exportieren

Manche Plattformen erlauben den Export von Texten und Blogartikeln, manche nur teilweise, manche gar nicht. Das Seitendesign selbst zieht nie unverändert um, denn es hängt an der Vorlage der Plattform. Texte und Bilder werden deshalb oft von Hand oder halbautomatisch übertragen, das Design wird im neuen System neu aufgebaut. Wer das von Anfang an weiß, hat die richtige Erwartung: Ein Umzug ist kein „Kopieren und Einfügen“, sondern ein Neubau.

Wo liegt Ihre Domain?

Viele Unternehmen haben ihre Domain (die Adresse Ihrer Website, etwa beispiel-firma.de) beim Baukasten gekauft. Dann liegt sie auch im Konto dieser Plattform. Prüfen Sie vor dem Umzug, auf wen die Domain registriert ist und ob Sie die Verwaltungsrechte haben. Wenn Sie die Domain in Ihr eigenes Konto übertragen können, tun Sie es: Dann bleibt die Adresse Ihrer Seite in Ihrer Hand, egal, wohin Sie später ziehen.

Eingebaute Funktionen fallen weg

Buchungsmodul, Zahlungsseite, Formular, Blog, Mitgliederbereich und Newsletter sind im Baukasten fertig eingebaut. In der neuen Seite müssen Sie dafür Ersatz schaffen. Wenn Sie vorher auflisten, welche Funktion Sie nutzen und wie sehr Ihre Kunden daran hängen, erleben Sie keine Überraschungen.

Mehrsprachige Seiten und ihre Adressen

Hat Ihre Seite mehrere Sprachen, müssen die Adressen und Sprachlinks jeder Sprache korrekt übertragen werden. Sonst landet jemand, der auf Deutsch sucht, womöglich auf der englischen Seite. Deshalb plane ich Umzüge mehrsprachiger Seiten besonders sorgfältig.

In Deutschland, Österreich und der Schweiz gehören Impressum, Datenschutzerklärung und je nach Einsatz ein Cookie-Hinweis zu einer Website. Beim Umzug gehen diese Texte und Einstellungen leicht verloren, weil sie im Baukasten oft automatisch eingebunden waren. Die rechtlichen Einzelheiten kann ich nicht verbindlich beurteilen; lassen Sie diese Texte bitte von einer Juristin oder einem Juristen prüfen. Ich sorge dafür, dass sie technisch am richtigen Platz stehen.

Zwei erfundene Beispielszenarien

Die beiden folgenden Szenarien sind vollständig hypothetisch. Sie gehören keiner echten Firma und keiner echten Person. Sie sollen nur zeigen, wie ein Umzug in unterschiedlichen Lagen unterschiedlich verläuft.

Beispielszenario 1: Kleiner Dienstleister mit Terminbuchung

Nehmen wir an, ein Kosmetikstudio in Berlin hat eine Wix-Seite mit sieben Unterseiten. Die meisten Besuche kommen über Suchen nach „Stadtteil plus Leistung“, und das Terminformular lässt das Telefon klingeln. Die Inhaberin möchte neue Leistungen ergänzen, die Seiten beschleunigen und das Buchungssystem nach eigenen Wünschen aufbauen.

Der erste Schritt ist hier, herauszufinden, welche Seiten die Besucher bringen. Bei einer kleinen Seite kostet das einige Stunden Analyse. Die zwei Seiten, die den Großteil der Suchen bringen, werden als „unantastbar“ markiert: Titel, Haupttext und Adresse bleiben möglichst gleich. Die übrigen Seiten werden im neuen Design aufgeräumt. Alte Adressen werden einzeln auf die neuen weitergeleitet, das Buchungsformular wird im neuen System neu gebaut und vor dem Start getestet. Bei einer so kleinen Seite dauert der Umzug bei ordentlichem Vorgehen oft nur einige Wochen.

Die Lehre aus diesem Szenario: Kleine Seiten ziehen schnell um, aber schnell heißt nicht, die Checkliste zu überspringen. Geht ein Buchungsformular nicht, ist der Auftrag verloren, so schön das Design auch sein mag.

Beispielszenario 2: Shop mit vielen Produkten und Blogartikeln

Im zweiten hypothetischen Beispiel betreibt ein kleiner Heimtextilien-Shop auf Squarespace einige hundert Produkte und dutzende Blogartikel. Die Inhaberin will den Zahlungsanbieter wechseln, die Produktdaten mit Marktplätzen wie Amazon oder eBay abgleichen und die Langsamkeit der Seite loswerden.

Hier ist die Arbeit größer. Produkte werden nicht einzeln von Hand angelegt, sondern möglichst als Datei (Tabelle) gesammelt importiert und danach einzeln geprüft. Adressen, Titel und Bildbeschreibungen der Produktseiten bleiben erhalten. Unter den Blogartikeln werden diejenigen, die Besucher bringen, sorgfältig übertragen; alte Artikel ohne Besucher werden entweder zusammengelegt oder bewusst entfernt und auf das nächstliegende Thema weitergeleitet. Bezahl- und Versandschritte werden vor dem Start mit einer echten Testbestellung geprüft.

In diesem Szenario sind Dauer und Risiko höher. Deshalb ist es klug, einen solchen Umzug weit weg von den umsatzstärksten Einkaufszeiten zu legen und die alte Seite eine Weile als Absicherung zu behalten.

Der Umzug Schritt für Schritt

So gehe ich vor. Die Reihenfolge einzuhalten ist die halbe Arbeit.

Prozessgrafik des Umzugs: Bestandsaufnahme, verdeckter Aufbau, Weiterleitungen, Test, Start und Beobachtung

Die Grafik zeigt die Kurzfassung; jetzt erkläre ich, was in jedem Schritt passiert.

1. Die bestehende Seite erfassen

Vor dem Umzug erstelle ich eine vollständige Bestandsliste der alten Seite: alle Adressen, Titel, Beschreibungen, Bilder, Formulare und wie viele Besuche welche Seite bekommt. Haben Sie Zugang zur Google Search Console (dem kostenlosen Google-Werkzeug, das zeigt, wie Ihre Seite in der Suche abschneidet), sehe ich dort auch, bei welchen Suchen Sie erscheinen. Haben Sie keinen Zugang, richten Sie ihn am besten vor dem Umzug ein, denn nach dem Umzug brauchen Sie den „Zustand davor“ als Vergleich.

2. Entscheiden, was bleibt

Nicht jede Seite hat denselben Wert. Seiten, die Besucher und Kunden bringen, bleiben erhalten und werden möglichst wenig verändert. Alte, leere oder doppelte Seiten werden verschlankt. Das ist eine gute Gelegenheit zum Aufräumen, aber vergessen Sie beim Aufräumen nicht die Regel „nichts kaputtmachen, was funktioniert“.

3. Die neue Seite verdeckt aufbauen

Die neue Seite entsteht nicht unter der Adresse der Live-Seite, sondern auf einer nicht öffentlichen Testadresse. So läuft die alte Seite weiter, und Ihre Kunden merken nichts. Außerdem wird die Testadresse für Suchmaschinen gesperrt, damit Google die Testversion nicht versehentlich sieht. Ein häufiger Fehler ist, diese Sperre beim Start nicht zu entfernen; dazu weiter unten im Abschnitt über Fehler.

4. Inhalt und Struktur übertragen

Texte, Bilder, Menüs und Formulare ziehen ins neue System um. Titel und Beschreibungen bleiben wie auf der alten Seite; Verbesserungen kommen nach dem Umzug. Wer gleichzeitig umzieht und alle Texte neu schreibt, kann später nicht mehr erkennen, welche Änderung welche Wirkung hatte.

5. Die Weiterleitungsliste erstellen

Alle alten Adressen kommen in eine Tabelle, und jede wird ihrem neuen Gegenstück zugeordnet. Seiten ohne Entsprechung werden auf die thematisch nächste Seite weitergeleitet. Alles auf die Startseite zu schicken, ist eine verbreitete Abkürzung, aber Google mag das nicht, und der Besucher findet nicht, was er sucht.

6. Vor dem Start testen

Ich öffne jede Seite auf Handy und Computer, schicke das Formular ab, probiere Bezahl- oder Buchungsschritte aus, messe das Tempo und prüfe stichprobenartig, ob die Weiterleitungen richtig arbeiten.

7. Starten und beobachten

Am Starttag wird die Domain auf das neue System gelegt. Danach melde ich die Seitenstruktur bei Google an und beobachte in der Search Console die Fehlerberichte. In den ersten Wochen sind kleine Schwankungen im Ranking normal; man sollte sie nicht in Panik deuten. Wichtig ist zu beobachten, ob aus der Schwankung ein dauerhafter Rückgang wird.

Wie sieht der zeitliche Ablauf aus?

Die Dauer hängt von der Größe Ihrer Seite und ihren Funktionen ab; ich nenne hier bewusst keinen festen Termin. Den groben Ablauf zu kennen, hilft Ihnen trotzdem bei der Planung.

Zeitleiste des Umzugsprojekts mit Vorbereitung, Aufbau, Test und Beobachtung nach dem Start

Am häufigsten wird in dieser Zeitleiste die Beobachtungsphase nach dem Start übersehen. Mit dem Start ist die Arbeit nicht erledigt; die wirklich aussagekräftigen Daten kommen erst danach.

Was sollten Sie nach dem Umzug bei Google sehen?

Die beste Kontrolle, die Sie selbst machen können: Suchen Sie Ihre eigene Seite bei Google. Geben Sie Ihren Firmennamen und Ihre wichtigste Leistung ein. Sieht der Titel mit Beschreibung aus wie vorher, und öffnet ein Klick die richtige Seite?

Beispiel eines Suchergebnisses, in dem Titel und Beschreibung nach dem Umzug unverändert angezeigt werden

Das Beispiel soll zeigen, dass Titel und Beschreibung beim Umzug erhalten bleiben. Da Google beides aus dem Seiteninhalt liest, fällt es Google leichter, „das ist dieselbe Seite“ zu erkennen, wenn alte und neue Seite zusammenpassen.

Häufige Fehler beim Umzug

Ich kenne diese Fehler aus eigener Beobachtung und aus Situationen, die bei solchen Projekten jedem passieren können. Alle sind vermeidbar.

Liste häufiger Umzugsfehler: Weiterleitungen vergessen, Testseite offen lassen, Seiten löschen

Ich erkläre die Fehler einzeln, denn jeder hat einen Grund.

Weiterleitungen auslassen. Sehen Besucher und Google bei einer alten Adresse „Seite nicht gefunden“, verlieren Sie den Wert dieser Seite. Das ist der teuerste Fehler.

Die Testseite für Suchmaschinen gesperrt lassen. Bleibt beim Start die Einstellung „Suchmaschinen sollen diese Seite nicht sehen“ aktiv, nimmt Google die neue Seite womöglich gar nicht auf. Diese Einstellung am Starttag zu prüfen, gehört auf die Checkliste.

Titel und Texte komplett neu schreiben. Alles gutgemeint zu erneuern, ist verlockend, aber einen funktionierenden Titel zu ändern, kann das Ranking beeinflussen. Erst umziehen, dann verbessern.

Die alte Seite sofort abschalten. Wenn Sie das Abo kündigen und die alte Seite löschen, bevor die Domain-Weiterleitung sitzt, wird der Rückweg schwer. Behalten Sie die alte Seite als Absicherung, bis die neue gesund läuft; wägen Sie dabei die Restlaufzeit Ihres Abos gegen den Nutzen ab.

Bilder unkomprimiert übernehmen. Große Bilder bremsen die neue Seite aus und untergraben das eigentliche Ziel des Umzugs: Tempo.

Formulare und Tracking vergessen. Funktioniert das Kontaktformular nicht, klingelt kein Telefon; wurden Messwerkzeuge wie Google Analytics nicht mitgenommen, können Sie die Wirkung des Umzugs nicht messen.

Das Sicherheitszertifikat vernachlässigen. „https“ und das Schloss-Symbol müssen auch auf der neuen Seite funktionieren, sonst begrüßen Browser Ihre Besucher mit „Nicht sicher“.

Checkliste vor dem Start

Am Starttag sollten Sie die folgenden Punkte einzeln abhaken. Ich mache das auch bei meiner Arbeit so; da es Ihr Unternehmen ist, lohnt es sich, eine Kopie selbst in der Hand zu haben.

Checkliste vor dem Start mit Weiterleitungen, Formulartest, Mobilprüfung und Suchmaschinen-Einstellungen

Gerade scheinbar simple Punkte wie der Formulartest sind oft die wichtigsten. Dass ein Formular nicht funktioniert, merkt man mitunter erst nach Wochen, und in dieser Zeit gehen Anfragen verloren.

Wie sollte die neue Seite aufgebaut sein?

Die umgezogene Seite muss keine Kopie der alten sein. Sie braucht aber einen klaren Aufbau, in dem der Kunde findet, was er sucht. Wer geschäftlich sucht, will meist sehen: Was machen Sie? Wo sind Sie tätig? Wie erreiche ich Sie? Und warum sollte ich Ihnen vertrauen?

Beispielhafter Seitenaufbau einer eigenen Website mit Startseite, Leistungsseiten, Referenzen und Kontakt

Dieser Aufbau ist keine Schablone, sondern ein Vorschlag. Je nach Art Ihres Unternehmens ändert sich die Reihenfolge der Bereiche. Dass jede Leistung eine eigene Seite bekommt, gehört aber für Kunden und für Google zu den wirksamsten Ansätzen.

Was können Sie selbst tun, wann brauchen Sie Fachleute?

Bei einer kleinen Seite können Sie einige Vorbereitungen selbst übernehmen. Das senkt Kosten und Zeit.

  • Erstellen Sie eine Liste aller Seiten Ihrer Website und notieren Sie, wofür jede da ist.
  • Richten Sie die Search Console ein, bestätigen Sie den Zugang und sichern Sie einen Screenshot der Daten vor dem Umzug.
  • Sichern Sie Ihre Texte, Ihr Logo und Ihre Bilder auf dem eigenen Rechner.
  • Finden Sie heraus, in wessen Konto die Domain liegt und wann sie verlängert wird.
  • Notieren Sie, welche Funktionen (Formular, Buchung, Zahlung, Newsletter) in Gebrauch sind.

In diesen Fällen ist die Zusammenarbeit mit einer Fachperson deutlich sicherer: Wenn Ihre Seite regelmäßig Aufträge bringt, wenn Sie Hunderte Seiten oder Produkte haben, in mehreren Sprachen veröffentlichen, Zahlungen annehmen oder sich scheuen, an Domain- und E-Mail-Einstellungen zu rühren. Weiterleitungen, Domain-Einstellungen und E-Mail-Einträge sind technische Themen; eine falsche Einstellung kann sogar dazu führen, dass Ihre E-Mails nicht ankommen. Die folgende Grafik zeigt die Kette, die Sie nach dem Umzug beobachten sollten.

Trichter vom Besucher zur Anfrage mit den Kennzahlen, die nach dem Umzug auf jeder Stufe zu beobachten sind

Der Trichter erinnert daran: Das Ranking allein ist nicht das Ziel. Einblendungen, Klicks, Besuche und Anfragen werden gemeinsam beobachtet, und der Erfolg eines Umzugs misst sich erst am Ende dieser Kette, bei den eingehenden Anfragen.

Wovon hängen die Kosten eines Umzugs ab?

Zahlen nenne ich in diesem Artikel nicht, denn keine zwei Seiten kosten gleich viel. Ich kann Ihnen aber sagen, was den Preis bestimmt; wenn Sie diese Punkte bei Angeboten abfragen, lassen sich die Angebote vernünftig vergleichen.

  • Anzahl der Seiten und Produkte: Je mehr Inhalt umzieht, desto mehr Zeit brauchen Prüfung, Bearbeitung und Test.
  • Erwartung ans Design: Die Anpassung einer fertigen Vorlage und ein individuell entworfenes Design sind sehr unterschiedlicher Aufwand.
  • Besondere Funktionen: Buchung, Mitgliederbereich, Zahlung, Rechner und Anbindungen an andere Systeme erfordern eigene Entwicklung.
  • Anzahl der Sprachen: Jede Sprache bedeutet eigene Adressen und eigene Prüfungen.
  • Umfang der SEO-Arbeit: Nur ein schützender Umzug, oder gleichzeitig eine inhaltliche Verbesserung?
  • Betreuung nach dem Umzug: Zeit für Beobachtung und Korrekturen, Wartung und Sicherheitsupdates.
  • Laufende feste Kosten: Hosting, Domain und gegebenenfalls lizenzierte Erweiterungen; sie begleiten die Seite ihr ganzes Leben lang.

Wenn Sie das Abo des Baukastens mit den Kosten einer eigenen Website vergleichen, schauen Sie bitte nicht nur auf die Abogebühr. Bei der eigenen Seite kommen Hosting, Updates und Wartung hinzu; der Unterschied ist, dass Sie diese Kosten und die Kontrolle selbst in der Hand haben. Sinnvoller ist es, die Gesamtkosten über mehrere Jahre zu rechnen.

So arbeite ich mit Ihnen

Ich führe diese Projekte allein durch: Die Person, die mit Ihnen spricht, ist auch die Person, die die Seite baut. Der Ablauf sieht meist so aus: Zuerst sehe ich mir Ihre bestehende Seite und Ihre Search-Console-Daten mit Ihnen gemeinsam an, und ich sage Ihnen offen, ob ein Umzug für Sie sinnvoll ist (manchmal lautet die Antwort „bleiben Sie vorerst“). Wenn ja, halte ich schriftlich fest, welche Seiten bleiben, wie die Weiterleitungen aussehen und wie die neue Seite aufgebaut wird. Danach baue ich die neue Seite auf der Testadresse, gehe sie mit Ihnen durch, schalte sie live und beobachte die ersten Wochen. Ein Ranking- oder Ergebnisversprechen gebe ich nicht, denn Googles Entscheidungen kann niemand steuern. Was ich bieten kann, ist ein kontrollierter Umgang mit den bekannten Risiken und eine transparente Erklärung dessen, was ich tue.

Häufige Fragen

Fällt mein Google-Ranking, wenn ich von Wix auf eine eigene Website wechsle?

Eine sichere Antwort kann niemand geben, aber die meisten Einbrüche stammen aus vermeidbaren Fehlern: fehlende Weiterleitungen, verlorene Titel, vergessene Sperren. Werden diese kontrolliert behandelt, sind kleine, vorübergehende Schwankungen normal; ein dauerhafter Verlust ist nicht das erwartete Ergebnis. Dennoch kann man bei keinem Umzug sagen: „Es fällt garantiert nichts.“

Kann ich meine Squarespace-Seite mit derselben Methode umziehen?

Ja, die Logik ist dieselbe: erst Bestandsaufnahme, dann neue Seite, dann Weiterleitungen, Test und Beobachtung. Unterschiede gibt es beim Export der Inhalte und bei der Adressstruktur; deshalb prüfe ich die Einzelheiten für jede Plattform von Grund auf.

Ist meine Seite während des Umzugs offline?

Nein, das sollte sie nicht sein. Die neue Seite wird auf einer nicht öffentlichen Adresse vorbereitet, die alte läuft weiter. Beim Start ändert sich nur die Weiterleitung der Domain, und das ist in kurzer Zeit erledigt.

Verliere ich meine Domain?

Ist die Domain auf Ihren Namen registriert, verlieren Sie sie nicht. Liegt sie im Konto der Plattform, muss man zuerst die Verwaltungsrechte und die Übertragungsbedingungen klären. Weil die Domain so entscheidend ist, prüfe ich das ganz am Anfang.

Sollte ich die alte Seite sofort kündigen?

Nein. Kündigen Sie erst, wenn Sie sehen, dass die neue Seite fehlerfrei läuft, die Weiterleitungen sitzen und Ihre E-Mails nicht betroffen sind. Die alte Seite eine Weile zu behalten, wirkt wie ein zusätzlicher Kostenpunkt, ist aber eine Rückfahrversicherung.

Soll ich beim Umzug Inhalte ändern?

Die Grundregel lautet: erst umziehen, dann verbessern. Schreiben Sie Titel und Texte gleichzeitig komplett neu, wissen Sie später nicht, warum sich etwas verändert hat. Falsche oder kaputte Inhalte dürfen Sie natürlich jederzeit korrigieren.

Wovon hängen die Kosten des Umzugs ab?

Von der Zahl der Seiten und Produkte, vom Designwunsch, von besonderen Funktionen, von der Zahl der Sprachen und vom Umfang der Betreuung nach dem Start. Ich nenne keine Zahl, weil keine zwei Seiten gleich sind; ein fester Preis, der ohne Blick auf Ihre Seite genannt wird, wäre nicht seriös.

Werden Tempo und Handy-Darstellung mit der neuen Seite wirklich besser?

Bei richtigem Aufbau kann das passieren, aber es ist kein Automatismus. Große Bilder, überflüssige Erweiterungen und schwere Vorlagen machen auch eine eigene Seite langsam. Deshalb wird das Tempo schon zu Beginn als Ziel des Aufbaus gemessen.

Wenn Ihre Seite auf Wix oder Squarespace liegt und Sie klären möchten, ob ein Umzug zu Ihnen passt, sehen Sie sich meine Seite zum Thema Website erstellen lassen an und schreiben Sie mir über das Kontaktformular die Adresse Ihrer bisherigen Seite und was Sie ändern möchten; ich bewerte Ihre Lage zuerst mit Ihnen gemeinsam und erarbeite Ihnen einen ehrlichen Fahrplan.

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